Beiträge von Jürgen K

    Guten Morgen,


    ob eine Trommel gut oder nicht so gut klingt, hängt von den Fähigkeiten des Bedienungspersonals einerseits und dem Produkt in Gänze andererseits ab.

    Dazu kommen Geschmacks- und vor allem Anwendungsfragen.

    Bei der Kesselstärke gibt es nach unten und eigentlich auch nach oben Grenzen. Wenn die Trommel instabil wird, ist das ungünstig. Deshalb ist es nicht sinnvoll, wenn der Kessel in sich schwingt. Wenn die Trommel als Ganzes schwingt, ist das etwas ganz anderes.

    Auch das ist in der Popularmusik eigentlich gar nicht wirklich gewollt.

    In den 1970ern waren trockene Klänge en vogue, da durfte man auch noch abkleben. In den 1980ern kamen die Schwingungsfanatiker und hängten Standtoms auf und natürlich alles auf Bims, pardon: R.I.M.S.

    Seitdem kann keine Trommel mehr ohne ein angebliches Freischwingsystem verkauft werden. Dennoch kamen die Standtoms wieder zurück, es wurden dann sogar Hängetoms zu Standtoms verarbeitet.

    Kessel waren mal kurz, mal lang, mal mittel, mal irgendetwas irgendwo dazwischen und auch mal besonders kurz. All das ist Mode.


    Auch beim Klang ist die Mode ein wesentlicher Faktor.

    Wenn man im Sinfonieorchester steht, im Jazz-Club oder auf der Kirmes im Bierzelt,

    im Jugendzentrum beim Punk oder in der Festhalle beim Top-40-Pop, auf der Wiese oder in der Bahnhofshalle ...

    überall klingt es anders.

    Und ja, es gibt Instrumente, die man überall einsetzen kann und solche, wo man doch etwas zurückhaltender wäre.


    Grüße

    Jürgen


    (24" geht immer)

    Guten Mittag,


    zum Spielgefühl fällt mir eigentlich nur ein, dass die Fellspannung und der Stock und - was noch öfter vergessen wird: der Typ dahinter - relevant sind.
    Wenn ich selbst unter High Voltage stehe, finde ich alles irgendwie hart gespannt.

    Bin ich Smooth Operator, finde ich sogar Becken (igitt: Metall!) weich).


    Zum Bauch ist die Sache doch ganz einfach: einfach mal auf den eigenen und den vom Nachbarn schlagen (bitte anschlagen, nicht boxen, das ist wie in der Musik: man kann Becken kaputt schlagen oder sie anschlagen, also anregen, und zum klingen bringen). Je nach Bauchgröße klingt das anders.


    Zur Kesseldicke muss ich widersprechen.

    Ich halte alles, was da seit zwei oder drei Jahrzehnten propagiert wird, für einen Teil der Psychoakustik.

    Ein dünner Kessel, der auch noch schwingt, überträgt nicht, er verschluckt. Und deshalb meint man im ersten Moment, der übertrage die Tiefen besser. Es ist umgekehrt: er verschluckt einfach die Höhen.

    Anders ist das nur bei klangbehindernden Montagen bzw. solchen, wo der Klang ins Gestänge und letztendlich den Erdboden geht. Deshalb gab es ja viele Entkopplungsversuche, die mal mehr und mal weniger sinnreich waren.

    Eine (halbwegs) frei schwingende dickwandige Trommel überträgt besser. Neben den Höhen gehören zum guten "Päng" aber auch Tiefen. Die nimmt das Ohr schlechter wahr. Mit Schalldämpfer klappt es besser. Aber eben nur, weil die Höhen dann leiser sind.


    Zu den Stöcken: ich bin auch in der Findungsphase.

    Allerdings fortgeschritten. Man braucht eine Weile, bis man merkt, was ungefähr funktioniert und was nicht, mit neuen Aufgaben kommen aber auch neue Anforderungen. So kann sich das Leben auch mal ändern.

    Inzwischen habe ich in nahezu jeder Stärke Stöcke, die mir liegen und solche, die mir nicht liegen. Das ist ein Phänomen und hat einerseits mit der Spielweise, den angespielten Instrumenten und auch der eigenen Physiognomie zu tun. Deshalb passen die High Heels halt doch nicht immer so toll zur Hi-Hat und ob die Springerstiefel das Richtige für die Dicke Bertha sind, das mag man auch bezweifeln dürfen.


    Grüße

    Jürgen

    nach Diktat im Mittagsschlaf versunken

    Guten Morgen,


    die Trommel in dem Video in Beitrag #17 klingt nicht schlecht.

    Ich würde sie aber auch nicht kaufen.

    Tatsächlich wäre sie mir zu flach für "normale" Anwendungen.


    Wenn mir eine Trommel nicht gefällt, dann verkaufe ich sie.

    Ich habe sogar schon Trommeln verkauft, die mir gefallen.

    Und ich habe schon Trommeln gekauft. Warum soll man nicht mal etwas anderes ausprobieren?

    Ich würde mir dann aber Zeit lassen und erst mal erkunden, was ich eigentlich will. Früher habe ich Metalltrommeln gehasst. Heute habe ich eigentlich nur noch Metalltrommeln.

    Warum?

    Meine erste und zweite Trommel aus Metall war jeweils nicht so toll, meine dritte aus Holz spitzenmäßig.

    Meine vierte war dann wieder aus Metall und - spitzenmäßig.

    Es gibt schon einerseits Qualitätsunterschiede und andererseits Anwendungsunterschiede.


    Eine gute Trommel lässt sich leicht und recht umfangreich stimmen, eine schlechte Trommel klingt nur in einem engen Rahmen gerade noch gut. Für einen Anfänger ist Letzteres eine Katastrophe.


    Eine besonders tiefe oder besonders flache Trommel hat Eigenschaften, die eben so bedingt sind und nicht verändert werden können. Das muss man dann mögen oder eben auch nicht. Ich selbst habe lieber etwas zu viel als zu wenig Bauch.


    Wenn man mal sich ein wenig umsieht und guckt und hört, was andere (gerne auch berühmte) Trommler so spielen, kann man erahnen, was in Frage käme oder nicht. Es gibt, wenn man lange genug sucht, auch mal Videos, wo das wahre Produkt zum Vorschein kommt.

    Ansonsten kann man gerne mal Konzerte besuchen, am besten kleine. Da hört man dann auch oftmals die Wahrheit, vor allem, wenn man sich von den Lautsprechern nicht irritieren lässt und sein Ohr auf das Ziel richtet.


    Es nutzt aber alles nichts, die Zeit ist wichtig.

    Ich wusste wohl erst nach einigen Jahren, was ich wirklich gut finde und was nicht.


    Heute würde ich sagen:

    lieber Metall als Holz, lieber teuer als billig. Es gibt sie, die feinen Unterschiede.


    Heute hatte ich Ludwig welchesmetallauchimmer (schön), gestern hatte ich Pearl Messing (schön), Freitag werde ich Mapex Maple haben (na ja).


    Gute Nacht!

    Jürgen

    Guten Nachmittag,


    die Erklärung mit dem Arm ist bislang die wahrscheinlichste.

    Es gibt da so eine Krankheit, da kann man (vorübergehend) den Arm nicht ordentlich heben bzw. nicht in einer bestimmten Richtung.


    Fehlendes Augenlicht kann es nicht sein, selbst ich als blutige Armatur treffe meine Becken blind, auch links.


    Grüße

    Jürgen

    Guten Abend,


    das mit dem "fehlenden" Becken auf der Seite der Hi-Hats kann ich auch nicht erklären.


    Zwei bescheuerte Ideen:

    a) die Hi-Hats sind ja schon zwei Crash-Becken. Mehr ist nicht erlaubt oder nötig.

    b) Der Platz blieb frei, damit die Kamera eine Möglichkeit hat, den Burschen zu sehen.

    c) Der Spaßvogel, der die Mikrofone aufstellt, fand das lustig, mal statt R-L, H-V zu machen.


    Grüße

    Jürgen

    Guten Abend,


    1.

    wird es wohl nicht so viele Leute geben, die in Polen bestellt haben.


    2.

    ist es ein weit verbreitetes und genauso falsches Gerücht, dass in Treppendorf alles am Billigsten wäre.

    Ich selbst habe erst kürzlich woanders billiger bestellt.

    Wenn Ware vor längerer Zeit eingekauft wurde, kann die damals billiger gewesen sein. Wenn man jetzt bestellt und nagelneues Zeug ordern muss, ist das vermutlich deutlich teurer.


    3.
    Schlesien ist im Kommen, demnächst sogar im Bundestag, vielleicht dann auch noch Koffer in Franken.


    Grüße

    Jürgen

    Guten Morgen,


    irgendwie ist das alles ganz schön divers.


    Richtig schnuckelig ist ja das Trockenhandtuchset in Beitrag #2.

    Tatsächlich habe ich auch schon Tücher zwischen die Hi-Hat-Becken geworfen, vielleicht - es wird ja bald Winter - gönne ich auch den großen Einzelblechen ab und an mal einen Schal, gute Idee!


    Neukauf ist aktuell nicht so richtig angesagt, also nimmt man das, was man hat und schaut, was geht.

    Dank diverser Trommelstöcke (und Schlägel und Ruten und was weiß ich) lässt sich ja auch das ein oder andere vermeintliche Problem beseitigen.


    In F-Griesheim habe ich das Cup Chime gegen eine echte Triangel getauscht, keiner hat sich beschwert. Nebenbei kam noch ein Alpha (alte Serie) als Splash in 10" dazu, das trägt nicht auf und führt zu dem ein oder anderen Akzent. Tatsächlich komme ich dort mit dem 20er Medium und den Multifunktionsblechen an der Charley gut klar für "Feuert los!" über "Italo Pop Hits" bis "The Pink Panther" und "Moment For Morricone". Das Set wird also wahrscheinlich so wie es jetzt ist, im November im Saal auftreten dürfen.


    In Mühlheim (a. M.) fehlt mir aktuell ein Crash. Vielleicht hole ich doch das "Headliner"-Blech mal aus dem Keller, aber Begeisterung klingt anders. Mal sehen. Als Luxus könnte ich mir auch bei einer Nummer zumindest ein China vorstellen, aber mal sehen, der Auftritt wird wohl erst im April sein, das kann man noch nachdenken. Dort ist das Programm etwas poplastig, wobei "Fascinating Rhythm" und "Ungarischer Tanz Nr. 6" dann auch wieder das Band verbreitern.


    In Sulzbach (Taunus) werde ich wohl einfach aus meinem mobilen Kommando die Colorsound 5 Heavy Hi-Hat 14" und 2002er 22er Ride nebst 18er Crash verwursten. Optional könnte ich noch 20er China und 20er Crash auffahren, letzterer kommt mir aber daheim etwas zu mächtig vor.


    Irgendwie ist das alles gar nicht so dunkel, wie die Jahreszeit vermuten ließe, aber es muss mir ja auch irgendwie gefallen und solange keiner was anderes einkauft (ich schon mal nicht), muss das dann halt gehen.


    Dennoch wäre es natürlich weiterhin interessant, was so woanders geklöppelt wird und natürlich auch, wie sich die ein oder andere (auch meine) Meinung so im Laufe der Zeit ändert.


    Grüße

    Jürgen


    Edith:

    PS

    In Kriftel wird wohl auch RotGraut mit dem Beckensatz für Sulzbach zum Einsatz kommen, da geht es um ein geschlossenes Werk, was relativ drum-set-lastig ist und das Projektorchester hat laut Liste 68 Mitglieder, wem da noch was zu laut sein wird ...

    Guten Morgen,


    Meinl ist ja ein traditioneller Beckenhersteller.

    Die Alten erinnern sich noch, dass man alles, was es von Paiste gab, etwas billiger und schlechter auch bei Meinl bekam.


    Die Eigenständigkeit kam ja erst mit dem byzantinischen Reich und von daher ist es natürlich nur konsequent, dass professionelle Endorser genau das und sonst nichts im persönlichen Portfolio haben.


    Aufgefallen ist mir hingegen, dass es auch Becken für Orchester und Tam-Tams (Gongs) von Meinl gibt.

    Ich frage mich, wo die herkommen. Bei Letzteren habe ich so eine Idee.


    Grüße

    Jürgen


    PS

    Die Stöcke sind ja wohl zweite Wahl mit Gewichtsunterschieden im Paar.

    Dass manche Hersteller heutzutage immer noch keinen Azubi haben, der das mal ordentlich wiegen kann ...

    Guten Abend,


    ich fühle mich ja auch an eigenem Gerät gerne mal fremd.


    Fakt ist: ich habe einen Lieblingsaufbau und auf dem spiele ich im Zweifel am wenigsten schlecht.

    Ansonsten kommt es aber auch auf die Anforderungen an. Wenn es recht improvisationsfreudige Musik ist oder auch ein Vorspiel bei einer Band, dann kann man ja fröhlich improvisieren, in jeder Hinsicht.


    Wenn es ein abgekartetes System ist, Melodien auf den Toms, Choreografie auf den Becken ... dann ist es klar, dass es nur in einer Fassung geht.


    Insgesamt haben mich bislang auch eher schlechte Hardware, vor allem im Pedalbereich genervt.

    Alles andere kann man irgendwie umgehen oder kreativ benutzen.


    Tatsächlich soll es ja Gitarristen geben, die nicht auf einer anderen Gitarre spielen können.

    Im Schlagwerk wird (von anderen) gerne geglaubt, dass man den schrägen Vögeln in der letzten Reihe alles zumuten kann.


    Grüße

    Jürgen

    Guten Morgen,


    wenn bis spät in die Nacht üben wollte, würde meinem Nachbarn unten drunter die Schlafteetasse in der Küche wackeln, so oder so.


    Wenn man dann noch einen Kessel hat, könnte man eigentlich auch gleich auf einen Kessel ...

    aber egal, Hauptsache Digital.


    Wahrscheinlich schickt der Nachbar dann eine E-Mail statt dem sonst üblichen Brief aus Büttenpapier.


    Grüße

    Jürgen


    PS

    Laut oder Leise, das entscheidet mein Besen.


    PPS

    Ich finde es immer wieder eklig, wie die Drähte in den Gewebefellen hängen bleiben.


    PPPS

    Wenn die Herrschaften genügend Kohle haben, werden sie Kohle machen, ansonsten halt nicht.

    Alles andere ist Spekulatius.

    Guten Morgen,


    offiziell angefangen = erste Kleine Trommel gekauft: Dez. 1985 (Alter: 18)

    Davor (sporadisch) Spielzeug, Lego, Waschpulvereimer, Topfdeckel, Glasflasche etc.

    Drum-Set seit 1986


    Pausiert: 1994 bis 2001


    Erste Band: Schul-Big-Band Dez. 1985, Rock-Band 1986, seitdem durchgängig außer während Pause

    1986 bis 1994 fast immer Rock-Bands, Blues-Rock bis Hard Rock, dazu Swing in der Big-Band bis 1992.

    2001 bis 2017 auch Pop, Chanson, Funk, Soul, Heavy Metal,

    seit 2014 verstärkt größere Formationen (Funk, Soul, Big Band),

    seit 2017 verstärkt Akkordeon-Orchester mit Bandbreite Klassik, Pop, Jazz, Rock, Latin etc.; seitdem auch teilweise Orchester-Perkussion


    Autodidakt seit Anfang, Unterricht seit 2009.


    Grüße

    Jürgen





    (Klar, könnte ich jetzt von jedem den Vorstellungsthread durchwühlen, aber erstens ist das doch arg aufwändig und zweitens steht es ja auch nicht immer dabei)

    Guten Morgen,


    am liebsten spiele ich meine Camco, die ich ca. 1986 gebraucht gekauft habe.


    Ansonsten habe ich im Laufe der Jahre so ziemlich alles getreten, was man mir untergejubelt hat.

    Es gibt tatsächlich ein paar erbärmliche Maschinen und welche, die einem schnell auf die Nerven gehen.

    Aber es gibt wenige Maschinen, mit denen man nicht spielen kann.


    Aktuell:

    DI: meine alte Camco (und dazu eine alte Pearl 850 links)

    MI: eine Basix (die mit den Löchern im Brett)

    FR: die Eli-Perle

    Daheim MO-FR: die Cobra 900er von Anfang der 2000er, ich meine, die hat sogar Filz in der Feder


    Jedenfalls lässt sich jede Feder mit Öl oder Fett beruhigen.


    Ich verbringe meine Zeit mehr mit Üben als wie mit Einstellen von irgendwelchem Zubehör.


    Grüße

    Jürgen


    PS

    Maschinen mit Bändern sind mir wenige untergekommen, meine erste war doof (gibt es auch nicht mehr), die Cobra mit dem gelben Band war unproblematisch. Sie ist aber nicht meine erste Wahl, wenn ich jetzt etwas kaufen wollte. Da würde ich Kette nehmen. Rattle and Roll.

    Guten Morgen,


    ja, die Mode ...

    sie kommt und sie geht und sie kommt auch mal wieder.


    Die Piccolöchen waren tatsächlich mal modern und ganz früher hießen sie auch mal Pfannkuchen.


    Das kam dann immer wieder aus der Mode. Und jetzt versucht jeder Hersteller irgendetwas ganz Kleines noch zu verkaufen. Ja, wir haben ja alle noch nicht genug.


    Auch ich habe ja ein Baby, praktischerweise klein und flach, dann bin ich für alle Renaissancen gerüstet.

    Aktuell im Einsatz an der Front sind aber nur "normale" Geräte. Warum wohl?


    Grüße

    Jürgen

    Hallöle,


    1.

    für ein Schlagzeug (B 2 m x H 2 m x T 2 m) ist in der kleinsten Hütte platz.
    Wo ein Wille ist, kann man auch das Bett mal unter das Podest schieben oder im Altbau obendrüber bauen oder wie auch immer.


    2.

    es wurde schon gesagt, aber noch nicht von jedem:

    wenn ich ein Sinfonieorchester hören will, dann gehe ich nicht zum Alleinunterhalter.


    3.

    Aller Anfang ist die Kleine Trommel.
    Ansonsten stellt sich die Frage, was das Ziel ist.

    Früher wollte ich Schlagzeuger in einer Band werden, die ab und an mal einen Auftritt hat und die Bude sollte so aussehen wie im Prospekt oder im Fernsehen und so klingen wie von der Platte. Nun ja, das ein oder andere hat geklappt, bei gewissen Details gab es Kompromisse und letztendlich haben die Sinne sich gewandelt im Laufe der Jahre.

    Inzwischen spiele ich auch gerne das Triangel - übrigens extrem platzsparend, leider aber kostenintensiv, wenn man sich zu sehr damit beschäftigt.


    4.

    Cajon reimt sich nicht umsonst auf cojones non.

    Das ist gut zum Sitzen und im Winter zum Verbrennen, ansonsten macht es krummen Rücken und schlechten Klang, jedenfalls in einer kleinen Kammer.

    Wer Flamenco begleiten will, soll sich nicht abhalten lassen, aber mit Drum-Set hat das nichts zu tun. Genausogut könnte Eier schütteln und ein Stepptänzchen machen. Schöne Sache, ist aber kein Schlagzeug-Solo:


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    Grüße an den Maestro Jon L. und den Kanonier Piotr I. T.

    Jürgen

    Guten Abend,


    Trends kommen, Trends gehen.

    Ich habe links ein 15er Tom-Tom. Das macht mehr Sinn. Beim aktuellen Trend. Bei mir zuhause.


    Historie:

    Früher habe ich so einen Quatsch nicht gebraucht.

    Als ich mal zu viele Kleine Trommeln hatte, habe ich tatsächlich mal ein paar Auftritte zwei davon hingestellt. Eine für Hartes und eine für nicht so Schlimmes.

    Als ich die eine verkauft hatte, ging es auch mit der anderen für alles komischerweise mindestens genauso gut.

    Irgendwann bin ich dann an komische Aufbauten geraten, so zwei Hupen, zwei Hi-Hats (könnten auch drei oder vier gewesen sein) und ähnlicher Unfug. Da kam dann zur 14" x 8" eine 10" x 2", damit man auch den Unterschied hört. Irgendwelche Musikanten im Proberaum haben ihn nicht gehört.

    Für Aufbauten, die dann auch mal irgendwo auf die Bühne durften, war der Spuk auch mal wieder vorbei.

    Aktuell baue ich das auf, was benötigt/gefordert/gewünscht wird. In keinem Orchester ist das derzeit eine zweite Kleine Trommel. Eher so Sachen wie Woodblocks, Schellenring, Triangel, Chimes und so Gedöns stehen da auf der Karte.


    Welche Dimension würdet ihr links zur HH stellen, wenn rechts eine 14 x 6.5er steht?

    Das kommt darauf an, was ich damit machen wollte.

    Da ich das gerade nicht weiß, wäre das Maß 0" x 0,0".

    Guten Morgen,


    also der Thomas Lang ist genauso alt wie ich, kann aber sowohl auf dem Boden als auch auf den Pedalen besser tapsen als ich.

    Man kann von dem Mann halten, was man will, er hat seine Hausaufgaben gemacht und technisch ist er brillant.


    Autoreifen hatte ich mal als Übescheibenersatz obenrum. War eine wilde Zeit damals.

    Ach ja: damals trat ich mit den Füßen auf den Teppich. Nicht den von der Kleinen (Tr.), sondern die Auslegeware im Zimmer.

    Bei mir im Fahrradkeller liegen auch so ein paar Reifen herum. Man kann damit arbeiten.

    Ich selbst hatte ja mal eine Übescheibe für unten, die war mir aber zu hart und zu klein. Um einen weicheren Rückprall und einen realistischeren Durchmesser zu bekommen, habe ich dann irgendwann mal meine Fußhupe dahin gestellt und ein Tennischlägerbespannungsnylonfell aufgezogen. Für mich ist das die schönste Lösung nach dem Original. Wobei: manchmal habe ich den Eindruck, dass ich im Orchester auf dem Original leiser spiele als daheim. Dynamik wird ja in der Popkultur weitgehend unterbewertet.


    Nochmal zurück zum Tapsen: ich halte davon viel, vor allem in der Fassung mit Ferse auf dem Boden, denn da lernt man knallhart, wie es geht. Nämlich langsam.


    Ansonsten halte ich nichts von exzessivem Üben, es sei denn, es geht um etwas anderes.

    Üben hilft in kontrollierten kleinen regelmäßigen Dosen. Also den Flamacue untenrum mal drei Minuten jeden Tag konzentriert, hilft mehr als an einem 210 Minuten dasselbe zu exerzieren. Ach ja: warum kann den unten keiner?

    (Außer Thomas Lang)

    Ja, weil alle nur Einzelschlagwirbel üben.


    Zum Tempo:

    Erstens schreibt man eine Note auf, auf die sich der "beat" (Metronomschlag) beziehen soll.

    Dann schreibt man die Schlagzahl je Minute dahinter.

    Am Anfang vom System steht neben dem Schlüssel die Taktangabe.

    Es soll ja Leute geben, die auch mal zwei Viertele oder drei oder noch mehr zu sich nehmen und untenrum gibt es ja auch Achtele und Sechzehntele (ist mir alles schon begegnet).

    Dann kommen die Noten.

    Und wenn man das alles gelesen und verstanden hat, ist man schlauer. Davor kann man viel falsch verstehen, weil einfach die ein oder andere Information fehlt.


    Grüße

    Jürgen

    Guten Abend,


    aus meiner Sicht war die herausragendste Eigenschaft des Mannes der Umstand, dass er den Rock'n'Roll-Zirkus ignorierte.

    Anders als andere Leute aus der ersten oder zweiten Reihe, die jedes Jahr zur Tournee eine neue Ballerburg vom Ausstatter gestellt bekommen, hat der Mann einfach sein altbewährtes (und das war teilweise mal so richtig alt) Zeug benutzt, sogar bei einer der bekanntesten Kapellen der Welt auf den ganz großen Bühnen.


    Die Spielweise mag ihre Eigenarten gehabt haben, aber die Stones sind für mich Jagger/Richards, der komplette Rest ist austauschbar und man hat das ja auch schon erlebt.

    Wer meint, die müssten jetzt aufhören, der hat irgendwie nicht mitbekommen, dass die Kapelle eine neue Platte auf den Markt geworfen hat und die Single-Auskopplung ist nicht ganz unerfolgreich.


    Die Stones sind derzeit immer noch keine Cover-Kapelle von sich selbst.

    Auch zu den langen Zeiten mit Charlie Watts hat selbiger eben gerade nicht immer dasselbe gespielt, noch nicht mal beim gleichen Lied.


    Gelegentlich hat er ja sowieso ganz anders (oder doch ganz ähnlich?) Ausflüge in andere Gefilde gespielt:

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    Grüße

    Jürgen

    Guten Abend,


    die leidigen "bpm"-Geschichten sind immer wieder das Gleiche: wer keinen Bezug (Nenner, beat oder einfach die Note, die üblicherweise bei Profis vor der Zahl steht (und dahinter dann nix mehr, weil das kein Musiker braucht, lediglich DJs brauche bpm, weil deren Plattenteller UpM haben und die nix anderes können)) hat, der hat es halt gerne mal unklar.


    Zur eigentlichen Frage: ja.

    Man kann einfach seinen Quadratlatschen auf die Tanzfläche oder den Wohnzimmerteppich tun.

    Das Sofa könnte durch Penetration mit dem Pedal einerseits gut abgestaubt werden (andererseits der Rest des Zimmers verstaubt) und die Frischhaltefolie ist nur so lange frisch, wie man braucht, um ein Schnitzel zu klopfen, danach bekommt die ganz schnell ein Loch.


    Ich würde einfach meine Füße auf den Boden.

    Wenn es weh tut, ist die Technik falsch.


    Wenn ich ohnehin schon eine Übescheibe für die Hände aufgebaut hätte, dann würde ich noch eine für die Füße dazustellen. Das hatte ich mal gemacht und das hat dann in dem Ding im Avatar ausgeartet, komischerweise, kann man das ja alles so quasi übescheibisieren bzw. tonarm gestalten.


    Ansonsten übt man immer das, was man nicht kann.

    Daher nehme ich mir beim Üben auch Zeit für die Füße, es bringt in der Tat nichts, wenn die Hände davon laufen und die Füße stehen bleiben.

    Die Nachbarn sind nicht arm, sondern reich.

    Wer sonst hat das Glück, umsonst mit hochwertiger Musik versorgt zu werden?


    Beim Üben am Set würde ich nicht die ganze Zeit untenrum dasselbe machen, das wäre ja reines Konditionstraining. Es sei denn, ich will irgendwann den Rekord im Dauerballern einstellen.


    Grüße

    Jürgen

    Guten Abend,


    ja, es gibt sie, die berühmten "Serviervorschläge" und vor allem die Arrangeure, die eben das ein oder andere Instrument (meistens aus dem Bereich der Idio- und Membranophone) wohl nur aus dem Fernsehen aus weiter Ferne kennen.

    Ich gehe dennoch meist so vor, dass ich erst mal sehe, was heraus kommt, wenn man den Arrangeur ernst nimmt, der ein oder andere von denen hat nämlich doch etwas Ahnung und sich manchmal sogar etwas dabei gedacht. Wenn ich zum Ergebnis komme, dass das alles so nicht sein kann oder sinnvoll ist, dann fange ich auch an, das Zeug umzuschreiben bzw. großzügig zu interpretieren.

    Tatsächlich habe ich im Moment den Verdacht, dass da bei Nrn. 2 u. 3 etwas passieren könnte.


    Nr. 4 habe ich jetzt handsatzmäßig mal völlig umgekrempelt, also weder meine erste Idee mit einer Hand für ein Instrument noch die ebenfalls naheliegende, das eben alternierend bzw. Viertel mit der einen, die dann quasi synkopierten Achtel mit der anderen Hand zu zelebrieren.

    Was mich daran besonders stört, ist die Kreuzung. Ich hasse es, wenn die Hände sich kreuzen, das mache ich nur zu show-Zwecken, aber normalerweise nicht.

    Damit habe ich mir jetzt unter Berücksichtigung der Anregung, ein Doppele zu mache, wenn danach was Akzentuiertes kommen soll, das Ding so gebastelt:

    RLLRL-L-LRLLR-LL

    Da weiß man dann wenigstens, wofür der Paradingens gut sein könnte.


    Interessant, was man so alles treiben kann.


    Grüße

    Jürgen