Beiträge von drumrumköln

    :thumbsup:


    Ok, letzter Versuch:
    Früher habe ich den kleinen Schülern ein lead-sheet auf den Ständer gepackt und die notierten Stellen vorgespielt. Sie konnten dann die Stücke gut spielen und schauten auch auf den Zettel und spielten alles richtig.


    Packte ich den Zettel nach einigen Monaten mal wieder aus, um irgendwas aktuelles auf diese Musik zu üben, starrten sie Löcher an den ausnotierten Stellen in den Zettel und flehten"Ähh, nochmal zeigen bitte."
    Ich habe ab dieser Zeit dann etwas mehr "eigenständiges Mitdenken" gefordert (natürlich immer individuell angepasst) und seitdem klappt das viel besser.

    Das Schwierigkeitsniveau zw. den hier offen liegenden Notenblätter ist eigentlich ziemlich gleich.Klar ist Akzentsetzung ein schweres Karpitel,aber 16tel mit Akzentuierung kommt eigentlich schon direkt nachdem man gelernt hat 16tel zu spielen.Wollte auch nur den Weg vom einfachen zum komplexen aufzeigen.Und damit deutlich machen,dass da Parallelen bestehen zw. den einzelnen Notenblättern.Nehme ich die Akzente und die Ghostnots weg so sieht das genau so ,bzw, ähnlich aus wie in der letzten Zeile in Takt 5 und 6.Nur das ich den Wechsel zw. Bassdrum und Snare in einer Dreierguppe notiert hab.Eben eine Variation davon.

    das Thema 16-tel kann aber auch zunächst mal bedeuten, die verschiedenen 16-tel Gruppen (alle vier 16tel pro Viertel, nur 3 16tel pro Viertel, 2-16tel pro Viertel) in verschiedenen Kombinationen als Fills über ein Set zu verteilen, wobei man durchaus als System etablieren kann, zunächst immer nur die Viertel als Hauptakzent zu nutzen. Das trainiert Bewegungsabläufe und fördert "groove-Verständnis". Diese Dinger als Fill- Abschluss von 4 oder 8 taktigen Phrasen, später dann begleitend zur Musik eingesetzt und überzeugend dargeboten...das dauert schon ne Weile, bis das sitzt. Aber wie gesagt, jeder wie er meint.

    @ drumrumköln
    ich versteh was du meinst. Ich fass nicht als Überzeugungsversuch auf, sondern als ein mögliches berechtigtes Argument.
    Ums kurz machen wir alle kenne doch in der Regel viele schöne muskikalische Bands.
    Die sicherlich die unterschidelichsten Wege, sicherlich schwierigere aber auch leichtere Wege gegangen sind.


    In diesem thread geht es grundsätzlich ja um "üben". Und da gibt es eben schon so einigermaßen Standards, wie man da im Sinne von "Ausbildung" herangeht. Hier gleich zu sagen "Eigentlich muss man ja nur wissen, was mit den Noten "eigentlich" gemeint ist, indem man die Notation irgendwie mal zu Gehör bringt (technische Hilfsmittel nutzend)...und anschließend macht man dann möglichst schnell noch "etwas Eigenes" daraus...verfehlt letztlich das Ziel doch nicht unerheblich. Und wenn da jemand so unsicher ist, wie der TS, sollte zumindest darauf hingewiesen werden.


    "Jazz-Konzerte" dürften sehr grundsätzlich die größte Variationsbreite im Vergleich zur CD bieten und je mehr man "kann", desto leichter fällt es bzw. desto mehr Spaß hat man bzw. desto mehr strebt man genau diese "Abenteuer" an.
    Nach meiner Erfahrung sprechen meistens Leute von "sich die Zähne ausbeißen,...den Spaß an der Sache verlieren...usw.", die es kaum ansatzweise probiert haben, tatsächlich mal diesen Weg zu gehen. Und eigentlich ist es doch egal, welche Musik man spielt. Wissen und Können kann ja grundsätzlich nicht schaden - ganz im Gegenteil lässt es sich "gewinnbringend im Sinne der Kunst" nutzen.
    Aber wie gesagt, letztlich trifft hier jeder die eigene Entscheidung...

    Für mich ist das Gehör und hören das wichtigste überhaupt.
    Selbst die beruflich ausgebildetenn Voll Profis, werden wenn sii alles Theoretische beherrschen.
    Immer wieder mit Feinheiten, wie neulich ähnlich auch in dem blutigen TrommlerfilFilm, korregiert.


    Du meinst vermutlich "Whiplash"...und klar, vom Prinzip her wird dort gezeigt, wie ein durchaus "üblicher" Weg verläuft (wenn auch etwas verzerrt im Film dargestellt). In den "Anfangsjahren" bolzen viele ambitionierte Leute meistens sehr viel Technik und lernen dann im Laufe der Jahre, das Zeugs immer musikalischer einzusetzen. Das hängt dann aber damit zusammen, dass sie eben aufgrund ihrer bis dahin erworbenen Fähigkeiten überhaupt erst in die Lage versetzt werden, mit ähnlich ambitionierten Leuten zusammenzuspielen. Und grundsätzlich gibts auch Ansätze, in denen zu Anfang vielleicht nicht das Höchstmaß an Technik vorhanden ist, dafür aber mehr Musikalität. Antonio Sanchez ist z.B. einer der Technikbolzer - da gibt es ein interessantes Video, wo er darüber erzählt.
    Gleich zu Anfang aber den kompletten Technik-Theorie-Teil zu überspringen dürfte regelmäßig nicht dazu führen, in diesen Ligen mitspielen zu können. Aber ich will hier niemanden von nix überzeugen...

    die kreise für offene hihat schauen meist anders aus, und ich glaub auch nicht, dass es das in diesem beispiel mit den dreieckerln sein soll.
    Deutlich höheres Niveau? Hm. Bestreit ich jetzt mal, die Dreierverschiebung hab ich auch schon vor etlichen Wochen im Unterricht gehabt, und ich bin ja noch im ziemlich niedrigen Niveau angesiedelt. Das sind noch die easycheesy Akzentübungen...


    Ich weiß natürlich nicht, wieviel unterschiedliche Kreise Du über der hihat schon gesehen hast. Aber tatsächlich scheint Kreis und Dreieck hier für rechte Hand/linke Hand zu stehen.
    Übung 1 zeigt also eine Dreierverschiebung auf 16-tel Basis der Hände. Rechte Hand wird auf jedem Akzent mit bassdrum unterstützt. Irritirend finde ich die auf Vierteln getretene hihat (sofern ich es richtig interpretiere) und vermute deshalb, dass die RECHTE* Hand nicht auf dieser hihat spielen soll (sondern auf dem Becken)?



    Ausgehend vom Notenblatt des TS (und entsprechender Fragestellungen) weiß ich nicht, was man auf diesem Niveau schon mit 3-er Verschiebungen anstellen soll. Da lassen sich zunächst doch noch einige andere Übungen gestalten, die näher am aktuellen Niveau sind / mir persönlich tauglicher erscheinen...aber natürlich kann ja jeder meinen was er glaubt.


    Edit sieht jetzt lexicon76s erklärung zu den Zeichen...
    * Edit 2: Es mus natürlich RECHTE Hand heißen (zumindest aus Rechtshänder-Perspektive)

    Arbeit ist eben manchmal auch nervend und anstrengend. Deswegen ist es ja auch nicht unüblich, sich da vermeintlich "leichtere Wege" zu suchen. Andererseits dauern diese Arbeiten ja auch nicht ewig bevor man die ersten Fortschritte bemerkt - WENN man sich eben auch wirklich darauf einlässt. Und das Gehör (und auch das Gefühl) ist selbstverständlich von Beginn an Teil des Prozesses.

    Kreise über der Hihat werden wahrscheinlich bedeuten, dass die Hihat an dieser Stelle offen klingen soll. Schlagzeugnotation ist nicht einheitlich geregelt und normalerweise gibts in jedem Buch eine Legende, in der die verwendete Noatation erklärt wird. Die Bilder von Lexicon75 beschäftigen sich mit 3-er Gruppierung und entsprechender Akzentuierung (im ersten Bild die Hihat betreffend) - im Gegensatz zum TS-Notenblatt also auf deutlich höherem Niveau. Insofern würde ich da vielleicht nicht mit diesem Zeugs fortsetzen.

    Ich finde wenn ich es höre, fällt es mir leichter es nachzuspielen.


    Zum Bsp. bei der letzten Reihe auf dem Notenblatt habe ich es einfach nicht hinbekommen es mit dem richtigen Timeing zu spielen mehrfach probiert und fast verzweifelt, auch ganz langsam kam ich nicht klar.


    Als ich es dann gehört habe ging es.


    Natürlich hilft es sehr, eine Notation auch hören zu können. Macht die Sache gleich viel schneller nachvollziehbar. Aber irgendwie solls ja darum gehen, irgendwann mal Notationen nur vom Blatt her umzusetzen. Und das ist eben Übungssache und im besten Fall gibts dann auch noch eine Kontrollinstanz...notierte Zählzeiten auf die richtigen Instrumente zu hauen ist ja nur ein Teil des Ganzen...
    Mir gut nachvollziehbar, dass die letzte Zeile Probleme bereitet, da hier eben die Snare auf dem 16tel vor der 2 anstatt AUF der 2 gespielt werden soll. Bis zu dieser Zeile finde ich den Zettel nachvollziehbar, an der Stelle würde ich idealerweise etwas anderes als "nächsten Schritt" wählen.
    Die Frage ist überhaupt, WIE das Zeugs denn klingen soll, da ja keine Akzentuierungen notiert sind. 2 + 4 als eher lauten backbeat auf der snare ist als wahrscheinlich zu vermuten. Wie genau soll aber die Hihat z.B. gespielt werden? Wie sollen die Noten auf der snare gespielt werden, die nicht auf 2 und 4 liegen? Der Zettel alleine bietet so einige Unklarheiten und diese pattern lassen sich trotzdem alle Noten wie notiert gespielt werden sehr unterscheidbar zum Klingen bringen.


    Also ich persönlich geh lieber Anders an die Sache ran, also bitte nicht als allgemeingültig und vor allem Richtig ansehen.
    Wie schon erwähnt kann ich nicht mit Laut Zählen, allgemein mit Zählen.


    Ich brauch was klingendes einigermaßen im Fluss als wahrnehmbare Einheit mit ergebenden Sinn (Ziel) im Zusammenhang.
    Auch wenns nicht ganz korrekt fehlerfrei fließt und sich anhört. Schwierig zu erklären in Worte zu Fassen.


    Wenn man sich die "Chefs" so anschaut, dann können die doch alle ihr Zeugs bei entsprechenden Demonstrationen auch "auszählen". Das ist auch kein besonderes Talent, sondern basiert ganz einfach auf "Übung".
    "Zählen können" ist ein sehr nützliches Werkzeug und man kann damit sehr viel "herumspielen". Es ist für Anfänger sicher nicht verkehrt, das jeweilige Raster der kleinsten vorkommenden Einheit in einem pattern komplett durchzuzählen. Das in langsam und konzentriert bietet hohe Wahrscheinlichkeit, tatsächlich auch die richtigen Stellen sauber zu treffen. Hat man das pattern dan verinnerlicht, kann man auch auf andere Zählzeiten zählen, bis hin zu "Zählungen", die auf irgendwelchen "off-Noten" sitzen. Z.B. das triolische Achtel vor jedem Viertel oder ein Sechzehntel vor jedem Viertel. All diese Übungen stabilisieren die innere Uhr, wenn man es denn ernsthaft übt.
    Daneben gibts natürlich auch "musikalisch anmutendere" Übungen in Sachen "zusätzlich mit Stimme" arbeiten. Wenn man darin fit ist, kann man vielleicht mal sowas wie Minnemann...

    Moin,
    ich mache die Erfahrung, dass ich Figuren (kurze Notenfolgen), die ich immer wieder geübt habe nicht nur besser lesen kann - nicht mühsam Note für Note (Buchstaben) entziffern muss und stattdessen direkt die Figuren (Worte) erkenne - auch zunehmend besser heraushöre. Dadurch, dass ich diese Figuren so oft bewusst und z.T. auch isoliert wahrgenommen habe, so dass sich der Klang dieser Notenfolge tief im Gedächtnis verankert hat, wird beim hören einer dieser Figuren "das entsprechende Notenbild gleich mitgeliefert". Ich hoffe man versteht was ich meine.
    Ich finde auch, dass Tabs eine elende Krücke sind. Sie können nicht soviel Information wie eine klassische Notation mitliefern, sind aber meiner Meinung nach weniger flüssig zu lesen und stellen Figuren nicht so gut erkennbar dar. Das liegt vielleicht daran, dass ich nicht im lesen von Tabs geübt bin.
    Grüsse


    Buchstaben, Worte, Sätze, Geschichte...das ist soweit ja eine geläufige Theorie, die mir ebenfalls plausibel taugt. An "Visualisierung" glaubte ich auch mal 'ne zeitlang, bemerkte für mich dann aber doch, dass ich bei der Notation von gewissen Bausteinen in Abwandlungen die Instrumentierung betreffend dann doch immer wieder Fehler machte und mich dann doch jeweils besser konzentrieren und nachdenken musste und verwarf für mich diesen ganzheitlichen Ansatz, dass alles sogeich hör-,spiel- und schreibbar sein müsse.
    Tabs sind letztlich auch nur ein Notensystem...ich mag auch lieber "richtige Noten" lesen, vor allem weil in Tabs häufig genug "komisches Zeugs" steht ( in Noten natürlich auch, aber subjektiv-selektive Wahrnehmung ist eben auch ein Faktor").

    Hier mal meine Meinung in meinem Blog-Artikel zum Thema Talent:


    https://www.florian-drums.com/…-um-schlagzeug-zu-lernen/

    Den jungen Tony Royster jr empfinde ich schon als extremst außergewöhnlich talentiert und ich bin davon überzeugt, dass wenn er sich von Anbeginn in einer großen Gruppe von Kindern unter gleichen Voraussetzungen entwickelt hätte, er ziemlich sicher sehrsehrsehr weit oben zum Zeitpunkt seines Auftritts beim MD Festival befunden hätte. Auch dann, wenn in dieser Grupe einige Kinder noch mehr geübt hätten als er.
    Was er da bereits an Fähigkeit in Sachen Motorik und Koordination abruft, aber auch seine Musikalität (wenn auch "nur" innerhalb eines solistischen Tuns) ist schon extrem bemerkenswert und wird mit "einem Solo dieser Art" sicher auch für viele deutlich ältere Spieler mit mehr Übestunden eine riesige Herausforderung darstellen (obwohl die vielleicht/wahrscheinlich bereits "breiter" aufgestellt sein mögen, was "die Musik" insgesamt betrifft).
    Der kleine Trommler war zu diesem Zeitpunkt dann aber "schon" nahe an 13 Jahren und seine Ansage vor dem Solo erscheint doch bereits recht selbstsicher und -bewusst.


    Jetzt kommt aber dieser "kleine Mann" hier...der Legende nach ein Autodidakt und mir ist auch kein "Ausbildungsprogramm denkbar, dass ein Kind in diesem Alter auf dieses Niveau katapultieren könnte. Deshalb wird man auch kaum Vergleichbares finden. Für mich geht das irgendwie schon in Richtung "starkes Argument FÜR einen Gottesbeweis"... :thumbsup:
    Das Konzert ist von seiner ersten Ansage bis zum Ende einfach nur unpackbar...
    https://www.youtube.com/watch?v=PZS9SyDiSFw

    Ich für meinen Teil bezwecke keinesfalls ein "ausreden". Man muss als musizierender Mensch ja nicht anstreben, ein virtuoser Instrumentalist zu werden, und selbst das kann vielleicht auch als Autodidakt gelingen. Hauptsache Mensch beschäftigt sich mit Musik. Nach meiner Erfahrung bewirkt das sehr häufig sehr Positives. Aber auch das ist (leider) nicht zwingende Folgeerscheinung. :D


    Edit meint noch, dass man mit Glück und/oder Engagemant auch an einen Lehrer geraten kann, der nicht nur die Euros im Sinn hat - weil er einfach Spaß dran hat, mit ambitionierten Leuten zu arbeiten. Und solange der/die SchülerIn nicht die fettere Karre, das teurere Equipment und einfach alles in teurer hat, wird man sich über den Preis schon einig werden.

    Die meisten "Chefs" unter den Instrumentalisten, die ich sehr bewundere, haben jedenfalls eine Menge an Ausbildung mitbekommen.
    Zum Thema Doublebass: Als mittlerweile auch leicht über 30 sagt mein reaktionärer Anteil in mir "Nein, zuerst wird mal mit einer bassdrum geübt". Der nicht vernünftig werden wollende Anteil sagt "Bullshit, wenn das Interesse daran doch da ist, SOFORT integrieren. Mit entsprechend kluger Herangehensweise kann das nur nützlich sein."
    "Klug üben" ist wohl genau wie "gut spielen" eine Kunst. Auch daran kann man wohl noch immer weiter rumfeilen.


    "Amsterdam" hätte ich mal als "Dreiergruppe" interpretiert, die am Set als triolisch bzw verdoppelt als Sechstole im Sinne von z.B. "tagiditagidipaff" (1x tagidi entspricht einem "Amsterdam") umgesetzt werden kann. Mit "musikalisch sprechen lernen" befasssen sich wohl vor allem singende Menschen. Und da klappt es ja auch regelmäßig. Da aber auch bei jedem Instrumentalisten die Idee seines Tuns im Kopf entsteht und die meisten Menschen zunächst im Sprechen/Singen geübter sind, als eine Klangvorstellung - insbesondere den rhythmischen Aspekt betreffend - mit Händen und Füßen umzusetzen, halte ich den Ansatz "Singen" auch für sehr nützlich. Ob nun lautmalerisch oder tatsächlich die Silben der jeweils gedachten Mikrotime, kommt auf die Situation an. Zusätzlich kann man dann auch noch den Körper durch mehr oder weniger komplexe Klatsch und Stampfeinlagen involvieren. Im Gegensatz dazu sehe ich z.B. Schlagzeuger, die mit verkrampften oder teilnahmslosen Körpern versuchen, sound und groove ausschließlich mit Händen und Füßen erzeugen wollen. Ich bin jedenfalls ziemlich überzeugt davon, dass "singen und Zeugs" gut hilft.
    https://www.youtube.com/watch?v=1u37-MmecQE

    Ihr spielt Standards, die es in zig Variationen von den verschiedensten Legenden aus verschiedenen Epochen in unterschiedlichsten Variationen zu finden gibt. Wichtig ist zunächst, dass eine gemeinsame Spielidee vom jeweiligen Stück als Grundlage dient. Also wäre es sicher hilfreich, auch immer wieder gemeinsam Eure Aufnahmen anzuhören und Euch über die verschiedenen parts auszutauschen um die sicher noch teilweise unterschiedlichen Ideen-Ansätze in verschiedenen Momenten noch besser zu harmonisieren.


    Was bei den Superleuten eben neben der spontanen Kreativität heraussticht, ist das hohe technische Niveau - was aber nicht gleichbedeutend ist, in jeder Situation auch immer die komplexeste Umsetzung im Sinne von super-virtuos demonstrieren zu müssen. Auch das Gegenteil, nämlich die vermeintlich super-einfachen Sachen zum Klingen zu bringen, ist eine Kunst, an der man hart arbeiten kann/muss.
    Hieraus resultiert dann eine weitere wichtige Qualität, nämlich alles als absolut bewusst&kontrolliert aussehen und klingen zu lassen, was bei improvisierter Musik eben doch viel schwieriger ist als bei zuvor komplett eingeübten Musikstücken.


    Bevor man in der Lage ist, in jeder Situation überzeugend routiniert wirkend auf alle erdenklichen Situationen immer genial passend reagieren zu können (vermutlich der nie erreichbare Wunschtraum jedes Spielers), ist es sicher hilfreich, die verschiedenen parts etwas konkreter gemeinsam einzuüben und vielleicht auch an Details gemeinsam rumzufeilen. Man kan auch mal probieren, sich gemeinsam an unterschiedlichen Aufnahmen zu orientieren und versuchen, die jeweilige Stilistik nachzuahmen. Auch hieraus können wieder ganz neue Ideen entstehen.


    Als Trommler würde ich mich zunächst mal immer am Bass orientieren und comping-Zeugs so üben, dass ich klar unterscheidbar auf eher offenes "half-time-feel" bzw. "walking bass" reagieren kann, wenn ich es so will.


    Ihr seid jedenfalls erkennbar eine ambitionierte Truppe und da wird sicher noch Einiges gehen...


    Hier mal ein bisschen Inspiration von einigen Könnern, die mit "softly..." ein bisschen rumgespielt haben. Der letzte link zeigt Ari Hoenig in mal wieder "typisch abgedreht krass"


    https://www.youtube.com/watch?v=e57F_Rm3xI4


    https://www.youtube.com/watch?v=ZY_byFYO8Fo
    https://www.youtube.com/watch?v=zTqRFaR5z84


    https://www.youtube.com/watch?v=zmV8RJDJdNw


    https://www.youtube.com/watch?v=GSLdcEaUOJ0


    https://www.youtube.com/watch?v=n28PXzrCpwA

    Ich hatte früher auch immer "Übe-Sets" im jeweiligen Zuhause. Irgendein Kickpad (da eher laut nochmals auf leise modifiziert) eine snare und rototoms mit diversen Matten (ausgeschnitten aus pvc-Verlegeböden) obenauf dann ein snarepad, 2 Becken + hihat (ebenfalls mit pvc-matten + ggf. Stoff in Form von z.B. sweat-shirt).
    Für Besen konnte ich bei allen Spielflächen die glatten Seiten der pvc-Stücke (hier dann auch für Becken und hihat) nach oben drehen und hatte somit eigentlich das realistischste Spielgefühl.
    Mit Sticks bespielte ich eher die weicheren Unterseiten bzw. Stoffflächen. Natürlich spielt man das nicht 1 tzu 1 wie ein Set im Proberaum (was ich zumeist ja zusätzlich noch hatte). Vor allem habe ich hier keine "schnellen und dichten rolls über snare und toms geübt und überhaupt waren generell eher die unteren Dynamikstufen inkl. heel-down bei dem kickpad angesagt. Aber auch das übt ja in gewisser Weise die Kontrolle, auch wenn es sich nicht direkt durch klangliche Reaktion überprüfen lässt (hier nutzt dann eben der fortwährende Abgleich am Set im Proberaum).
    Oberste Priorität war immer die beschwerdefreie Nachbarschaft. Mir hat das so als Ergänzung sehr gut getaugt.

    Und gut produzierte Musik will ich so hören wie sie gemacht ist.


    Und genau hier sehe ich noch eine weitere Hürde. Mir ist ja noch vorstellbar, wenn man selbst von der Aufnahme über Mix bis Master an verschiedenen Codierungen beteiligt war, (letztlich doch eher "kleine"? ) Unterschiede wahrnehmen zu können. Aber bei den Möglichkeiten, die dieser ganze Klangbearbeitungsprozess heutzutage bietet und den unterschiedlichen Vorlieben die es ja offensichtlich gibt, wenn man denn mal verschiedene Aufnahmen eines Genres vergleicht...
    Bei absolutem "Fremdmaterial" kann ich mir nur äußerst schwer vorstellen, dass da einer das goldene Ohr hat und zielsicher behaupten kann, um welche Art Abspielquelle es sich nun handelt.
    Mit einer amtlichen "Testsignalquelle", mit der man sich lange und intensiv in den verschiedensten Formaten beschäftigt hat vielleicht denkbar.... aber bei "handelsüblicher Musik"?

    Soweit ich weiß, gab es doch schon immer wieder diese "mp3 Blindtests" und es stellte sich jedesmal heraus, dass ab einer bestimmten bitrate nicht wirklich Unterschiede deutlich wurden. Die "Ummodel-Technik" ist zusätzlich ja auch immer besser geworden. Dann wäre noch die Frage, ob man über Kopfhörer abhört oder Hifi-Anlage bzw Studiomonitore. So lange man da nicht im nach Ausmessungen Akustik-perfektioniertem Raum sitzt, dürfte sich diesbezüglich "Fehlklang" wesentlich deutlicher auswirken.
    Mir reicht es allerdings auch ganz grundsätzlich, alles sauber und differenziert heraushören zu können. Es gibt ja diese Unterscheidung zwischen "Goldohren" und "Holzohren", und da bin ich wohl sicher eher "Holzohr". Mir taugt da bereits so manche "youtube-Qualität" und wenn ich das mit "alten Aufnahmen" aus vielleicht noch 1990-er Jahre vergleiche....hmmm
    Z.B.


    https://www.youtube.com/watch?v=4p7terK_udw
    oder dies hier
    https://www.youtube.com/watch?v=rvCiAZCbNdo
    Natürlich kann ich mit dem Wissen, hier nicht die Originalquelle in Reinkultur zu hören ins Zweifeln geraten...wie in so vielen anderen Dingen auch.