Diese Diskussion nimmt, wie schon so oft in der
Vergangenheit, ja interessante Züge an. Vieles von dem Für und Wieder hat sicherlich
seine Berechtigung. Bei manchen Dingen kann ich überhaupt nicht nachvollziehen,
wo das Problem ist. Manches wird zu einseitig betrachtet und Meinungen
einzelner als allgemeingültige Wahrheit dargestellt.
Meinen Beitrag zu diesem Thema halte ich ganz kurz und
verweise auf ein Bild von dem Internetauftritt der Toten Hosen (Die Jungs sind
am Samstag hier in Minden – da muss ich mich doch mal informieren). Es handelt
sich um eine Aufnahme aus diesem Jahr von einem Auftritt in Bochum.
http://www.dietotenhosen.de/fo…-der-republik-tour/bochum
Wer sich auskennt, wird sehr schnell erkennen, dass hier E-Becken
verwendet werden. Achtet auf die Kabel, die an die Becken führen und an die
halbrunden hellen Streifen am äußeren Rand der Becken. Das sind eindeutig E-Becken.
An einem Standtom ist der Trigger zu erkennen. Ich folgere (wer
schon E-Becken nimmt!), dass es sich im Grunde um ein komplettes E-Set
handelt – lediglich in A-Optik. Bis zum Beweis des Gegenteils muss das wohl so
stehen bleiben. Vielleicht findet sich ja auf Youtube ein Video von dem Abend,
oder einer kennt Vom und fragt mal nach, oder einer war da und klärt uns auf.
Der Drummer triggert immer schon Kick und Snare und mischt A-
mit E-Sound. Früher mit auffälligen gelben, heute mit unauffälligeren schwarzen
Triggern.
Im Übrigen habe ich doch glatt ein iPad als Notenblatt auf
einem der Bilder erkannt. Es scheint, als nutze hier ein Musiker schlichtweg alle
Arten von Technik, die Vorteile bringen. Ganz im Sinne von: Entscheidend ist,
was hinten rauskommt (Zitat von Helmut Kohl).
Einige der gemachten Aussagen werden damit relativiert.
Bevor sich jemand Gedanken um meine Position in dieser
Diskussion macht: Ich liebe (A-) Schlagzeuge, rau, stark und charaktervoll –
ich nutze ein E-Set, weil es in meiner Lebenswirklichkeit das einzig
praktikable ist.
So long – und nicht vergessen: immer schön musizieren und
weniger nachdenken!