Beiträge von Matzdrums

    ich kann mir durchaus vorstellen, das eine gewerkschaft, die auf eine gewisse mindestqualifikation achtet, durchaus dabei hilft, qualität wieder zu etablieren. in den cover-bands, in denen ich gelegentlich aushelfe, tuckert in erster linie eine tyros-midifileschleuder vor sich hin über die man dann mehr oder minder playback mimt. die gagen sind durchaus in ordnung, die qualifikation des tyros-bedieners liegt in erster linie darin, das er gut verkaufen kann. spielen muss der ja auch nix, das erledigt kollege midi. für wesentlich ansruchsvollere jobs (6 stunden blattspiel und künstlerbegeleitung) mit einer truppe von ziemlich hoch qualifizierten leseautomaten gibt es wesentlich weniger geld. das kann doch eigentlich nicht richtig sein, oder?

    ich würde davon ausgehen, das man als musiker ohne "union card" relativ schlechte karten hat, was musik machen gegen geld angeht. das hindert aber bestimmt niemanden daran, nach feierabend in einem club oder einer bar für lau aufzutreten. ich bin da nicht wirklich auf ballhöhe, erinnere mich aber daran in diversen biographien gelesen zu haben, das man zumindest früher im lokalen gewerkschaftsbüro vorspielen musste. in der ddr gab es ein ähnliches system. ob das gut oder schlecht funktioniert, kann ich nicht beurteilen. jedenfalls gibt es eben den "scale" als mindestlohn. "erfolg" ist in der kulturabteilung nicht gleichzusetzen mit "geld verdienen".

    ... und genau so regelt sich der Markt von selbst ... aber was sich für den einen nicht mehr rechnet kann für einen anderen noch lukrativ sein. Scheiss BWL - oder?


    irgendwo in vietnam sitzt einer, der deinen job genauso gut für ganz viel weniger macht. willst du das?

    Es ist doch schön, wenn du mehr Gage bekommst, nur weil du wirtschaftlich rechnest. Die 200 Besucher deines letzten Auftrittes haben auch sicher alle Unkosten der Veranstaltung komplett getragen und auch der Veranstalter war "wirtschaftlich" zufrieden.


    wenn sich die veranstaltung nicht trägt, kann ich nichts daran ändern. du kommst gerade mit einem argument daher, das ich schon oft gehört habe. der strom ist teurer, die feuerwehr will mehr geld und die kellner arbeiten auch nicht umsonst. da kann ich aber leider überhaupt nichts dafür. ich bin ja auch nicht am gewinn der veranstaltung beteiligt. es sei denn, ich veranstalte selber was. dann trage ich das volle unternehmerische risiko. und arbeite natürlich mit gewinnerzielungsabsicht. als selbständiger habe ich die absicht aber auch, muss ich sogar. sonst erzählt mir das finanzamt nämlich ganz flott was von "liebhaberei" wenn ich nach jedem auftritt mit nix in der tasche nach hause gehe. abgesehen davon, das dann ganz schnell das licht im kühlschrank aus ist.


    es ist jedem unbenommen, so viel für so wenig zu spielen, wie er möchte. muss ich allerdings meinen lebensunterhalt damit bestreiten, sieht die sache definitv anders aus. für einen festangestellten mit 2,5k netto sind 600 zusätzlich ermuckte euro im monat sicher ein nettes zubrot.

    das zauberwort heisst wirtschaftlich rechnen. gehen wir davon aus, das man 50 wochen im jahr jeweils 5 bezahlte stunden á 40 euro auf der bühne steht. wie wir alle wissen, muss man aber auch zur bühne fahren, aufbauen, man hat unbezahltes stand-by ne stunde vorher, man muss hinterher einpacken und wieder nach hause fahren. macht locker drei unbezahlte stunden pro gig. meistens sinds eher 5. bleiben wir der einfachheit halber bei 8 stunden. teilt man die 8 stunden durch die 200 euro abendgage landet man bei 25 euro die stunde. umsatz, nicht gewinn. wie die rechnung bei 20 euro pro stunde aussieht, kann ja jeder sicherlich leicht selber nachrechnen.

    Deine 40 Euro * 5 Std/Gig = 200 Euro bei ca. 50 guten Auftritten das ist dann aber wirklich ein guter Jahresverdienst.


    das sind 10.000 euro umsatz, nicht verdienst. zieht man ein drittel betriebskosten ab und teilt den rest durch 12 sind das knapp 600 euro im monat. ist das ein guter verdienst?

    .. dafür spielst du aber im Schnitt 10-15 pro Jahr mal für Jürgen. Und nur solche Veranstaltungen (2000-5000 Besucher). Und mit den Referenzen bekommst du dann deinen restlichen Terminkalender voll.


    bei 120 euro abendgage kommt man bei 10 veranstaltungen dann als freiberuflichlicher musiker auf grandiose 1200 euro umsatz per anno. die veranstaltungen, die man über eine solche referenz generiert werden idr. dann auch nicht besser bezahlt, man weiss ja, was die referenz so zahlt. man sollte sich das gut überlegen, ob es sich rechnet, irgendwo für 20 euro die stunde zu spielen. eine realistische kalkulation fängt imho so bei 40 euro die stunde überhaupt erst an.

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    wenn die jetzt beim VORSINGEN schon AUTOTUNE am start haben, kann man sich den ganzen summs doch einfach sparen und einfach gleich nur werbung zeigen.

    ja, vergleichen wir komplett arrangierte bigband mit allem möglichen anderem, vielleicht noch mit horst müller bei ernst mosch vs. scooter und/oder jan delay vs.slayer. apfel mit birnen gegen avocados. hurra, ein endloser thread. worum gings nochmal?

    natürlich sind ohren und verständniss unerlässlich wenns ums musikmachen geht. und dann ist es völig scheissegal, wie man denn einen stock hält. gadd zb. spielt bei dem einen beispiel konstant hinter der band, was auch super funktioniert weil die band ziemlich genau weiss, wies geht. da könnte selbst ich mitspielen und würde mit einem " geht so, schon ok" davonkommen. close,but no cigar. wie du den stock hälst ist eigentlich ziemlich wurst, solange das ergebnis stimmt. stell doch mal was von dir in die hörzone, dann wird da bestimmt eine entsprechende kritik folgen.

    wo ist jetzt der bezug? unzweifeifelhaft ist "kind of blue" DIE jazzplatte. ich habe die ca. zwei millionen mal gehört (gefühlt), am klavier mitgedrückt, dazu gertrommelt und dabei unfassbar viel über musik gelernt, ne vorgabe wie man was zu spielen hat, ist die aber trotzden nicht. sicher ist: was der musik hilft, ist richtig. um zu lernen, was richtig ist, sollte man einfach komplett ALLES an ride-artikulation vs. comping am start haben. das ist eine ziemliche aufgabe. wenn man das aber kann, ist man für vieles gerüstet. man kann nämlich das wählen, was angemessen erscheint. gut,oder?

    ich hab da jetzt nochmal einiges geschraubt, piano per delay gepannt, bass lauter, sax und gitarre gepannt, anders eq´ed. klingt jetzt ne ganze ecke besser bzw. anders . danke für die tipps, wieder einiges gelernt! leider habe ich das problem mit dem gate auf der bassdrum nicht wirklich lösen können, aber wie las ich neulich: "a mix is never completed, it´s simply abandoned". die videos sind jetzt "fertig" und gehen gerade per server auf die reise.

    deine snare ist zu tief und die hihat steht nicht gut, du fesselst dich zu sehr. der rechte stock liegt ungünstig in der hand, die kleinen finger machen sich etwas selbstständig und insgesamt wirkt das so, als würdest du dich komplett aufs handgelenk fixieren, dabei drehst du aber auf der hihat den daumen nach oben, da kann das handgelenk nicht mehr gut funktionieren und irgendwann tuts dann weh. üb spielen aus dem handgelenk auf dem pad, damit du merkst wie du das einsetzten kannst, aber am set solltest du da nicht drübernachdenken. bis zum wochenende kann man da jetzt allerdings nicht viel reparieren, schon gar nicht per ferndiagnose.