Hallo,
ich war mal in der Alten Oper, um mir ein Konzert des Ensemble Modern anzusehen. Ich verstehe zwar nicht, was die machen, es hat mich aber interessiert und es gab relativ viel Schlagzeug.
In den lichten Reihen vor mir sah ich eine Dame, welche die ganze Zeit das Programm vor- und zurück durchlas sowie auf der anderen Seite ein südamerikanisch anmutendes Paar, dass auf der Bestuhlung freudig fast tanzte.
Ich finde es immer wieder schön, dass es Jazz gibt und dass es Leute gibt, welche darunter nicht (nur) die Dixie-Kapelle zum Frühschoppen verstehen.
Ich habe nur das erste Video gesehen. Wer Schlagzeug spielt und nicht merkt, was das für ein Genie ist, der soll sein Gerät verkaufen. Wer meint, es wäre Musik, möglichst exakt in Microtime sein Uff-Tschak stundenlang runterzubeten oder um die Medaillenränge im Doppelhufschnelltreten zu ringen, der soll weiter seinen Sport betreiben.
Im Fernsehen sah ich mal ein Konzert der HR-Big-Band, die Musical-Lieder präsentierte. Irgendwann wurde auch das allseits beliebte "Musik" von John Miles gespielt. Mir kam es erstaunlich langweilig vor. Tatsächlich war es vollständig auf Viervierteltakt arrangiert. Offensichtlich wollte man dem Publikum nicht allzu viel zumuten. Ordnung kann grausam sein.
Grüße
Jürgen
PS
Ich komme nicht umhin, intuitiv für seine fachkundigen Beiträge zu danken.