Beiträge von Matzdrums

    ich finde das da groovetechnisch noch so einiges geht. mehr dicke einsen, weniger gefuckel. der saxofoneur wird auch auffem alt nicht wirklich besser intonieren bzw. spannendere linien anbieten. soweit funktioniert das ja für 6 proben alles prima. mehr straffen, auffen punkt spielen, strukturen schaffen. lass die gesamte kapelle backingvocals machen. nur kurze shouts, muss nicht stimmen,nur auf den punkt sein. das macht druck. und kenwood denard bei maceo anhören.

    insofern ist der ansatz nicht falsch da es zu dem zeitpunkt erstmal ausser ner 26" buffe zum vor-sich-hertragen und einer schnarre zum umhängen nicht wirklich viel gab. mit der erfindung der fuma und der hi-hat ( zu dem zeitpunkt low-boy bzw. sock cymbal ) änderte sich das dann.


    in der swing-ära ging trommelmässig dann schon einiges (es gab sogar,auf gene krupas anregung hin sogar toms die mann auf beiden seiten stimmen konnte). und es musste auch einiges her, erstens um lautstärkemässig nicht unterzugehen und zweitens gehörte zu nem ordentlichen big-band trommler auch eine ganze menge showmanship. die leute wollten schlieslich unterhalten werden.
    deshalb gabs dann z.b. bei sonny greer kesselpauken und alles andere was der markt so hergab, luis bellson packte gleich 2 bd aus,etc pp. dann kam der 2te weltkrieg, kein mensch konnte mehr 35 musiker bezahlen und die musik verlagerte sich von ballsälen in die kleinen clubs.


    da war einfach kein platz für waagenradgrosse bd und kesselpauken. und wenn sahs in einem quartett einfach scheisse aus. ausserdem flog die dicke buffe des öfteren vom autodach. es musste also was kleineres her, das möglichst komplett in den kofferraum eines taxis passte. also ist max roach zu gretsch gestiefelt und hat sich eine 18er bd bauen lassen: voilá, das bebopset war erfunden.
    in der zwischenzeit hatten die jungs von zildjian das zahnrad für sich entdeckt und ihre walzmaschienen vom lederriemenantrieb auf etwas robusteres umgestellt. damit war es dann auch möglich, rohlinge auf grössen jenseits von 14" auszuwalzen. auf einma konnte der trommler ride-figuren auf becken spielen. ausserdem spielten die beboper die swing-schlager in halsbrecherischem tempo, puls in der bd ging einfach nicht mehr. also hat kenny clarke den puls auf dem ride gespielt und die hi-hat auf 2 und 4 getreten.


    das ist jetz nicht wirklich chronologisch sortiert,sollte aber für einen groben überblick ausreichen ;)

    ein standard-set gibts eigentlich nicht. viele jazz-trommler verwenden aus diversen gründen (u.a weil die bude ins taxi bz. die u-bahn passen musste/muss). die kombi 18er bd, 12er tom,14er stand-tom. die bd ist bei musikstilen jenseits von swing und dixieland quasi das dritte tom.

    sorry,aku,aber das muss jetzt sein. du schiesst dir ein völlig sinnfreies "pearl" crash bei ebay in der bucht und fragst hinterher ob das ne tolle idee war. und gibst dann im anschluss so tipps wie "mit zildjian kannst du kaum was falsch machen". marky macht 5 threads zu theman auf die hier bereits ausführlichst beleuchtet wurden. wenn das einreisst können wir den laden hier dicht machen.

    Zitat

    Original von modde
    Hm...ich schwanke jetzt zwischen dem SL und dem MX 3242X. Kann mir einer mal diese "Doppelbelegung" der Kanäle genauer erklären? Irgendwie verstehe ich das nicht so ganz mit der inline konsole. Funktioniert das so, dass man auf jeden bereits belegten Kanal noch ein zweites signal legen kann und dies dann z.B. auf den Main Mix routen kann? wäre nett wenn mir das mal jemand erklären könnte...


    die grundlegende idee für inline-pulte war eigentlich das zurückführen von bereits aufgenommenen signalen. der mix b hat keine eigenen equalizer oder separae aux wege (zmindest nicht beim 3242x von behringer). damit erspart man sich in erster linie ein haufen umstöpselei wenn mal eben die aufgenommenen signale abgehört werden sollen. allerdings sind die mix b eingänge prima dazu geeignet relativ eq-unkritische signale wie zb. cd-player oder keyboards in einen live-mix einzubauen. will sagen: du kannst bei diesem pult die mix b eingänge auf den main mix legen.


    ich benutze das 3242x im unterrricht/probe/studio-raum und empfinde die angebotenen features als sehr angenehm, das ding ist stressfrei zu handeln weil dir schwerlich die kanäle ausgehen, die mix b kanäle kannst du auch per knopfdruck durch die eq und aux-abteilung schicken.das ergibt 2 signale pro mono-kanal wovon einer halt bearbeitet wird und der andere nur lauter oder leiser zugermischt werden kann.
    durch die 19"bauform ist das pult halt nicht gerade oberintuitiv zu bedienen,nach einer gewissen einarbeitungszeit ist das aber überhaupt kein problem. zwischen den kanälen ist nich besonders viel platz und die fader fühlen sich nicht wirklich toll an.
    dafür gibts sowohl inserts als auch direct-outs für mix a,subgruppen und aux-wege. als roadtauglich würde ich die geräte nur bedingt bezeichnen,wenn ich das zeug nicht gerade in frachtcontainern um den globus schleife und täglich ein- und auspacke spricht aber imho nix gegen die angesprochenen pulte.
    übetr die qualität der eingangswandler und der eq´s gehen die meinungen weit auseinander,ich kann damit prima leben. allerdings produziere ich auch keine 3 millionen dollar band oder beschalle fussballstadien.

    so,ich bin nun auch mehr oder weniger wieder zu hause angegekommen und möchte mich meinen vorrednern anschliessen. auch wenn ich durch diverse mehr oder weniger selbstverschuldete umstände (verpennt, zu blöd um das in-ear täschen zu finden,etc.) meinen ws etwas "umstrukturieren" ;) musste, fand ich das treffen sehr gelungen. an dieser stelle dank an ballroom und commus für transportlogistik und equipment, 00schneider und sis fürs herumkutschieren und natürlich geo+crew fürs organisieren.