Beiträge von braindead-animal

    Grundsätzlich geht es beim Covern für mich, den Song und seine Atmosphäre zu erfassen und das Wesentliche zu reproduzieren, damit die Leute ihn wieder erkennen. Da halte ich mich in meiner Cure-Coverband sehr ans Original. Wobei das nicht immer einfach ist, denn live spielte und spielt die Cure die Songs auch mal mit Variationen, als Beispiel sei hier 'A Forrest' genannt. Den halten wir bei 'Picrures of you' gerade auch zum Ende hin eher offen. Aber, Akkorde, Text und Rythmus bleiben gleich, denn alles andere würde den Song zerstören.
    Bei 'Quosh' , meiner anderen Band, haben wir neben eigenen Material ja auch Cover. Zum Einen halte ich es da wie bei 'Pictures' , zum Anderen spielen wir 'Mensch' von Grönemyer alles andere wie das Original. Letztendlich geht es darum, wie schon andere geschrieben haben, dass die Leute die Songs wieder erkennen und positiv unterhalten werden.

    Bei einer ehemaligen Band von mir war das so: Zuerst ohne Klick ständig Tempodiskussionen, dann mit alles in Ordnung bis mal nach dem Auftritt wieder übers Tempo gemeckert wurde. Ich jedoch konnte nachweisen, dass das Gefühl vom Tastenmann nicht temposicher war. Trotzdem sollte ich dann nur noch mit Klick anzählen und dann mich auf die Feinheiten von Eierschneider und Tastenmann einlassen, denn das wäre ja auch dynamischer. Da haben wir dann das Grundproblem: Der Drummer ist im richtigen Tempo, der Rest aber hat massive Schwierigkeiten beim Tempohalten und vorallem beim Fühlen des Richtigen. Sie hatte Probleme, sich aufs Schlagzeug zu konzentrieren, denn sie waren es trotz angeblichen Übens mit Metronom nicht gewohnt, dass das Tempo starr ist. Was soll denn aber der Schlagzeuger in einer Band, wenn er nicht für das Halten des Tempos verantwortlich ist?! Es erstaunt also nicht, wenn ich die Zusammenarbeit unter diesen Umständen nicht weiter vollzogen habe.
    Kurz: Nicht der Drummer mit dem Klick ist immer das Problem sondern es kann auch die Timming-Schwäche der Mitmusikanten sein.

    Im Ernst, ihr stellt Sachen ins Netz, die eigentlich noch nicht veröffentlicht werden sollen, liest sich für mich wie ein Widerspruch. Da nützt es auch nichts, wenn drum gebeten wird, diese veröffentlichten Seiten nicht aufzurufen.


    So ist das eben, wenn der Marktschreier ausgepakt wird. Wer verbal die Latte hoch legt, wird daran gemessen. Aber, vielleicht muss heutzutage bei dem riesigen Angebot so um Aufmerksamtkeit gerungen werden. Das habt ihr immerhin zumindest hier im Forum geschafft. :P

    Kinners, jetzt weiß ich, warum ich nicht wirklich in jüngeren Jahren berühmt geworden bin: Wir hatten diesen ganzen Kommunikationsfirlefanz nicht. In den 1990er mussten wir uns direkt bei der Probe für die nächste verabreden, weil man nicht soviel mit dem Festnetztelefon Einheiten verballern wollte, als Student musste man sparen. Datenaustausch gab es auch nicht mittels PC, sonderen, die Kasette/CD wurde einem direkt in die Hand gedrückt, Fotos gabs nur ausgedruckt.
    Ach, wir Armen, dass wir überhaupt in der Lage waren, uns zu treffen und gemeinsam zu musizieren...

    Also, ganz langsam! Da ich nun schon zwei Mal in Nottwil war, kann ich sagen, wie es gemacht wird. Man nehme ein glatte Metallscheibe, schneide ein Loch in die Mitte, erhitze die Mitte und presse mittels einer Maschine die Kuppe rein. Dann hämmere man mittels eines Pneumatischen Hammers, der mit dem Fuß bedient wird, die Form des Beckens. Ein Vergleich mit dem Masterbecken zeigt an, inwieweit die strengen Vorgaben erfüllt werden. Dann wird ebenfalls mit dem Hammer der richtige Klang erzeugt, wieder verglichen mit dem Masterbecken. Schließlich wechselt man zur Drehbank, das Becken wird eingespannt und maschinell gedreht. Mitttels eines Metallschneiders werden dann die Rillen reingedreht und damit das Becken abgedreht. Alle diese Vorgänge erledige man von Hand mit maschineller Unterstützung, aber, der Schaffende bestimmt, wo und in welcher Stärke das Werkzeug zum Einsatz kommt. Fertig ist das 2002-Becken. Noch Fragen?

    Wobei ich gerne noch schreiben werde wollen, dass nicht nur mich mal eine Aufnahme aus dem Hause Totti interessiert, nur, damit mal klar ist, inweiweit das Geschriebene praktisch und in der Realität belastbar ist und nicht nur einer seit mehreren Jahren dargebotenen Theorie im aussichtslosen Kampf gegen die Marktführer geschuldet ist. Aber, ein Hörbeispiel wäre wohl zu einfach...
    Abgesehen davon, lieber Totti, da wegen dir die Serverkapazität nicht unerheblich belastet wird, möchtest du nicht mal dem Freundeskreis beitreten, sonst könnten wir womöglich und eventuell in Zunkunft an deinen Ausführungen, so vorhersehbar sie auch manchem erschienen werden mögen, aus Platz- und damit Kostengründen nicht mehr teilhaben. Das wäre doch wirklich Schade.