Ja, warum eigentlich nicht?
Das würde allerdings schon ein sehr starkes gesellschaftliches Umdenken erfordern.
um mal bei der "ich erbe ein haus"-analogie zu bleiben: meine Eltern haben vor 35 Jahren ein haus gekauft. Baujahr 1908. seit ich 3 Jahre alt bin, habe ich an diesem haus mitgebaut, abgerissen, saniert, etc. pp. in dieser zeit ist eine nicht ganz unerhebliche summe für Baumaterial draufgegangen. in dieser zeit wurden natürlich auch sämtliche abgaben wie Grundsteuer, Kreditzinsen, whatnot brav entrichtet. Einkünfte aus dem Erwerb: null, dafür hat man halt keine miete gezahlt. das war nicht immer einfach, manchmal stand es spitz auf knopf weil man ja gleichzeitig auch noch als selbständiger mit teilweise 3 Geschäften im Einzelhandel auch das ein- oder andere zu tun hatte. irgendwann ist das haus mal fertig (so in 20 Jahren, schätze ich
). gehen wir mal davon aus, das dann irgendjemand auch miete für freien Wohnraum bezahlen würde. aus den Mieteinkünften würden dann die laufenden kosten und abgaben beglichen, neue Investitionen getätigt (da hat der Gesetzgeber ja auch immer was in petto) und vom überschaubaren rest hätte ich als einer der erben dann vielleicht ein bisschen was um den Kühlschrank vollzumachen. (nach Abzug der Einkommensteuer) vom Verwaltungsaufwand etc. spreche ich mal nicht.
ich würde also in das system, in welch geringem mass auch immer, einzahlen.
und dann kommt der hammu, der mal eben stark gesellschaftlich umgedacht hat, und enteignet mich, weil ich ja als erbe wie die Jungfrau zum kind an ein haus gekommen bin und mir jetzt eine goldene Nase verdiene.
da mit den Fähigkeiten die ich innerhalb der letzten 30 Jahre erworben habe, leider kein gewinn mehr zu erzielen ist, gehe ich zum zuständigen Amt und beantrage hartz4 nachdem meine Rücklagen aufgebraucht sind.
von welchem Szenario hätte der umdenkende hammu mehr?