so, gestern gabs eine veranstaltung bei der ich mich ein wenig mit dem mackie dl1608 beschäftigen konnte.
da (bis auf gain-regler und phantomspeisung) sämtliche zugriffe nur per ipad erfolgen können, war meine größte sorge im vorfeld das die software abschmieren könnte und man somit nicht mehr aktiv ins geschehen eingreifen könnte. das ist zwar nicht passiert, dafür aber was anderes was den selben effekt zur folge hatte. aber der reihe nach.
setting war im groben: karnevalsveranstaltung mit bespassung durch eine 2-mann-kapelle (midi-fileschleuder plus vocals und eben ein trommler). ich denke, das in diesem und ähnlichen rahmen auch die avisierte zielgruppe für das gerät liegt. also alleinunterhalter, semi-playback, tanzband, etc.
was völlig problemlos war das verbinden des/der ipads (wir hatten derer 4 am start, jeweils eins aus der ersten und der dritten generation, mit und ohne umts-option) mit der konsole, wifi-zugriff mittels airport-express klappt gewohnt und es gab keine verbindungsabrüche oder ähnliches ungemach, die master-fader app lief über den zeitraum der veranstaltung (6,5 stunden plus soundcheck) durchgängig auf allen 4 pads ohne zicken.
die app ist eigentlich ziemlich selbsgterklärend, die tücken stecken aber im detail. so hat man mitnichten die möglichkeit, die monitormixe jeweils separat mit eq zu bearbeiten, es gibt zur zeit schlicht einen eq pro Kanal, einzig (immerhin) ein grafischer eq steht pro bus zur verfügung. auch das arbeiten mit den zwei eingebauten effekten gestaltet sich zur zeit recht schwierig bzw. ist imho (noch) unbrauchbar gelöst. was man also bekommt ist die Möglichkeit, pro bus den level der eingangskanäle individuell zu gestalten. da fehlt mir aber zb. die möglichkeit, kanäle zu gruppieren.
soweit also alles ganz nett und schick, die möglichkeiten in der app werden sich sicherlich mit anstehenden updates auch durch das feedback der nutzer drastisch erweitern.
einen showstopper gabs aber dann doch.
nach 2 stunden laufzeit mitten im program entschied sich die konsole (nicht die app!) dazu, keine befehle mehr entgegenzunehmen. der kasten lief zwar mit den eingestellten settings weiter, war aber nicht mehr zur kommunikation mit einem ipad zu bewegen. weder über wifi noch über direktes andocken. äusserst unschön das. zum glück lief das bühnenprogramm über die saalanlage, sonst wär das ein riesenproblem geworden. nach erfolgloser suche nach einer lösung (manual: "a reboot may work wonders) half dann letztendlich ein beherzter griff zum stromschalter. die bange frage war da natürlich, ob der kasten sich die entsprechenden settings merkt oder nicht. das gute: er tut es. nach dem neustart lief alles wie vorher. da ist also auf firmware- und softwareseite noch einiges zu tun.