Beiträge von braindead-animal

    Gestern musste ich entsetzt feststellen, dass beim 18er Sound Creation Short Crash am Rand ein etwa 5 mm großer Riß in Richtung Kuppe ist. Es ist das Crash, welches ich mit Abstand am wenigsten benutzt habe. Zum Vergleich, das 18er 505 Crash aus dem Jahr 1985 hat viel mehr gelitten. In den 80er habe ich so ein paar Becken gekillt, allerdings sind die auch mal auf die Kante gefallen. Das letzte, was meine Behandlung nicht überlebt hat, war ein 18er 400 China vor etwa 8 Jahren.

    Was würdet ihr an meine Stelle machen? Loch reinbohren? Verkaufen und hoffen, das jemand trotzt des Mankos etwas zahlt? An die Wand hängen als abschreckendes Bespiel?

    Kleine Tatsache am Rande, es ist das einzige Crash, das ich gebraucht gekauft habe.... ?(

    Im Prinzip bin ich ja schon recht zufrieden mit meinem Krams. Gut, das Wahan Acryl in 18x16 als Standtom wäre eine Option, dann ein paar Acryloctobans und eine 20 Gongtrommel. Vielleicht ein kleines Buchenset, auch von Wahan, mit Maserbirkenfunier oder etwas, was der roten Gefahr Nahe kommt in 18x16, 14x10 und 10x8 fallsich mal in Jazzmachen möchte.

    Eine Glockenbronzenkessel wäre wohl der erste Kauf.

    Bei den Becken sehe ich noch am ehesten Potential:

    Paiste Sound Creation 22er Bell Ride oder etwas, was ähnlich klingt, FO 602 22er Heavy, 22er Heavy Flat Ride, 20er Paperthin Crash, 22er, 18er und 16 Thin Crash, 15er Sound Edge Hihat, 24er Ride, Signature DE 22er Ride MK I, Masters 24er JR Ride und dann noch ein Rude 24er Ride als Ambossersatz.

    Das Ganze bekommt dann noch einen 40-Zoller Gong aus Schacht-Audorf.

    So lange kein Klangbeispiel vorliegt, halte ich mich in Sachen Ferndiagnose zurück.

    Im Zweifel würde ich aber auf dem Toni sein Erfahrung hören. Notfalls könnte ja noch hinterher mit einem Crash eine zusätzliche Spur aufgenommen werden.

    Live mit Ruby Blue im Bootshaus

    Moin nach fast vier Jahren ohne Auftritt war es am Sonntag, den 11.6. endlich soweit: Mit Ruby Blue durfte ich auf der Terrasse des Boothaus(es) Lübeck spielen. Die Temparaturen waren schon ganz sportlich, aber besser so als Regen.

    Ich konnte mein Krams: Wahan Acryl in 22, 16 und 12 sowie die passende Snare, Paiste 2002 14 Heavy HiHat, !6 Crash, 18 Thin Crash und 22 Ride nebst harte Ware schon am Samstag hinfahren. So bin ich dann am Sonntag gemütlich fünf Minuten zum Bootshaus geradelt und begann dann mit dem Aufbauen. Ich war doch etwas eingerostet, was die Feinjustierung der Beckenarme anbelangt, aber, wir hatten zum Glück genügend Zeit. Als meine Kollegen den Ventilator sahen, wurde ihnen bewußt, dass ich nicht zum ersten Mal bei über 25 Grad vor Publikum trommelte.

    Nach unseren Soundcheck kam dann die andere Band, die als Erstes spielte, dran. Ich habe mein Schlagzeug zur Verfügung gestellt. Lediglich zwei Becken tauschte er, wenn ich gewußt hätte, dass er ein Streichler ist, dann hätte ich auch auf den Tausch der beiden Becken verzichtet. Pünklich um 12 Uhr legten dann Kanal 42, so der Name der Band, los.

    Das mit dem Kanal passte ziemlich gut, denn wir spielten an einem selbigen. Auch waren noch einige Boote des Ruderclubs, der sich neben dem Bootshaus befindet, unterwegs. Aber das war dann bald erledigt, sodass die Tische von der Terrasse vor uns im Gang aufgebaut werden konnten. Kanal 42 hatte reichlich Zuschauer mitgebracht, die dann dankbar die Tische in Beschlag nahmen. So langsam trudelten dann auch meine Bekannten ein, ich hörte mir die Songs von Kanal 42 aus einiger Entfernung an und war mal wieder froh über die 22er Wahan Basstrommel. Ohne Mikro setzte sie sich durch, ohne störend laut zu sein. Ein bisschen Verstärkung gab's mittels einem Overhead, aber, da ich lauter spiele, habe ich dann vor unserem Gig einfach den Stecker gezogen.

    Eine Stunde später ging es also für Ruby Blue los. Die Stimmung war gut, ich war mir zuvor ein wenig unsicher, wie gut sie live agieren würden, aber, alle Bedenken waren absolut unnötig. So konnte ich das erste Set genießen und es war wieder toll, noch der längeren Zeit ohne Livegigs vor Publikum zu performen.

    In der Pause dann ging ich zu meiner anderen Band (Fire in Wonderland), die zu 2/3 erschienen war. Daneben saß dann noch Punkdrummer, der mir noch in paar Tipps bezüglich der Abmischung der Band gab. Auch er war überrascht, wie gut die Basstrommel ohne Mikro klang. Schließlich ging es weiter und wir hatten reichlich Spaß. Es fiel nicht weiter ins Gewicht, dass nicht alles perfekt gespielt wurde, Fehler wurde locker überspielt. Auch ich leistete meine Beitrag, weil ich u.a. einen Einsatz verpennte. Gemerkt hat das waber wohl keiner. Dafür, dass die letzte Probe vor mehr als 2 Wochen war, haben wir ordentlich abgelierfert.

    Wie es denn so ist, die Zeit verging weider viel zu schnell und so war dann nach einer Zugabe Schluss. Der Wirt und das Team des Boothaus(es) unterstützen uns hervorragend und insgesamt waren alle mehr als zufrieden. Es wird wohl nicht das letzte Mal gewesen sein. dass wir dort spielten.

    Mir ist aufgefallen, dass ich die letzten Gigs draußen und bei eher höheren Temparaturen gespielt habe. Ich hoffe, dass im Herbst, wenn warscheinlich der nächste Gig mit Ruby Blue ansteht, ich auf den Ventilator verzichten kann.

    Als jemand, der nur getrommelt und nicht gewertet hat, möchte ich mich bei allen Beteiligten und insbesondere beim Inizierenden bedanken. Wie ich unter welchen Umständen meine Aufnahme gemacht habe, ist letztendlich mein Problem. Aber, zu wissen, was sonst noch alles so geht und trommeln tut, war sehr hilfreich. Fast zeitgleich war ich ja im Studio und wenn ich so die Takes vergleiche, könnte ich zu der Erkenntnis kommen, dass ich ohne Begleitung zu wenig Motivation habe. Dummerweise ist für mich Musik eine Art Kommunikation und einfach nur auswendig gelernte Vokabeln ersetzen kein Gespräch.

    Abgesehen davon, wie mein Zeug klingen kann, ist nicht zuletzt wegen der Abmischung von Punkdrummer, meinem Mastermind und Kollegen des Proberaumes, einfach nur geil. Vielleicht hätte ich mein Take für das hier ihn in die Postproduktion einbeziehen sollen. Insofern ist der Vorwurf legitim, dass der Zeitaufwand zur Herstellung der 2min Aufnahme hätte größer sein können. Aber, Spaß hatte ich auf jeden Fall!

    Bin nun auch schon fast 20 Jahre dabei und habe dem Forum eine Menge zu verdanken. Ich hätte sonst wohl kaum Wahan kennengelernt oder die jeweiligen Künstlerbetreuer von Sonor, Paiste und anderen. Damit verbunden sind die vielen tollen Interviews und Erlebnisse wie auf der Bühne im Stadion zumindest beim Aufbauen stehen zu dürfen oder die Fabrikbesuche. Unvergessen ist für mein Naturbecken und mich auch, dass wir beim Soundcheck der Editors auf die Bühne durften!

    Aber vielleicht noch viel wichtiger sind die Kontakte zu den Menschen hier. So habe ich an jedem meiner Wohnorte (Mannheim, Nürnberg, Bad Homburg und Lübeck) mindestens einen Proberaum durch das Forum gefunden. Zum Teil sind auch daraus Freundschaften entstanden! Unvergessen auch die Stammtische insbesondere in Friedberg, die immer durch viel Lachen geprägt waren. In der ersten Dekade des Forums hatte wir zudem ja auch eine gewisse Präsenz auf der Musikmesse in Frankfurt, das waren auch immer sehr schöne Erlebnisse. Und dann natürlich noch die Treffen in Astheim...

    Ich kann behaupten, dass ich durch das Forum ein anderer Trommler geworden bin. Das hat nur bedingt mit dem geballten Fachwissen über Ausrüstung u. Ä. zu tun, sondern ich bin mir bewußter über meine Rolle und Funktion als Trommler in einer Band geworden. So bin ich gespannt auf die nächsten 20 Jahre.

    Mit Ruby Blue im Studio

    Wie schon an anderer Stelle berichtet, war ich mit meiner neuen Funk-Soul-Band Ruby Blue aus Bad Schwartau und Lübeck im Studio der Kullturakademie. Am Samstag konnte ich in Ruhe mein Set aufbauen und es mikrophonieren lassen.

    studio-1.PNG

    Zum Einsatz kamen neben den schon bekannten Trommeln von Wahan in 20x18, 14x10 und 10x8 die Tama Starphonic, die den Vorzug vor der Wahan 14x6 bekam. An Metall erfreute ich mich u.a. meines neuen Paiste Formula 602 Heavy. Die Fellwahl erwies sich als die Richtige, ich musste kaum dämpfen.

    Das ganze hört sich dann so an:

    Klick


    studio-2.PNG

    Am Sonntag dann war der eigentliche Aufnahmetag und auch ein Fotograph war zugegen. Insgesamt vier Songs spielten wir live für ein Demo ein. Mit Pause, darunter eine längere als gemeinsames Mittagessen, brauchten wir dafür ungefähr 4 Stunden. Es hat mir wieder mal Spaß gemacht, in einem Studio zum Klick zu Trommeln. Die Situation zur letzten Aufnahme mit Holy Orange war insofern anders, da erstens natürlich eine andere Band und andere Musik. Zweitens eben besagtes Live-Einspielen und nicht als letzter in einer Overdub-Produktion.

    Letztendlich freue ich mich schon darauf, mit Ruby Blue auf der Bühne zu stehen, was wohl dieses Jahr noch passieren wird.

    So sah es aus:studio-1.PNG

    Von Links: Wahan Acryl 14x6, Sound Creation 14" Dark Hihat, SoundCreation 18" Short Crash, Wahan Acryhl 20x18, Tama Starphonic 14x6 Brass, Wahan Acryl 10x8, 2002 Crash 13", Formula 602 20" Heavy, Wahan Acryl 14x11, Formula 602 Thin Crash 20", Becken alle Paiste

    Sorry, meine Frage war, ob die obertonreichere Starphonic in diesem Funk/Soul-Kontext nicht die bessere Wahl sein wird. Dank euren Beiträgen werde ich sie auf jeden Fall mitnehmen. Da der Zeitplan von uns frei gestaltet werden kann, möchte ich die Gelegenheit nutzen, beide Snares aufzunehmen. Welche dann in dem Aufnahmeraum besser klingt, bleibt dann für alle Songs am Set.

    Ohne eure Hilfe wäre ich nicht so zu dieser Überzeugung gekommen und hätte mich eventuell zu sehr auf das Zeug anstatt auf das eigentliche Aufnehmen konzentriert und hätte noch mehr Snares eingepackt. Wie schon geschrieben, eine Wahl zu haben, kann manchmal anstrengend sein. Letztendlich darf das Ziel, ein Demo für Gigs, nicht aus dem Fokus rutschen. Es ist wie mit dem Wald und den Bäumen.

    Um ein Missverständnis zu vermeiden, die Snare, die ich am besten unter Studiobedingungen kenne, ist die Wahan Acryl, siehe Holy Orange 'Songs about Alba'.

    Wenn ich mir nicht anfang letzten Jahres die Starphonic gekauft hätte, wäre die Auswahl einfacher. Blödes GAS! ;)

    Den finalen Mix kann ich übrigens selbst bestimmen, da wir die Dateien der Aufnahmen unbearbeitet erhalten werden.

    Die Tama klingt im Proberaum, also in meinem anderen, toll. Die Acryl wurde, wie erwähnt, schon mal aufgenommen. Oder würdet ihr euch den Stress mit zwei Snares nicht machen, oder, wie Chuck meinte, nur eine einpegeln lassen und die andere als Backup?

    Danke für die Antworten! Bleibt die Frage der Snare: Ein Wechsel zwischen den Songs kommt nicht in Frage. Also brauche ich einen Sound für alle Stücke.

    Ich denke, die beiden 14 x 6 werden es wohl werden.

    Gestern konnte ich das Aufnahmestudio, in dem ich mit meiner neuen Band Ruby Blue ein Demo anfang März aufnehmen werde, mir genauer anschauen. Der Raum ist schön groß und hat eine tolle Akustik. Das Ziel der Aufnahme ist es, Anhand vier oder fünf Songs einen Eindruck zu vermitteln, wie wir live klingen, dient also der Anbahnung eines Konzertes, Zielgruppe: Interessierte VeranstalterInnen.

    Die Wahl der Becken ist klar, aber bei den Trommeln ergibt sich eine Unklarheit, die ich gerne hier zur Diskussion stellen möchte. Wohin die Reise musikalisch geht: Die Songs gehen in Richtung Funk und Soul. Es gibt Interpretation von Sade, Lisa Stanfeld, Gwen McCrae, Tower of Power und Electro Deluxe (Staying Alive, nicht in der Version der BeeGees).


    An Toms würde ich entweder 10/14 mit 20er Bassdrum (Wahan Acryl) oder 12/16 mit 22er (Wahan Acryl) nehmen. Ich tendiere trotz des großen Raumes eher zu kleineren Variante.

    Gesetzt ist die Snare 14 x 6 Wahan Acryl mit der ich bei Holy Orange (Songs about Alba) schon im Studio war. Aber, wenn ich nur Tower of Power berücksichtigen würde, müsste ich eher auf eine hochgestimmte 14 x 5er Wahan Buche gehen. Anderseits, für die Songs aus den 1980ern wäre die Tama Artwood 14 x 8 die erste Wahl. Und dann ist da ja noch die Starphonic Brass , auch 14 x 6. Natürlich könnte ich zwischen den Songs wechseln, aber, dann würde es nicht wie aus einem Guß klingen, und das ist ja das Ziel. Im Proberaum spiele ich übrigens die 14 x 5 Wahan Edelstahl.


    Ich weiß, es handelt sich um ein Luxusproblem, ich möchte jedoch so gut wie möglich auf der Aufnahme klingen. Was meint ihr?