Guten Morgen,
ob eine Trommel gut oder nicht so gut klingt, hängt von den Fähigkeiten des Bedienungspersonals einerseits und dem Produkt in Gänze andererseits ab.
Dazu kommen Geschmacks- und vor allem Anwendungsfragen.
Bei der Kesselstärke gibt es nach unten und eigentlich auch nach oben Grenzen. Wenn die Trommel instabil wird, ist das ungünstig. Deshalb ist es nicht sinnvoll, wenn der Kessel in sich schwingt. Wenn die Trommel als Ganzes schwingt, ist das etwas ganz anderes.
Auch das ist in der Popularmusik eigentlich gar nicht wirklich gewollt.
In den 1970ern waren trockene Klänge en vogue, da durfte man auch noch abkleben. In den 1980ern kamen die Schwingungsfanatiker und hängten Standtoms auf und natürlich alles auf Bims, pardon: R.I.M.S.
Seitdem kann keine Trommel mehr ohne ein angebliches Freischwingsystem verkauft werden. Dennoch kamen die Standtoms wieder zurück, es wurden dann sogar Hängetoms zu Standtoms verarbeitet.
Kessel waren mal kurz, mal lang, mal mittel, mal irgendetwas irgendwo dazwischen und auch mal besonders kurz. All das ist Mode.
Auch beim Klang ist die Mode ein wesentlicher Faktor.
Wenn man im Sinfonieorchester steht, im Jazz-Club oder auf der Kirmes im Bierzelt,
im Jugendzentrum beim Punk oder in der Festhalle beim Top-40-Pop, auf der Wiese oder in der Bahnhofshalle ...
überall klingt es anders.
Und ja, es gibt Instrumente, die man überall einsetzen kann und solche, wo man doch etwas zurückhaltender wäre.
Grüße
Jürgen
(24" geht immer)