Hallo,
der Witz ist ja, dass das Widerrufsrecht im Fernabsatz genau
dazu da ist, dass man testen kann.
Beim Händler vor Ort macht man das eben im Laden.
Was im Einzelfall tragbar ist, kann man meiner Meinung nach
pauschal nicht sagen. Ich wohne in der Stadt, wohnte aber
auch schon auf dem Land, das sind schon Unterschiede.
Auch die Händler sind unterschiedlich und dann kommen
noch Geschmack und Erfahrung sowie Entscheidungsfreude,
die Mentalität des Händlers, seine Beziehungen, usw.
Als Stadtbewohner habe ich meistens keinen Grund für
den Versandhandel.
Wenn ich in der Pampa wäre, müsste ich überlegen, ob es
sinnvoll ist, eine Reise anzutreten, bei größeren Anschaffungen
haben wir das früher tatsächlich so gehandhabt, da gab es zwar
noch kein Internet, aber Versandhändler gab es auch schon
(keine Ahnung, wie die das ohne Internet gemacht haben).
In der Tat haben wir damals aber auch schon bestellt, wenn
es Gründe dafür gab. Meine ersten Trommelkoffer wurden
mit der Spedition geliefert, das war ein Ereignis.
Die Rücksendungsquote ist offensichtlich immer noch in
einem Rahmen, dass sich der Fernabsatz lohnt, sonst gäbe
es ihn ja nicht in diesem Umfang.
Ob das für die Umwelt gut ist, kann man bezweifeln.
Wenn jeder selbst mit seiner Karre in die Stadt fährt, ist
es wahrscheinlich aber auch nicht besser und beim
Kaufhof hat man schon immer umgetauscht.
Ich glaube gar nicht, dass sich da insgesamt so furchtbar
viel geändert hat, andere Namen, andere Wege, aber
letztendlich gab es schon immer Verkehr.
Mir kommt es eher so vor, als habe der Gebrauchtmarkt
die Reisefreudigkeit der Paketzusteller viel mehr befördert,
früher habe ich viel weniger Durchlauf gehabt als heute.
Vielleicht liegt es aber auch nur an meiner schwachen Erinnerung
oder daran, dass mir die Post jetzt näher erscheint, obwohl sie
faktisch genauso weit weg ist.
Grüße
Jürgen