Die Idee ist ja nicht so ganz neu und seinerzeit ließen sich damit ein paar Taler verdienen...muss man ja aber nicht wissen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Kastrat
Beiträge von drumrumköln
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Das mag musiktheoretisch und qualitativ dann alles besser sein als der Synthie-Bumms von Helene Fischer, wenn es keiner anhören will, dann ist es L'art pour L'art.
https://www.tastenwelt.de/lese…-papendieck-im-interview/
https://www.backstagepro.de/th…ker-2014-12-03-9kYVmnK2dlWenn man mal genauer recherchiert, wer mit welchem background in der u-Musik unterwegs ist...Da werden alle möglichen Bereiche abgedeckt.
Man braucht eigentlich nur ein paar Namen und wird dann auf weitere Namen stoßen...
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Die Musiker und Musikschaffenden (Tontechniker ...) waren übrigens schon immer zum größeren Teil männlich. Das geht Jahrhunderte und Jahrtausende zurück. Und auch heutzutage ist das in allen Musikstilen noch so, nicht nur im Jazz. Man muss nur mal recherchieren. Gegenüber Metal z.B. hat Jazz da ein weitaus geringeres Problem mit der Frauenquote.
Warum also sollte sich da gerade im Jazz jetzt etwas ändern? Mir erschließt sich das Problem immer noch nicht. Aber es zeigt mir zumindest, dass der Emanzipations- und Genderwahnsinn wohl als erstes beim Jazz angekommen ist.
Aus meiner Sicht ein gelungenes Abschlussresümee

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Wenn das so ist wie du das hier beschreibst, dann bestätigt mich das in meiner Meinung, dass nicht zu wenige Frauen im Jazz oder Diskriminierung von Frauen im Jazz das problem sind, das es zu lösen gilt. Nein, der generelle Zugang zur Musikrichtung ist es. Und der verbessert sich kein Stück durch die da vorgeschlagenen und bitteschön mit Fördermitteln zu belegenden Maßnahmen.
und exakt hier sind wir dan wieder im Ursprungsmodus. Ich sehe es deutlich anders als Du und habe die entsprechenden Argumente vorgebracht und mit Quellen belegt.
Hier dann nochmal die aktuellen Bemühungen im gößeren Zusammenhang:
https://www.bundesregierung.de…/weil-es-2017-ist--393216
Du reduzierst die eigentliche "idee" dieser Initiative dann immer wieder auf den Bereich "traditioneller Jazz in möglichst unzugänglich" und hälst Dich an einer nicht gut durchdachten Formulierung auf...während ich die ganze Zeit versuche zu vermitteln, dass es um Instrumentalistinnen auf dem gesamten Gebiet der U-Musik geht und es sich bei dieser Initiative einfach um die logische Konsequenz des aktuellen gesellschaftlichen Wandels dreht... -
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Tsia, und da steht man dann eben ganz schnell vor der Frage "Kunst oder Kommerz". Tatsächlich ist es heute einfacher als früher (vor dem Internetzeitalter) sich einen Überblick über die beschämend deprimierenden Klickzahlen von tollsten Jazzspielern zu informieren. Die widmen ihr Leben "ihrer Kunst", erfahren ja auch durchaus viel Anerkennung in Form von Preisen (bis hin zum Grammy z.B. WDR BigBand), aber auch die Aaufmerksamkeit in den Medien ist vorhanden, wenn eben SpielerInnen als KomponistInnen und MusikerInnen in Radiosendungen mit ihrem Tun vorgestellt werden. Aus Sicht eines "üblichen Gesellschaftsmenschen" ist das oft einfach nicht nachvollziehbar, was diese Geringverdiener denn über Jahrzehnte so antreibt, immer wieder neue Projekte zu starten, CDs zu produzieren und Konzerte zu organisieren. In "meiner Welt" müssten die alle fette Häuser haben und fette Karren mit Chauffeur - ist aber leider nicht so. Und trotzdem gibts immer wieder Nachschub.
Geld ist eben nicht alles...
Gut, dass Du nochmal Annika Nilles erwähnst. Ich sehe da nämlich schon qualitative Unterschiede zu anderen cover-Trommlerinnen. Aber auch das muss man überhaupt nicht so sehen, wen man denn diesen ganzen "Zirkus" rein aus Sicht des Konsumenten betrachtet. Der will Unterhaltung, wird dieser Anspruch - wie auch immer bedient - macht der die das Künstler*in ja alles richtig. Im besten Fall fühlt er/sie/es sich dann auch noch wohl dabei.
Beispiel Till Brönner: Der macht halt auch mal 'ne Weihnachts-CD und singt sogar (Gesang ist ja vielleicht auch ein relevanter Faktor bei Rechteverwertungsverteilungszugeldmachideen...). Genau wie Doldinger denn eben auchFilmmusik machte...Umtriebige Gesschäftsperspektive ist vermutlich auch individuell unterschiedlich ausgeprägt.
Jetzt kommt man aber auch zu dem Punkt, wo es um öffentliche Gelder geht. Der Bereich E-Musik ist da traditionell seit Jahzehnten bestens versorgt. Ich hab mal "über Köln" gelesen, dass z.B. die "Oper Köln" pro Konzertkarte mit ...ach ich weiß nicht mehr wieviel, es war jedenfalls ordentlich viel Geld pro Karte...dagegen lag die Subvention für Jazz-Konzerte bei "nem Euro nochwas"....Das wirft natürlich schon Fragen auf...Und hier ist man ja erst seit wenigen Jahren bemüht, auch mal etwas Förderung für die geleistete Arbeit im Kulturbereich zu erhalten. Spielstättenförderung, Projektförderung, Förderung für Ausbildungsmaßnahmen....wenn man sich anschaut, wer z.B. aus Projekten wie Bundesjazz-Orchester bereits hervorgegeangen ist, ist das sehr beachtlich (Till Brönner kam auch über diesen Weg...). Dieses Projekt gibt es seit 1988...
Und wie gesagt, man muss diese ganze Geschichte als gewinnbringend für den gesamten Bereich der U-Musik sehen. Auch diese "Projektförderungs-Geschichte" die ja offizielle für den Bereich "neue Musik" gilt (so glaube ich gerade, umfasst ja neben Jazz auch Rock und Pop. Es wäre ja geradezu diskriminierend, hier nur exklusiv "Jazzer" zu füttern. Es geht insgesamt um den förderungswürdigen Bereich der U-Musik.Wenn man nun mehr Frauen mit ins Boot holt, verbreitert man ganz einfach auch die Aufmerksamkeits-range. Bei 50 % Frauenanteil in der Gesellschaft ist das eine vielversprechende Maßnahme. "Sieh mal eine(r) an...Frauen können ja tatsächlich auch in diesem Bereich (u-Musik) Instrumente spielen und machen da ganz schön tolle Sachen! Das wird dann eben irgendwann in den "Schädeln" als Normalität angesehen werden.
Es ist übrigens kein Geheimnis, dass dieses Thema auch unter "Jazzern" kontrovers diskutiert wird. Schließlich schafft man sich so seine eigene Konkurrenz. Denn weder wird es deshalb mehr Studienplätze geben und auch die Anzahl der Jobs wird zunächst nicht ansteigen...Es haben ja auch nur eine gewisse Anzahl von Männern unterschrieben ( und vielleicht gibt es auch Frauen, die es anders sehen) -
Naja,man könnte der berechtigten Ansicht sein, es wäre der Vorbildcharakter, wenn vermehrt Frauen etwa Jazzdrums spielten, oder aber Professuren als Jazz-Drummerin inne hätten. Um auf diese Weise jungen Frauen Mut zu machen, in diese Richtung zu gehen.
Seien wir mal ehrlich, ich glaube, die meisten Jazz-Dozenten an Musikhochschulen sind (für Jazz-Begriffe) durchschnittlich sehr gute Musiker, aber nicht unbedingt diejenigen, die als stilprägend in die Annalen des Jazz eingehen würden. Das macht auch nichts. Um sehr gute Lehre zu betreiben, muss diejenige den breiten Überblick haben und das Talent, die verschiedensten Stile und solide fortgeschrittene Grundtechniken didaktisch klug vermitteln zu können.
Was den "Vorbildcharakter" angeht, sieht man im Bereich E-Musik doch deutlich, welche Wirkung er entfaltet. Dass hier aber qualitativ keine Mängel bestehen dürfen, ist selbstverständlich im Sinne aller Beteiligten...
Jazz-Dozenten an Hochschulen:
Wie sieht es denn tatsächlich in der Realität aus? Wer sind denn in Deutschland die Stars im Jazz, die ausschließlich als musizierende Künstler ihr Geld verdienen?Ganz oben steht aktuell wohl Till Brönner(Doldinger geht ja so langsam in Rente...beide übrigens engagiert in der "Union deutscher Jazzmusiker")...und dann?
Im Bereich Schlagzeug würde ich Wolfgang Haffner als aktuell noch vermutlich etabliertesten Spieler ansehen?
Ob er aktuell unterrichtet, weiß ich nicht, aber er hätte vermutlich gute Chancen, an einer Hochschule einen guten Job als Dozent zu bekommen. Jonas Burgwinkel aus Köln galt seinerzeit als der jüngste "Jazz-Professor" und spielt wirklich viel und "anerkannt gut" (vielleicht auch irgendwie eine gewollte Strategie, ihm eine gute Ausgangsposition zu verschaffen, um sich sehr intensiv auf "seine Kunst" konzentrieren zu können).
Auch der seit Jahren viel Beachtung findende Pianist Michael Wollny hat z.B "nebenher " noch eine Professorenstelle...Die Szene ist sehr klein und überschaubar. Viele der Hochschul-Dozenten sind auch aktiv spielend unterwegs. Übergeordnete "Stars" gibt es eher nicht.Im Prinzip gilt das aber auch übergreifend für den gesamten Bereich der U-Musik.
Viele der bekannten und gutbeschäftigten Instrumentalisten, die jetzt nicht in der "einen Superband" sind und sich um nichts mehr kümmern müssen, übernehmen auch "Lehrtätigkeit", und sei es auch bloß in Form von "drum-clinics". Da gibt es so einge "Jazz/Pop - studierte", die eben ihre Nische suchen - und da kommt nicht immer nur "Jazz" in Reinkultur heraus... -
...achso, und zum Theme "Vorbildfunktion" (auch dahingehend hatte ich bereits eine interessante Stelle in der "hart aber fair" Sendung verlinkt....kann man aber natürlich auch alles einfach ignorieren)
https://de.wikipedia.org/wiki/…ild-Wahl_bei_Jugendlichen -
Seelanne
Du beharrst weiterhin auf Glaubensbekenntnisse, ohne auch nur eine Quelle für Deine Behauptungen anbieten zu können (Diskriminierung wurde widerlegt? Gläserne Decke wurde widerlegt? )Nochmals darauf aurmerksam zu machen, dass NICHT behauptet wurde, dass es "Diskriminierung" gäbe, macht wohl kaum Sinn...
Trotzdem hoffentlich zum letzten Mal: Es wurde erklärt, sich für die Aufdeckung von Problemfeldern und möglichen Diskriminierungen zu engagieren. Hierzu wird man nun z.B. die Jazzstudie20126 nochmals auf Material prüfen. Außerdem gibt es neuerdings eine "Anlaufstelle", an die sich Frauen mit Problemen in dem Bereich wenden können. Man munkelt, dass es bereits in der Vergangenheit immer wieder mal "Beschwerden" gab, aber es wäre wohl nicht sonderlich klug - im Sinne eines konstruktiven Miteinanders - solche Fälle in solch einer "Erklärung zu benennen.
Kann man ja eigentlich auch nachvollziehen, muss man aber nicht.Zumindest behauptest du jetzt nicht mehr, dass die Zahlen an Musikschulen und bei "Jugend musiziert" für eine gelungene Sozialisation im Bereich u-Musik sprächen.
Die Frage nach dem "warum" ist leicht geklärt. Man erhofft sich primär, Frauen den Weg in diese Richtung besser zu ermöglichen(die Entscheidungshoheit wird selbstverständlich weiterhin beim jeweiligem Individuum liegen). Der Gedanke dahinter beinhaltet die Erwartungshaltung, auf diese Weise eine Bereicherung in musikalischer, kultureller und pädagogischer Hinsicht für die gesamte Gesellschaft zu generieren. Da kann Mann natürlich auch vollkommen entgegengesetzter Meinung sein. Diese Diskussionen haben ja Tradition und sind noch immer nicht abgeschlossen.
Das mit den Zahlen bzgl. der Verdienstmöglichkeiten solltest du nochmal prüfen (Quelle im thread vorhanden). Sehr viele E-MUsikerinnen sind ebenfalls im Bereich von um 12ooo Euro pro Jahr als Freiberufler unterwegs... Die machen es aber trotzdem. Vielleicht kannst du dich dann doch nicht so wirklich in andere Menschen hineinversetzen...
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Wer heute noch ernsthaft Gender-Diskussionen führt, ist ähnlich aus der Zeit gefallen wie jemand, der 2019 die Folgen der Weimarer Republik bekämpfen wollte.Was soll man darauf denn noch entgegnen?
Da wird auch die gemeinsame Erklärung des G20 Gipel 2018 vermutlich nicht helfen.
ZITAT:
Sie verabschiedeten eine Erklärung, in deren Mittelpunkt die Zukunft der Arbeit, die Infrastruktur als Triebkraft der Entwicklung, die nachhaltige Lebensmittelproduktion der Zukunft und die Gleichstellung der Geschlechter standen.
ZITAT ENDE
Quelle:
https://www.consilium.europa.e…nal-summit/2018/11/30-01/U-Musik hat sich, falls jemals eine Diskriminierung stattgefunden hat, ebenso vor Jahrzehnten emanzipiert, nur dass man das mangels fester Strukturen weder effektiv hätte fördern noch evaluieren können.
Zunächst nochmal eine Perspektive auf den Bereich U-Musik:
http://www.musiker-online.com/…en-musik-frauen-die-muse/Bist Du eigentlich darüber informiert, seit wann in Deutschland der Bereich U-Musik überhaupt erst seinen Weg in die verschiedenen "Ausbildungsformen" fand (sowohl als Studienfach, als auch an Musikschulen) und seit wann überhaupt "Fördergelder" für diesen Bereich generiert werden konnten?
Die von mir hier in Zusammanhang gebrachte Unterscheidung zwischen E-Musik und U-Musik zielte ausschließlich darauf ab, auf die extrem unterschiedlichen Grundvoraussetzungen aufmerksam zu machen. E-Musik hat in sämtlichen Belangen einige Jahrzehnte Vorsprung. Es gibt heutzutage die notwendigen weiblichen "Vorbilder" (und die Entwicklung gilt noch immer nicht als abgeschlossen) und auch der Bereich "Ausbildung von Kindern und Jugendlichen" ist wesentlich etablierter und ausgereifter. Es gibt also eine Orientierungshilfe, wie man hier Dinge zum Besseren verändern kann...wenn man den will.
Im Zusammenhang vielleicht polemisch, andererseits ist eben "Sexismus und..." auch immer ein Thema...und statistisch gesehen sind Männer da wohl anfälliger:
http://www.spiegel.de/spiegel/…e-muenchen-a-1207253.html -
Da werden Psychologen aus der Abteilung "Farbdeutung" sicher etwas zu sagen können. Eine rote Krawatte steht ja für etwas. Da denkt sich Mutti denn: "Ach Jungens, ..."

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Wer sagt, mit welcher Begründung, weshalb überall alles paritätisch bestzt sein muß.
Ich lege da in meinem persönlichen Alltag üblicherweise eigentlich kein zwanghaftes Verhalten an den Tag (auch wenn das in diesem thread wegen der "etwas unglücklich verlaufenen Diskussion" vielleicht etwas anders wahrgenommen werden könnte.)
Aber für mehr "Ausgewogenheit" in vielen Bereichen bin ich dann doch schon, auch z.B. wegen solcher Bilder:
https://www.boell.de/de/2016/1…anzig-g20-auf-einen-blick -
Druffnix
Wenn Du meine Beiträge auch nur mit etwas mehr zugewandtem Interesse gelesen hättest - was man sich in einem wirklich an Austausch interessiertem Tun doch erwarten dürfte, würdest Du mir nicht ständig diese dämlichen Unterstellungen reindrücken.
Ich habe formuliert, dass ich an diese Idee glaube. Ich habe klar kommuniziert, dass mir persönlich keine Formen der Diskriminierung bekannt sind. Ich habe formuliert, dass ich in meinem kleinen Bereich Möglichkeiten der Verbesserung sehe, die ICH selbst auch vollziehen kann. (Ich versuche mich also noch mehr zu sensibilisieren). Ich habe aus meiner Erfahrung als Lehrer berichtet, dass keine Unterschiede in dem Alter am Interesse und am Talent an Improvisation erkennbar sind. Ich habe verschiedene Bereiche angesprochen, die deutlich zugunsten dem Bereich E-Musik gestaltet sind. Ich habe mögliche Bereiche genannt, in denen Benachteiligungen denkbar wären.Ich ziehe schlussendlich die Parallele zum Bereich E-Musik, in dem die Entwicklung auf einem besseren Stand ist...und hier im direkten Vergleich sofort die Unterschiede auffallen.Und ab jetzt werde ich auf keine Deiner Beiträge mehr reagieren.

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@
druffnix
Deine Sicht auf diese Dinge (auch im größeren Kontext offensichtlich zu sehen, Stichwort Gender-Soße) bleibt Dir unbenommen.
Wie an anderer Stelle meinerseits bereits attestiert, besteht bei Dir ja grundsätzlich diese gewisse "Haltung" gegenüber dem Bereich Jazz...auch erkennbar im letzten Beitrag. Auch hier hast Du selbstverständlich das Recht, es exakt auf diese Weise zu betrachten.Ich für mich bin einfach froh, mich bei für mich fraglichen Dingen doch etwas konstruktiver in der Auseinandersetzung zu Verhalten, weil ich mir davon mehr Zugang zur jeweiligen Sache verspreche. Das kann und darf aber jeder für sich selbst entscheiden. Du GLAUBST einfach weiterhin sehr stabil, was Du glauben willst. Gegen Glaubensbekentnisse ist bekanntermaßen schwerlich zu argumentieren.
Deien persönliche Haltung zur Entwicklung in der E-Musik wäre dann vielleicht auch noch interessant...Ist da aktuell jetzt bereits genug getan? War vor 10, 50, 100 Jahren bereits genug getan? Kommst Du damit klar, dass trotzdem weiterhin an "Gleichstellung" in dem Bereich gearbeitet wird?
Hier mal der aktuelle Stand der Entwicklung: Man hat nun eine Projektleiterin für das Thema "Gleichstellung" in das Team geholt. Die Daten der Jazzstudie2016 werden nochmals hinsichtlich möglicher Benachteiligungen untersucht.Das kostet bestimmt ein Heidenvermögen, ähnlich wie so Weltraumzeugs oder Bauwerke gemäß Planung fertigstellen oder keine Ahnung wassonstnoch
http://www.u-d-j.de/2019/03/08…llung-von-frauen-im-jazz/
Das von dieser Initiative der gesamte Bereich U-Musik profitieren wird, scheint mir auch nicht so recht "angekommen" zu sein.Gestern lief die hier sicher allseits beliebte Sendung "hart aber fair".
Die Stelle bei 0.49.00 vielleicht interessant im Hinblick auf Rollenvorbilder.Hier aus der Sicht der Tochter eines Astrionauten...
Die Stelle 01.03.50 ist einfach wunderbarst selbsterklärend...Ein Instrument ist ja auch Spielzeugs
https://www1.wdr.de/daserste/h…es-so-wie-immer--102.html
So, ich mach jetzt vermutlich hier Feierabend... -
...so wieder da
trommla
Leider gehst Du nicht wirklich auf die Frage ein, die ich konkret formuluiert habe. Stattdessen verlagerst Du wieder eher zum Allgemeinen hin.
Dass hier im thread niemand in irgendeiner Weise zur Benachteiligung von Frauen beiträgt, ist wohl selbstverständlich. Das unterstellt hier auch niemand, wenn ich das richtig deute. Mir persönlich geht es auch nicht darum, dass Frauen grundsätzlich mehr Geld für ihre Aktivitäten erhalten, denn da kenne ich ganz schlicht die Zahlen nicht.
Aber es geht hier ja vielleicht um Bereich, zu denen wir alle hier keine konkreten Bezugspunkte haben und wo es vielleicht schon zu Situationen gekommen ist, in denen eine Benachteiligung von Frauen "wahrgenommen/empfunden" wurden...Nehmen wir z.B. die Entscheidungen bei einem Vorspiel zu einer Aufnahmeprüfung an einer Hochschule. Da bewerben sich zig Mal mehr Musikantinnen pro Instrument, als tatsächlich Studienplätze zur Verfügung stehen. Oder nehmen wir den Bereich von Projektförderungen...oder den Bereich von Preisverleihungen, oder den Bereich beim Goethe-Institut für eine Konzertreise vorstellig zu werden...diese Bereiche fallen mir jetzt spontan ein, und es mag vermutlich noch mehr geben.
In vielen dieser Bereiche wird es vermutlich ein unausgewogen besetztes Gremium geben, was im Zweifel natürlich für den Ansatz dienen kann, etwas als ungerecht zu empfinden. ( was ja überhaupt nicht so sein muss, aber deshalb macht man sich ja nun auf, diese Situation mal kritischer zu beleuchten.)Am Beispiel E-Musik lässt sich jedenfalls sehr gut erkennen, wie sich da mittlerweile gewisse Voraussetzungen ergebn haben ( die sich ja nach wie vor in einem Entwicklungsprozess befinden) mit eben den nachweislichen Auswirkungen. Das beginnt mit den berühmten "Rollenbildern"...in einigen Quellen hier wurde ja belegt, wie sich die Entwicklung hier z.B bei den "typischen Jungs-Instrumenten" noch immer entwickelt. Auch wird erkennbar, mit welcher Vehemenz sich teilweise mänliche Mitglieder eines Orchesters gegen weibliche Spielerinnen gewehrt haben ( und es teilweise ja noch immer tun). Das geht im Einzelfall sogar so weit, dass mit Austritt aus dem Orchester gedroht wurde und der Schritt wurde sogar vollzogen, wenn ich mich jetzt recht erinnere (Zeitangabe hierzu kann ich nicht machen, aber es ist nicht allzu lange her)
Jedenfalls sind Vorbildfunktionen natürlich wissenschaftlich nachweislich sehr wichtig weil der Sache dienlich(muss man darüber ernsthaft noch diskutieren?). Diese sind in E-Musik mittlerweile wesentlich ausgeprägter vorhanden (Tendenz weiter steigend - interessant auch der internationale Vergleich) und entsprechend wird von Eltern eben erkennbares Talent auch eher gefördert.Dazu "Jugend musiziert"...erst Neuerdings gibt es überhaupt den Bereich u-Musik dort. Namentlich werden 4 Kategorien angeboten: Pop-Gitarre,Pop-Bass,Pop-Gesang,Pop-Schlagzeug. Es wird als Werksliteratur auch Jazz in diesen 4 Kategorien gestattet, aber das jeweilige Programm darf ruhig etwas breiter angelegt sein...Alle anderen Instrumente in dem Bereich - leider Fehlanzeige.
Schaut man sich den Betrieb der Musikschulen an: Auch hier kann sicherlich etwas mehr in dieser Richtung passieren. Das ist aber auch abhängig davon, wie jweiles die Situation vor Ort aussieht. Wenn nun überwiegend Honorarkräfte angestellt sind, die exakt pro geleistete Unterrichtseinheit bezahlt werden, ist das Engagement vielleicht auch geringer, mal bei Kollegen der anderen Instrumente nachtufragen, ob da nicht vielleicht ein aktueller Mitspieler / Mitspielerin vorhanden ist, um da ein kleines Projekt zu starten. Interessant auch die Frage, wer darüber entscheidet, in welchen Instrumenten für den Bereich "E-Musik vs U-Musik" Fetsanstellungen erfolgen und in welchen eben nicht. Da verlagert sich die Entscheidungsebene regelmäßig in den Bereich des verantwortlichen Politikers...
Abschließend nochmal: Ich sehe die Parallelen zur E-Musik und die Voraussetzungen sind dort wesentlich besser. Im Bereich u-Musik werden nun auch konkrete Bemühungen gestartet. Ich finde das gut. -
trommla
Ja, ich sehe da allerdings sehr grundätzlich Dinge anders als Du, was die generellen Bemühungen die "Gleichstellung der Frauen in der Gesellschaft" betrifft. Das ist ja auch grundsätzlich erstmal nicht weiter tragisch. Ich gestehe Dir Deine Meinung zu, ganz unaufgeregt und ohne mich dadurch provoziert zu fühlen. Da die Diskussion um dieses Thema ja auf breiter Ebene in der Gesellschaft geführt wird, sehe ich mich hier auch ganz grundsätzlich nicht wirklich als ein weltfremder und exozischer Phantast.
Alleine die Bemühungen im Bereich der Universitäten zeigen ja, inwiefern doch generell Konsens besteht, hier weiter für "verbesserung" zu sorgen.
Speziell das Thema Musik betreffend, lässt sich ebenfalls seit "eh und je" ein Entwicklungsprozess erkennen. Während sich dieser im Bereich E-Musik schon um einiges weiter fortgeschritten darstellt, wird jetzt versucht, da auch etwas im Befreich U-Musik zu bewirken. Ich sehe hier ganz deutlich ParallelenAuch an Dich also meine Frage, wie Du zu diesen Entwicklungen im Bereich der E-Musik stehst?
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Ich habe eine Frage:
Welchen Vorteil hätte es denn, wenn mehr Frauen Jazz spielten?
Welchen Vorteil hätte es denn, wenn mehr Frauen Schlagzeug spielten, im Jazz oder anderswo?
Hast Du Dich mal mit den vergleichbaren Entwicklungen im Bereich E-MUsik beschäftigt, die durch zahlreiche Quellen hier dargestellt wurden?
Wie stehst Du zu diesen Entwicklungen? Die gesamte Geschichte der Rolle der "Frau in der Musik" (siehe wiki) ist bis zum heutigen Tag ein Entwicklungsprozess...und zu jedem Zeitpunkt gab es "Diskussionen"... -
Seelanne
Du kanst Dich gerne weiterhin in Deinen Tiraden verlieren. Offensichtlich scheinst Du nicht zu merken, dass ich auf diese Strategie nicht anspringe. Ich habe Dir mehrfach sehr konkret dargestellt, in welchem Bezug die Erklärung zur "Gleichstellung..." und die JazzStudie2016 zu sehen sind. Die Formulierung die "Diskriminierung" ist eben NICHT so formuliert, als würden konkrete Bereiche einer Diskriminierung benannt.
Nach NAchweisen für Diskriminierung in der JazzStudie2016 zu suchen muss erfolglos bleiben, weil die Studie dahingehnd nicht angelegt war. -
1. Das Gender-Pamphlet behauptet Diskrimierung von Frauen und verweist auf die Studie. Du hattest das Gleiche zunächst behauptet.
Der einizige Verweis zur JzzStudie12016:
ZITAT:Die Jazzszene ist in Deutschland nach wie vor maßgeblich von Männern
geprägt. Frauen machen laut der Jazzstudie 2016 nur ein Fünftel der
Jazzmusiker*innen in Deutschland aus. Bei der Verteilung auf die
verschiedenen Instrumentengruppen fällt zudem auf, dass nur 12% der
Instrumentalist*innen Frauen sind, dafür aber 86% der Sänger*inne
ZITAT ENDE
Was ich dazu geschrieben habe, liest Du dann bitte auch nochmal. KEINESFALLS habe ich Dich in Deiner Interpretation bestätigt.