Hallo,
Paiste steckt seit Jahrzehnten viel Mühe in Klangbeschreibungen. Meiner Meinung nach ist diese Marke für des Lesens Kundige vom Prospektmaterial her am Aussagekräftigsten. Das funktioniert aber nur, wenn man die nötige Phantasie hat und auch mit Weinbeschreibungen etwas anfangen kann.
Wer das nicht kann, muss eben selbst hören, und dann feststellen, ob es schmeckt.
Paiste und Zildjian vergleichen zu wollen, ging früher gar nicht und ist auch heute noch ziemlich aberwitzig.
Die werden von verschiedenen Menschen gemacht und die haben auch keine Übereinkunft außer der Größe in Zoll.
Wenn man schon nicht in den Laden will, dann sollte man wenigstens die Klangbeispiele auf den Homepages hören und sich mal bei der Musik, die man so hört, auf die Becken konzentrieren und sich ein paar Notizen machen, um anschließend zu ermitteln, welches Becken das denn war.
Am persönlichen Kontakt führt aber schließlich doch kein Weg vorbei.
Man darf nie vergessen: manche Becken klingen zwar alleine sehr schön, sind aber so filigran, dass sie im Getöse des Proberaums untergehen. Umgekehrt gibt es Becken, die in leiser Umgebung furchtbar klingen, sich im Lärm aber so durchsetzen, dass nur die schönen Töne übrig bleiben. Und ebenfalls nicht vergessen darf man, dass es wenig Sinn macht, Becken zu über- oder zu unterfordern. Auch da hat Paiste eine vorbildliche Klassifikation.
Dennoch: Versucht macht kluch. Wenn ich nur nach den Klangbeschreibungen gegangen wäre, würde ich das ein oder andere Becken nicht besitzen.
Grüße
Jürgen