Hallo,
richtig ist, dass es statistisch mehr männliche wie weibliche Schlagzeuger gibt.
Das liegt an traditionellen Strukturen, die zwar immer wieder Aufbrechungen erfahren, jedoch sich über Jahrzehnte und Jahrhunderte manifestieren.
Insgesamt gibt es unter Musikern ohnehin mehr Männer wie Frauen. Das ist in anderen Berufen oder Tätigkeitsfeldern ebenso, in anderen umgekehrt, in manchen ausgeglichen.
Beim Schlagzeug gibt es ein paar Vorurteile: das stärkste ist die Sache mit der Kraft. Der Laie vermutet einen hohen Kraftaufwand.
Dazu kommt, dass Frauen statistisch weniger starke Muskeln haben, das schreckt ab.
Dann ist es so, dass Frauen statistisch pragmatischer sind: während der gemeine Mann gerne zeigt, was er hat und was er (nicht) kann, versucht die Frau, einfach den Laden am Laufen zu halten.
Mit einem Bass ist man da besser bedient, das ist schnell auf- und abgebaut. Gesang ist noch besser, man bringt sein Mikrofon mit, lächelt unschuldig, zuckt die Achseln, deutet an, dass man ja keine Ahnung von Technik hat, und lässt die testosterongeschwängerten Burschen ihr Balzverhalten am Aufbau schwerer und starker Geräte austoben.
Es gibt ein paar Ausnahmen, aber die Regel ist so, da führt kein Weg daran vorbei.
Grüße
Jürgen