Testbericht MigeDrums Mono-Pad.
Für die Freunde der elektro-trommel bietet die fa. Mige mit ihren Mesh-head bestükten pads
eine preislich sehr interessante alternative zu produkten von zb. Roland oder yamaha. Zum test stand mir ein Mono-Pad in 10“ zur verfügung. Bestückt ist der Holzkessel mit einem ddt-meshead und einer eigenentwicklung als trigger. Die verarbeitung ist durchaus hochwertig. Über das design der spannböckchen können sich die fetischisten sicherlich streiten, verwendet wird standard-(fernost) ware. Sämtliche gewinde laufen problemlos und sind leichtgängig. Der spannreifen wird durch eine abnehmbare gummilippe geschützt um ein weitestgehend „lautloses“ spiel auch bei rim-shots zu ermöglichen. Der verwendete mono-trigger unterstützt natürlich keine rim-funktion. Im vergleich zu „normalen“ (gummi-)pads von roland oder yamaha fällt mir allerdings kein wesentlicher lautstärkeunterschied auf. Der klang ist imho schlichtweg anders („klock“ vs. „döng“ ) .
Insgesamt macht das pad einen durchaus roadtauglichen und robusten eindruck. Der verwendete „tom“-halter passt auf handelsübliche l-ärmchen á la tama , die aufnahme lässt sich durch das entfernen einer oder mehrerer der verwendeten kunstoff-unterlegscheiben auch auf etwas dicker ausfallenden armen sicher montieren. Ich hatte das pad als side-snare mittels „dixon“-multiclap an der hi-hat befestigt. Dabei reicht „handwarmes“ anziehen der befestigung aus um mehr als ausreichende stabilität zu erreichen.
Das fell ist stimmbar und von daher lässt sich das ausgezeichnete rebound-verhalten in einem gewissen rahmen an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Die entsprechenden einstellungen am steuerteil (bei mir ein dtxpress-modul von yamaha) vorrausgesetzt, wird ein sensibles triggerverhalten mit einem weiten dynamikspektrum erreicht.dabei verhielt sich die elektrik trotz der montage am hi-hat stativ gutmütig genug um fehltrigger zu vermeiden. Auch ein spiel mit besen funktioniert hervorragend bei schlagtechniken. Wischbewegungen werden vom dtx-press nicht erkannt. Abgesehen davon ist für eine saubere wischtechnik eine gewisse umstellung erforderlich,da der ddt-head zwar relativ feinmaschig ausfällt, trotzdem ist ein festhängen mit dem besen (regal tip classic) bei zu starkem druck bzw. eines zu steilen winkels kaum zu vermeiden. Hier ist also eine gewisse eingewöhnungszeit vonnöten.
( natürlich sind gewischte swing-figuren auf einem 10“-pad sowieso schwieriger auszuführen)
Den einzigen Kritikpunkte stellt für mich das mitgelieferte Kabel (ca. 3m länge ) dar. Ausgeführt als xlr/mono-klinke ist das klinken-ende durch den spiralförmigen knickschutz für meine begriffe nur unzureichend geschützt, eine ausführung mit schrumpfschlauch o.ä. ist meiner erfahrung nach wesentlich robuster. Für die stationäre anwendung sicherlich kein problem, bei häufigem auf/abbau wird das/die kabel wohl kaum lange freude bereiten. Daran ändert auch die schicke metalldose nichts, in der das kabel ausgeliefert wird. Das kabel wird übrigens per xlr buchse an der unterseite des pads angedockt. Diese buchse ist nicht verriegelt, was unnötiges gefummel bei der demontage vermeidet. Allerdings hängt das kabel ungeschützt aus dem pad heraus und ist u.U den attacken freilaufender mitmusikanten preisgegeben. Hier wäre vielleicht ein Kunstoffclip o.ä wünschenswert um eine kabelschlaufe bilden zu können, die im falle eines falles als puffer dient, um nicht das kabel abzureissen oder schlimmer noch, gleich die ganze buchse gewaltsam zu entfernen. (Bei einer montage im reinen e- set innerhalb eines racks mit ordentlich aufgewickelten strippen ist so ein unfall natürlich völlig unwahrscheinlich ). Mir gefällt das teil ausserordentlich gut, ich habe allerdings auch keinen direkten vergleich z.b. zu den roland mesh-pads. So,jetzt noch schnell 10 euro ins phrasendrescherschwein und herzlichen dank für die aufmerksamkeit.
stay tuned
matz™