Hallo,
Pearl Export EXR 825H #430 Prizm Blue/Sabian XS 20 SAXS5005NC Performance Set
Im Bereich von 1000€ ist das normal. Ob es "eine gute Preis-Leistungswahl" war, ist Geschmackssache. Wenn es Dir gefällt, ja. Jede Kombination in diesem Preissegment hat Vor- und Nachteile und was einem selbst wichtig ist, entscheidet im Zweifel.
Stimmen ist eine Wissenschaft für sich. Eigentlich ist es ganz einfach: Fell drauflegen, Schrauben soweit zudrehen, bis sie kurz vor dem Greifen sind, dann Falten rausschrauben und dann gleichmäßig so hoch drehen, bis der Klang angenehm ist. Wenn dann noch der Ton an jeder Ecke, ähm, Stimmschraube gleich ist, ist es perfekt, aber ganz ehrlich: ich verstehe davon wenig und man schraubt eben solange, bis man zufrieden ist. Matzdrums und Luddie haben uns in der letzten Zeit mit Videos fast vollversorgt und die "Bibel" wird auch gerne empfohlen. Man darf sich davon aber nicht frustrieren lassen, die Felle verstimmen sich sowieso nach einer Weile und dann hat man erneut die Möglichkeit, das Ganze von vorne zu üben.
Noten werden allgemein vernachlässigt, was man auch hier wieder sieht.
Für mich ist die Unfähigkeit, Noten lesen zu können mit Analphabetismus vergleichbar. Gerade, wenn man sich selbst etwas beibringen will, ist es unheimlich hilfreich, wenn man ein Lehrbuch auch lesen kann. In manchen Büchern werden die Noten am Anfang auch erklärt. Das ist dann schon mal ein guter Einstieg.
Selbststudium hat Vor- und Nachteile. Ich selbst kenne sie, weil ich nie einen Lehrer hatte. Man bringt sich schnell mal etwas nicht ganz Richtiges bei oder vergisst, auf wichtige Dinge zu achten. Allerdings wird man auch nicht in irgendein Schema gepresst.
Wichtig ist: Metronom und Selbstkontrolle. Wenn man seine Übungen mal aufzeichnet, erkennt man leider, dass es doch nicht so gut klingt, wie man dachte. Das ist frustrierend, führt aber bei genügend Frustrationstoleranz dazu, dass man erkennt, wo es wackelt. Üben muss man dann immer das, wo es wackelt. Und das langsam. Mein größter Fehler am Anfang war, dass ich immer alles schnell machen wollte. Erst als ich anfing, mit ganz langsamem Tempo zu beginnen, wurde das Ergebnis sicherer und für alle erträglicher.
Und man sollte sich weder unter- noch überfordern. Bei Unterforderung wird einem schnell langweilig, bei Überforderung setzt der Frust ein. Letzteres sind die klassischen jungen Wilden, die nach ein paar Wochen mit der Doppelfußmaschine in Höchstgeschwindigkeiten liegen wollen. So etwas kann man sich abschminken. Ich bin heute noch lahm wie eine Ente.
Salzwasser empfehlen die Kollegen teilweise, um das Material zu vernichten.
Gesund ist es nicht. Gerade Metall neigt dazu, dann anspruchsvoller Pflege zu bedürfen. Erfahrungen habe ich damit allerdings keine. Die Kunststofffelle müssten damit noch am besten zurecht kommen. (Sie wären auch am leichtesten zu ersetzen). Ich tippe eher auf Rostprobleme.
Das beliebte Loch gibt es bei mir nicht mehr. Ich brauche das nicht.
Die Gründe dafür wurden schon genannt. Dagegen spricht: Zeit- und Kostenaufwand bei nicht vorhandener Notwendigkeit. Darüber hinaus finde ich es schöner, wenn auch die Große Trommel nach Trommel klingt.
Bei Tom Toms käme komischerweise heutzutage auch keiner auf die Idee, in das untere Fell ein Loch zu schneiden, damit es kürzer klingt und/oder eine Mikrofon reinsteckbar wäre.
Grüße,
Jürgen
P. S.: Das sollte man doch lesen und spielen können: