Beiträge von braindead-animal

    Ja, wenn das Ganze auf Augenhöhe läuft, kann ich mir eine Zusammenarbeit vorstellen. Das war bei mir aber nicht der Fall.

    Aktueller Stand: Die MP3, die er angefertigt hat, werden nicht weiter von uns verwendet. Der Bassist zum Beispiel hat kein Interesse, mit Leuten zusammen zu arbeiten, die mal so und mal so sich entscheiden. Außerdem findet die Band die bestehenden Abmischungen so gut, dass sie nicht unbedingt optimiert werden müssen und seine Arbeit nicht deutlich besser klingt.

    Ich möchte es noch Mal erklären: Er hat ja selbst angeboten, uns anhand der Originalspuren neu abzumischen. Dann war er u.a. mit meinem Spiel nicht einverstanden und sagte ab. Schließlich fertigt er für mich überraschend akuell anhand der mp.3, die ich in der Hörzone und auf unserer Homepage veröffentlicht habe, 'Master'abmischungen an. In Zukunft könnte es sein, dass er direkt beim Aufnehmen dabei sein würde. Aufgrund der Diskussion hier und auch meinen eigenen Gedanken könnte das mir aber relativ wenig Spaß bereiten. Die Band ist da weniger kritisch und, da es ja nichts kostet, könnte man ja abwarten, was dabei rum kommt.

    Ein mit meiner Band Filux befreundeter Gitarrist und in den 1980er ausgebildeter Toningenieur hatte angeboten, unser letztes Demo (siehe Hörzone) neu abzumischen. Er hatte uns letztes Jahr schon live erlebt und ich gab ihm damals die Rohspuren vom Konzert. Leider hat es bis diesen Januar gedauert, bis ihn in seinem Homestudio besuchen konnten. Er hatte einen Mix fertig, allerdings lag dieser nicht mehr als Projekt in der DAW vor, sodass ich nicht nach Details und Einstellungen fragen konnte. Das war nicht so schlimm, da mir es sowieso nicht so gefiel.

    Als er dann, wie oben erwähnt, anbot, unser Demo vom Februar zu remixen, hielt sich meine Begeisterung in Grenzen. Jedenfalls kopierte ich die einzelnen WAV-Spuren, um sie ihm bei der nächsten Probe zu geben. Kurz bevor ich losfahren wollte, erhielt ich die Nachricht, dass er doch nicht zur Probe kommen würde und nicht mehr abmischen wolle. Etwa eine Woche später rief er mich an und er erklärte mir u.a., dass er Probleme mit meiner Art zu trommeln hätte und er, wenn er einen Song öfters hören müsste, den Spaß verlieren würde. Ich möchte noch mal betonen, dass es sich hier um sein Angebot handelt und keine finanziell von uns vergütete Auftragsarbeit!

    Ok, dachte ich mir, kann er so sehen, aber, ich habe mir bei jedem Songs etwas gedacht und vor allem empfunden! Ich habe ja in verschiedenen Projekten auch im Studio getrommelt und habe keine Probleme mich unter zuordnen. Aber, bei eigener Musik, die ich zum Teil mit komponiert habe, sehe und fühle ich das anders!

    Mittlerweile habe ich ja einen Mix der vier Songs erstellt und diesen möchte er zu meiner Überraschung mastern. Am Telefon gestern konnte ich mir den Kommentar dann nicht verkneifen, ob meine Art der Interpretation unserer Songs für ihn weniger schlimm sei, als wenn er den kompletten Mix machen würde.

    Sollte ich in Zukunft weniger kritisch sein und ihn direkt bei der Aufnahme der nächsten Songs als Produzent machen lassen oder aber eine weitere Zusammenarbeit nicht eingehen, da er völlig anders das Schlagzeug haben möchte? Ich sollte noch erwähnen, dass seine Art sehr belehrend auf mich wirkte, er hat mehre Male betont, dass er seit vielen Jahren mit Profis schon gearbeitet habe.

    Langer Schwede, kurzer Finn:

    Wie haltet ihr es mit Produzenten gerade bei und mit euren eigenen Songs?

    Ich habe lange überlegt, ob und was ich schreiben werde und hoffe, dass es hier an der richtigen Stelle ist, da es zu mehreren Themen passt. Wie ich schon in meiner Galerie geschrieben habe, stellte ich vergangenen Dienstag fest, dass live mit anderen zusammen spielen für mich die weitaus größere Quelle an Freude und Bestätigung ist. Alleine zu einem Playalong zu trommeln kann Spaß machen und dem war beim Jazzstück auch so. Dabei hätte ich es belassen sollen! Denn das Bewerten und von anderen bewertet werden sowie vorallem die Diskussion darüber hat mir zumindest jegliche Freude geraubt. Ich bin daran nicht unschuldig, da ich ja vor dem Ende des Votings etwas zur meiner Bewertung rausgehauen habe!

    Damit bin ich aktuell raus und nichtsdestotrotz haben alle, die nachwievor Spaß daran haben und vorallem die Organisatoren meinen Respekt!

    Die Diskussionen über Musikgenres zeigt mir, dass ich wohl anders an die Materie rangehe und mir wohl zu wenig Gedanken theoretischer Art mache, um sinnvoll etwas dazu schreiben zu können.

    Bis auf eine Ausnahme ist alles auf einem hohen Niveau gespielt und hat Spaß beim Anhören gemacht. Interessant ist, wie teilweise unterschiedlich der erste Teil gestaltet wurde.

    Die finale Bewertung erfolgt dann in den nächsten Tagen, eine detaillierte Kritik werde ich jedoch nicht veröffentlichen.

    Zum Voting: Um halbwegs gerechtfertigt Punkte vergeben zu können, würde ich mir Notizen machen und könnte diese dann auch hier veröffentlichen, sofern daran Interesse bestünde. Allerdings wäre die Herausforderung, zum richtigen Zeitpunkt das zu machen. Zu früh würde es eventuell andere beeinflussen und es wäre klarer, welcher Beitrag von mir ist.

    Zu spät wäre das Problem, das dann ja veröffentlich wurde, wer hinter den Buchstaben steckt. Was meint ihr?

    Ich hoffe, dasss mindestens ein Beitrag dazu gekommen ist. Auf jeden Fall kann ein gegossener Bronzekessel auch im leiseren und feineren Umfeld funktionieren, es kommt eben auch auf die Stöcke (7a) und Spielweise an. Wer also meint, die Terminator (Tama Bellbrass) ist nur nur etwas für die harten Schläger, der liegt unter Umständen nicht ganz richtig. ;)