Beiträge von m_tree

    Die Frage ist halt, welche Achse man als Bezugspunkt nimmt. Stellt man die Bassdrum bspw. so auf die Bühne bzw. den Riser, dass das Resonanzfell exakt zum Publikum "geradeaus" zeigt, wird die eigene "Achse" am Schlagzeug mit HH-Maschine, Snare und Bassdrumpedal zwangsläufig nach links zeigen.


    Die "Ergonomie" ist auch der Grund dafür, dass ich lange Zeit (live auch weiterhin) mit nur einem Racktom gespielt habe. So kann das Ride weiter nach links rücken. Beide Racktoms auf die Bassdrum zu montieren halte ich aus "ergonomischer" Sicht für Schwachsinn.

    Live hatte ich dieses Jahr aber zumindest ein Racktom und mein Ride auf der Bassdrum montiert. So verrutscht die BD dann gar nicht mehr und klingt durchs zusätzliche Gewicht auch etwas kompakter.

    Mir ist schleierhaft, was so schwer an der "Rechtslastigkeit" zu verstehen ist. Der linke Fuß ist auf dem Hi-Hat-Pedal, der rechte Fuß auf dem Bassdrum-Pedal. Die Snare steht zwischen den Beinen. Üblicherweise sind bspw. 4 Toms in Reihe rechts von der Snare. Sind die Racktoms auf der Bassdrum montiert, hängt schon das kleinste Tom rechts von der Snare. Üblicherweise hängen auch die meisten Becken rechts von der Snare.

    Finde ich nebenbei auch korrekter Schülern gegenüber, beides als Option anzubieten und den Schülern die Wahl zu lassen.

    Genau so gehe ich vor.


    Und das klassische Überkreuz-Spiel in Kombination mit der üblichen Rechtslastigkeit von Standard-Schlagzeugen (besonders was die Toms betrifft) erfordert definitiv immer eine unnatürliche Haltung.


    Ich gehe bei meinem Überkreuz-Spiel ja sogar so weit, dass ich mit dem Backbeat-Stick über das Niveau des Hi-Hat-Sticks ausholen kann. Die Backbeats sind mir im Regelfall sonst nicht laut genug.

    Ergonomisch ist was anderes ...

    Ich halte Open-handed-playing für sinnvoll und auch besser als die klassische Haltung, da auch einfach deutlich ergonomischer. Der klassische, rechts-lastige Schlagzeugaufbau ist auch nicht besonders ergonomisch. Der Mittelpunkt des Sets ist eigentlich die Snare, nicht die Bassdrum.


    Zwei meiner Schüler fangen als Anfänger beide mit Open-handed an. Der eine ist Linkshänder und die andere Rechtshänderin.


    Für mich persönlich hat das nicht mehr viel Sinn. Einhändige Achtel und Shuffle auf 200 bpm bringe ich mir mit Links nicht mehr bei (man lebt nur einmal :/ ). Das kann ich mit rechts gut genug. Demgegenüber sind meine Ghostnotes mit Links auch gut ausgefeilt. Meine Groove-Handschrift ist mir auch zu schade dafür, das noch mal komplett umzukrempeln.

    Und es gibt auch noch andere Instrumente außer Schlagzeug ...

    Ich bin etwas irritiert und habe manchmal ein komisches Gefühl beim spielen, weil z. B. Dave Grohl auch nicht Open Handed spielt, alle bekannten Drummer spielen ganz normal über Kreuz, also wieso sollte ich jetzt ein Ausnahme sein. Es fühlt sich dadurch nicht richtig für mich an und nun überlege ich Open-Handed wieder seinzulassen 😑

    Die meisten Drummer spielen "normal" über Kreuz, das ist richtig. Aber nicht alle ...


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    Na ja. Ein SM57 hat gegenüber einem Bassdrum-Mikrofon schon deutlich mehr Allrounder-Qualitäten. Abgesehen von Snares und Gitarrenamps geht das auch an Toms, zur Not sogar an Bassdrums und für Sprache und Gesang sowieso. Zum Vergleich mal die Frequenzgänge:


    SM57:

    0006.png


    D112:

    0335.png


    Der Nahbesprechungseffekt ist beim SM57 nicht eingezeichnet - hat seinen Peak aber eher bei 200Hz. Daher eignet sich das auch hervorragend für Snares und Gitarrenamps.


    So ein 5dB Boost bei 3kHz kann bei Bassdrums zwar gut für mehr Präsenz sorgen, bei z.B. Sprache und Gesang aber auch schnell nerven.

    Vielen Dank, das hilft mir.
    Zwischenzeitlich habe ich gesehen, dass es Angebote als "Cajon Mikrofon Set" mit SM57 und dieser Halterung
    https://www.session.de/produkt…ikrofonhalterung-schwarz/
    gibt. Die könnte ich noch kurzfristig besorgen und hätte sogar noch anderweitig Verwendung dafür.
    Dann hätte ich kein zusätzliches Stativ und das fast zwangsläufige Verschieben der Kiste beim Spielen hätte keinen Einfluss auf die Mikroposition.

    Könnte einen Versuch wert sein. Grenzflächenmikros haben in Cajons auch den Vorteil, dass das Verschieben der Kiste keinen Einfluss auf die Mikrofonposition hat und kein Stativ notwendig ist.


    Ich würde auf jeden Fall das SM57 nehmen und im Schallloch positionieren.

    Was Grenzflächen-Mikros in Cajons betrifft, so sind diese m.E. nur für den Live-Einsatz geeignet. Ich hatte mal den Ton für Promo-Videos mit einem Percussionisten für einen Instrumentenbauer gemacht - es ging vorrangig um Cajons. Für Recording würde ich da schon eher ein matched pair Kleinmembran-Kondensatormikros nutzen - plus geeignete Stützmikros im Schalloch für den Bassanteil, evtl. ein SM57 davor und ggf. Raummikro(s).


    Für deinen speziellen Fall würde ich's mit dem SM57 im Schalloch probieren. Das SM57 ist "untenrum" deutlich magerer als das D112, dafür aber "obenrum" auch deutlich präsenter. Im Schalloch könnte es auch durch die Nahbesprechung den Bassbereich besser abbilden, durch den Präsenzanteil trotzdem genug Teppich und Attack mitnehmen und an der Position obendrein im Verhältnis mehr Nutzsignal aufnehmen. Bspw. 30cm vor dem Cajon aufgestellt nehmen auch Richtmikrofone automatisch sehr viel "Bleed" von der Bühne mit.


    Wenn du EQs an deinem Mixer hast, würde ich damit Richtung "Badewanne" gehen. Bässe und Höhen rein, Mitten raus.

    Ich kenne die Situation aus früheren Zeiten auch. In einem großen Raum waren wir mal drei Bands - in zwei davon hatte ich gespielt. Ein Gitarrist hatte auch in zwei Bands gespielt (in einer davon hatte ich auch gespielt).


    Die Miete zu gleichen Anteilen auf die Bands aufzuteilen ist meines Erachtens nur dann sinnvoll, wenn sich auch wirklich alles gleich aufteilt:

    • Jeweils gleiche Anzahl der Bandmitglieder > mehr Mitglieder brauchen i.d.R. auch mehr Platz (Equipment) und machen mehr Dreck
    • Jeweils gleiche Nutzungsdauer des Raums > wenn eine Band nur 1x pro Woche probt und die andere 3x, ist eine gleiche Aufteilung auch nicht fair
    • Jeweils gleiche Platz- und Equipmentnutzung


    In eurem Fall wäre es also sinnvoll, die Miete zu gleichen Teilen auf die Bands aufteilen. Sollte eine Band allerdings mehr Mitglieder als die andere haben, würde ich die Miete auch lieber auf die Mitglieder aufteilen.

    Es gibt m.E. einfach keinen vernünftigen Grund dafür, dass Mitglieder einer "größeren" Band weniger bezahlen müssen als die einer "kleineren" Band. Das gleiche gilt für Musiker, die in mehreren Bands spielen. Dadurch wird Equipment und Platz eingespart.

    Diese geshuffelte Version von Layla auf ca. 93 bpm ist auch gut geeignet zum Üben:


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    Wer sich mit dem Feeling schwertut, spielt halt dann diese Fassung: 😉

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    Gehört für mich zu den "Dingen, die die Welt nicht braucht"

    Da weiß ich 1x mehr, warum ich nie einen Fernseher besessen habe und auch nicht besitzen werde. Aber PC und Internet ist schon auch schlimm ... was allein auf Youtube und Facebook für Müll in die Untiefen des WWW hochgeladen wird, ist erschreckend. Dazu noch die Möglichkeit von "Blasenbildung" ... also Orten, an denen sich bspw. Verschwörungstheoretiker komplett abkapseln können.


    Lexikon75

    Ob man das als 6er / 12er oder 2er / 4er mit Triolen zählt bzw. notiert ist eigentlich ziemlich wurst. Am Ende geht's ums Feel. Ich würd's als Normaltime 4/4 mit Triolen zählen. Dann halt jede zweite Note der Triolen betont.


    Ich werde die Nummer demnächst mal auf Youtube covern.

    Hat schon jemand geschrieben, dass es einfach Zeit braucht?

    Im Prinzip - ja ...


    Zitat von m_tree

    Ich kann dich da vollkommen verstehen. Aber meines Erachtens liegt der Motor viel tiefer. Ein Ziel setzt die Handlung in Gang, mehr aber auch eigentlich nicht.

    Das Geheimnis liegt darin, im Hier und Jetzt Spaß am Spielen zu haben. Einfach so, ganz für dich allein. Zu Songs zu trommeln und Bands zu begleiten ist nur das i-Tüpfel.

    (Zu hohe) Ambitionen können auch nach hinten losgehen und dir die Motivation rauben.

    Ich verstehe deinen Frust durchaus, aber es gibt keinen anderen Weg.

    ...

    So, ich habe überlegt, erstmal ganz reduziert mit dem Teilen anzufangen. Bei Interesse erweitere ich das Ganze gerne. Hier also die Igoe-Triolen-Schleife in 4 Varianten. Zunächst auf der Snare um die Triole und das Raster/Feeling dazu mit verschiedenen Handsätzen beidhändig führend kennenzulernen. Ohne Betonungen. Ich empfehle wirklich die 8-tel Triole im Metronom mitlaufen zu lassen. Bei langsamem Tempo kann man sehr schön das Mikrotiming üben und die passende Lockerheit dazu. Viel Spaß. Anregungen und Erweiterungen, fortführende Übungen fänd ich super... Ich habe auch noch ein bisschen was im Köcher. Die Adaption an Rythmen würde ich später anfügen.

    Interessant! Nummer zwei ist übrigens Shuffle mit Ghostnotes. Nummer eins habe ich in zwei Videos verwurstet, Nummer drei stellenweise auch. In ungeraden Taktarten bei #1 wechselt die Backbeat-Hand dann von Takt zu Takt.

    bewerbe mich auch bald als Lehrer bei der Musikschule, bei der ich damals Unterricht hatte

    Da drücke ich dir die Daumen. Bei uns setzen Musikschulen in der Regel entweder ein Musikstudium oder ein Musiklehrerdiplom irgendeiner freien Musikschule voraus. In München gibt's da ausreichend Angebot, ich hoffe in deiner Ecke sieht es ähnlich aus. Der Nachteil ist natürlich, dass man u.U. nicht sofort durchstarten kann und noch dazu finanziell erst mal in Vorleistung geht. Oder ist das ein Bayrisches Phänomen wegen Schickimicki-Klientel, dass man woanders nicht antrifft?

    Danke. Vielleicht kannst du dich ja noch an diesen Thread erinnern, in dem es mir u.a. genau darum ging:



    Das Feedback dazu war eindeutig: "Ja, geht auch ohne Studium."

    Wenn ich so drüber nachdenke, kenne ich auch ein paar Leute, die ohne Studium unterrichten.


    Mir haben auch ein paar Leute davon abgeraten, mich bei der örtlichen privaten Schule hier zu bewerben (genauere Gründe mal außen vor gelassen). Und falls ich eine Absage kriege, werde ich auch das positiv sehen, weil ich sowieso wieder hier wegziehen will.


    Der Anfang ist immer das Schwierigste. :/

    Ich bin 90er Baujahr und hatte in meiner ersten Spielphase im Alter von 7 bis 10 Jahren mal ein Jahr Unterricht an der örtlichen privaten Musikschule. Allerdings wegen Personalchaos bei zum Schluss ständig wechselnden Lehrern. Auch konnte man mich damals nicht mit Noten und Technikübungen begeistern. Auf der anderen Seite hatte ich mir mit 8 selber ein kleines Schlagzeugsolo ausgedacht und dieses auch bei ein paar Zeugnisausgaben vorgespielt. Offiziell hatte ich mir das natürlich zusammen mit meinem Lehrer erarbeitet.


    Zu Beginn meiner zweiten Spielphase, als ich noch in Thüringen war (im Alter von 15 bis 17 Jahren), hatte ich eine Art Mentor. Der hing auch mit einem Bein in meiner Familie mit drin.

    Er war kein Lehrer, aber sehr viel in der Szene unterwegs bzw. beschäftigt und konnte intuitiv und mit einer guten Portion Eier viele Stile bedienen. Durch den hatte ich damals viel Blut geleckt. Bis ich 18 war hatte ich übrigens noch auf meinem alten Set geübt - 3 Jahre lang durchgängig ohne Hängetoms.


    Nachdem meine 20er ziemlich durchwachsen und von Burn-out und Aufarbeiten geprägt waren, hingen damit natürlich auch ein paar spielerische Zwangspausen zusammen. 2018-2019 fing ich nach und nach an, mich auch wieder mehr mit mir allein als Schlagzeuger zu beschäftigen und hatte auch bewusst mehr oder weniger eine Bandpause eingelegt.


    Ende 2020 bis Ende 2021 hatte ich dann mal 6 Unterrichtsstunden sporadisch (auch durch Corona bedingt) bei einem Lehrer einer großen privaten Erfurter Musikschule genommen. Ursprünglich mit dem Anliegen, mich auf die Aufnahmeprüfung an einer BFSM vorzubereiten. Letztendlich dann eigentlich nur noch als Hilfestellung für meinen eigenen Unterricht.


    Ich bin also grundsätzlich Autodidakt. Befinde mich aber gerade in einem Prozess, in dem ich immer mehr in den "Flow" des ewigen Dazulernens und auch ständigen Weitergebens komme. Allein wenn ich über Noten und so ganz trockene Technikübungen wie aus Stick-Control nachdenke - da hatte ich "früher" überhaupt keinen Bock drauf. Nun ist es als angehender Lehrer mein eigener Anspruch, da grundsätzlich fit zu sein.


    Davon abgesehen bin ich relativ selbstkritisch und habe relativ hohe Ansprüche an mich selbst. Sonst hätte ich es als Autodidakt wohl eh nicht auf so ein Level gebracht. Ich stelle auch fest, dass ich hier und da spielerische Eigenheiten habe und gut improvisieren kann.


    Ich fange nun also als Autodidakt an zu unterrichten (bewerbe mich auch bald als Lehrer bei der Musikschule, bei der ich damals Unterricht hatte), will aber in Zukunft auch mehr Unterricht nehmen. Selbst wenn es erstmal nur um Didaktik gehen sollte. Es geht dabei natürlich auch um die finanziellen Möglichkeiten und welche Lehrer mich persönlich weiterbringen können. Das steht definitiv auf dem Programm. Wichtiger ist für mich jetzt erstmal, mehr aus meinem derzeitigen Stand rauszuholen.


    Weiterhin habe ich seit Kurzem ein Keyboard daheim und Bücher über Musiktheorie. Will mich auch mal mit Melodie beschäftigen und meinen Horizont entsprechend erweitern. Ist auf Dauer schon blöd, wenn man nicht weiß, was die Bandkollegen da so machen. Auf Produktionsebene sowieso. Mixing und Mastering hatte ich mir ja auch selbst beigebracht.