Guten Morgen,
also der Thomas Lang ist genauso alt wie ich, kann aber sowohl auf dem Boden als auch auf den Pedalen besser tapsen als ich.
Man kann von dem Mann halten, was man will, er hat seine Hausaufgaben gemacht und technisch ist er brillant.
Autoreifen hatte ich mal als Übescheibenersatz obenrum. War eine wilde Zeit damals.
Ach ja: damals trat ich mit den Füßen auf den Teppich. Nicht den von der Kleinen (Tr.), sondern die Auslegeware im Zimmer.
Bei mir im Fahrradkeller liegen auch so ein paar Reifen herum. Man kann damit arbeiten.
Ich selbst hatte ja mal eine Übescheibe für unten, die war mir aber zu hart und zu klein. Um einen weicheren Rückprall und einen realistischeren Durchmesser zu bekommen, habe ich dann irgendwann mal meine Fußhupe dahin gestellt und ein Tennischlägerbespannungsnylonfell aufgezogen. Für mich ist das die schönste Lösung nach dem Original. Wobei: manchmal habe ich den Eindruck, dass ich im Orchester auf dem Original leiser spiele als daheim. Dynamik wird ja in der Popkultur weitgehend unterbewertet.
Nochmal zurück zum Tapsen: ich halte davon viel, vor allem in der Fassung mit Ferse auf dem Boden, denn da lernt man knallhart, wie es geht. Nämlich langsam.
Ansonsten halte ich nichts von exzessivem Üben, es sei denn, es geht um etwas anderes.
Üben hilft in kontrollierten kleinen regelmäßigen Dosen. Also den Flamacue untenrum mal drei Minuten jeden Tag konzentriert, hilft mehr als an einem 210 Minuten dasselbe zu exerzieren. Ach ja: warum kann den unten keiner?
(Außer Thomas Lang)
Ja, weil alle nur Einzelschlagwirbel üben.
Zum Tempo:
Erstens schreibt man eine Note auf, auf die sich der "beat" (Metronomschlag) beziehen soll.
Dann schreibt man die Schlagzahl je Minute dahinter.
Am Anfang vom System steht neben dem Schlüssel die Taktangabe.
Es soll ja Leute geben, die auch mal zwei Viertele oder drei oder noch mehr zu sich nehmen und untenrum gibt es ja auch Achtele und Sechzehntele (ist mir alles schon begegnet).
Dann kommen die Noten.
Und wenn man das alles gelesen und verstanden hat, ist man schlauer. Davor kann man viel falsch verstehen, weil einfach die ein oder andere Information fehlt.
Grüße
Jürgen