Hallo,
E-Drums sind für mich mit dem Niedergang von d-drums gestorben.
Drum-Cover sind eine Sache der Neuzeit, als mittelalter Mann ist
mir das suspekt. Wahrscheinlich wäre ich ein großer Fan davon,
wenn ich ein paar Jahrzehnte jünger wäre.
Ob ich dann gegenüber aktuellen E-Drums offener wäre, ist schwer
zu sagen, vermutlich ja, aber mit zunehmendem Interesse dann
vermutlich wieder anders herum, damals hatte ich schließlich auch
mal ein SDS-1 und das habe ich wieder verkauft.
E-Drums haben für mich mehrere Anwendunsfelder:
a) Spezialmusik
b) Unterhaltungsmusik
c) Hausmusik
Letzteres ist das Hauptgeschäft der Branche, auf Bühnen, selbst
bei Top-40-Kapellen sieht man es hingegen eher selten, Ersteres
ist aber auch keine wirkliche Domäne, da strahlt eher der Hybrid.
Cover:
heißt ja zudecken.
Ich nehme etwas Fremdes und lege meine heimische Kuscheldecke
darüber.
Wenn das fremde Werk gut, sehr gut, vielleicht sogar genial ist, kommt
mir das vor, wie ins Restaurant zu gehen und die Ketchupflasche auszupacken.
Ist es schlecht, kommt es mir genauso vor, nur dass dann die Ketchupflasche
tatsächlich das Niveau erhöhen könnte.
Von daher halte ich von Cover sowieso gar nichts.
Playalong finde ich sinnvoller, da kann man dann hören, ob man mit einer
Profikapelle (bei hochwertigem Playalong) spielen kann. Das ist aus meiner
Sicht aber eher etwas für zuhause oder den Freundeskreis, der hoffentlich
aus der Musikerpolizei besteht und ehrlich sagt, dass der Originaltrommler
besser war.
Warum man so etwas veröffentlichen soll, ist mir völlig unklar.
Nicht ganz, zum einen ist es eine Möglichkeit zu zeigen, dass man keine Band,
dafür aber Langeweile hat, zum anderen kann man seinem Selbstdarstellungstrieb
frönen, den man als Musikant meistens mehr oder weniger ausreichend oder auch
mal großzügig besitzt. Für die musikalische Entwicklung würde ich die notwendige
Zeit und das notwendige Geld aber lieber in eine Band stecken wollen, wo man
dann schon etwas freier musizieren kann und muss, selbst wenn es auch da "Cover"
sein sollten, denn da wird dann plötzlich nicht mehr zugedeckt, sondern nachgekocht,
was ich schon viel spannender finde, man sieht, wie die Musiker interagieren, als Team
funktionieren, auch wie sie Unmöglichkeiten (zu komplizierter Vorgaben des Originals)
kreativ bewältigen. Oftmals sind solche Kapellen technisch schlecht, aber selbst das finde ich
als Zuseher reizvoll, denn auch dort können musikalische Lichter zu sehen sein, wenn auch
die Stromversorgung wackelt.
Und dann kommt noch die Rechtsfrage: darf ich das?
Ohne Erlaubnis darf ich es nicht, alleine das wäre mir
schon zu viel Stress.
Grüße
Jürgen
PS
Bei den Videos finde ich die Füße beim Schlagzeug schöner
als bei den E-Drums.