Hallo,
mit den zwei Großen Trommeln oder der einen und diesem neumodischen Hilfsmittel ist es wie mit der Sprache. Der Eine beherrscht sie, der Andere nicht.
Ich für mich war einer der Ersten, der sich so ein Hilfsmittel zugelegt hat, als diese dank eines japanischen Unternehmens für den einfach gesegneten Geldbeutel erschwinglich wurde. Das Ergebnis war Staunen und Lächeln. Da heutzutage jeder, der nicht fehlerfrei "Schlagzeug" sagen kann, ein solches Hilfsmittel besitzt oder besitzen muss, ist das Staunen dahin. Inzwischen wird nur noch gelächelt und manchmal noch nicht mal das.
Natürlich gibt es immer noch standhafte Zeitgenossen, die aus ihrem Unvermögen oder Unwillen keinen Hehl machen und auf fragwürdige Hilfsmittel verzichten. Aber der Durchschnittsproletarier oder -bourgeois benötigt so ein Ding.
Natürlich weiß es das Publikum zu schätzen, wenn es gekonnt zum Einsatz kommt - es wird gar nicht bemerkt.
Wer da schön seine Sechzehntel, je vier pro Schlag und davon am Besten vier im Takt und das Ganze dann mit einer möglichst hohen Zahhl auf dem bpmometer macht, den wird das geneigte Publikum bewundern.
Der kluge Unterhalter weiß, was er zu tun hat. Wohl dem, der das nicht nötig hat. Der alte Motorrad-Rocker Powell hat gezeigt, dass man praktisch überall die Doppelten Wummen einsetzen kann, wenn man nur will. Der "mich-sieht-keiner-hinter-meinen-Toms"-Rocker McBrain dagegen will uns noch heute weismachen, dass man auch im Schwermetall ganz gut ohne auskommen kann, vorausgesetzt, man hat ein bisschen Können im Hosenbein versteckt. Alles hat seine Berechtigung. Jeder Jeck is anders und erlaubt ist, was gefällt.
Aber notwendig? Das kommt darauf an.
Und darüber kann man sehr viel schwafeln.
Gute Nacht,
Jürgen