Hallo,
bekanntlich bin ich im Gerüstbau seit über zwanzig Jahren tätig.
Ich trete mal mit und mal ohne auf, je nach Umständen.
Und darauf kommt es an.
Für kleine Set-Ups, wo nur vorne etwas zu hängen ist, kann der einschläfrige Galgen vollkommen genügen,
insbesondere in der längeren gebogenen Fassung.
... Vorteile des Racks. Einfacherer Aufbau beim Auftritt ...
Ist es beim Auftritt wirklich eine Vereinfachung?
Grundsätzlich ja.
Wenn das Gerüst mal richtig eingestellt ist und ein Bauplan besteht, dann ist es einfacher.
1. Entgegen der Behauptung, dass man mit Dreibeinern flexibler sei, wird oft vergessen,
dass diese ausladend sind und durchaus eins von drei Beinen gerne mal über den Bühnenrand hüpfen möchte.
Bei extrem kleinen Bühnen wird es immer zu Problemen kommen, sobald das Standardmaß (2 m x 2 m) gegeben ist,
sollten alle Systeme funktionieren, wobei bei größeren Set-Ups der Fußraum rechts und links gerne knapp wird,
da ist das Gerüst weit überlegen.
In der hier favorisierten Kompaktfassung ist die Stellbreite (DR-501C) gerade mal 1,3 m, wo das nicht mehr
hinpasst, da sollte man mal kräftig nachdenken.
2. Während man für Dreibeiner drei Bodenmarkierungen braucht, tut es für den Podestfuß auch mal eine.
3. Während man bei Dreibeinern überlegen muss, was man wie dranhängt, damit es nicht am Ende noch umfällt,
kann man das Gerüst weitgehend beliebig belasten, insbesondere in der größeren Fassung.
4. Während man bei Dreibeinern eine Abhängigkeit der angehängten Dinge zueinander hat und etwa beim
Verschieben des Beckens auch das Tom mitverschieben muss, hat beim Gerüst jeder sein eigenes Ärmchen
und kann unabhängig verstellt werden.
5. Während beim Dreibeiner gerne mal ein viertes Bein (Mitmusikant) sich dazu gesellt und den Aufbau versaut,
ist beim Gerüst eine klare Abgrenzung vorhanden, die auch den ein oder anderen Hakler abhält.
Bei der Kleinfassung (BD, SD, HH, TT, FT, zwei bis drei Becken) arbeite ich regelmäßig mit Ständern,
ab meiner Standardfassung (BD, SD, HH, 2x TT, FT, vier bis fünf Becken) verwende ich lieber das Gerüst.
Frühere Probleme mit dem DR-1 (Klammern nur in eingeschränkten Größen, keine Höhenverstellung) sind mit
der Neufassung nicht mehr vorhanden.
Man muss in der Tat auch nicht apart handeln, sondern kann nach Belieben kombinieren.
Entscheidend sind die individuellen Anforderungen und Möglichkeiten.
Grüße
Jürgen