luddie, bei einer karnevalssitzung, einem bierfest oder wasauchimmer werden hochprofessionelle dienstleister gebucht. teilweise zu kursen, das es einen schüttelt. da sitzt im publikum niemand, der kunst will. die leute da wollen amtliche unterhaltung. um das abzuliefern, ist einiges vonnöten. auch notenlesen. du hast sowas offenbar noch nicht mitgemacht, ich weiss aber, wie hart das ist wenn einem einer nach einem 14 stunden tag morgens um zwei ein tanzmajor noch ne mappe auf den notenständer feuert. kein spaß. keine kunst, aber bedienen muss man das können. was ich da selber hören will, interessiert nicht. entweder ich kann das bedienen, oder ich bleib zu hause. für diese qualifikation habe ich hart gearbeitet und viel investiert. und dafür möchte ich adequat entlohnt werden. für kunst werd ich nicht bezahlt, kunst mach ich ganz umsonst. solange der dienstleistungssektor genug abwirft, kann ich mir das auch leisten. und so ist das eben mit er kunst, die muss natürlich subventioniert werden, aber irgendwer muss sich halt auch die finger schmutzig machen und die chipse verdienen.
die alternative zum leseautomaten ist halt der onkel mit der fileschleuder, der kann aber keinen begleiten, weil er nicht spielen kann. dann muss der gebuchte künstler eben a capella ran, und das merkt natürlich das publikum. das bleibt dann beim nächsten mal einfach weg oder der künstler rückt mit ner cd fürs playback an. ist das besser? im publikum sitzen übrigens keine "musikstümper". da sitzen leute, die einen schönen abend haben wollen und dafür ihr sauer verdientes an der kasse abgeben.