Mist, da ich ja gehirntot bin, kann ich alleine aus dem Grund nicht teilnehmen.
Beiträge von braindead-animal
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Ist doch interessant, mit was für ein Sch..., äh schöne Dinge sich manche auseinandersetzen. Zum Glück bin ich dermaßen mit dem Klang meiner Instrumente zufreiden, dass da nichts geändert bzw. vermeintlich optimiert werden muss.
Allerdings kenne ich einen Vertreter der Eierschneiderfraktion, der sowohl über die finanziellen Mittel als auch über den Glauben an spezielle Prozeduren verfügt, um sich näher mit so einer Behandlung befassen zu können.
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Am Samstag durfte ich aushilfsweise bei Prayers for Rain trommeln. In Kassel spielten wir während des Zissel-Festes direkt an der Fulda. Dank fleißger Helfer war es nicht so ein großes Problem, dass ich meinen Wahansinn nicht direkt vor die Bühne ausladen konnte. Zwei Acts spielten vor uns, wir sollten so gegen 22:15 Uhr anfangen. Als es noch hell war, baute ich mein Set schon mal im Zelt hinter der Bühhne zusammen. Das Wetter war nicht übel, aber es wurde doch recht schnell kälter. Aber, Hauptsache kein Regen!
Die Zuschauer wurden mehr und mehr und wir konnten fast pünklich anfangen. Ja, wir erreichten sie und Einige tanzten auch schon. Doch nach dem vierten Lied hörte ich plötzlich von Lukas (der auch in meiner The-Cure-Tribute-Band PiCtUREs Of You singt), dass wir eine Werbeunterbrechung machen würden. Nee, Werbung war es natürlich nicht, aber, auf der Fulda war um 22 Uhr der traditionelle Fackelzug gestartet und dann irgendwann bei uns gelandet. Man bat uns, solange auf und in der Fulda die Fackeln leuchteten, aufzuhören. Tja, da war ich gerade warm und denn so eine ungewöhnliche Pause...
Letztendlich tat es der Stimmung aber keinen Abbruch und nach etwa zehn Minuten machten wir weiter. So weit ich das überblicken konnte, waren die ungefähr 150 Leute nicht abgehauen und tanzten fleißig weiter. So durften wir denn noch zwei Zugaben spielen und so gegen halb eins fing ich dann an, mein Zeugs wieder zu verpacken. Nachdem alles im Auto war, genoss ich noch ein bisschen die Nacht am Fluss. Da ich seid den Aufnahmen mit Holy Orange das Durchsichtige nicht mehr gespielt habe, war ich wieder mal sehr froh, dass ich neben der roten Gefahr im Proberaum eben auch dem Wahansinn fröhnen darf.
Als nächstes steht am Sonntag dann ein Gig mit PiCtURES Of You im Waggon in Offenbach an. -
Wieso muss es ein E-Drum sein? Es soll ja Kollegen geben, die haben einen Proberaum mit einem komplett mikrophonierten Set und auch noch das Wissen, wie das mit dem Aufnehmen geht.
Aber ohne Angabe der Vergütung würde ich nicht darüber nachdenken, ob ich so eine Aufnahmemöglichkeit habe.
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Da ich nun seit fast zehn Jahren stolzer Besitzer eines Sets mit Plastikkesseln bin, überrascht es mich zu lesen, dass der Werkstoff Acryl so garnicht sich zum Schlagzeugbau eignen soll, da angeblich zu spröde. Meiner bescheidenen Erfahrung nach stimmt das nur bei unsachgemäßer Behandlung, die aber für kein Material auf Dauer wirklich gut ist. Ein Sperrholzkessel z.B. splittert auch irgendwann. Die Klangeigenschaften überzeugen mich jedoch nachwievor und es ist vielleicht ja auch die Frage, mit welcher Sorgfalt und Vor allem mit welchem Wissen ein Kessel hergestellt wurde. Das hat natürlich seinen Preis und sieht nicht nur schön aus. Außerdem möchte ich noch darauf hinweisen, dass ein gewisser Trommler, der desöfteren mit Herrn Grönemeyer unterwegs ist, seit 2002 Acryltrommeln spielt, von denen bist jetzt meinem bescheidenen Kenntnisstand nach keine ersetzt werden musste.
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Da so sehnlichst um eine Reaktion gebeten wird: Die Überraschung im Proberaum statt Ausdauer und Training hatte schon was, wobei wiederholtes Aufbauen dank freundlicher Mitbenutzer des Raumes trägt auch zur Ausdauer bei. Videoschnitt wird überbewertet, kostet nur teure, professionelle Zeit!
Schade, dass sich das Ganze nur bedingt zu Geld machen lässt (monetarisieren, um mal ein Fachbegriff der Generation Youtube zu bemühen), da die Klickzahl doch recht überschaubar ist. Dumm auch, dass der Markt für Drumtutorials mehr als gesätigt ist, aber, die humoristische Note (mehr oder minder intendiert) schon fast das Potential fü ein Alleinstellungsmerkmal darstellen könnte. Viel Erfolg bei der professionellen Karriere, als was auch immer.
Sollte diese Zeilen nicht als Kritik mit Augenzwinkern verstanden werden, so mag zu bedenken sein, dass ich eine gefühle Ewigkeit nicht mehr mich zu Videos anderer geäußert habe und somit aus der Übung bin.
Im Ernst: Ich möchte aber auf jeden Fall meinen Beitrag unter keinen Umständen als "Hate Feedback" verstanden wissen. -
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Off Topic: Um auf die Frage von Tromla zurück zu kommen, warum sollte das Herstellungsverfahren bei PAISTE legierungsabhängig sein? Natürlich werden auch die B20 Becken als möglichst genaue Kopie der Mastercymbals angefertigt. Dass Handarbeit nicht unbedingt eine große Streuung bedeutet, haben die Schweizer wohl hinlänglich bewiesen. Offtopic Ende
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Wow, das ist doch mal eine schöne Überraschung, der Streichelzoo zeigt Zähne! Weiter so! Singst du auch mit beim Männerchor?
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Ich habe mich ja für ein lokales Produkt entschieden, aber, ich bin ja auch WAHANsinnig.
Wäre das denn der Rolls Royce oder eher der Mini?
Auf jeden Fall keine geklebten Kessel, auch wenn da vorne Ludwig oder so drauf steht. -
Im Gegensatz zu Trommlerkumpel redsnare, der über einen tollen Auftritt seiner Band berichten konnte, hält sich bei mir die Begeisterung für den Gig mit Holy Orange im Rahmen der Mainzer Museumsnacht auch am letzten Samstag in Grenzen. Ich bin wohl, was die Reaktion des Publikums anbelangt, verwöhnt.
Aber, von vorne: Wir durften um 19 Uhr als erste Band ran, das lies unsere Erwartungen nicht gerade in Sachen Publikumsanzahl hoch werden. Es handelte sich schließlich um eine Nacht und da ist sieben doch reichlich früh. Immerhin, ich konnte das Schlagzeug der nachfolgenden Formation mitbenutzen. So packte ich denn nur meine Becken ein und eine Snare, da ich für mehrere Songs den Variolifter von Wahan zum An- und Abschalten des Teppichs brauchte.
Vor Ort dann angekommen, wurde uns klar, dass das Peng (Veranstaltungsort)doch etwas abseits der anderen Lokationen der Museumsnacht lag. Aber, die Sonne schien und die Probe am Freitag war richtig gut gewesen. Aufgrund von Lärmbestimmungen durfte die Bühne leider nicht draußen aufgebaut werden. So betraten wir ein Gebäude und wurden Zeuge eines nichtalltäglichen Aufbaus: Gleich drei Personen widmeten sich dem Drumset. Allerdings ließ das Resultat zu wünschen übrig, als ich dann zum Soundcheck ans Set durfte, stellte ich fest, dass sie das kleine Tom mit dem Reso nach oben montiert hatten.
Nachdem das dann richtig rum gedreht war, holte ich den Stimmschlüssel raus, was wohl zu erstaunten Blicken der anderen „Fachleute“ führte. Der Entschluss, das Fußpedal nicht einzupacken, stellte sich als großes Manko da. Das vorhandeneTeil von Mapex spielte sich komplett anders als ich es gewohnt bin. Wie lange trommel ich schon? Faulheit ist kein guter Ratgeber!!!
Weiter mit dem Soundcheck: Irgendwer sang da irgendwo. Da ich aber hinter den Boxen der Anlage mich aufhalten musste, bekam ich davon recht wenig mit. So würde ich meine Einsätze komplett vermasseln. Folglich machte ich mich auf, um meine Hörsituation zu verbessern. Zur Freude des Menschen am Mischpult (Achtung: Ironie) fragte ich nach einer Monitorbox. Zum Glück konnten unsere beiden Sänger sich eine Box teilen und ich bekam dann doch noch mehr vom Gesang und den Keyboards mit.
Die Zeit verging und es trudelten Partner, Freunde und Bekannte von Holy Orange ein. Sogar Markus vom AAE-Studio, der unsere demnächst erscheinende CD aufgenommen hat, schaute vorbei. Ich hatte dann noch die Gelegenheit, die Kunstobjekte, die wohl zum Peng gehören, zu begutachten. Besonders die aufblasbare Kirche, die einem an eine Hüpfburg erinnerte, beeindruckte mich. Davor zelebrierte ein als Elvis verkleideter Künstler Hochzeiten zwischen Mensch und Gegenstände der Wahl oder was auch immer. Schräg!
Dann wurde es Zeit, die Bühne wieder zu betreten und wir legten los. Neben besagten Menschen, die einen Bezug zu der Band hatten, waren auch andere, die wohl irgendwie auch zum Peng gehören, da. Vermutlich war auch einige Besucher der Museumsnacht darunter. Trotzdem hielt sich die Anzahl in Grenzen, ich schätze mal so 30 Leuten lauschten zu Anfang. Es rannten zumindest zwei Leute mit Kameras rum, sodass es wohl Fotos und vielleicht auch Videos geben wird.
Das Set klappte ganz gut, lediglich bei einem Song verpasste ich die Pause, dürfte aber kaum jemand gemerkt haben. Dann stand A Forest an und nachwievor ist das einer meiner Lieblingssongs. Die Band hatte Spaß, aber im Gegensatz zu Köln, wo wir ein absolut begeistertes Publikum hatten, sprang zumindest für mich der Funke nicht wirklich rüber. Nichtsdestotrotz, die Chemie in der Band stimt und ich bin froh, Teil dieser Band zu sein.
So hinterlässt das Ganze eher den Eindruck einer öffentlichen Probe, bei der ein paar Unbekannte zugegen waren. Allerdings machen mir ja die Proben Spaß, sodass letztendlich der Abend nicht als Verschwendung in Erinnerung bleiben wird, zumal ich beim nächsten Gig auf jeden Fall mein eigenes Pedal dabei haben werde, so wie ich es sonst eigentlich immer in den letzten Jahren hatte.
Ach, ja, Kunst ist immer so eine Sache, zu der ich wie bei Musik nicht immer sofort den Zugang habe. -
Obacht, der aufmerksame Leser dieses Forums wird sich an eine Begebenheit in der Wetterau, genauer gesagt in Friedberg erinnern. Ein nicht näher zu nennender Kollege hat sich bei dem Reinigungsversuch seiner Fußmaschine böse verletzt und seine Einsatzfähigkeit als Bandschlagwerker massiv gefährdet.
Deswegen möchte ich bei der Reinigung zur äußersten Vorsicht mahnen!!! -
Ein kleiner Mitschnitt, während ich mich warm trommelte:
ipo aae-studioSongdienlich ist meistens gut, denn nur in den seltensten Fällen sollte das Schlagzeug das Hauptinstrument im Vordergrund sein.
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Schließlich kam der erste Aufnahmetag: Ohne Aufbaustress konnte ich direkt loslegen. Nach drei Versuchen war der erste Song im Kasten. Für den nächsten brauchte ich dann einen mehr. Ich war angespannt, aber irgendwie machte es auch Spaß. Langsam gewöhnte ich mich daran, dass mein Set doch anderes als im Proberaum klang. Das kannte ich schon von jedem Proberaumwechsel.
Im Regiesraum konnte ich mich davon überzeugen, wieviel Klangpotential in meinen Zeug steckt. Der nächste Song stand an. Dank einer Pause musste ich bei Optimierungsbedarf nicht den ganzen Song noch mal trommeln. Letztendlich besteht „Hone“ aus drei verschiedenen Schlagzeugteilen, die ich nicht am Stück einspielte.
Inzwischen waren über fünf Stunden vergangen. Eigentlich wollte ich noch einen Song fertig einspielen, aber, es gelang mir kein befriedigender Take. Ja, ich bin an meine Grenze gestoßen. Ich trommel eben nicht jeden Tag so eine lange Zeit und habe auch wohl weder die Erfahrung noch das Talent bei einem gewissen Grad an Müdigkeit eine professionelle Performance hinzulegen.
Am nächsten Tag lief es dann deutlich flüssiger. Insgesamt fünf Songs spielten sich fast wie von selbst. Der zweite Aufnahmetag ist ganz klar der Bessere. Gut, die Beats hielt ich einfacher, eine wichtige Erfahrung! Letztendlich habe ich nicht für Schlagzeuger aufgenommen, um zu zeigen, was ich kann oder eben nicht, sondern der Song an sich stand ganz klar im Vordergrund, Holy Oronge macht kein Progrock und ich bin kein Trommelgott. Aber, sich selbst dann abzuhören und in die zufriedenen Gesichter der Mitstreiter zu schauen, macht einfach Spaß. Ja, das sind dann die Augenblicke, in denen ich weiß, warum ich dieses Hobby mit einem hohen Aufwand an Material und Zeit durchziehe.
Der letzte Tag stand dann im Zeichen der zusätzlichen Perkussionsinstrumente. Allerdings ließ mich der letzte Song, den ich zwei Tage zuvor nicht in den Griff bekommen habe, keine Ruhe. In der Nacht zuvor war ich drauf gekommen, was unter anderem nicht passte. So schlug ich vor, es noch mal zu versuchen. Der Take, den ich dann einspielte, war von der Bassdrum her einfacher gehalten und letztendlich war das der Schlüssel zur allgemeinen Zufriedenheit. Manchmal ist eben weniger doch mehr.
Zusammenfassend war es ein tolles Wochenende und ich habe wieder viel über mich und Musikmachen allgemein gelernt. Die ganzen Möglichkeiten, die ein digitales Studio bietet, sind enorm und es macht Spaß, das zu nutzen. Ich bin gespannt, was final von dem Ganzen, was von meinen Getrommel in Einsen und Nullen (Ja, das ist Digital) umgewandelt wurde, übrigbleibt. Aber, genauso toll ist es, wenn mein Spiel spontane Reaktionen hervorruft. Ein guter Gig ist eben etwas ganz Anderes, weniger rational. Eigentlich hatte ich ja drei Snares im Gepäck, zum Einsatz kam aber nur die Acryl. Durch 'Wegnahme der Dämpfung und/oder Änderung der Stimmung konnte ich alle Varianten, die ich mir zu den einzelnen Songs überlegt habe, ohne Probleme aufnehmen.
Es wird noch eine Weile dauern, bis das Ganze das Licht der Öffentlichkeit erblicken wird. Ich bin mir aber sicher, dass im Forum das nicht ohne Erwähnung meinerseits passieren wird.
Mit Markus vom AAE-Studio hat es sehr viel Spaß gemacht, weil er nicht nur beeindruckend die komplexe Aufnahmetechnik beherscht, sondern mit seiner Art zu einer entspannten Arbeitsatmosphäre beiträgt.
Ach, ja, gesungen habe ich nicht! -
Danke redsnare!
So sieht es aus:







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Heiliger Bimbam, da ist wohl jemand auf LDS oder habt ihr Hasch gespritzt?
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Auch immer wieder schön Pink Floyd - Wish you where here - Während der eine Gitarrist schon spielt, hustet der andere Eierschneider nicht wirklich dezent. Allerdings hörte ich das vor Jahrzehnten erst, als ich die CD einlegte.
Deep Purple - Made in Japan - Child in time - Die Fuma ist auch recht deutlich zu hören, bevor der Klöppel ans Fell haut. -
Vergangenen Sonntag durfte ich dann alles ins Studio fahren und aufbauen. So ein Rack ist doch dankbar, innerhalb von einer halben Stunde war alles da, wo es sein sollte. Leider hatte ich eine Rackklammer vergessen, sodass das China erst am ersten Aufnahmetag zum Einsatz kommen wird.
Der überaus kompetente Tonmeister rückte dann mit zahlreichen Mikros an. Da das Pult so um die 40 Kanäle hat, bekam mein Wahansinn reichlich Zuwendung: Eins für die Hihat links, eins für die Hihat rechts, eins für die Bimmel vom Ride und zwei Overheads. Die drei Toms bekamen insgesamt drei, genau wie die Snare, zwei oben und eines für den Teppich. Die Bassdrum wird mit zwei Mikros abgenommen.
Der Soundcheck offenbarte dann ein Problem: Das 10er Tom regte doch arg den Snarteppich zum Rascheln an. Nach verschiedenen Stimmungen und Snares fiel die Wahl auf die Acryl. Letztendlich zeigte der Mix zum Schluss, dass die Kiste nicht nur für mich toll klingt, sondern auch dass das Rascheln in den Griff zu kriegen ist. Ich freue mich schon auf die Aufnahmen, dann wird es auch Bilder geben.
Ja, es macht Spaß, wieder mal im Studio sein zu dürfen, Danke Holy Orange! -
Ende März 2017 werde ich für drei Tage im AAE-Studio Mainz mit Holy Orange meine Drumspuren eintrommeln. Da es über 20 Jahre her ist, dass ich nicht im Proberaum mein Instrumentarium aufgenommen habe, möchte ich Einblicke in diese für mich nicht alltägliche Begebenheit geben.
Neu ist für mich außerdem, dass ich der letzte bin, der seinen Kram aufnehmen wird. Zu Übungszwecken ist mir freundlicherweise vom AAE Studio eine Version mit allen Instrumenten und Gesang zur Verfügung gestellt worden. Das Besondere an meinen Versionen der acht Songs ist, dass statt des Drumcomputers, der zur Orientierung der Mitmusikanten aufgenommen wurde, ich nur den Klick zu hören bekomme. Somit konnte ich mich angemessen vorbereiten. Zur Abstimmung über die zu verwendeten Grooves schickte ich meine Übetracks (im Proberaum aufgenommen) in Kombi mit der Klickversion zum Komponisten von Holy Orange, der eigentlich Bassist der Band ist.
Es gibt nämlich ein kleines Handicap bei Holy Orange: Wir wohnen nicht alle am selben Ort und so ist jede Probe mit einer mehr oder minder aufwendige Anreise verbunden. So ergab es sich erst jetzt, dass wir endlich mal alle acht Songs zusammen spielen konnten. Hat richtig Spaß gemacht, mal nicht zum Klicktrack zu trommeln. Letztendlich dienten die beiden Proben nicht nur dazu, mich optimal auf die Aufnahmesession vorzubereiten, es wurden auch zum Teil Liveversionen der Songs entwickelt, die wir beim Gig am 28.1.17 in Köln nicht gespielt haben.
Der Umstand, dass ich erst zur Band gestoßen bin, als diese schon im Studio aktiv war und ist, hat massiven Einfluss auf die Produktion. Es ist das erste Mal, dass ich nicht live und bzw. oder als erster dran bin sondern eben es mit einer schon fertigen Produktion zu tun habe. Dass dabei der Klick natürlich wichtig ist, liegt auf der Hand. Das ist allerdings gewöhnungsbedürftig. Die Voraufnahmen, die ich im Proberaum gemacht habe, scheinen aber zumindest in die richtige Richtung zu gehen.
Bleibt noch zu erwähnen, dass ich ein massives Luxusproblem habe: Was von dem ganzen Kram, den ich besitze, nehme ich mit nach Mainz und baue ihn im Studio auf. Zum Glück wurde mir während meiner Vorproduktion immer klarer, was ich verwenden werde. Aufgrund der Anzahl der Becken und Toms werde ich mein Rack aufbauen. Dabei kommt es mir zugute, dass ich den Proberaum, den ich mir unter anderem mit redsnares Kashooga teile, aus finanziellen Gründen verlassen werde. In Zukunft werde ich vermehrt wieder die rote Gefahr, die ich zusammen mit PiCtUREs of you nutze, auch alleine spielen.Lange Rede, kurze Liste, zum Einsatz kommen:
Wahan Acryl 20“ Bassdrum, 10“, 12“ und 14“ Tom, 14 x 6“ Snare
Wahan Studiomaster Edelstahl 14x5“ Snare
Tama Artwood 14x8“ Snare
Paiste 2002 10“ Splash, 14“ SoundEdge Hihat, 16“ Crash, 18” Thin Crash, 18” China und 22" Ride
Paiste Sound Creation14” Hihat
Paiste Formula 602 20” Thin Crash -
Gestern war ich zu groggy und musste das Erlebte erst Mal verarbeiten. Am Samstag spielte ich ja mit piCtUREs of you beim Fürstentanz auf. Der Cure-Tribute-Hofstaat war reichlich erschienen und huldigte den Mannen um Robert Smith.
Der Aufbau gestaltete sich nach Klärung der Standortfrage recht problemlos. Mein neues 18er China kam zum Einsatz. Alles weitere wie gehabt, 20, 12, 16 Wahansinn Acryl, die passende Snare mit einem Coatet-Emperor (Besen bei Lovecats) und Dämpfungsring, die frühen Studioalben von The Cure waren Vorbild beim Klang. Desweiteren hing da 2002 14er Heavy und Soundedge Hihat, 10er Splash, 16er Crash und 18er Thin Crash.
Beim Soundcheck stellte sich raus, dass sowohl die Gitarren als auch meine Wenigkeit keine Verstärkung brauchten. So mancher Konzertbesucher war im Nachhinein erstaunt, dass die "kleine" 20er Bassdrum so gut zu hören war.
Da um 21 Uhr das Gambrinus schon gut gefüllt war, legten wir los, zwei Stunden Programm sollten möglichst bis elf über die Bühne gebracht werden. Ich startete also mit dem Groove zu 'At Night' und sah dann nichts mehr. Irgendwer hatte die amtliche Nebelmaschine angeschmissen und die Bühne hätte Fields of the Nephelim zur Ehre gereicht. Vielleicht kaufe ich mir für den nächsten Gig im Nebel Cowboyhut und langer Mantel, die Fans der britischen Gothrocker wissen, was ich meine.
Wie immer, wenn es schön ist, verging die Zeit wie im Flüge. Nach insgesamt vier Songs als Zugabe war es auch schon wieder vorbei. Über große Patzer kann ich nicht berichten. Da unsere Bühne Teil der Tanzfläche für den Fürstentanz war, räumten wir schnell unser Kram weg. Nachdem ich mein Zeugs in die nicht weit entfernte heimische Gerage verbracht hatte, war endlich Zeit fürs Feierabendbier. Getanzt habe ich dann nicht mehr, war doch ziemlich ko. Dafür hat mein Naturbecken, die beste Roadine der Welt, reichlich mit den Fürsten der Finsternis getanzt.
Weitere Bilder gibt es im Fratzenbuch.