Hallo,
die Sache mit der Fußmaschine würde ich mal nicht überbewerten, schließlich war sie ja
gar nicht kaputt, sie hatte ja nur eine Schraube locker.
Lustigerweise hatte ich den Fehler schon im Mai in Windecken vorgeführt: (Anleitung, wie
man es nicht machen sollte:) man nehme eine Fußmaschine, die in letzter Zeit gar nicht
benutzt wurde, packe sie ungeprüft ein, aus etc., wundere sich ein bisschen über den
allzu leichten Gang beim Treten und verwende dann beim Schrauben im Scheinwerferlicht/
Lampenfieber nicht die nötige Sorgfalt.
Allerdings hatte ich noch ein weiteres Problemchen vorletztes Jahr: da war die nicht fest
genug am Spannreifen. Was lernen wir daraus: immer ein zweites Schlagzeug mitnehmen!
Im Ernst: zwischen Aufwand und Art der Veranstaltung muss man ja auch mal die Kirche im
Dorf oder Vorort lassen, wofür man Ersatzfelle für Toms mitschleppen soll, ist mir ein Rätsel.
Zweitsnare finde ich sinnvoll, zweite Fußmaschine eventuell noch, wobei eine Ausfallwahr-
scheinlichkeit von weniger als 1 % für mich doch eher ein Argument für mehr Risikobereitschaft
ist, zumal ja hier das Geschraube kaum länger gedauert haben dürfte, als die Zweitmaschine
anzutackern. Und wer anständiges Zeug hat und es anständig behandelt, hat meist auch weniger
Ausfälle.
Aber zum eigentlichen pseudomusikalischen Bereich:
Da ist man dann mal wegen Rotz daheim geblieben und dann darf der
Bub nur mit Rods spielen, was ist denn das?
Rock 'n' Roll oder Tanzmusik?
Wozu man eine Verstärkung braucht (Abnahme), wenn die Bude angeblich alleine schon
zu laut ist, das werde ich nie verstehen, scheint bei manchen Experten aber normal zu
sein.
Snare zusätzlich von unten mikrofoniert, alles klar. Ist schon wichtig in der Festhalle.
Wenn ich die "Overheads" richtig vom Foto her interpretiere, wurden die als Ride- und
Hi-Hats-Mikro benutzt, auch da würde ich sagen: wichtig, es ist ja eine große Halle und
der Sound muss stimmen.
Ganz im Ernst: wenn das nur zur Deko war, um zu rechtfertigen, dass der Toni da war,
habe ich nichts gesagt, wenn da aber ein Signal davon in den Raum gesendet worden
sein sollte, dann ist mir die Rotz-Geschichte etwas klarer, wobei mir nicht so ganz einleuchtet,
warum ein Profi-Becken mit Profi-Stöcken alleine schlechter klingen soll als ein Profi-
Becken mit der Rute und einem Mikrofon, was ja klanglich - das wissen alle Rutenbesitzer
und -verwender - doch eher völlig anders ist.
Die Bude ist dagegen pragmatisch aufgebaut, sieht gut aus, erscheint mir - gegenüber anderen
Beleuchtungorgien bisher - aber erstaunlich farblos, eventuell passend zum Plakat, das ja auch
eher herbstlich - passend zum Wetter - trüb erscheint, Lichtblicke sind das T-Shirt und die
Wolle vom Stofftier, für kleine Jungs natürlich noch die junge Dame im Glitzerkleidchen.
Hat der Gitarrist einen Sender in der Bux?
Der läuft bestimmt viel herum.
Das Brett vor dem Keyboarder ist sicherlich nötig und der Aufkleber darauf bestimmt auch,
warum versteckt sich der Bassist?
Ich habe die Kapelle ja schon zwei Mal gesehen und finde die Musik gar nicht schlecht, das
sind schöne Melodien, angenehme Akkordwechsel, toller Gesang, gelungene Spannungsbögen.
Allerdings würde ich diese Musik niemals (bis auf ein paar Lieder) mit Rods spielen, das verwässert
die Dynamik, das nimmt den Drive und es ist - pardon - bei 300 qm absolut unnötig.
Man darf ja nicht vergessen, dass der Meister 7A-Stäbchen im Einsatz hat.
Grüße
Jürgen