Beiträge von Daniel

    Hallo Cedric,


    gute, wichtige und v.a. durchaus berechtigte Fragen, die Du da anbringst.


    Kurze Zusammenfassung meines bisherigen Musiker- und Privatdaseins:


    Schlüsselerlebnis gegen eine Vollzeitbeschäftigung als Schlagzeuger war im Alter von 25 die Frage meines damaligen Lehrers: "Was machst Du mit 45?"


    Ich hab dann jobmäßig alles Mögliche gemacht und bin jetzt in der IT-Branche beschäftigt. Darüber bin ich zwar manchmal recht unglücklich, kann aber davon meine Familie mit Frau und zwei Kindern ernähren. Und für sie tu' ich das gerne. Ich will und kann keinesfalls behaupten, dass das als Vollzeit-Musiker nicht geht.


    Es gibt sicher sehr viele Randbedingungen, die eine Entscheidung für oder gegen eine Laufbahn als Vollzeit-Musiker sprechen. Meine Randbedingungen lassen mir aus finanzieller Sicht im Moment keine andere Möglichkeit. Um mein derzeitiges Gehalt beispielsweise mit Schülern und/oder Gigs zu kompensieren (und dementsprechend meinen Lebenstandard halten zu können), müßte ich 40-50 Schüler unterrichten und trotzdem 2-4 mal im Monat einen entsprechend bezahlten Gig haben. Ich bezweifle, daß ich unter jenen Umständen mehr Zeit für Projekte hätte, die mich musikalisch wirklich interessieren.


    Ich habe viel mit Vollzeit-Musikern zu tun. Die wenigsten davon befinden sich in einer Situation mit Familie. Aber auch hier muss man mit Pauschalisierungen vorsichtig sein. Falls die Ehefrau z.B. voll im Berufsleben steht, Eigentum vorhanden ist, usw.
    Auch die Hinweise auf einen zunächst zu erlernenden "Beruf" sind nur bedingt sinnvoll: ohne Berufserfahrung wirst Du nach 10 Jahren Beschäftigung als Vollzeit-Musiker wohl kaum einen Job in Deinem erlernten Beruf kriegen.


    Bei mir persönlich bestimmen also wie Du siehst reichlich Gefühlsschwankungen sowohl mein Leben als "normaler" Angestellter als auch mein Leben als Musiker. Ich schwanke ständig zwischen dem Frust, den Fähigkeiten, die ich am besten beherrsche nicht mehr Aufmerksamkeit widmen zu können und der Erleichterung darüber mich in einer sicheren finanziellen Situation zu befinden.


    Das war jetzt alles nur Brainstorming. Vielleicht konnte ich Dir ja schon was "mitgeben".


    Gerne kannst Du mich anrufen und/oder mir Fragen per PM stellen.


    Gruß
    Daniel


    P.S. Ich bin jetzt 40... ^^

    Ich habe vor einigen Jahren Kontakt zu Luciano Pacchioni aufgenommen, der sozusagen Spizzichino-Becken vertreibt.


    Ein äußerst zuverlässiger und freundlicher Geschäftspartner, der mir auf meine Beschreibung hin zwei Soundfiles zugesendet hat, anhand derer ich ungefähr ausmachen konnte, ob die Becken was für mich sind oder nicht.


    Ich stellte mir einen Satz, bestehend aus einem 20er und einem 22er Ride vor, den ich sowohl für Big Band als auch für Combo-Arbeit einsetzen kann. Die Soundfiles trafen auf meine Wunschbeschreibung "Mischung aus Mel Lewis und Toy Williams" (wenn man so will, eine Mischung aus "Türkisch-Traditionell" und "trashig") ziemlich genau zu.


    Selbst bei Nichtgefallen hätte ich die Becken tauschen können. Ich hab sie aber letztendlich genommen und bin bei jedem Schlag auf die Dinger auf's Neue begeistert. Ein dermaßen komplexes Klangspektrum habe ich bisher bei noch keinem neu erhältlichen Becken (deren Preise offiziell ja sogar noch höher liegen) gehört.


    Sicherlich hatte ich den Gesamtbetrag von €1100,- nicht einfach so auf der Tasche: Ein 22er K Custom Dry Complex Ride, ein 22er Constantinople Medium, ein 21er Special Dry Ride und ein 20er Istanbul AGOP Signature Ride blieben damals auf der Strecke. Zugegebenermaßen handelte es sich dabei auch um tolle Exemplare (die ich teilweise für modernere Stilistiken wieder suche); klanglich im Vegleich zu den Spizzichinos jedoch eine andere Liga.


    Man hört und fühlt tatsächlich die Leidenschaft, die Kunst, das Handwerk und die Seele die in jedem dieser Becken steckt.


    Obwohl ich zum genannten Preis Dutzende von Dirils hätte bekommen können (und noch bekäme) würde ich keinesfalls tauschen. Was nützt mir eine riesige Anzahl von Becken, wenn ich doch nur die besten davon mitnehme und spiele, während die anderen in der Beckentasche vermodern?


    Wenn die Zeit zur Verfügung steht: Ab in die Toskana und Spizzichino Becken aussuchen. Abgesehen davon, scheint auch die Begegnung mit dem Meister höchstpersönlich ein einmaliges Erlebnis zu sein.


    Gruß
    Daniel


    Sofern die von Kappi hinterlegten Preise tatsächlich stimmen, bezahlt man für ein 22er Ride ca. €20-€40 mehr im Vergleich zur früheren Direktbestellung, richtig?


    Eine m.E. sehr sinnvolle Investition, wenn man das (die) Becken vorher hören kann.


    Enzi, was kosten denn so im Allgemeinen die Rides am Bosphorus Stand? So wie Du es darstellst, brauche ich mich ja dann offenbar nicht zu ärgern, dass ich in diesem Jahr nicht zur Messe fahre.


    Gruß
    Daniel


    Naja, mit Bosphorus und Istanbul war's zunächst auch nicht anders, bzw. ist es in den USA immer noch. Ich erinnere mich noch, als das 22" Bosphorus "Hammer" China bei PPC Hannover (dem damaligen neuen Vertrieb nach der Musikmesse 2003) über €774,- kosten sollte!!


    Mittlerweile gibt't traditionelle Istanbul und Bosphorus Rides neu bei ca. €230,- bis €250,-.


    Gebraucht weit darunter. Jüngst habe ich ein 20" Mehmet Turk Ride für €111,- ersteigert und konnte sogar das Soundfile dazu hören.


    Mit Diril wird's m.E. zukünftig auch nicht sehr viel anders laufen.


    Zweifellos sind die Preise jetzt noch richtig gut.


    Gruß
    Daniel

    Der Film bestärkt meine Meinung, dass Rick Marotta der einzige ist, der Peg gut spielen kann. ;)


    Konkreter: Meiner Meinung nach müssen die Offbeats deutlich stärker auf der Hihat akzentuiert werden, also eher wie ein reiner 4tel-Groove auf den "unds" plus (leisen) Vorschlägen auf den 16teln davor. Ausserdem finde ich die Hihat Openings viel zu regelmäßig und zu deutlich.


    Beide Kritiken gehen übrigens mehr oder weniger auch direkt an die DH-Transkription, auch dort sind die HH-Akzente nicht notiert. Ich verstehe das nicht, da dies meiner Meinung nach einen wesentlichen Teil des Feelings in dem Groove ausmacht, und ausserdem gut hörbar ist.


    Sehe ich ähnlich: ich denke, der Rick-Marotta-Approach geht auch eher in Richtung der akzentuierten Offs, während die Sechzehntel danach sozusagen ein "Abfall-Produkt" des Rebounds ist. (was die ganze Sache nicht grad leichter macht :( )


    Teilweise spielt er die HiHat sogar auf die 1.


    Wenn man Rick Marotta jedoch dabei sieht, sagt das m.E. mehr aus als jede Höranalyse.


    Gruß
    Daniel

    Die Paiste 505 Teller waren die ersten Becken, um die ich mein Set nach und nach aus eigener Tasche ergänzt habe.


    Ich erinnere mich noch vage an die damaligen Neupreise:


    16" Crash: ca. DM160,-
    20" Medium: ca DM 260,-
    14" HiHat: ca. DM 320,-


    Lang, lang ist's her
    ;(


    Gruß
    Daniel

    Hi,


    ich hatte die Möglichkeit das angesprochene Modell auf der Musikmesse 2007 selbst zu spielen. Auffällig war das Spielgefühl mit einem im Vergleich zu vielen anderen AGOPS deutlich ausgeprägteren "Stick-Click", begleitet vom typischen Rauschen für handgehämmerte türkische 22 Zöller dieser Gewichtskategorie (ca. 2400g +/- 200g). Es ist nach meinem damaligen (aufgrund der Geräuschkulisse eher oberflächlichen) Eindruck jedoch weniger "trashig" als ein K Custom Complex Dry Ride oder andere, dünne Agop Modelle. Soweit ich weiß, gab's ursprünlich zwei Modelle mit unterschiedlichen Kuppenformen.


    Hier ist ein relativ interessanter Thread zum Zeitpunkt der Erstellung der ersten Prototypen:


    http://www.cymbalholic.com/for…op+Collectors+Ride&page=2


    Was es kann liegt nahe: leise bis mittelaute Umgebungen, Kuppensound brauchbar (nicht so integriert), TOP für Big Band, kleinere Besetzungen, u.v.m.


    Was es nicht kann, liegt entsprechend genauso nahe.


    Was soll es denn können?


    Ich hoffe, ich konnte einige Dir nicht bereits bekannte Infos geben.


    Gruß
    Daniel

    Ganz ehrlich:


    für ein foliertes(!) Ahorn-Set mit Taiwan-Hardware ist der Preis für mich VÖLLIG überzogen. DW hin oder her, Timbre-Matching oder nicht. Der Preis wäre allenfalls mit Exotic-Oberfläche einigermaßen ok.


    Ich weiß nicht, was an einem TAYE Studio Maple, einem Mapex Orion, einem Sonor Delite oder einem Starclassic Maple (allesamt dann aber hervorragend lackiert) für deutlich weniger Kohle schlechter sein soll, bzw. womit DW solche Preise rechtfertigt.


    Keine Frage: ich mag DW.


    Die Preisgestaltung erschließt sich mir jedoch nach wie vor nicht.


    Gruß
    Daniel

    Tolles Video!


    Mir gefällt insbesondere die Auswahl der Musik.


    Leider jedoch gab es bei Brady in der Vergangenheit zu viele Ups und Downs, zu viele Verarbeitungsmängel und zu wenig Transparenz. Chris Brady geht, Chris Brady kommt, zwei Websites, usw.


    Darunter hat mein Vertrauen in dieses Unternehmen doch sehr gelitten. Hoffen wir, daß sich das in der Zukunft ändert.


    Gruß
    Daniel