Beiträge von m_tree

    Die gerade mal 100 Klicks vom betreffenden Gustke-Video scheinen ja nach den zwei Monaten fast ausschließlich durch diesen Thread zu Stande gekommen sein :D


    Ich kann damit auch nicht viel anfangen. Finde aber, dass der Mix dem Kontext auch nicht gerecht wird. Die Stimme der Dame ist so dermaßen nach vorn ("in the face") und laut gemischt, dass sie aus dem Bandkontext fällt. Wenn das 'ne Schlagernummer mit programmierten Instrumenten wäre, ok ... aber hierfür? :/

    Ja, geil ... einfach mal laufen lassen. :thumbup:

    Vor allem auch der Kollege an Gitarre und Bass reißt richtig was.


    Die Hi-Hat find ich im Drums-Mix etwas zu präsent / unausgewogen. Das Problem hat man aber öfter, wenn man da nicht bewusst gegen arbeitet.

    Noch ein kleiner Vorgeschmack auf ein kommendes Video. Ist nur ein Entwurf. Wieder mal Shuffle. ^^

    Es kommen dann auch noch weitere Instrumente dazu. Einfach mal just for fun ein paar Sachen machen und veröffentlichen. 8)


    Hab ich gestern bei mir im Proberaum aufgenommen (siehe Foto). Hab schon neue Schlagfelle für Snare und Toms da. Die Toms sind z.Z. unterschiedlich befellt, fällt aber kaum auf. Ein Raummikro steht noch im Vorraum (Tür offen). Hab ansonsten nur etwas Plate-Reverb dazu gemischt.


    Strom Drums 179 BPM - 16.02.22.mp3


    Ich habe gestern ein paar Aufnahmen bei mir im Raum mit dem Raummikro in dem kleinen Vorraum gemacht (Tür offen). Natürlich ist das nicht vergleichbar mit oben thematisierter Halle. Habe allerdings festgestellt, dass es weitaus besser kommt als ein (zusätzlich zu etwas Plate-Reverb) künstlicher Raum (ggf. auch Faltungshall), an den alle Spuren geschickt werden und der auch komprimiert wird.


    Obwohl das Raummikro im Vorraum für sich genommen nicht wirklich "groß" und toll klingt, rundet es (zusammen mit einem Haas-Delay) die ganze Sache weitaus besser ab. Hätte ich nicht gedacht. Hatte das bisher vernachlässigt und werde ab jetzt wohl immer mit mindestens einem Raummikro aufnehmen, wenn ich das komplette Set nah mikrofoniere ... mit 4 Toms sind das bei mir z.Z. ja schon 12 Mikrofone ohne Raummikro ...


    Mal sehen, wie ich es dann mache. Macht auf jeden Fall Spaß 8)

    Danke :thumbup:

    So ungefähr war mir das schon geläufig.


    ist das sog. Nahfeld etwa 2 Wellenlängen groß

    Das würde aber doch bedeuten, dass das Nahfeld bei bspw. 100Hz fast 7 Meter groß ist (Durchmesser?). :/


    Klasse Beitrag! Besonders die beiden Vergleich-Files sind sehr hilfreich. Ich habe kürzlich einfach mal mein USB Mic (ein Beecaster Condenser-Mic, das ich sonst für Videokonferenzen o.ä. nehme) in den Raum gestellt und mir hat die Bassdrum viel besser gefallen als beim Close-Micing. Werde das demnächst auch mal kombinieren.

    Ich denke, es ist letztendlich die Kombination aus Nahmikrofonierung und Raummikrofonen. Besonders bei der Bassdrum: Modernes und fettes Low-End kriegt man nur mit Nahmikrofonierung mit (meistens) speziellen Bassdrum-Mikros. Auf Overheads und Raummikros wird die Bassdrum immer zu mager sein. Aber Raummikros bringen eben die Räumlichkeit und "Größe" ins Spiel.


    Hier noch etwas interessantes für kleine Räume: Youtube

    Hab ich mir gerade mal angeschaut. Die erste Methode war mir neu - geht aber in eine ähnliche Richtung, die ich bei mir kürzlich getestet hatte: habe einen kleinen Vorraum zu meinem Proberaum. Dort klingt das dann schon ein ganzes Stück mehr nach Raummikrofon.


    Die anderen Methoden sind mir geläufig - also richtende Mikros off-axis zur Schallquelle, ordentlich Kompression (das ist bei Schlagzeug Raummikros quasi Standard), zusätzliches Pre-Delay einbauen, Höhen raus ziehen. Was letzteres angeht bin ich aber etwas skeptisch. Denn die Höhenreflexionen sind ja zum einen natürlich und zum anderen geben sie den Becken eben auch mehr Räumlichkeit. Besonders geschlossen angespielte Hi-Hats gehen oft weit in den erweiterten Höhenbereich (über 10kHz, deutlich höher als andere Becken oder offen gespielte Hi-Hats) und "kleben" dann im Mix gern mal am Ohr, wenn man sie aufgrund fehlender Höhen auf den Räumen nicht ein bisschen in die Tiefe staffelt. Ich würde für Raummikros schon eher neutral klingende Mikros benutzen. Ein SM57 betont halt bei 6-7kHz, fällt ab 10kHz steil ab und bringt unter 200Hz nicht mehr viel rüber.

    Den sollte man bei einem Overhead nicht haben, da er nur unterhalb von etwa 20cm Entfernung der Signalquelle zur Membran auftritt.

    Wirklich? So weit ich weiß und mit eigenen Aufnahmen bisher gehört habe, hört die Überbetonung der Bässe erst bei ca. 0,5m komplett auf. Ich konnte bei Gesangs- und Akustikgitarrenaufnahmen zwischen 0,3 und 0,5 jedenfalls noch einen leichten Unterschied dies bzgl. feststellen.


    Naja, also die Anordnung des Signals in der Tiefenstaffelung, entsteht ja primär durch die Anfangszeitlücke. Je größer diese ist, desto näher wirkt das Signal in der Aufnahme, je kleiner sie ist, desto weiter weg. Deswegen ist der Direktschall auch bei Raummikros von Bedeutung. Man kann natürlich auch ein Nahmikro und das Raummmikro mit dein delta-t zusammenmixen, um die Tiefenstaffelung zu gestalten.

    Ja, wie das Pre-Delay von Reverbs ... bei der in #9 zu sehenden und hörenden Position hat das Raummikro eine natürliche Verzögerung (bezogen auf die Snare und das SM57) von über 20ms. Zusammen mit der um ca. 6ms verzögerten Spur im Mix hört man das dann schon, find ich. Ist vielleicht sogar schon zu viel. :/

    Je weiter weg das Raummikro, desto mehr Diffusanteil ist aber dann halt auch drauf. Dazu dann noch die Frage, wo der Raum wie klingt ... sehr interessant auf jeden Fall.


    Ich bin ja des öfteren bei Musikproduktion in verschiedenen Studios zugegen. In der Regel sind dort ganz normale (gerichtete) Kondenatoren für den Raum im Einsatz.

    Das wundert mich ein bisschen. Denn ich finde bis jetzt auch, dass Kugel am besten dafür klingt.

    Es gibt auf der anderen Seite sogar "Humanizer" für Drumcomputer, die kleine Unperfektheiten einbauen. Dieser Umstand im Zusammenhang damit, dass man wirklich gute Groove-Performances eigentlich nur noch kaputt quantisieren kann, zeigt m.E. schön, worum es doch letztendlich geht.

    Bingo! Ich kenne auch Leute, die "Alles" gerade ziehen. Und so klingt es dann auch: völlig mechanisch!

    Letzlich ist das Quantisieren doch nur ein Tool um vielleich die eine oder ander Bass Drum oder Snare etwas "hinzurücken" bevor man den ganzen Track nochmal macht. Sollte jedenfalls so sein!

    Quantisieren heißt eigentlich, wirklich alles stur aufs Klickraster der DAW zu ziehen und damit das natürliche Timing komplett kaputt zu machen.

    Wenn man hingegen in einer Performance mal 2-3 Schläge ein bisschen korrigiert, kann man dabei ja auch aufs natürliche Timing Rücksicht nehmen. Das ist dann aber kein Quantisieren im eigentlichen Sinne.


    Bei meinen eigenen Performances fang ich mit sowas gar nicht erst an und ich will davon auch generell Abstand nehmen.

    Manche zerpflücken Songs auch von vorn herein in Intro / Strophen / Refrains und so weiter und spielen da dann im Loop jeweils ein paar Takes drauf. Auch davon halte ich nichts, zumindest wenn der Song straight in einem Guss durch läuft. Die Drums halten die ganze Sache ja grundsätzlich zusammen (bzw. sollten sie das) und zwar eben auch mit Fills bzw. Übergängen / Überleitungen zwischen Parts.


    Bevor ich was einspiele, bereite ich mich vor (Üben ...) und spiel dann halt 3 Takes oder so am Stück ein. Mein Ziel ist dann, den besten ausfindig zu machen. Wenn Zeit und Muße nicht mehr reichen, vielleicht mal 2 oder 3 Takes zusammen schneiden. Zum Beispiel wenn Take 2 am Anfang besser ist und Take 3 am Ende, dann schneide ich die an einer passenden Stelle mit Crossfades zusammen.


    Am besten ist natürlich ein einziger Take, der einfach passt. Die bekannten Asse und Größen, egal aus welcher Zeitepoche, zeigen ja, wie es geht ...

    Am Wochenende hatte ich eine Testaufnahme in der Werkstatt bzw. Halle gemacht. Erstmal um zu checken, wie die ganze Sache tatsächlich klingt und ob sich der Aufwand für meine nächsten beiden Videos lohnen würde.


    So sah das ganze aus ... nur zur Info: die Halle wird von ein paar Freunden gemeinsam angemietet. Da findet auch öfter mal 'ne Feier statt (sind noch weitere Räume mit Küche und so weiter drin). Kürzlich ein 18. Geburtstag ...



    Das sind ein Beta 52a (Bassdrum), SM57 (Snare), 2x Oktava MK-012 (Overheads) und ein Behringer ECM8000 (Raum).

    Insgesamt habe ich vier Positionen für das Raummikro getestet. Zu sehen ist hier die letzte Variante von Sonntag. Da war dann auch die Einfahrt leer (kein Auto drin).


    Diese Aufstellung (Raummikro in Einfahrt) klingt so ... das Raummikro ist hier recht laut:

    Testaufnahme Halle 13.02.22 - MIT Raummikro.mp3


    Hier zum Vergleich ohne Raummikro:

    Testaufnahme Halle 13.02.22 - OHNE Raummikro.mp3


    Das ist ein Gesamtmix mit Nachbearbeitung - EQ, Kompression, Sättigung. Kein zusätzlicher Hall.

    Auf dem Raummikro habe ich mit einem SSL-4000E Channel ein bisschen Tiefbass reingedreht und mit 8:1, kurzer Attackzeit und 400ms Release komprimiert (10dB GR max.). Es ist zudem 100% rechts gepannt und Post-FX an einen 100% links gepannten und um 6,3ms verzögerten Track gesendet (Haas-Effekt -> etwas mehr Räumlichkeit). Es kriegt durch die Summenbearbeitung ansonsten die gleiche weitere Nachbearbeitung wie die anderen Spuren.


    Falls Interesse an einzelnen Rohspuren besteht, einfach bescheid geben. ;)


    Mir ist auf jeden Fall klar, dass ich den Raum in Stereo aufnehmen und im Mix auf irgendwelche Experimente mit Delays verzichten will. Wo ich die Mikros dann genau aufstelle, muss ich noch sehen bzw. hören. Fakt ist jedenfalls, dass Schlagzeug-Aufnahmen in so einem Raum grundsätzlich gleich ein ganz anderes akustisches Kaliber kriegen. Mit Raummikros kriegt man dann eine Fülle, Natürlichkeit und einen "Glue" in die Sache, die sich halt nicht nachträglich simulieren lassen ... 8) ... ;(

    @mtree: Dazu fällt mir eine ganz interessante Anekdote ein von Ash Soan. Der hatte einst ein Song eingespielt (Welcher das war, hatte er im Interview leider nicht verraten) und wie immer hatte er - nach seinem Dafürbefinden - auf den Punkt perfekt abgeliefert. Der Tontechniker und der Produzent sagten dann aber im Studio: Das geht noch besser, das passen wir jetzt noch ans Grid an, damit das auch alles richtig(!) gut klingt. Soan war überrascht und ließt sie machen. Dann hörten sie nachher alle zusammen die perfekt am Grid orientierte Drumspur zum Lied an und - "it sounded horrible". Der Groove war weg, das ganze Lied wirkte nicht mehr tight, emotionslos. Also haben sie die alte Tonspur wieder genommen und es so belassen, denn so war es perfekt, wie die anderen dann zähneknirschend zugeben mussten. Manchmal sind es diese Mini-unperfekten Dinge, die den Zauber ausmachen. Sowohl im Spiel, als auch im Tonklang.

    Ja, das auch. Ich denke sowieso, dass Quantisieren ein ziemlich missverstandenes Tool ist (das sollte übrigens von Hand gemacht werden, ist also 'ne Fleißarbeit). Man kann damit zwar schlechte und auch mittelmäßige Performances ein Stück weit "retten", aber eine wirklich gute Performance macht man damit tatsächlich eher kaputt. Besonders wenn es um Groove geht.


    Es gibt auf der anderen Seite sogar "Humanizer" für Drumcomputer, die kleine Unperfektheiten einbauen. Dieser Umstand im Zusammenhang damit, dass man wirklich gute Groove-Performances eigentlich nur noch kaputt quantisieren kann, zeigt m.E. schön, worum es doch letztendlich geht. :)

    Klare und einfache Antwort von mir vorab: Nein. :)


    Im Prinzip ist es doch wie mit allen Berufen:

    Der Konsument wird merken, wenn es nicht schmeckt, nicht funktioniert, nicht gut aussieht, nicht gut klingt und so weiter. Obwohl der Konsument meistens keine Ahnung davon hat, wie das Ergebnis entsteht und wie viel Know How, Übung und Erfahrung dahinter stecken.


    Bei Musik und Kunst ist das die unterbewusste Wahrnehmung des Ergebnisses vom Hörer. Es geht am Ende immer um Emotionen und ist die Summe vieler Details, die das Ergebnis ausmachen. Auch, ob ein Drummer groovt und welche Energie er am Drumset rüberbringt, ist das Ergebnis vieler Details.


    Im Prinzip sind wir ja auch einfach nur Künstler und beschäftigen uns mit den Emotionen, die die Kunst "transportiert". Angefangen bei unseren eigenen.

    Auch die Aufgabe von Tonleuten kann schnell mal unterschätzt werden. Egal ob live oder auf Platte gemixt und gemastert - der Tonmann kann die Band stilvoll und musikalisch passend in Szene setzen oder aber auch einfach verrecken lassen (letzteres auch, wenn sehr viel technisches Wissen vorhanden ist). Wenn der Mix als "Interface" zwischen Band und Hörer funktioniert oder eben nicht ...

    All das kriegen die Hörer durchaus mit. Allerdings meistens erst, wenn was nicht passt. ^^


    Meiner Meinung nach sollte man im Ernstfall (z.B. auf der Bühne und bei Aufnahmen) tatsächlich "alles" geben. Das sieht natürlich individuell sehr verschieden aus.

    Ja. Bessere Pulte haben ja auch mitunter parametrische Low- und High-Cuts.


    Im Allgemeinen ist es natürlich am besten, den Klang schon durch die Aufnahme weit möglichst zu formen. D.h. eben auch den passenden Anteil Nahbesprechungseffekt und so weiter. Zumindest für so Sachen wie Leadvocals. Das Problem bei EQs ist halt immer, dass sie färben. Phasenverschmieren, Nachschwingen ... gibt ja nicht ohne Grund Linear-Phase EQs. Und selbst die klingen nicht neutral (brauchen aber viel Rechenleistung). Gerade im Bassbereich wird die "EQ Farbe" ja deutlicher. Und es macht dann auch schon einen Unterschied, ob man absenkt oder anhebt.


    Aber ich will mal nicht klugsch...en. ;)

    Profilbild hin oder her ... ich finde das schon ein bisschen bezeichnend. Kann es auch irgendwie verstehen. Denn jeder will ja mehr oder weniger "gesehen" werden. Ist halt nur die Frage wie man dabei vorgeht.


    Ich stimme auch zu, dass Musizieren irgendwie auch Therapie ist.

    Das kann aber dennoch keine richtige Therapie ersetzen. Eher anders herum: manchmal braucht man eine richtige Therapie, um wieder richtig Musik machen zu können. Ich spreche aus Erfahrung ...

    Seit drei Wochen angemeldet, keine Infos im Profil, kein Profilbild und dann gleich so ein Fass aufmachen? Hmm ...


    Das hier ist das einzige Forum, in dem ich wieder bzw. noch aktiv bin. Nicht nur weil ich Drummer bin, sondern auch wegen der vergleichsweise so entspannten und sachlichen Atmosphäre.

    Da musste ich an einigen Stellen auch immer mal wieder zusehen, mich runterzufahren ... 😉


    Sich kloppen (Psychospielchen spielen) und immer wieder die selben Fragen beantworten kann man in diversen Facebook-Gruppen z.B. besser.

    Meine ersten In-Ears waren die Creative EP-630. Nutze ich seit 16 Jahren für den Hausgebrauch. Z.Z. habe ich mein 3. Exemplar, glaub ich. Kostenpunkt 20€. Hauptsächlich nutz(t)e ich die natürlich zum Musikhören unterwegs. Aber auch für den Klick hatte ich sie schon live eingesetzt - in Kombination mit "old school" Monitorboxen.

    Zwischenzeitig hatte ich mal andere Hifi In-Ears im selben Preisbereich getestet und weiß, warum ich die EP-630 immer noch nutze: Die Färbung ist vergleichsweise unaufdringlich mit leichten Betonungen bei schätzungsweise 200Hz und 6kHz. Zu starke "Badewannen" mag ich auch nicht, egal für welchen Zweck.


    Seit knapp 2 Jahren nutze ich die Shure SE215 für Aufnahmen. Auch ohne Effekte macht das im Proberaum mit komplett mikrofoniertem Drumset einfach mehr Spaß als mit Gehörschutz. Kürzlich hatte ich die auch mal zum Musikhören unterwegs benutzt und habe festgestellt, dass der Klang schon etwas besser als der der EP-630 ist. Runder und ausgewogener, insgesamt angenehmer.

    Auch die Kabelführung und der Sitz ist besser und sicherer als mit den EP-630. Bin gespannt, wie lange ich mit denen noch hin komme. Live hatte ich sie noch nicht im Einsatz.


    Die Relevanz von In-Ears zum Schutz des Gehörs kann ich nicht ganz nachvollziehen. Man kann doch sowohl zum Üben und Proben als auch auf der Bühne mit herkömmlichem Monitoring über Monitorboxen mit Gehörschutz spielen. Das mach ich seit vielen Jahren nur so. Da ist mir mein Gehör und ein entspanntes Spielen trotz hoher Grundlautstärke einfach wichtiger als eine laute Monitorbox, die in ein paar Mikros rotzt. Auch wenn die Bandkollegen ohne Gehörschutz spielen.


    Ich denke, die Wahrheit liegt da irgendwo in der (für jeden individuellen) Mitte. Spezielle "Musiker In-Ears" haben durchaus ihre Daseinsberechtigung und entsprechende Vorteile, denk ich. Mir reichen halt z.Z. die SE215.

    Sehr informativ! :thumbup:


    Wieder was dazu gelernt. Den Begriff "Hallabstand" hatte ich schon mal gehört.


    Ich bin im Allgemeinen auch ein Freund von nicht zu stark genutztem Nahbesprechungseffekt, zumindest bei bestimmten Quellen wie Gesang und z.B. Akustikgitarre. Deine oben beschriebenen Zusammenhänge machen aber auch deutlich, dass man (nach meiner Auffassung) eine richtende Quelle wie Gesang mit einem Richtmikrofon in einem kleinen trockenen Raum (Gesangskabine) dennoch gut mit bspw. 30cm Abstand aufnehmen kann. Ich hatte bei mir schon Aufnahmen in der Manier gemacht - sogar mal mit 0,5m Abstand.


    Demgegenüber finde ich z.B. bei Overheads einen Diffus-Anteil sogar wünschenswert, auch wenn noch Raummikrofone dazu kommen sollten. Durch die Nahmikrofonierung der Trommeln und ggf. bestimmten Becken klingt die Sache ja grundsätzlich sowieso erstmal sehr direkt und trocken.


    (und entsprechend ordentlich low-cut braucht, wegen Nahbesprechung)

    Ich hatte mich zeitweise sehr intensiv mit Studio-Mixing beschäftigt und auch ab und zu Geld damit verdient. Möchte an der Stelle nur anmerken, dass ich "echte" Low-Cuts für sowas nicht benutzen würde. Generell würde ich Low-Cuts nur für den Rumpel einsetzen, der nichts mit dem Nutzsignal zu tun hat. Um den Bass- und Tiefmittenbereich auszudünnen, eben um z.B. den Nahpesprechungseffekt zu kompensieren, würde ich immer Low-Shelfs nehmen.

    Danke :)


    Ich hatte mal recherchiert um eine ungefähre Entfernung zur Unterscheidung zwischen Freifeld und Diffusfeld auf dem Schirm zu haben. Aber es geht wohl tatsächlich nur um die Unterscheidung zwischen "Freifeld / Direktfeld = Direktschall, keine Reflektionen vom Raum" und "Diffusfeld = Raumschall, der nur aus Reflektionen besteht".


    Ist es nicht so, dass die Übergänge - zumindest in einem bestimmten Bereich - in der Praxis fließend sind? Bspw. sollten doch Overheads eigentlich sowohl Direkt- als auch Diffusschall aufnehmen. :/


    Ich hatte gestern mal einen kurzen Test in meinem 2,5m hohen 18m² Proberaum gemacht. Verglichen habe ich ein Rode M5 und ein Behringer ECM8000 als Raummikros - ungefähr in Ohrhöhe, 1-1,5m vom Drumset entfernt. Das M5 stand dabei Off-Axis zum Drumset. Das ECM8000 - ein Messmikrofon - war das einzige Kugel-Mikrofon, das ich da hatte. Zuerst dachte ich, dass ich damit absoluten Frevel begehe, aber es klang im Vergleich zum M5 für diese Anwendung erstaunlich gut.


    Da die Richtcharakteristik von Richtmikros zu den tieferen Frequenzen immer weniger ausgeprägt wird, ist der Freifeldfrequenzgang eines Mikros immer untenrum etwas "schlanker" als der Diffusfeld-Plot des gleichen Mikros.

    Verstehe. Aber nur, wenn der Nahbesprechungseffekt außer Acht gelassen wird, oder?


    Mir ist zumindest geläufig, dass Kugel- und auch generell Bändchenmikrofone meistens etwas Bass-lastiger als Nieren(-ähnliche) sind. Konnte ich auch schon in der Praxis mit einem t.bone RB500 und gestern dem ECM8000 feststellen. Letzteres war weitaus basslastiger und insgesamt weniger spitz als das M5, obwohl letzteres eigentlich auch einen recht linearen Frequenzgang hat (von einer 2dB Höhenbetonung abgesehen).


    In Kürze also: Richtcharakteristik des verwendeten Mic ist "im Raum hängend" wirkungslos. Resultierender Sound einer typischen Niere vermutlich basslastiger und mumpfiger als im normalen "Close-Mic" Einsatz, Ein absenkender Griff an den EQ behebt das aber leicht.

    Aufgrund des Nahbesprechungseffekts sind meine Erfahrungen dies bzgl. das komplette Gegenteil. Ein paar Zentimeter am Schlagfell klingt ein Druckgradientenempfänger sehr basslastig und ein paar Meter weiter weg vergleichsweise dünn. Oder verstehe ich dich falsch?

    Sieht sehr solide und sicher aus!

    Danke :)


    Was ist denn das für ein rhythmisches Gebilde, was du da ab etwa 0:40 auf den Toms 2x spielst? Insbesondere die letzten 3 Noten, die gleichzeitig auf erstem Rack- und erstem Floor-Tom kommen, hören sich etwas "out of time" an. Ich bin mir aber sicher, dass das nur an meinem fehlenden Zeit-Bezug ohne die Band-Spur liegt.

    Ich habs mittels EDIT mal komplett aufgelistet:



    Erster Solo-Part - bezogen auf 132 BPM:

    16tel Ghostnotes, Betonung von punktierten Achteln auf Bassdrum und Snare, die Wirbel sind 32stel.


    Zweiter Solo-Part - bezogen auf 132 BPM:

    4 (Toms) über 3 (Bassdrum / Viertel). Der 4er ist "gefüllt" mit triolischen Ghostnotes.

    Die Flams am Ende dieses Parts müssten Triolen (Toms) auf punktierten Achteln sein.


    Dritter Solo-Part - bezogen auf 66 BPM:

    Triolen auf den Vierteln, jede Note der Triolen beinhaltet eine weitere Triole. Die Flams am Ende liegen auf jeder 2. Note der Novemolen (9er).


    Vierter Solo-Part - bezogen auf 132 BPM:

    Zuerst Quintolen, dann Sextolen.



    Also da ist nichts "out of time". Es ist natürlich recht schwieriger Stuff und arbeite immer noch an der Sauberkeit meiner Performance.


    Ursprünglich sollte das ein Solo für die Tour letztes Jahr werden. Damit wurde ich quasi beauftragt. Sollte ohne DoubleBass sein (ist es auch immer noch). Das, was ich mir da so ausgedacht habe, musste ich dann selber erstmal üben ...

    Kleiner Vorgeschmack aufs nächste Video. Hier mit Kamera-Ton. Später dann mit Bandbegleitung ...


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