Hallo,
"Standard" ist so eine Sache.
Während man im teuren Studio da sicherlich Mikrofone hat, für deren Preis man auch einen Kofferaum voll Mikrofonkoffer kaufen könnte, wird der standardisierte Homerecorder da ein wenig weniger tief in die Tasche greifen, weil die Tasche gar nicht so tief ist für die paar Münzen, die sich da tummeln.
Den Maiskolben hätte ich auch lieber als mein Ei. Aber mein Ei ist für meine Anwendungen ausreichend und meinem Geldbeutel hat es auch aua gemacht. Gerade in der D112-Preisklasse sind die letzten Jahre viele neue Mikrofone auf den Markt gekommen und durch die billigen Kondensatoren verlor natürlich auch das C-1000. Letzteres war als Overhead wohl aber schon immer eher etwas für den schmalen Geldbeutel als Kompromiss zwischen erträglich (im Klang) und erträglich (im Geldbeutel). Selbst das C 391 ist deutlich teurer.
Was mir aber auffällt, ist, dass AKG trotz dem Schlagzeugmikrofonkoffer-Angriff von Beyerdynamic relativ gemütlich weiter seinen schicken Alukoffer auf dem Markt hielt. Allerdings hatten Beyerdynamic und Sennheiser auch ein wenig gebraucht, um gegen die Clips eine Alternative auf den Markt zu werfen.
Dennoch kann ich mit den meisten Neuentwicklungen wenig anfangen, zumal die Billigkondensatoren doch ein wenig grob und hart klingen. Wenn ich im Lotto gewinnen würde, würde ich nur bewährte Mikrofone kaufen und da wären zwei AKG C-414 durchaus auf der Wunschliste.
Da ich keine freiwillige Zusatzsteuer abführe und somit auch keinen Millionengewinn erhalten werde, bleibe ich bei meinem Ei, das im Übrigen mit zwei Beyerdynamic M 201 TG in der Luft ergänzt wird. Alles nix Neues. Macht aber Spaß.
Grüße,
Jürgen