Beiträge von Matzdrums

    verbindet man das textzitat mit den auch von dir beschriebenen phrasierungsbeispielen auf s.41 in kombination mit den direkt darunter notierten vier übungsbeispielen zum thema comping unter verwendung des zweiten triolenachtels, kann ich nicht darauf schliessen, das john riley davon spricht, am ridemuster irgendwas AUSSER eben der phrasierung zu verändern ;)


    auf s. 42 gibt es dann aber den hinweis, das man, vorrausgesetzt man beherrscht das vorgestellte material, durchaus damit experimentiern darf, den fluß des ridemusters an das darunterliegende comping anzupassen.



    man sollte also zunächst einmal daran arbeiten, die ride-figur statisch zu betrachten. sonst spielt man nämlich schlicht die ridefigur immer so betont, wie man mit den restlichen extremitäten auch spielt. nicht schön. das ist so wie bei einem vocalisten, der beim singen tambourin spielt und das nicht geübt hat. der scheppert dann nämlich gerne da hin, wo er auch hinsingt. wie das klingt, kann man sich vorstellen.

    Zitat
    Elvin was the first drummer to comp while using vocabulary consistently stresssing the middle note of the triplet. This creates the illusion of rhythmic elasticity, thereby generating the feeling of being on the "wrong train".


    In dem Zitat steht tatsächlich gar nicht drin, ob der diese Note in der Ridefigur betont oder mit den anderen Instrumenten. Vielleicht muss man klarstellen, was man mit "comping" meint. Ich verstehe das so, dass auch mit dem Ride Pattern gecompt werden kann, während vielleicht sonst damit nur die zusätzlichen Ride- und BD-Einwürfe bezeichnet werden.


    was john riley mein ist, das elvin jones für sein comping gerne auch die zweite triolenachtel verwendet, mit der snare-hand, der basspauke oder auch in der getretenen hihat. dadurch entsteht dann der eindruck, das da ein rhythmus gegen das ridemuster bzw. den puls läuft. man kann quasi zwei oder mehr verschiedene "pulse" fühlen.

    hallo. einen xlr-eingang kann man paktisch gleichsetzen mit einem gerät, das einen vorverstärker integriert hat. ein mikrofon liefert einen pegel von irgendwas zwischen -70 und -50dbu (read: itzebischen). der vorverstärker brezelt dieses itzebischen auf -20 bis +4dbu auf. also im extremfall von x mikro-volt (das sind ein millionstel volt) auf bis zu 2 volt. das ist ein ziemlicher unterschied. ein line-in ist idr. ausgelegt auf einen pegel von entweder -10dbv oder +4dbu, heisst: der eingang erwartet eine elektrische spannung, die das mikrofon nicht liefert. deswegen ist es keine so gute idee, mikrofone an line-eingänge anzustöpseln. du brauchst aber auch keine sieben mikrofone. zwei overheads und was für die basstrommel reichen durchaus. manche sagen sogar, drei mikrofone sind schon zwei zuviel ;)
    line-ins kann man übrigens problemlos mit separat zu erwerbenden vorverstärkern aufrüsten, das ist aber vermutlich aufgrund deines budgets nicht wirklich eine alternative.



    vielleicht hilfreich: audio für trommler, die animierte serie

    es kommt noch ne folge von "the prisoner", ich hoffe das auch nach 12 das wetter noch zum schlürfen einlädt ,-)
    über mehr hubraum geht eben nur mehr hubraum. mit allen nebenwirkungen. muss man sich dann überlegen.

    erstmal vielen dank für die kommentare, die helfen schonmal ne ganze menge. ich habe mir vorgenommen, an dem track einiges zu üben. einmal weil ich die musikalische performance ziemlich gut finde und zum zweiten weil das eine live-aufnahme mit ein paar eigenheiten ist. einmal zur aufnahmesituation: die band hat auf einer relativ großen bühne in einem schloßpark zum tanz aufgespielt. durch die recht weitläufige parklandschaft hat man auf den aufnahmen sehr wenig reflexionen/ambiance.
    leider hatte ich irgendwie vergessen, das da ein gitarrist mitspielt (und zwar ziemlich amtlich!) und zum zweiten nicht auf dem schirm, das das (e)-piano in stereo daherkommt. eigentlich hatte ich gesang,bass,piano,sax jeweils mono plus 4 kanäle schlagzeug geplant und deswegen auch nur ein interface mit acht eingängen mitgenommen. war dann halt leider anders, deswegen ist das schlagzeug als stereogruppe mit einem mix aus 2x overhead, bassdrum und snare bei mir angekommen.
    die prima klingende basstrommel hat standesgemäß ein geschlossenes frontfell, der live-mischer von dem ich meine signale gekriegt habe, hat dann mit einem gate gearbeitet. deswegen knackt die bassdrum bei leisem spiel leider ein bischen in der gegend herum weil der threshold nicht so ganz optimal gewählt war. über pa vor ort völlig vernachlässigbar weil quasi nicht zu hören, beim mischen hinterher ein für mich sehr ärgerliches detail. die abgegriffenen signale aus der konsole waren nämlich zwar pre-fader und (glaube ich) pre-eq aber leider post inserts. sonstige peripherie kam bis auf ein bischen reverb glaub ich nicht zum einsatz, was die aufnahme zum üben natürlich umso interessanter macht. wenn da nicht das gate wäre ;)
    auch war es zwischendrin etwas windig und die pa-firma hatte keine überzieher für die overheads dabei (und ich auch nicht). deswegen sind die auf der aufnahme auch recht leise, war die einfachste lösung die runterzuziehen. (ich hätte die ja eher tiefer positioniert und entsprechend weniger gain gegeben, keine ahnung ob das was gebracht hätte, aber man hat ja bei solchen veranstaltungen nicht ewig zeit und ausserdem wollte ich dem supernetten mischer und seiner crew nicht unnötig auf die nerven gehen, ich hatte zwei tote kabel bei meinem klinkenmulticore und er ein paar funky-ge direct-outs, da war halt einfach signal in rechner kriegen angesagt).


    wir hatten jedenfalls nach dem soundcheck kurz zeit, die aufnahme über die p.a anzuhören und der mischer fand das dann ziemlich ok. ("hast du mal ne karte?" :thumbup: )
    ich musste mich auch noch um zwei kameras kümmern, von daher hab ich nur geschaut, das die pegel irgendwie ok sind, was bei einer dynamisch aufspielenden band wie dieser auch gar nicht so ohne ist, wenn man nicht am pult stehenbleiben kann weil man ja auch noch filmen tut.


    beim soundcheck war mir auch aufgefallen, das das sm58 für das sax doof ist, noch nichtmal sooo unbedingt wegen dem sound, sondern vor allem weil der baritonör ja nicht festbetoniert vor dem mikro steht. der nahbesprechungseffekt und die charakteristik vom sm58 machen sich da schon bemerkbar, ein re-20 wäre da sicher genau wie vor der basstrommel die bessere alternative gewesen, möchte ich mit meinem gefährlichen halbwissen mal behaupten, aber es war entweder keins da oder keiner hat drüber nachgedacht (ich hab mich nicht getraut, danach zu fragen).


    die sängerin hatte ihr eigenes mikro mit ( ich glaube ein beyerdynamic, typ habe ich vergessen). ich fand das ein wenig zischelig, für die live-situation aber durchaus ok. ok fand das auch der mischer, der mir aber gesteckt hat das er über 12k halt nicht mehr viel hört, was in dem job vermutlich nix ungewöhnliches ist. auf der aufnahme ist das dann wieder was anderes, ich werde mal mit einen de-esser probieren, hatte ich sowieso vor aber dann schlicht vergessen weil das video auch flott fertig werden musste und man da tausend andere sache beachten muss.


    beim mischen habe ich dann versucht, erstens das ganze so original wie möglich nachzubilden und zweitens den verwendungszweck im auge zu behalten. also möglichst monokompatibel und mit einer recht präsenten stimme.
    das saxofon blutet übrigens auch nicht unwesentlich ins vokal-mikrofon und deswegen ist das schnell zu laut und nasal oder honkig.


    über panning habe ich ehrlich gesagt überhaupt nicht nachgedacht, werde da aber sicher einiges ausprobieren. im moment gefällt mir die idee vom lcr ziemlich gut, mal gucken ob ich das auch richtig verstanden habe.


    http://www.moultonlabs.com/mor…ing_the_phantom_image/P0/


    bottom line: alles gar nicht mal so einfach! aber einfach macht ja auch keinen spaß!

    sax:sm 58
    kann ich nix für.


    edith:uf dem video ist ambience dann mit dabei.


    nochn edit: auf der stimme ist schon ne wanne bei ca. 350 hz. das mikro wollte ich nicht, eigentlich wollte ich meisten mikros nicht. machse nix.

    neulich hatte ich das vergnügen, eine band zu filmen und parallel audio aufzuzeichnen. audio ging dikrekt aus der console in meinem kram, aber nicht ganz so direkt wie ich mir das gedacht hätte. hier einmal mein mixversuch, danke für hilfreiche kommentare. und nein, ich hab da nicht getrommelt.
    perdido

    innerhalb eines racks irgendwas zu beschriften was ein kabel braucht ist vielleicht ein bischen arg. da kommt ja keiner ran. trommeltaschen haben idr. ein kleines fach für visitenkarten. kann man auch gleich mal zwei oder drei drin platzieren, man weiss ja nie, wann die mal braucht. flightcases kann man mit der srühdose und entsprechenden käuflich erhältlichen schablonensets beschriften. da aber vorher gut nachdenken!