Beiträge von Jürgen K

    Hallo,


    zunächst einmal würde ich Tam-Tams und Gongs nicht zu den Becken zählen, auch nicht Klangplatten und
    RotoSound, aber da geht es schon los: wo soll die Kreativität beginnen und wo enden?


    In manchen Musikstilen gibt es durchaus immer mal Innovationen, auf breiter Fläche setzt sich allerdings
    wenig bis nichts durch, das liegt daran, dass wir doch lieber das hören, was wir gewohnt sind und nicht
    zuletzt auch daran, dass ein Instrument etwas kostet, was heute kaum noch jemand bezahlen will.


    Vom Kleinen her betrachtet ist schon die Unterteilung von Becken in "Crash" oder "Ride" teilweise diskutabel.
    Ein Becken ist konstruktionsbedingt ein Becken und die Unterschiede sind weitgehend ausgereizt, wobei
    die Lochbleche in der letzten Zeit die Speerspitze der Novation waren, wenn einem nix mehr einfällt, weil
    man schon alles gemacht hat, macht man halt Löcher rein. Die Begrabungsaktion der Kanadier war ja auch
    schon äußerst interessant. Auch das Spiralending (schneiden wir halt mal eins kaputt) finde ich fragwürdig.
    Nein, der konservative Trommler braucht das alles nicht und der innovative nimmt gleich Radkappen, Back-
    bleche, Topfdeckel.


    Irgendwie bin ich herbstlich unkreativ.
    Da geht es mir wohl wie der Industrie.


    Grüße
    Jürgen
    der gerade wieder festgestellt hat, dass er gar kein Splash braucht

    Hallo,


    angefangen habe ich mit Tromsa, dann kam eine Export, darüber muss man nicht sprechen,
    das war schon nicht so erbaulich.
    Meine BLX hatte ich wieder verkauft, weil mir eine Schraube auf den Nerv ging, ansonsten
    war die gut, so gut, dass ich den Verkauf bereue.


    Dann kam sie ...
    Sonor Phonic Plus D 528
    14" x 8", nahtlos gezogener Ferromangan-Stahl, verchromt, 12 Spannschrauben je Seite, Parallelabhebung
    sehr vielseitig, Allround-Schädelspalter meine Nr. 1, heavy metal!
    Im Besitz seit 1987, Ankauf nur noch bruchstückhaft in Erinnerung, kam in fast allen Bands zum Einsatz.
    Anfangs war sie noch in Konkurrenz mit der BLX und musste auch mal Pinstripe tragen (war modern gewesen),
    später zeigte sie immer mehr, dass sie tatsächlich überall klingt und wenig Pflege benötigt, selbst ein anfänglicher
    Sturz hinterließ nur geringe Spuren.


    Da ich ja meinte, dass Holz der heilige Gral ist, musste das dann auch noch sein:
    Sonor Signature HLD 580 TR
    14" x 8", Buche mit Furnier und Lack, 12 Spannschrauben je Seite, Parallelabhebung
    super für progressive pop, steht beim Übeset zu Übe- und Dekorationszwecken.
    Im Besitz seit 2002, bei zwei Bands und im Proberaum im Einsatz gewesen.
    Ich meine inzwischen nicht mehr, dass Holz besser ist, für mich ist es eher eingeschränkter,
    bei guter Qualität erscheinen mir Metalltrommeln (Messing, Stahl) vielseitiger.


    Zwischendurch gab es noch eine Set-Trommel (Force 3001), die war ok, natürlich
    kam sie an obige nicht heran und durfte auch gehen.


    Da man ja auch mal etwas Transportfreundliches möchte und klanglich eine echte
    Alternative:
    Sonor Jungle Snare Drum JSD 10
    10" x 2", Holz
    klein, aber böse.
    Im Besitz seit 2001, seitdem bei 4 von 5 Bands und im Proberaum im Einsatz
    Das Preis-/Platzbedarf-/Leistungsverhältnis ist erstaunlich.


    Für den Alltagsgebrauch (Kompromiss aus Transport und Klang) kam dann
    endlich noch ein anderes Objekt, das ein fantastisches Arbeitstier ist:
    Pearl Free Floating MB1465
    14" x 6,5", Messing, Pseudoparallelabhebung
    extrem vielseitig, offen, laut, das mobile Einsatzkommando für alle Anlässe (deutlich transportfreundlicher als Nrn. 1 und 2)
    Im Besitz seit 2011, oft im Einsatz im Proberaum und auf Bühne.


    Von Ludwig halte ich Abstand, ich habe eine Rostallergie.


    Grüße
    Jürgen

    Hallo,


    leider hatte ich bislang auch nur eines der beiden Modelle,
    früher war der Preisunterschied auch mal bei einem oder
    drei Euro.


    Möglicherweise sind aktuelle Modelle anders konstruiert,
    aber mein Modell (welches es auch immer gewesen sein
    mag) hatte Sechskant und Billigschraube, war aber gebraucht,
    daher nicht aktuell.


    Grüße
    Jürgen

    Hallo,


    ja, die gebogenen Stangen sind deutlich länger, ich meine mich dunkel zu
    erinnern so rund 120 oder 125 cm, da sollen sich die Besitzer mal äußern,
    die geraden sind ja nur um 100 Zentimeterchen herum.
    Ich nehme zwei davon, dann wird es schön symmetrisch.


    501 ist das reine Front-Rack (1 = 1 Stange), das mit den drei Stangen
    heißt 503 (3 = 3). Einzelstange mit einem Fuß ist dann 501E, die gebogenen
    kommen mit dem Zusatz "C" für "curved" (gebogen).

    Grüße
    Jürgen

    Hallo,


    für mich war es so, dass ich bis vor einigen Jahren dafür bekannt war,
    dass meine Fill-Ins so klangen wie das, was passiert, wenn bei mir morgens
    um Sieben die Müllmänner kommen und ihren Industrial-Trash-Metal zelebrieren
    (nette Jungs übrigens, sind halt ein bisschen laut, aber danach ist immer der
    Dreck weg).
    Das ging mir zunehmend auf die Nerven (meinen Mitmusikanten wohl auch schon
    vorher). Mit der Inanspruchnahme von Unterricht hat sich das Problem nahezu
    aufgelöst und nebenbei groovt es viel öfter und das Schlagrepertoire ist auch
    deutlich größer geworden. Es ist so ähnlich wie wenn ich in der Grundschule
    einen Brief verfasst hätte ("Lieber Jürgen, ich finde daß du dodal gud spielst" = vorher)
    und nach dem dritten Semester ("Sehr geehrter Herr K., erlauben Sie mir höflichst
    mitteilen zu dürfen, dass Ihren Tätigkeiten auf dem Instrumentarium
    eine eine gewisse Ausbaufähigkeit immant zu sein scheint" = jetzt).


    Mein Rat ganz klar: ja.


    Grüße
    Jürgen


    PS

    Das Handy liegt auf der Snare


    Und es lebt noch?

    Hallo,


    dass John Henry Bonham und noch einige andere keinen Unterricht hatten,
    halte ich mittlerweile für ein Gerücht. Beim Bonham mag er dass im Suff
    vergessen haben, das will ich nicht ausschließen.


    Ich persönlich hatte auch lange Zeit Furcht um meine Freiheit, Kreativität
    usw., das lässt sich aber leicht umgehen, indem man eben nicht ausschließlich
    eingleisig fährt. Ich muss ja nicht nur die Hausaufgaben machen, ich kann auch
    nebenher noch anderes Zeug machen, daran hindert mich niemand.


    Ob man ein Lied spielen kann oder nicht, bewertet man im Laufe des Lebens
    anders. Früher fand ich mich besser und war schlechter, heute ist es eher
    umgekehrt. Wenn ich mir die Noten von Dani California ansehe, dann weiß ich,
    dass das, was ich da durchaus bestimmt ein Jahr lang getrommelt habe, nicht
    das gleiche war.


    Grüße
    Jürgen

    Hallo,


    in der Tat ist das Problem die mangelnde Übung/Routine.


    Equipment hilft, aber eher psychologisch im Hinblick auf das Wohlbefinden.
    Ich kann inzwischen auch auf Scheißgeräten halbwegs spielen, es macht mir
    nur keinen Spaß. Taugt das Gerät bin ich fröhlich und übe gerne.


    Der Chad Smith spielt ja schon ein bisschen länger, das hört man auch.
    Wenn der auf dem 507 klänge er zwar schlechter, aber im Wesentlichen
    würde er uns (fast) alle in Grund und Boden nageln. Das liegt daran, weil
    er geübt hat und das wohl seit ein paar Jahren mehr.


    Als ich von meiner ersten Billigfußmaschine (Pearl mit Band, gibt es nicht mehr)
    auf die Camco umgestiegen bin, ging es mir besser. Ob das jemand gehört hat,
    wage ich zu bezweifeln. Spielen musste ich trotzdem erst lernen und das mache
    ich weiterhin, weil ich Vieles nicht kann, ich trete schon seit zwei Jahrzehnten
    und so Leute wie dieser Smith sind immer noch besser.


    Da muss ich wohl mehr üben, am Gerät kann es jedenfalls nicht liegen, das ist
    inzwischen Top of the Pops.


    Grüße
    Jürgen

    Hallo,


    ich gebe meine Stocktasche in den Rucksack da liegen dann auch die Akten drin.
    Mit so einem Köfferchen habe ich das auch schon gemacht, also alles rein in die
    Kiste einschließlich eben der besagten Stocktasche.


    Umgekehrt käme mir nicht in den Sinn, eine Stocktasche will ich ja für die Stöcke
    und ans Standtom hängen, das soll ja nicht umfallen oder einstürzen.


    Grüße
    Jürgen

    Hallo,


    nein, boPET bitte, es ist ja nicht irgendein PE, sondern natürlich Polyethylenterephthalat, also PET, gelle.
    Und da Remo ja mit DuPont hantiert, heißt das Zeug Mylar, nicht, dass da jemand seinen Hostaphan-Kleber
    falsch einsetzt.


    Grüße
    Jürgen

    Hallo,


    Stöcke muss man in der Hand gehabt haben.
    Wenn man nicht in den Laden kann, dann muss
    man halt bestellen und nach dem Test auf der
    Gummischeibe zurück schicken.


    Ich komme mit manchen kleinen und großen
    Stöcken gut, mit anderen weniger gut bis
    gar nicht klar.
    Die Größe kann man auf den Herstellerseiten
    gut nachvollziehen, z. B. hier,
    da sind sie ja genannt und man kann sich das
    daheim ja mit dem Lineal mal aufmalen.
    Da hätte man dann gemerkt, dass .710"/17"
    irgendwie nicht so sehr an Essstäbchen vom
    Chinesen erinnern. Da braucht man stabile
    Handgelenke, sonst gibt's Gips.


    Grüße
    Jürgen


    PS
    Von Vic Firth kam/komme ich gut klar mit
    SD 4 Combo (Jazz, Chanson, Oldies), 5BN Hickory (Rock, Hard Rock), 2BN Hickory (Heavy Metal, Üben),
    STL (Üben).

    Guten Morgen,


    wenn die Paula und die Strat aus Ahorn sind,
    ist es doch logisch, dass sie gleich klingen, oder?


    Bei mir klingt sogar ein und dasselbe Fell mal
    gut und mal schlecht, je nachdem, ob die
    Kaffeemaschine geht oder nicht.


    Mit einem schönen Logo klingt es auf jeden
    Fall besser. Wenn ich mich über den ekligen
    Schriftzug aufrege, klappt es mit dem laid
    back nicht mehr und wenn das Logo schnarch-
    langweilig ist, dann gelingen Uptempo-Nummern
    einfach nicht.


    Grüße
    Jürgen
    specifications are subject without notice

    Hallo,


    E-Drums sind für mich mit dem Niedergang von d-drums gestorben.
    Drum-Cover sind eine Sache der Neuzeit, als mittelalter Mann ist
    mir das suspekt. Wahrscheinlich wäre ich ein großer Fan davon,
    wenn ich ein paar Jahrzehnte jünger wäre.
    Ob ich dann gegenüber aktuellen E-Drums offener wäre, ist schwer
    zu sagen, vermutlich ja, aber mit zunehmendem Interesse dann
    vermutlich wieder anders herum, damals hatte ich schließlich auch
    mal ein SDS-1 und das habe ich wieder verkauft.
    E-Drums haben für mich mehrere Anwendunsfelder:
    a) Spezialmusik
    b) Unterhaltungsmusik
    c) Hausmusik
    Letzteres ist das Hauptgeschäft der Branche, auf Bühnen, selbst
    bei Top-40-Kapellen sieht man es hingegen eher selten, Ersteres
    ist aber auch keine wirkliche Domäne, da strahlt eher der Hybrid.


    Cover:
    heißt ja zudecken.
    Ich nehme etwas Fremdes und lege meine heimische Kuscheldecke
    darüber.
    Wenn das fremde Werk gut, sehr gut, vielleicht sogar genial ist, kommt
    mir das vor, wie ins Restaurant zu gehen und die Ketchupflasche auszupacken.
    Ist es schlecht, kommt es mir genauso vor, nur dass dann die Ketchupflasche
    tatsächlich das Niveau erhöhen könnte.


    Von daher halte ich von Cover sowieso gar nichts.
    Playalong finde ich sinnvoller, da kann man dann hören, ob man mit einer
    Profikapelle (bei hochwertigem Playalong) spielen kann. Das ist aus meiner
    Sicht aber eher etwas für zuhause oder den Freundeskreis, der hoffentlich
    aus der Musikerpolizei besteht und ehrlich sagt, dass der Originaltrommler
    besser war.


    Warum man so etwas veröffentlichen soll, ist mir völlig unklar.
    Nicht ganz, zum einen ist es eine Möglichkeit zu zeigen, dass man keine Band,
    dafür aber Langeweile hat, zum anderen kann man seinem Selbstdarstellungstrieb
    frönen, den man als Musikant meistens mehr oder weniger ausreichend oder auch
    mal großzügig besitzt. Für die musikalische Entwicklung würde ich die notwendige
    Zeit und das notwendige Geld aber lieber in eine Band stecken wollen, wo man
    dann schon etwas freier musizieren kann und muss, selbst wenn es auch da "Cover"
    sein sollten, denn da wird dann plötzlich nicht mehr zugedeckt, sondern nachgekocht,
    was ich schon viel spannender finde, man sieht, wie die Musiker interagieren, als Team
    funktionieren, auch wie sie Unmöglichkeiten (zu komplizierter Vorgaben des Originals)
    kreativ bewältigen. Oftmals sind solche Kapellen technisch schlecht, aber selbst das finde ich
    als Zuseher reizvoll, denn auch dort können musikalische Lichter zu sehen sein, wenn auch
    die Stromversorgung wackelt.


    Und dann kommt noch die Rechtsfrage: darf ich das?
    Ohne Erlaubnis darf ich es nicht, alleine das wäre mir
    schon zu viel Stress.


    Grüße
    Jürgen


    PS
    Bei den Videos finde ich die Füße beim Schlagzeug schöner
    als bei den E-Drums.

    Hallo,


    mich hat noch niemand gezwungen,
    Kontakt mit dem "Verbraucherschutz"
    aufzunehmen.


    Die Frau Lauckenmann ist Pressesprecherin
    eines Vereins, der wohl VBS Verbraucherschutz e. V.
    heißt. Mit den Verbraucherzentralen, die öffentlich-
    rechtlich organisiert sind, hat sie offenbar nichts zu
    tun, der Verein versteht sich wohl eher als Konkurrenz.


    Grüße
    Jürgen
    Angaben ohne Gewähr

    Hallo,


    wenn es für mich zuhause wäre, würde ich auch nach Originalteilen
    zumindest mal Ausschau halten.


    Bei so einem Allgemeingerät bin ich da rustikaler und würde eben
    das Klebeband (Tesa Gewebeband ist teurer und schöner) eben
    ab und an mal nachkleben bzw. tauschen.


    Schrumpfschlauch hatte Sonor übrigens bis zur Phonic-Serie
    verwendet.


    Grüße
    Jürgen

    Hallo,


    ich würde es definitiv mit dünneren Fellen probieren.
    Jede Dämpfung (auch Dicke) ist Obertonkiller.
    G2 sind genauso dick wie Emperor, Pinstripe usw., insbesondere
    zweilagig, was zusätzlich dämpft. G1 entsprechen Ambassador.


    Grüße
    Jürgen

    Hallo,


    ich bin ja von Herkunft her wohl dem Classic Rock angetan
    und habe meine Sammlung auch weitgehend entsprechend
    angepasst.


    Weiterhin spiele ich gelegentlich auf anderen Becken,
    neuerdings bei den letzten Proben sogar genau diesen
    Promo-Pack. Dabei fiel mir auf, dass das Ride relativ leicht
    ist, für meinen Geschmack zu weich und leicht. Die Hi-Hat
    geht so, ist aber auch kein Hardrock-Hit und das 16er Crash
    ist definitiv zu klein für old school. Das 18er geht so.


    Zu den Problemfällen:


    das Ride kann ich in der obigen Aufzählung nicht finden, folglich
    sage ich da mal nichts.


    Die Hi-Hats hatte mal und bin über die Aussage "dumpf" doch etwas
    verwundert. Wenn ich bei Zildjian geblieben wäre, hätte ich genau
    diese Hi-Hats behalten bzw. gekauft. Allerdings bin ich ja auch Fan
    der Heavy Hi-Hats aus der 2002er Serie der Schweizer und damit nicht
    ganz auf der helleren Linie der üblicheren 15er Sound Edges, welche
    allgemein beliebter sind.


    Wenn 15" und 18" Crash zu hoch erscheinen, ist das in ersterem Falle
    logisch zwingend, in letzterem noch bedingt nachvollziehbar. Die Lösung
    sollte jedenfalls zu mehr Größe tendieren. Von der Serie her würde ich
    auch A der A Custom vorziehen, wenn es klassisch sein soll.


    2002er Wild sind in der Tat eher etwas für größere Räume und
    Herrschaften mit großzügigem Umgang.


    Ein 20er hier und ein 24er dort zu spielen mit der gleichen Kapelle käme mir nicht
    in den Sinn, das sind ja völlig verschiedene Anforderungen und Möglichkeiten.
    In kleinen Räumen - gerne schlecht akustisch ausgestattet - werden große Becken
    zum Horror. Umgekehrt werden auf großen Bühnen und luftigen Räumen kleine
    Becken schnell winzig.


    Nicht vergessen sollte man eine luftige Spielweise, so dass die Becken sich
    auch entfalten können und ein geeignetes Stockwerk