leider nein, da gings zb. um eine snare aus dem hause premier. was mir übrigens an untontechnikerfaktoren so einfällt sind:
- die eigene wahrnehmung. das menschliche gedächtnis kann ganz schwer unterschiede im klangcharakter dauerhaft speichern. im gegenteil, das gehör kompensiert. sezt dich mal ne stunde an so einen equalizer und sag hinterher welcher klang dir wann warum am besten gefallen hat. du bist dir sicher das du nach zeitraum x noch die stimmung deiner trommeln aus dem gedächtnis reproduzierbar mit der aktuellen stimmung abgleichen kannst? ich vermag das mit sicherheit nicht. von solch profanen dingen wie zb. stresseinwirkung, dem klima oder schlichter tagesform ganz zu schweigen. und komm mir bitte nicht mit irgendwelchen werten die du von einer tension watch o.ä abliest. vielleicht hast du auch bloss nen andern teppich unter den trommeln. oder beim letzten mal waren 15 zuschauer mehr im saal. oder man hat beim soundcheck das letzte mal ne andere nummer gespielt. oder der techniker vom letzten mal war taub oder hat einfach die klappe gehalten, die gates angeschmissen und gut wars.
man kann auch mit den ringen das ausschwingen einer trommel nicht kontrollieren. man kann es nur abstellen. das der foh-mann lieber auf ein schickes "plöff" eine gute schippe raumaumaumaumaumanteil aus irgend einem beschissen klingenden digitalhallkasten legt weils viel einfacher ist einen auxsendknopf zu betätigen als an drei oder vier gates die entsprechenden parameter einzustellen stelle ich jetzt mal als völlig unhaltbares gedankenexperiment nur ganz sachte an den rand unserer kleinen diskussion. (gates? wieso gates, da habe ich aber gar keine. wieso "steht im rider" was für ein rider?)
im ende geht jedenfalls niemand aus dem publikum nach hause und sagt: die trommeln waren echt gut in tune, nur hat der doofe pultmann zwischen 350 und 480 umdrehungen nicht breitflankig abgesenkt, tztztz! aber es ist ja heutzutage SO SCHWER an gutes personal zu kommen.
bottom line: lernt mit eurem instrument umzugehen. oder hat schonmal jemand eine unkontrolliert angeschrabbelte gitarre mithilfe einer um den hals (den der gitarre, nicht den des gitarrenhalters) gewickelten socke im sutain gekürzt? nicht? stimmt. die gitarre hat man schlieslich gestimmt gekauft und ansonsten die werkseinstellungen nicht verändert.
achja: vielleicht wars auch wirklich der tonmann. bei solchen gelegenheiten ist es übrigens äussert wirkunsvoll sich bei jenem vor publikum möglichst oft und deutlich für seinen ausserordentlichen einsatz zu bedanken.