Beiträge von m_tree

    Ich baue bei mir gerade mal wieder um und probiere ein paar Sachen. Habe kürzlich ein "Luxor Professional Acryl" aus den 70ern von Druffnix hier aus dem Forum gekauft. Für eine bestimmte Band. Wenn ich das neu befellt habe mach ich dazu auch noch ein Video.


    Nachdem ich in letzter Zeit mit dem Slave-Pedal links außen neben der Hi-Hat (wozu die Welle erst modifiziert werden musste) und einem Floortom links neben der Hi-Hat experimentiert hatte, habe ich das wieder verworfen. Vorhin hab ich dann mal meine neue Side-Snare (die günstige Gretsch 12"x5,5" Mighty Mini - passt sogar auf einen alten Mapex Tomhalter), meinen neuen Beckenaufbau und die "neue" Kamera, die eigentlich ein Smartphone ist, ausprobiert. Hier noch mit 30 statt 60 fps und Kamera-Sound (stark komprimiert).


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    (Nicht gelistet)


    Ist improvisiert. Ich überlege, dieses "Thema", das mir irgendwie mal so eingefallen ist, auch noch in einem drums-only Video zu verwursten.


    Auch überlege ich, mal Gear-Videos zu machen. Allerdings ohne "Blabla". Nur Soundvergleiche und so. Für die Side-Snare hatte ich mir nämlich ein t.bone MB75 mitbestellt - die SM57-Kopie von Thomann. Und da ich die beiden Mikros an Snares sowieso mal vergleichen will ... das gleiche bei der "Mighty Mini" Snare. Hatte die mit Werksfellen und Teppich nur kurz (höher) gestimmt und eine kurze Testaufnahme klang schon sehr gut.

    Der Zusammenhang und ein individuell passender Aufbau sind definitiv wichtig. Allerdings würde ich es etwas neutraler betrachten:


    Je flacher die Toms aufgehängt sind, desto niedriger sollten sie hängen.

    Je steiler die Toms aufgehängt sind, desto höher sollten sie hängen.


    Das hat schlicht und einfach damit zu tun, wie weit man den Arm hebt und in welchem Winkel die Grundhaltung des Sticks (über dem jeweiligen Fell) ist.


    Für mich sind mittlerweile, und zwar auch bei Becken, sehr flache / waagrechte und sehr schräge Aufbauten gleichermaßen nichts.

    1 Zoll = 2,54cm


    Es geht also um ca. 5cm.

    Genau das ist der Punkt. Der Nackte Kessel hat die 22" und richtig 1 Zoll = 2,54 cm.

    Der Spannreifen wird bei den 22" aber vernachlässigt. In der Theorie sind das 5 cm...... + Spannreifen + Spannklaue = macht das aber mehr wie die 5 cm.......

    Also meines Wissens haben 20" Bassdrums auch Spannreifen und Spannklauen. :/

    Wollt ich auch schon sagen, doubletime ist für mich die snare auf den „unds“.

    Ja, das ist eine Verdoppelung des Tempos. Die Snare auf die "unds" kannst du ja auch mit Verdoppelung des Tempos (also z.B. 200 statt 100 bpm) mit der Snare auf 2+4 zählen. Die Snare auf den Vierteln verändert aber die Grundstruktur des Grooves grundsätzlich.


    Wie auch immer ...

    Aber ich will nicht klugschei....

    Tust du aber gerade ;)


    Ich beziehe mich mit der Aussage auf "standard" 4/4 Takte in der Popularmusik. Und da gibt die Snare hauptsächlich den Puls vor.


    Spiel mal Doubletime mit der Snare auf die Offbeats, Normaltime auf 1+3 oder Halftime auf 1, 2 oder 4. Die Bandkollegen werden dich im besten Fall schief angucken oder einfach rausfliegen, wenn es um "normale" Musik geht.

    Freut mich für dich, dass du so gut untergekommen bist. :thumbup:

    Grundsätzlich wächst man ja mit seinen Aufgaben.

    Bei der Snare hab ich schon gecheckt, dass sie z.B. in Vierteln gespielt, dem Song gefühlt ordentlich Gas gibt...

    Das nennt man Doubletime. Normaltime ist "Snare auf 2+4" und Halftime "Snare auf 3". Wahlweise durch Rimclick oder Rimshot ersetzbar ;)


    Hab dann auch was gefunden, was mir gefiel, aber reicht es wirklich in dem Falle nach dem Bauchgefühl zu gehen?

    ... und da bist du selbst schon beim springenden Punkt. Ein Schlagzeuger ist ja auch ein Künstler (wobei wir da m.E. definitiv auf dem Teppich bleiben sollten). Der springende Punkt ist: hast du ein Gefühl dafür? Wenn ja - passt dieses Gefühl zur Band / Musik? Es geht natürlich auch einfach um Band-dienliches Spiel. Aber wenn du dich nicht selbst bei eigenen Songs einbringen kannst, kannst du auch einfach Covermusik machen und mit Bumtschak Geld verdienen ...


    Ich meine, wenn ich rum experimentiere und merke, dass kaum ein Groove gefühlt richtig passt, wie gehe ich dann vor? Gibt es sowas wie "Grundsatzregeln"... "wenn du dies und das Gefühl vermitteln willstm spiele dies und das?"

    Nein, gibt es nicht. Wobei es heutzutage schon schwierig ist, wirklich was "Neues / Eigenes" zu erschaffen.

    Aber blickt man ein bisschen zurück, sieht man einige Drummer, die sich wohl die selbe Frage gestellt hatten und dadurch ihr künstlerisches Potenzial erst so richtig ausgeschöpft haben. Stichwort "eigener Stil" und so weiter.

    Du brauchst dir da eigentlich nur die passenden Vorbilder zu suchen. ;)



    Und was setze ich ein, wenn ich den Song im letzen (oder letzten beiden) Vierteln nochmal pushen will, bevor auf der nächsten eins das "erlösende" Crash kommt (und danach ein ruhigerer Part)? Oder mit welchem Fill kann ich vorher schon ein bisschen abbremsen, weil ich es konkret so möchte?

    Treiben kann man gut mit 16teln auf der Snare , Bremsen gut mit Punktierungen. Um nur zwei Beispiele zu nennen ;)



    Bisher hab ich eben Fills auch oft nach Gefühl, Laune und Geschmack eingesetzt, aber ich möchte eben wissenm ob es auch noch ne Spur "besser" geht.

    Grundsätzlich ist das schon ein guter Ansatz. "Besser" geht's, indem du dein Vokabular erweiterst und erfahrener wirst.


    Ansonsten ist mir persönlich noch folgender Punkt sehr wichtig:

    Es geht nicht nur darum, was man spielt, sondern auch WIE man es spielt. Als Schlagzeugerin kümmerst du dich nur um das Rhythmische Fundament. Timing ist hier das A und O.

    Ansonsten spielt die spielerische Ausdrucksstärke auch eine große Rolle. Dynamik ...

    Hatte gestern mal was zum Presswirbel probiert und das ging im Außenbereich der Snare problemlos. Hatte ich in früheren Zeiten auch eher unwissentlich ab und zu schon gemacht.

    Auf meinem Pad gehen die allerdings gar nicht gut.


    Aber das nur abschließend meinerseits - ich hatte das Thema hier ja auch losgetreten.

    Presswirbel als 2er oder 3er zu spielen ist doch per se ein Widerspruch!?

    Natürlich war meinerseits nicht die Rede von echten Double- oder Triplestrokes, die ohne "Nachhüpfen" / Rebound ausgeführt werden.


    Obwohl ich noch deutlich schneller mit je einem "Nachhüpfer" auf der Snare wirbeln kann als in meinem kürzlichen Video hier und auch einen fließenden Übergang zu echten Doublestrokes hinkriege (Tempo stark verringern und vergrößern), werde ich mich mal mehr mit "echten" Presswirbeln beschäftigen.


    Ist letztendlich auch eine Stilfrage, denk ich. Habe Presswirbel bisher schlichtweg nicht gebraucht, obwohl ich viel mit Ghostnotes mache. Bin da eher bei schnellen und kraftvollen Singles, auch auf Toms.


    Da sind jene, die eine klassische Ausbildung durchlaufen haben, wohl deutlich weiter.

    Und ich halte 3 oder mehr Schläge pro Armbewegung auch für nicht wirklich sauber und Praxisnah spielbar.

    Da gibt es allerdings schon einige Beispiele. Zum einen spielen m. W. die allermeisten "klassischen" Schlagzeuger (in klassischen Orchestern) Rolls als Presswirbel. Außerdem im nicht-klassischen Bereich z. B. Uptempo Jazz Ridepattern o. Ä.. Auch die üblichen Verrückten (Vinnie, Jojo, Hessler & Co.) sieht man so was durchaus mal in Grooves einbauen.

    Hast du da konkrete Beispiele von den üblichen Verrückten?

    Presswirbel im klassischen Bereich sind klar.

    Ich spiele Presswirbel auch nur mit Zweiern. :/

    Zugegeben finde ich die Notation der closed Rolls in "Stick Control" auch etwas verwirrend. Denn bspw. der 7er ist ja de facto kein 7er mehr wie beim open roll, sondern mindestens ein 10er. Und ich halte 3 oder mehr Schläge pro Armbewegung auch für nicht wirklich sauber und Praxisnah spielbar.

    Der Vollständigkeit halber poste ich das auch noch hier:


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    Als ich vorhin im Proberaum war um Equipment für morgen einzupacken hatte ich noch ein bisschen mit den Übungen aus "Stick Control" weitergemacht. Z.Z. bin ich da bei "Combinations in 3/8" und wie es der Zufall so wollte, kam da auch wieder mal ein "Five Stroke Roll" vor. Da ist mir das Thema hier kürzlich eingefallen. Daraufhin hab ich dann einfach mal die Handykamera angemacht und gefilmt, wie ich testweise das Tempo gesteigert habe. Die 100 bpm (respektive 300 bpm bezogen auf die Achtel) liefen dann nicht mehr ganz sauber.

    Dann ist mir eingefallen, dass ich ja hier auch den "Closed Roll" angesprochen hatte, welcher ebenfalls in "Combinations in 3/8" kurz davor wieder mal vorkam.

    Das habe ich ebenfalls gefilmt. Ab Minute 1:33 zu sehen:


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    Konkret geht's da um Übung 46 von Seite 31 und Übung 11 von Seite 30.


    Video ist als "nicht gelistet" eingestellt.

    Ich denke beim Nahmikrofonieren und Aufstellen mehrerer Mikrofone für Trommeln und auch für den Raum geht es letztendlich wie beim Schlagzeug(-spielen) selbst um die Kunst, die einzelnen Bestandteile letztendlich zu einem Großen und Ganzen zusammenzufügen.


    Z.Z. nutze ich neben den Overheads noch ein Raummikro, jeweils zwei Mikros für Bassdrum und Snare sowie Stützmikros an Hi-Hat + Ride - Toms sind klar.

    Damit hat man die Möglichkeit, diesen "fetter und besser als die Realität" Drumssound zu erreichen, den man spätestens seit den 80ern so kennt. Davon abgesehen, dass ich dabei trotzdem eine gewisse Natürlichkeit erhalten will, sollte man die einzelnen Kanäle mit einzelner Nachbearbeitung natürlich auch nutzen. Muss man zumindest für den Umgang mit Phasenproblemen sowieso. Mit der Zeit habe ich die Drums aber immer mehr in ihrer Gesamtheit auf meinem Drumbus (Gruppentrack, der zwischen Master und Einzelkanälen geschaltet ist) bearbeitet. Man hat mit vielen Einzelkanälen nämlich auch das Problem, dass grundsätzlich alles sehr separiert ist. Toms bearbeite ich auch nur noch gemeinsam - abgesehen von Lautstärkeverhältnissen und Panning.

    EQing auch nur noch sehr sparsam. Das A und O ist das, was vor dem Mikrofon passiert und außer ein bisschen Höhen anheben mach ich auf den Trommelspuren z.B. gar nichts mehr. Die Overheads lasse ich einzeln komplett unberührt und auf Hi-Hat und Ride drehe ich ein bisschen Bässe und Tiefmitten raus.


    So vieles ist auch Philosophie-Sache. Z.B. mag ich kein Wurst-Mikro. Zumal das mit mehr als zwei Toms eh nicht mehr richtig funktioniert. Stattdessen stelle ich lieber ein Raummikro mit Kugelcharakteristik auf und komprimiere das ordentlich. Das bringt sowohl Glue als auch Räumlichkeit in die Sache.


    Letztendlich ist auch einfach die Frage, welchen Sound man möchte und wie viel Aufwand man betreiben will.


    Fakt ist, dass man - wie beim Schlagzeugspielen auch - nicht drum rum kommt, klein anzufangen. So schön es auch sein kann, viel Geld in tolles Equipment zu investieren bzw. sich das überhaupt leisten zu können ... ob und wie es benutzt wird steht dann auf einem anderen Blatt.