Beiträge von m_tree

    Du meinst sicher einen "closed roll" bzw. Presswirbel mit mindestens 2 Rebounds pro Schlag. Das ist schon recht speziell und auch anspruchsvoll (wenn's sauber sein soll).

    Wenn ich in der Praxis mit Rebound bzw. Rolls spiele, dann eigentlich immer nur mit Doubles. Auch bei Snarewirbeln.


    Hatte mich durch das Buch "Stick control" in letzter Zeit öfter mit closed rolls beschäftigt. Krieg ich hin, aber ist nicht so mein Ding.


    Ansonsten hatte ich meine Zählweise ja schon angesprochen und kann mich da Mattmatt anschließen.

    Von verlöteten Kupferdrähten gehe ich aus ...


    Ansonsten schirmt die symmetrische Übertragung selbst schon ganz gut.

    Habe allerdings festgestellt, dass es sich lohnt die Mikrofonkabel von Stromkabeln fernzuhalten. Wobei diese Einstreuungen auch nur unter Laborbedingungen hörbar waren.


    *Hust* Soll ich jetzt lachen oder weinen?... :/

    Uff, wenn der Kommentar ernst gemeint war weiß man ja, worum es bei dir so geht.


    Das teuerste Kabel bringt einem nix, wenn bspw. die Snare kacke klingt, die Performance wackelt und im Mix geschlampt wird.

    Die Snare ist mit Abstand das lauteste und durchsetzungsfähigste Instrument am Schlagzeug, dass gleichzeitig die größten Dynamikstufen hat.

    Im Regelfall, ja. Kommt aber letztendlich auf sehr viele Faktoren an. Allen voran die Spielweise, aber auch die Wahl der Instrumente (Trommeln, Becken), die Felle, deren Stimmung und ggf. Dämpfung.


    Nicht außer Acht lassen sollte man dabei auch, dass Overheads meistens weiter von der Snare entfernt sind als von den anderen Bestandteilen wie Toms und Becken. Das hängt mit der Höhe der Elemente und der Position der OHs über dem Set zusammen. Zeigen die Overheads als Richtmikrofone (typischerweise Niere) außerdem nicht direkt auf die Snare, wird diese noch mal verhältnismäßig leiser und auch weniger brillant.


    Weiter geht's mit der Nachbearbeitung:

    Laute Snares stechen mit den Transienten auch entsprechend aus der Wellenform raus, triggern Kompressoren also auch stärker und müssen beim Verdichten und Trimmen auf Lautstärke auch stärker geschliffen werden.


    Hat man kein eigenständiges Snare-Mikro und hebt dann noch Höhen auf den Overheads an, kann das auch zu einer im Endergebnis zu leisen Snare führen. Auch wenn diese vor der Aufnahme eigentlich laut genug war.

    tontechnischen Königsdisziplin Schlagzeug

    Ähem, schon mal bei einem großen Orchester am Mischpult gestanden? Einen undisziplinierten Kinderchor beschallt? Das Zerkrümeln von trockenem Brot fürs zahlreiche Publikum hörbar gemacht? Lallende Ehrengäste kurz nach dem letzten Schlaganfall? Einen zwölfköpfigen Chor, auf dem Boden liegend unter dem Rock der Solistin?

    Ok, Schlagzeug ist eine der komplizierteren tontechnischen "Disziplinen" - sagen wir es so. Definitiv die Aufwändigste im modernen Rockbereich.

    Hab auch Erfahrung mit der Aufnahme und dem Mix anderer Instrumente und Gesang. Aber Livetechnik mach ich sowieso nicht - da hab ich selber Termine als Drummer.


    Ich finde die Art und Weise deiner Reaktion übrigens nicht zielführend. Letztendlich ist das nur ein Zitat - die Bezeichnung "Königsdisziplin" für die tontechnische Umsetzung eines Akustikschlagzeugs ist nicht auf meinem Mist gewachsen.

    Und wenn du dir meine Aufnahmen (Youtube) mal anhörst, wirst du wissen, dass das für mich mittlerweile easy going ist.


    Davon abgesehen geht's hier auch gerade nur ums Schlagzeug :/

    Bedenke auch, du brauchst Kabel, Interface, Ständer etc.

    Richtig. Und zwar GUTE Kabel. Sonst nützen dir die besten Mikros wenig. Und GUTE Ständer, sonst fällt alles schnell auseinander. Dann muss man wieder Mikros neu kaufen. Will man ja nicht.


    Und einen Mischpult brauchst du auch...

    Den Sarkasmus finde ich hier fehl am Platz. Kabel und Mikrostative müssen halt auch besorgt werden und von Interface bzw. Pult war hier noch gar nicht die Rede.

    Und hier geht's auch nicht um Gitarren- oder Hifiboxen-Kabel, wo solche Sprüche mitunter vielleicht angebracht wären.


    Bei den Kabeln geht's übrigens vor allem um die Stecker. Die symmetrische Übertragung mit den geringen Pegeln von Mikrofonsignalen verlangt den Kabeln an sich nicht viel ab. Aber ein paar Fußtritte sollten sie schon verkraften ...


    ich unterstütze die These "weniger ist mehr", was die Quantität betrifft dann, wenn es um Klassik, Jazz und old school geht.

    Wenn es modern sein soll, kommt man um einen größeren Aufwand nicht herum. Es sei denn, man ist ganz modern, weil

    das ist dann ja wieder retro.

    Auch wenn es modern sein soll, hilft bei der tontechnischen Königsdisziplin Schlagzeug trotzdem nur "klein anfangen", wenn man keine Ahnung hat. Das nötige Equipment für einen modernen Sound bringt nichts, wenn das nötige Know How fehlt.

    Auf Kondensatormikrofone bezogen sind Kleinmembraner halt in gleichen Qualitätsstufen günstiger als Großmenbraner bzw. Großmembraner teurer, wenn man was vernünftiges will.


    Für den Anfang mit dem genannten Budget nicht der Rede wert, denke ich.


    SM57 gefallen mir an Snares auch gut (auch unten am Teppich), an Toms eher weniger. Da sind die mir zu mager - zumal ich alle Toms gerne mit den gleichen Mikros gleich "färbe".

    Ich selbst hab meine Sets ohne Close Miking live aus meinem Fundus schon abgenommen mit NT5, Opus 52 und M201, und ich würde jedes Mal sagen, dass der Gesamtsound der Drums im Bandgefüge bei allen Varianten profitiert hat und es keinen Anlass zu Kritik gab.

    Hast du das denn auch aus FOH-Perspektive so beurteilt? ;)


    Kommt außerdem auch auf den Stil an. Und wie stark es untenrum drücken soll (Grundtöne der Trommeln). Während für Jazz mit zaghafter Beckenarbeit sowas noch funktionieren mag, kommt man da für Metal nicht mehr weit.

    Für Recording ist die Bassdrum ohne eigenes Mic übrigens grundsätzlich immer unterrepräsentiert. Das wussten sogar schon Bonhams Drum Tecs (Close Mics nur an der BD im Studio).


    Ansonsten gehe ich mit, dass die Wahl der Mikros in gewissem Rahmen eine untergeordnete Rolle spielt. Klirrige und nervige (China-)Höhen sollte man m.E. allerdings schon meiden.

    live wird meistens zuerst die Bassdrum verstärkt (Stichwort kleine Gigs mit 30-50 Zuschauern)

    Für kleine Gigs im Freien machen Overheads ggf. schon Sinn, um den Drumsound etwas anzufetten. Man wird zwar in Bühnennähe sicher was von den Drums hören, aber gegen verstärkte Vocals und Amps klingt's mit OH's für meinen Geschmack schöner. Bei Kondensern bei Open Air an Poppschutz denken, sonst gib's tolle Windgeräusche über die PA.

    Kommt halt immer auf die Location, die Grundlautstärke der Drums (bzw. die Spielweise) und die Ziellautstärke der Veranstaltung an.

    Grundsätzlich reicht für sowas auch ein einzelnes Overhead, mittig aufs Schlagzeug und eher auf die Trommeln ausgerichtet (FOH-Mixe werden sowieso eher Mono gehalten). Das Grundproblem bei Overheads ohne Stützmikros an den Trommeln ist, dass die Becken oft zu präsent im Vergleich zu den Trommeln sind, die auf den Overheads eher wenig Fleisch haben. Betont man dann noch Höhen und Komprimiert, wird dieser Effekt noch verstärkt.

    Bei üblicher AB-Aufstellung der Overheads mit Ausrichtung auf die Becken kommt man ohne Stützmikros an Snare und Toms kaum zu einem runden Ergebnis. Und die Bassdrum ist auf Overheads sowieso grundsätzlich immer zu mager.


    Aber mal ganz davon abgesehen hätte er nach meiner Empfehlung ja sowieso Overheads. Und eins davon kann man zur Not auch mal als Stützmikro an die Snare stellen ...

    Obwohl ich derzeit mit 13 Mikrofonen aufnehme und auch schon Tracks mit über 50 Spuren abgemischt habe, lautet meine Empfehlung ganz klar:


    Fang am besten nur mit Bassdrum und Overheads an. Für Recording gibts bestimmte Aufstellungen der Overheads für ein ausgewogenes Ergebnis auch ohne weitere Stützmikros ("Glyn Johns", "Recorderman"). Dafür spricht:


    • drei vernünftige Mikrofone passen mit Neukauf gut in dein Budget
    • live wird meistens zuerst die Bassdrum verstärkt (Stichwort kleine Gigs mit 30-50 Zuschauern) und sollte es mal um deutlich mehr Schlagzeugmikros gehen, sollte sich sowieso ein Techniker um die Beschallung kümmern, der im Regelfall auch eigene Mikros mitbringt
    • je mehr Mikrofone du hast, desto komplizierter wird der Mix (insbesondere wenn man die Vorteile von so vielen Mikros auch wirklich nutzen will) und je mehr Kanäle brauchst du auch am Interface (Recording) oder Pult (live)


    Beispiele für Bassdrum-Mikrofone: AKG D112, Shure Beta 52a, Audix D6

    Beispiele für Overheads (matched pair): Oktava MK-012, Rode NT5, Rode M5


    Z.Z. nutze ich die Shure Beta 52a & Audix D6 (Bassdrum wahlweise innen / außen), Oktava MK-012 (Overheads) und Rode M5 (Stützmikros für Becken bzw. Hi-Hat & Ride).

    Mit den M5 als Overheads machst du am Anfang definitiv nichts falsch. Die NT5 habe ich hier nur wegen ihrer Popularität aufgeführt (ich finde den Klang schrecklich).


    EDIT

    Oookay - die MK-012 fallen wohl mittlerweile raus. Mal von der Inflation abgesehen (ich hatte sie noch für 300€ neu gekauft) gibts die mittlerweile nirgendwo mehr. Klar - Oktava ist ja auch ein russischer Hersteller. Bekloppte Welt ...

    Ich habe die letzten 20 Beiträge noch mal überflogen und mir ein paar Gedanken gemacht.


    Definitiv werde ich die filmische Umsetzung in Zukunft ändern und auf den Splitscreen verzichten (die frontale Kamera ist im Nirvana-Cover auch ungünstig aufgestellt). Entweder vereinfache ich das durchs Weglassen der zweiten Kamera (ggf. mit Fuß-Kamera in einer Bildecke) und gestalte den Raumhintergrund an der Stelle neutraler / aufgeräumter. Oder ich besorge mir noch einen Camcorder & Stativ und mach mehr Aufwand mit Raumgestaltung und Nachbearbeitung.


    Klar ist natürlich, dass das Auge mit "isst". Das weiß ich als (Hobby-)koch ja auch ...


    Was die Dislikes angeht:

    Natürlich muss ich damit rechnen und ein dickes Fell ist auch da angebracht. Dennoch mach ich mir natürlich Gedanken drüber. Besonders weil sich an der Umsetzung meiner Videos nicht viel geändert hat seit meinem RATM-Cover. Das waren 12 Videos innerhalb von 1,5 Jahren fast ohne Dislikes (nur eins hat einen Dislike). Das Nirvana-Cover hat jetzt schon zwei und aktuell ein Verhältnis unter 90%. Das ist untypisch für meine Videos. Daher die Überlegungen.

    Spätestens ab 1000 Klicks muss man so oder so mit Dislikes rechnen, aber davon ist es ja noch ein Stück entfernt.


    EDIT

    So wie es scheint, ist jemand durch die Dislike-Diskussion auf den Trichter gekommen, einfach mal ein paar mehr meiner Videos zu disliken. :D

    Es scheint da jetzt zumindest ein zeitlicher Zusammenhang zu bestehen. :/

    Danke erstmal für das rege Interesse, das Lob und die geistreichen Kommentare. Bin gespannt, wo mich meine Reise als Drummer noch so hinführt.

    ich hab mir aufgrund trommla's "Kritik" deine anderen Videos nochmal kurz angesehen und ich bild mir auch ein, das warst doch du, der uns vor.... 2 oder 3 jahren?... mal gebeten hat, ein video zu beurteilen, auch optisch. Da kann ich mich zumindest auf so einen grünen Vorhang erinnern, ich hab damals einen Stuhl kritisiert, der da im Hintergrund stand, das warst doch du, oder? Da warst du ja schon auf Optik bedacht. Oder verwechsel ich dich da jetzt? :/

    Ja, das war ich. Da hatte ich aber auch noch einen anderen Raum, in dem ich die Kulisse besser frei von Gebrauchsgegenständen halten konnte. Wie z.B. meinem Recording-Schreibtisch, der übrigens praktischerweise in Reichweite vom Hocker stehen sollte, wenn man sich selber aufnimmt. ;)


    Davon abgesehen, dass ich derzeit auch mit meinem Setaufbau experimentiere, probiere ich halt immer mal neue Kamerapositionen. Die frontale Sicht links hatte ich dieses mal gemacht, weil da dieses Mal kein Crashbecken im Weg war.


    Ansonsten investiere ich die Hauptarbeit in die spielerische Vorbereitung (bzw. erstmal in die Ideen bei eigenen Sachen) und die tontechnische Umsetzung. Da liegt meine Expertise und da gehe ich auch konsequent auf Qualität.

    Die Hauptkamera ist bei mir ein Low-Budget-Camcorder und die anderen beiden sind Smartphones. Meiner Meinung nach lohnt sich eine - für die Nutzung des Raums sowieso unpraktische - Umgestaltung für die Videos sowieso nicht, wenn ich die Bildqualität nicht deutlich steigere. Und besonders wenn ich mal die Muße finde, meine Videos richtig zu schneiden.


    Ich sehe das übrigens ähnlich wie trommla und bin eigentlich selber von Youtube-Covers gelangweilt. Ich mach das zur Zeit, weil's mir Spaß macht und weil ich's kann. Sehe meine Zukunft da aber eher in Unterrichtsräumen, auf Bühnen und in Studios. Wofür mir die Videos aber sicher hier und da behilflich sein können.

    Freut mich, dass das hier so gut ankommt. :thumbup:


    Frage mich auf der anderen Seite, warum da jetzt schon jemand 'nen Dislike da gelassen hat. Mein letztes Video mit Dislikes war mein "Rage Against The Machine"-Cover (seitdem keine Dislikes). Das konnte ich noch eher verstehen, weil das inhaltlich schnell polarisieren kann.


    Aber wahrscheinlich gar nicht der Rede wert. Youtube macht die ja eh nicht mehr öffentlich.

    Fertig:


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    Ich kenne das Problem von solchen Abhebungen auch.


    Ein Segen ist die Abhebung meiner Tama Starphonic Brass. Obwohl beiderseitig justierbar, hält die Teppichspannung auch bei härterer Spielweise in allen Lebenslagen.


    Abhilfe schafft bei solchen Standardabhebungen alles, was den Drehwiderstand der Justierschraube vergrößert.

    Angerostete und festsitzende Spannschrauben sorgen auch für stabilere Stimmungen.

    Verstehe.

    Ein Windows-PC mit DAW und Internetzugang sollte dafür reichen. http://www.reaper.fm ist zunächst kostenlos und dann sehr günstig.


    Ein USB-Interface mit 4 Mikrofoneingängen und vernünftigem DSP-Monitoring reicht. Die "Focusrite Scarlett" Serie kann ich empfehlen.

    Für die Overheads z.B. ein Oktava MK-012 matched pair und für die Bassdrum ganz klassisch AKG D112 oder Shure Beta 52a. Ggf. für die Snare ein Shure SM57.