Beiträge von drumrumköln


    Das Problem mit dem ständig neuen Input im Unterricht hatte ich auch. Das habe ich erst viel zu spät kapiert und meine Lehrer leider auch nicht. Ich würde trotzdem nicht mit dem Unterricht aufhören, sondern einfach die Zielrichtung genauer und auf ein paar wesentliche Dinge beschränkt vorgeben. Es ist halt schon wichtig, dass es eine Kontrolle und Korrektur gibt. Was in meinem Unterricht auch zu kurz kam war das richtige Üben. Ich hatte und habe immer noch eine schlechte Art und Weise zu Üben. Das wurde nie hinterfragt und korrigiert. Beim nächsten Lehrer werde ich aber genau darauf achten.

    Diese Perspektive verwundert mich und gehört im Falle entsprechender Empfindung schnellstmöglich geklärt. Als Schüler sollte man doch sehr rasch merken, ob man sich durch "zuviel input" überfordert fühlt und zumindest als Erwachsener sollte man das dem Lehrer gegenüber dann auch artikulieren können. Der Lehrer wird ja kein "Abliefern" abverlangen, sondern lediglich mehrere (und notwendige) "Baustellen" anbieten und somit die Eigenverantwortlichkeit des Schülers fördern wollen, was ja eins der zentralen Ziele im Unterricht sein sollte...schließlich will man ja nicht bis zum "Sankt-Nimmerleins-Tag den Lehrer befragen müssen, " Meister, was soll ich in dieser Situation nun machen?"


    Arbeitet man z.B an einem konkreten Musikstück, geht es zunächst darum, einen den Fähigkeiten angemessenen Schlagzeugpart zu erarbeiten.


    Ohne hiermit eine zwingende Reihenfolge festlegen zu wollen geht es dabei dann z.B um:
    - Präzision in der Koordination
    - interne Dynamik und Balance
    - Tempo
    - Timing
    - Sound
    ...und weiß der Kuckuck, was sich am jeweiligen Stück noch erarbeiten lässt.


    Desweiteren kann man sich dann auch noch ganz grundsätzlich mit "genretypischen Varianten" beschäftigen und z.B auch mit "hierzu passender Improvisation" beschäftigen, um ggf. kleinere oder auch größere Soloparts bedienen zu können.


    Im Idealfall wird der Lehrer zu allen Punkten umfangreiches und systematisch nachvollziehbares Material anbieten können. Er wird auch sicherlich Tipps geben können, wie hier sinnvoll vorzugehen ist, wenn nun ganz prioritär das Spielen des Musikstücks im Vordergrund bleibt. Andererseits wird er dem Schüler aber auch den Freiraum lassen, eigene Prioritäten zu setzen. Vielleicht ergeben sich auf diesem Wege dann auch wieder ganz neue Perspektiven, in welche Richtung sich der Unterricht dann als nächstes entwickelt.


    Im besten Fall ist der Lehrer ein achtsamer, sich auf den jeweiligen Schüler einstellender Begleiter. Im schlechtesten Fall ist er der "Chef" der ganz streng "sein System" durchprügeln will.


    Zum Thema "falsches Üben" : Das sollte dem Lehrer aufgrund seiner Erfahrungswerte schnell auffallen. Obwohl er ja die zu absolvierenden Übungen erklärt, dauert es erfahrungsgemäß seine Zeit, bis der Schüler das auch wirklich gut umsetzt.


    An dem Thema arbeitet man ja auch während des Unterrichts. " Ok, wir haben an dieser Stelle nun ein erkennbares Problem. Was ist Deine Idee, wie Du hier vorgehen musst, um Abhilfe zu schaffen?"


    Auch "richtiges und effektives Üben" will schließlich gelernt sein...

    Mit der Force-3007 Snare hast Du doch vermutlich schonmal einen qualitativ richtig guten Ersatz gefunden. Die scheint ja mehrheitlich eher "flach" (Tiefe 5 - 5,5 Zoll?) gewesen zu sein. Mehr als 5,5 dürfte nämlich eventuell mit dem Snareständer der aktuellen Hardware vom Aufbau her problematisch werden, falls der sich nicht tief genug einstellen lässt.
    Beckensatz MCS wäre aus meiner Sicht auch absolut ok für einen 12-jährigen und dürfte gegen die Aldi-Becken eine deutliche Verbesserung darstellen. Bei den üblichen Marken-Einsteigerkomplettkisten (Kategrie : 750,--800,-) sind regelmäßig zumindest preislich weniger wertige Beckensätze dabei, die aber meistens zunächst vollkommen ausreichen. Diese Kisten finden jedenfalls letztlich den Weg in die Kinderzimmer ( oder wohin auch immer...), sonst würden sie nicht in dieser Form und Vielfalt auf dem Markt sein. Ich persönlich habe jedenfalls kein Problem, auch an solchen Kisten sinnvoll zu üben und Spaß zu haben


    Damit hat man dann eine solide Basis (mein Zeugs war damals deutlich schlechter) und man tauscht dann zunächst die Becken aus. Man muss auch nicht zwingend immer in "kompletten Beckensätzen" denken; im Gegenteil taugen mir z.B. häufig einzelne Elemente dieser Sets erben nicht wirklich.


    Der Junge darf und soll ja ruhig lernen, dass Qualität häufig ordentlich viel Geld kostet ( was aber nicht zwingend korreliert, da "guter" Klang sehr unterschiedlich empfunden wird) und dass seine Becken dann wahrscheinlich nicht so gut klingen, wie die seines Lehrers. Pädagogisch kann man das sinnvoll und nützlich einbinden und die Motivation wird es auch nicht ruinieren, nachdem er sich nun lange genug mit dem bisherigen Krempel herumplagt hat. Beim Thomann gibt es übrigens eine Menge soundfiles zu hören und vielleicht kann man den Knaben ja in die Entscheidungsfindung miteinbinden.


    Hihat- und Fußmaschine müsste man prüfen, ebenso das Snarestativ. Solange die Beckenständer nicht umfallen, kann man die nutzen.


    Ob diese Trommelkessel "zur Not" noch irgendwie nutzbar sind...naja, wenn es denn nicht anders geht...

    Talent ist definitiv ein Faktor, der sich auch bei all den tollen Trommlern dieser Welt erkennen lässt. Aber denen ist auch sehr viel Disziplin und Fleiß gemein und DAS ist letztlich auschlaggebend für ihr Können.


    Ich würde den Begriff "Talent" hier im Zusammenhang zunächst auf zumindest 2 unterschiedliche Bereiche anwenden. 1. "Musikalität" und 2. " instrumentaltechnische Begabung".


    Beides ist aber extremst relativ und wird individuell sehr unterschiedlich wahrgenommen. (Z.B extreme-core-metal-doublebassgott vs filigranem Jazztrommler). Beides ist aber bei entsprechender Zielsetzung systematisch erlernbar.


    Das größte Problem für "Späteinsteiger" ist die Hürde, die sie sich selbst auferlegen. Typischerweise quälen sie sich bei jedem neu auftauchenden Problem ( was beim Erlernen eines Instrument ja logischerweise die beständigste Konstante bleibt) mit Selbstzweifeln wie" Bin ich denn nicht eigentlich zu alt für diesen Scheiß...?" Es geht also ganz primär darum, hier die Strategie zu entwickeln" Es dauert eben so lange wie es dauert. Ich will es können - BASTA!"


    Das Problem bei Autodidakten ist häufig, dass sie eben nicht systematisch und effektiv arbeiten und deshalb massig Zeit verlieren bzw. sich einfach überhaupt nicht weiterentwickeln ( was dann natürlich sehr frustrierend ist). Deshalb würde ich ambitionierten Leuten immer einen Lehrer empfehlen. Der sollte in der Lage sein, jeden je nach Arbeitsbereitschaft früher oder später zur "Bandtauglichkeit" zu führen.

    Dann sollte ER sich weiter um die Angelegenheit kümmern. Es gibt täglich neue und absolut brauchbare Angebote. Allerdings gibt es die eierlegende Vollmilchsau zum besten Preis ever ganau einmal. Ob dieses Super-Schnäppchen schon gemacht wurde oder noch gemacht wird....keine Ahnung.
    Jede gebrauchte Einsteigerkiste der renommierten Marken wird (inklusive der jeweiligen Schwachpunkte) eine deutliche Verbesserung zur Aldi-Kiste sein. Aldi bietet häufig gutes Preis/Leistungsverhältnis, aber DIESES Ding gehört leider nicht dazu

    Wenn das mit dem Denken nicht so gut klappt, mach Dich doch irgendwie anders nützlich. Deine zusammenfassende Interpretation meiner Beiträge hier trifft nicht zu....aber egal.


    Ich mixe und schraube am Sound tatsächlich häufiger über "onboard-Chip" und solange ich da höre, dass mein Mix doch eigentlich bitte besser klingen sollte, taugt das für mich. Aber ich bin da offensichtlioch nicht so "der Chef" wie Du...

    Meine "Stacks" gehen dann doch eher in Richtung 20 cm. Wenn ich nun in meinem Raum wegen des "Raumklangs (-krach wäre vielleicht eher passend) die overheads eher möglichst niedrig hängen möchte, klingen meine "gestackten" Splashes durchaus "hervorstechend". Ich bin also darum bemüht, in der oberen Etage alles auf eine Linie zu bringen.


    Ein anderes Problem ist dann noch der Neigungswinkel des Beckens, auf dem ich "stacken" möchte. Die Verlängerung dieses Winkels bedeutet letztlich dann zunächst eine ungünstige Position des Splashes und ich muss also grundsätzlich an der Position des unteren Beckens herumschrauben.


    Das Problem des "zusammen klingens" kenne ich auch und manchmal passt es mir dann auch nicht.


    Mir würden in diesen Fällen einfach ca.3-5cm längere Beckendorne dienen können, die man alternativ am Ende des Beckenarms im Austausch mit dem Original-Beckendorn nutzen könnte.


    Wenn ich kontrolliert spiele, mache ich nix kaputt. Sowas passiert mir nur "im Eifer des Gefechts" , wenn ich also leichtsinnigerweise im Übemodus Sachen probiere und auch die feineren Gerätschaften zu schnell miteinbeziehe. Das bin ich dann aber selbst schuld

    Wenn man sich die Entwicklung des PC in den letzten 25 Jahren anschaut, wundert es mich tatsächlich, dass diese Latenzproblematik mittlerweile nicht intern gelöst ist. Mir fehlt allerdings das technische Verständnis, dies zu ergründen oder gar Lösungsansätze zu bieten.


    Für mich war in den letzten Jahren der Weg vom Masterkeyboard ins Audiointerface das Mittel der Wahl und ich war erstaunt zu hören, dass man parallel einen 2. Weg über irgendeinen usb-port einbinden kann. Für mich irgendwie einfacher nachvollziehbar, wenn sämtlicher Austausch an Daten und Klängen über die Verbindung "Audiointerface-PC" abläuft. Aber ok, wenn es auch anders funktioniert, brauche ich mir keine Gedanken über die Ausgänge an meinem nächsten keyboard zu machen


    Nick74
    Ich nutze Cubase seit Anfang der 90-er Jahre. Damals wurde es noch mittels Disketten im Floppy-Laufwerk installiert. Der PC war ein 386-er oder 486-er. Cubase konnte zunächst ausschließlich Midi (kein VST, kein Audio) und die Verbindung ging vom Midi-out des Masterkeyboards über einen externen Klangerzeuger wie z.B. einen Expander in den Adapter am Gameport der Soundkarte in den Rechner. Man konnte per sys-ex -Spur sogar die Einstellungen (Lautstärke einzelner Spuren,Hall,EQ usw) am Expander als Spur in die Datei "der Kompositionen" abspeichern, um sie bei nächster Gelegenheit vor dem Abspielen zunächst an den Expander zu übermitteln, so dass er sich wieder exakt auf diese Einstellungen einpegelt, bevor die Spuren dann vom Rechner an den Expander geschickt wurden, der diese dann zum Klingen brachte.


    Später wurden dann GM-Chips auf Soundkarten verbaut, die sich direkt über das Keyboard anspielen ließen und tatsächlich würde mir das auch heutzutage bestens dienen, weil ich nicht die Idee habe, meine Klangskizzen im Radio hören zu wollen.
    Würde man die auf diese Weise entsandenen Midifiles dann klanglich per VST-Instrumente veredeln wollen, könnte man das ja trotzdem tun, indem man dann eben die entsprechende Hardware einsetzt.


    Ich brauche definitiv keine Blitzbirne, die mir den Unterschied zwischen Audio und Midi erklärt....aber trotzdem Danke für die Mühe. :D

    Instrumente kosten Geld, Unterricht kostet Geld....es gibt Studien darüber, wer hier überhaupt bereit ist, Geld zu investieren...Auch in diesem Forum liest man immer wieder "Set für Kind gesucht...Budget 354-423 Euros.
    Wenn man mal davon ausgeht, dass es sich um eine Investition handelt, die doch einige Jahre abdeckt und man das Zeugs anschließend immer noch verkaufen kann und parallel mal überlegt, wo man monatlich den ein oder anderen "Zehner" einsparen kann...mir sind diese Zögerlichkeiten regelmäßig eher schleierhaft...


    Ich würde empfehlen, den Lehrer die Ansage machen zu lassen. Er kann die Situation am besten abschätzen und arbeitet dann auch mit den sich ergebenden Konsequenzen. Sich in einem Forum "heiße Tipps" zu holen, bringt nicht wirklich was und macht eher "kirre"...klingt jetzt vielleicht ätzend und doof, ist aber so...

    Ich dachte, eventuell wären aktuelle PCs mittlerweile vielleicht in der Lage, die Latenz-Problematik eigenständig zu lösen...vor allem deshalb, da aktuelle "Midikeyboards" häufig nur noch mit usb-Anschlüssen ausgestattet sind, während Interfaces häufig überhaupt keine entsprechende Anschlussmöglichkeit für diese usb-Varianten bieten. Das ließe sich dann zwar über ein entsprechendes usb-to-midi-Adapterkabel lösen, was aber doch auch nicht wirklich "im Sinne des Erfinders" sein kann....


    Wie bereits erwähnt, kann man in diesen Fällen dann zwar angeblich das keyboard DIREKT mit dem PC verbinden und das ebenfalls eingebundene Audiointerface regelt "den Rest" dadurch, dass man seinen Asio-Treiber in der DAW anwählt, was mir aber intuitiv irgendwie "umständlich" erscheint. IRGENDWANN dürfte ein Audiointerface für diese Art Midi-Nutzung aber doch sicher überflüssig werden...

    Oder dieses Angebot, was sich für mich gut anhört?

    22-er Bassdrum + Hängetom in 12x 10 (meine Einschätzung) ergibt schon eine gewisse Höhe im Aufbau, die eine gewisse Körpergröße voraussetzt. Grundsätzlich spielt auch die "Übe-Umgebung" eine Rolle. In einer kleinen Abstellkammer z.B. wird man auch aus dem besten Set der Welt keinen guten Klang erzeugen können und eher mit viel Abdämpfung arbeiten müssen.

    Wie gesagt, ich bin aktuell noch im Anfangsstadium der Entscheidungsfindung... Masterkeyboard, Digitalpiano, Stagepiano - der Markt ist groß und für mich im Moment noch recht unübersichtlich. Teilweise werden gar keine Midibuchsen mehr bei diesen Geräten verbaut, während Audiointerfaces doch eher noch mehrheitlich AUSSCHLIEßLICH Midi-Eingänge zur diesbezüglichen Verbindung besitzen. Ich habe allerdings jetzt schon "gelernt", daß man im Falle einer Einbindung eines Audiointerfaces wohl trotzdem mit dem keyboard per usb to host direkt in den Rechner gehen kann...Das war mir bislang unbekannt, denn mit meinem alten Masterkeyboard bin ich immer über die Midieingänge des Audiointerfaces in den Rechner gelangt.


    Da irgendwann demnächst dann auch mal ein neues Interface ansteht, will ich gerne so grob einschätzen können, wie was am besten funktioniert. Es wäre natürlich großartig, wenn ich meinen "home-Midi-Krempel" einfach per usb machen könnte - ganz ohne ein zusätzliches Audiointerface... Ich bin aber skeptisch, was eben die Latenzen betrifft.

    Tach Gemeinde,


    auf der Such nach einem neuen "Midi-Keyboard für Cubase" stellt sich mir aktuell folgende Frage: Kann ich den vorhandenen "usb to host" Anschluss mit entsprechendem Kabel direkt mit dem PC verbinden und auf diese Weise in Cubase mehrere Spuren virtueller Instrumente nacheinander einspielen ( z.B 1. Spur = Bass, 2.Spur = Schlagzeug, 3. Spur = Klavier, 4 Spur = Trompete usw usw ), wobei bei jeder neuen Spur die anderen Spuren - ggf. mit entsprechenden Effekten angereichert - gleichzeitig erklingend mitlaufen, oder MUSS ich definitiv ein Audiointerface ZUSÄTZLICH nutzen, weil es sonst Probleme mit "Latenzen" gibt?


    1. man spielt einen groove und untersucht alle Beziehungen der Instrumente untereinander indem man so ähnlich wie beim "autogenen Training" (meine Interpretation!) versucht in sich hineinzufühlen und zwar in der Reihenfolge "sehen - fühlen - hören", zunächst für jedes Instrument einzeln, dann versucht man die unterschiedlichen Beziehungen zu untersuchen, also Zweierbeziehungen (also z.B: Fokussierung nur auf Snare & Hihat oder nur auf Bass Drum & Hithat ...) und danach die Dreierbeziehungen der Instrumente... das kann man mit einem groove gerne über zwei Stunden machen ... man untersucht also bewusst, wie fühlt sich das körperlich an, wie hört es sich an, etc. (mein Lehrer meinte dazu immer: wenn du merkst, dass es groovt und sich gut anhört musst du versuchen das körperliche Gefühl dazu abzuspeichern und zu verinnerlichen, das ist wahrscheinlich ein ähnlicher Ansatz ...)

    Der Teil bedeutet für mich ganz einfach an der Qualität des Tuns zu arbeiten. Zuerst ist da dieses "pattern" was man spielen möchte. Man hat es irgendwo gesehen, gehört oder sich die Notation draufgeschafft. Man versucht also zunächst ganz einfach erstmal die Noten auf die Stellen zu spielen, wo sie hinsollen. Das ist natürlich erst die "halbe Miete" denn das alleine bedeutet noch nicht, dass es gut klingt. Im Idealfall fällt es einem selbst auf. ICH würde denken, dass hier dann das Ohr die erste und entscheidende Kontrollinstanz ist. Wenn man nun den jeweiligen Klang ( zunächst jedes einzelne Instrument, dann den Klang zwei "gleichzeitig" gespielter Instrumente und letztlich dann das gesamte pattern ) bewusst "untersucht" und verbessert hat, DANN kann man sich darauf konzentrieren, wie sich das nun "vom Körper her anfühlt". Es nützt allerdings nicht viel, lediglich dieses Gefühl abzuspeichern, denn auf anderen Instrumenten muss man da dann im Detail doch wieder anders vorgehen, um gut zu klingen. Ein Bop-Set funktioniert eben anders als ein Set in "Männergrößen"....


    Diese Übungen kenne ich ebenfalls, allerdings mit anders formulierter Zielsetzung. Hier geht es dann darum, den schwächeren Extremitäten die üblicherweise vorhandene "Führungs-Extremität" zu entziehen, um so eben eine ausgeprägtere Eigenverantwortung zu erzielen.
    Ein einfaches Beispiel ist ein single-stroke-roll. Üblicherweise lässt er sich mit der stärkeren Führungshand schneller und sauberer spielen, als wenn die schwächere Hand führt. Fortgeschrittener, wenn man z.B. beim paradiddle/ und Abwandlungen plötzlich eine Hand weglässt, während die andere Hand weiterhin "ihre Noten" spielt. Fanatiker können dann auch versuchen, Wilcoxon "andersrum" zu spielen...
    Auch die Übungen, in denen z.B. bei 16th-feel-grooves mit komplexeren bassdrum Notationen und ghostnotes plötzlich die Führungshand auf der Hihat fehlt sind zunächst meistens eine große Herausforderung. Diese " parallelen Abhängigkeiten " gilt es jedenfalls zu reduzieren...


    Viel Spaß mit der neuen Snare jedenfalls :D

    Ich kenne das Buch nicht...


    Wenn 2 Hände gleichzeitig einen Klang auf einer Zählzeit produzieren sollen, sieht man bei Anfängern häufig, dass beide Schläge mit gleicher Intensität ausgeführt werden ( =gleiche Ausholbewegung). Hierbei kann es dann zu einer klanglichen Unausgewogenheit kommen, weil beispielsweise eine laute Kuppe im Verhältnis zur snare zu dominant erscheint.Dieses Problem basiert dann nach meinem Verständnis auf der "parallelen Abhängigkeit", die es dem Autor nach zu überwinden gilt.
    Mögliche Zeitversätze im "klitzekleinst-Bereich", um z.B. ein sehr trockenes Becken und eine "knallhart hochgestimmte snare" zusammen gut klingen zu lassen, mag es geben. Hier entscheidet das Ohr und die dann bestenfalls möglichst unabhängig agierenden Extrimitäten helfen, der gewünschten Klangvorstellung möglichst nah zu kommen. Ob das aber "übbar" ist, wenn man gar nicht mit den entsprechenden Klängen konfrontiert ist...ich habe da Zweifel.
    Mich würden die Übungen des Autors hierzu interessieren. Wahrscheinlich ließe sich seine Idee dann besser nachvollziehen.



    Edit:
    Diese "Nicht-denken-Theorie" kann aber auch nur in den Situationen funktionieren, in denen z.B ein Musikstück oder ein Solo zu 100% eingeübt wird und man vorab jede Note kennt, die man spielen wird.


    Imrovisation kann so aber z.B nicht funktionieren, denn man muss ständig überlegen und Entscheidungen treffen, in welche "Richtung" man sich als nächstes bewegt bzw. man muss auf die Aktion des Mitmusikers reagieren....Hier gilt dann doch eher das Prinzip : "Hören und (bewusst) handeln."

    Falls ich es richtig verstehe, gehts um die interne Balance. Hierfür ist die Unabhängikeit der Extremitäten notwendig. Spielt man z.B. Hihat und Snare gleichzeit, sollte es möglich sein, die Intensität dieser 2 Schläge mit den Händen bewusst unterschiedlich laut/leise gestalten können.


    Eine Übung hierfür ist z.B hihat, bassdrum, snare und Becken gleichzeitig zu spielen und sich auf ein Lautstärkeniveau einzupegeln. Zählweise z.B Achtel. Nun spielt man diese Achtel durchgehend und spielt auf einem der beteiligten Instrumente ein crescendo/ decrescendo über 2 Takte, während die anderen Instrumente unverändert gleichbleibend klingen.
    In den nächsten 2 Takten macht man das mit dem nächsten Instrument. Mit etwas Kreativität lassen sich dann auch schnell andere Übungen erfinden, in denen z.B mit unterschiedlichen Notenwerten agiert wird.