Hallo,
zu den Fellen:
ich habe ein Aquarian, ein Evans und ein Remo - jeweils beschichtet - und da fehlen Teile der Beschichtung. Dass die sich in Luft aufgelöst haben, halte ich für unmöglich. Ich weiß, dass der Trommelstock je nach Bauart und Anwendung mehr oder weniger diese Schicht abträgt und wenn danach ein Becken benutzt wird, dort möglicherweise wieder aufträgt. Es mag sein, dass bei dem einen Hersteller die Abnutzung statistisch schneller geschieht, aber die Statistik habe ich bis jetzt noch nicht gesehen.
Das mit den klaren Fellen ist auch nicht ohne: zu meinen besten Zeiten habe ich es geschafft, durch optimale Technik auch den schwarzen Nadelstreifen zu verwischen und teilweise abzutragen, das gibt dann schwarze Flecken.
Zu den Reinigungsmethoden: ich habe Zitrone und Paiste Cymbal Cleaner ausprobiert. Letzterer war einfacher in der Handhabung und besser im Ergebnis. Wenn man das Klo putzen will, sollte man ruhig einwirken lassen, jedenfalls auf dem Klo vom Proberaum. Ansonsten gibt es natürlich Musiker, die ihre Becken auch mit Cola und Kotze behandeln, auch Bier soll schon Anwendung gefunden haben und Tee und auch mal die Säge. Dass das alles vielleicht noch ungesünder ist als die Zitrone mag ja sein, aber ist es ein Grund, die Zitrone - statt mit ihr den Salat liebevoll zu beträufeln - sie brutal auf die versaute Bronze zu quetschen? Nein!
Ich versiegele meine Becken ja auch nicht mit Olivenöl.
Ja, unser Magen hält Einiges aus. Böse Zungen behaupten, ein Becken zu verschlucken, wäre für das Becken schlechter als für den Magen.
Ansonsten: Klare Felle - Klare Sicht. Wer beschichtete hat, hat etwas zu verbergen.
Grüße
Jürgen
PS
Obacht: bei minderwertigen Beckenaufdrucken (fast alle außer Paiste
) kann man die Schrift mit dem Stock geschickt abwischen und anschließend auf die perlweißen (Ihr habt doch hoffentlich Evans) Felle applizieren. Lecker.
Edith: Ich kannte mal einen Trommler, der hat seine Becken nur mit dem Lappen angefasst: so gibt es auch keinen Handschweiß. Gewusst wie.