Hallo,
einige Aussagen des Eingangsbeitrags würde ich als widersprüchlich
oder zumindest sehr überraschend ansehen wollen.
Wenn man sich mit der Materie auch nur ansatzweise beschäftigt hat,
weiß man ja dass die May-Geschichte mal auf den Markt kam und
seinerzeit auch einige das System ausprobiert haben, interessanter-
weise sind die wenigsten daran hängen geblieben.
Nebenbei hat sich auch das Kelly-Hufeisen nicht so richtig durchgesetzt,
daran erinnert die Konstruktion ein wenig, wenn auch erfrischend
abgespeckt.
Zu den Fragen:
Für welches Umfeld seht ihr das größte Potetential?
Grundsätzlich in Internet-Foren, wo viel diskutiert wird, aber Vieles nicht auf die Straße kommt.
Live: Der Aufwand beim Aufbau der Mikrofonierung sinkt und gleichzeitig ist das Signal sauberer.
Das war und ist das Hauptargument und für meine Begriffe auch das einzige, wobei "sauber" nur im Hinblick auf Einstreuungen
zu verstehen ist, der "Ton" selbst ist extrem komisch.
Studio: Klare Kanalseparation und die Möglichkeit flexibler bezüglich des sounds zu werden.
Das halte ich für völligen Unfug.
Auch hier könnte man bestenfalls über die Separation diskutieren, da aber Optik und Stolpergefahr keine Kriterien sind, sollte
es da andere Möglichkeiten geben, insbesondere auch im Mikrofonbereich. Flexibler im Klang wird man definitiv nicht dadurch,
dass man die Positionierung des Mikrofons in einer Kiste eingesperrt brutal einengt.
Wenn es ein fertiges Kit mit allen Einzelkomponenten zu kaufen gäbe, würdet ihr das System einsetzen?
Nein.
Ich bin bereits mit flexiblen Mitteln ausgestattet und möchte es auch flexibel halten, insbesondere auch mal die Mikrofone
zu Hause lassen dürfen.
Grüße
Jürgen