Beiträge von m_tree

    Danke. :)

    Ich will auch gar nicht weiter diskutieren ...


    Zu der App noch ein Gedanke:

    Ich gehe davon aus, dass Musiklabels das nicht so gut finden und mich würde es nicht wundern, wenn es da noch einen Rechtsstreit geben sollte.

    Ok, da hast du wohl recht.


    In obigem Beispiel ging es übrigens nicht um Guidetracks. Die final zu hörende Akustikgitarre ist von 2010 und meine Drums von 2015.

    Wenn man zu Playalongs bzw. Songs ohne Drums spielt, sollte man einen Klick dazu nutzen.

    Da wage ich zu widersprechen, denn man kann sich ohne Weiteres auch am Bass, der Gitarre, Keys oder sonst was orientieren. Da bekommt man mehr ein Bandgefühl hin, so als, wäre man eben mittendrin. Das erfordert eine andere Aufmerksamkeit, welche aber fürs Erlernen von Feeling, Phrasierungen u. ä. nicht negativ, sondern eher positiv zu bewerten ist.

    Das mag sein und geht ja auch, wenn die Originaldrums noch vorhanden sind.


    Ich hatte mal ein Schlagzeug auf eine ältere (die final zu hörende -> keine Guidetracks) Akustikgitarrenaufnahme mit Vocals eingespielt. Und zwar auf den fertigen Mix. Die Rohspuren zum finalen Mixen und Mastern hatte ich erst danach bekommen.

    Ich war so - ohne Klick - dazu gezwungen, mich genau an der Akustikgitarre zu orientieren (Timing, Feeling). Eigentlich war das nur ein Entwurf von mir, wurde dann aber so veröffentlicht -> https://youtu.be/c1Zt026-CtI


    Meines Erachtens totaler Käse bzw. fast schon Pfusch. Denn natürlich war ich nachher gezwungen, ein paar Timinganpassungen hinsichtlich Drums und Gitarre vorzunehmen, um ein amtliches Ergebnis zu erreichen.


    Die Drums bzw. die Rhythmusgruppe sollten das Fundament legen. Immer, egal wie. Zu fertigen Songs und Playalongs zu spielen ist insofern einfach nicht vergleichbar mit dem Spielen in einer echten Band.

    Noch eine Ergänzung von mir:


    Wenn man zu Playalongs bzw. Songs ohne Drums spielt, sollte man einen Klick dazu nutzen. Wird allerdings bei "live" ohne Klick eingespielten Klassikern schwierig. Da bleiben dann zwei Optionen: entweder man behält die Originaldrums als Klick oder man muss sich in akribischer Kleinarbeit einen Klicktrack bauen. Letzteres hatte ich übrigens für bestimmte Passagen in Covers von mir schon gemacht. Geht am besten optisch mit der Wellenform in der DAW ... ums nachträgliche Gehör-mäßige Überprüfen kommt man natürlich trotzdem nicht drumrum.

    Und wenn ein Anfänger ein Lied durch Mitspielen gelernt hat, ist es gut, das auch mal ohne die Original-Spur zu spielen, weil einen die ja schon ein bisschen an der Hand nimmt. Man kennt das ja gut vom Singen: Solange man im Radio mitsingt, passt alles super. Wenn man dann aber ohne die Stütze singt (Karaoke oder Band), dann ist es gleich viel schwieriger. Der Effekt ist beim Schlagzeug natürlich kleiner, weil man keine Töne treffen muss, aber eine Timingstütze ist das Original-Schlagzeug schon. Spielt man dann mit einer Band, fällt das weg.

    Jetzt kommen wir der Sache näher :)


    Deine Argumentation liest sich natürlich schlüssig. Allerdings übersiehst du da ein m.E. sehr wichtiges Detail:


    Spielt man als Schlagzeuger mit einer Band, ist man i.d.R. selbst der Klick bzw. der "Timekeeper" für die Band - unabhängig davon, ob man selbst einen Klick im Ohr hat oder nicht. Und auch wenn man als Drummer nicht der Fels in der Brandung der Band ist - eine echte "gute" Band spielt zusammen, dynamisch.


    Nimmt man nun einen älteren Song, der noch live ohne Klick eingespielt wurde und entfernt die Drumspur ... da muss man die Schwankungen und natürlichen "Zieher" im Song schon genau auswendig kennen (nix mit Noten ;) ) oder sich einen Klicktrack dazu bauen. Das Playback kann sich jedenfalls nicht - wie eine Band - an dein Timing-Machtwort anpassen. ;)


    Ich hatte ja vor zwei Jahren Rosanna von Toto gecovert. Die Nummer ist ja sehr berühmt - der Drummer auch. Davon abgesehen, dass Jeff Porcaro nach eigener Aussage ein "schlechter" Notenleser bzw. primär ein Gehör- und Gefühltrommler war, wurde die Nummer ohne Klick eingespielt. Ich musste das schon genau analysieren und richtig üben, um eine zum Original passende Performance abzuliefern. Und die Playalongs, die ich dazu so gefunden hatte ... sorry ... <X

    Drum Bee

    Dass es schwieriger ist ohne Originaldrums zu einem fertigen Track zu spielen hatte ich zwar nicht gesagt. Aber ja - eine echte Band gut zu begleiten ist schon noch mal was anderes. Und meiner Meinung nach auch die einzig vernünftige Lösung um "alleine" ganze Songs zu begleiten. ;)

    Ich wollte hier nur die Möglichkeit aufzeigen, dass man auch zum Originaltrack mit Drums trommeln kann. Mit Abweichungen vom Original beziehe ich mich auch aufs Timing und Feeling. Dass klar ist, was man spielt, setze ich voraus. Egal ob vom Blatt oder aus dem Gedächtnis.

    Den Nutzen der App stelle ich gar nicht in Frage und ich schließe nicht aus, dass ich die auch mal Schülern empfehle.


    Genau das ist doch für Anfänger extrem schwierig und störend wenn man noch nicht alles exakt 1:1 drüber spielen kann.

    Vielleicht kann man auch nicht mehr als einen einfachen GrundBeat und will sich erst langsam an das Original herantasten.

    Selbst mich würde es sehr stören wenn ich über eine Drumspur trommeln sollte. Außerdem ist ein großer Nachteil das man seine Fehler weniger hört.

    Mal davon abgesehen, dass es diese Möglichkeit erst seit kurzem gibt und ich das Original immer einem leblosen Playalong vorziehen würde, ist deine Aussage widersprüchlich. Denn wenngleich das Originalschlagzeug so extrem störend sein sollte (für mich übrigens nicht nachvollziehbar - und ich hab auch mal mit sowas angefangen) ist es doch auf der anderen Seite gerade der beste Indikator für eigene Abweichungen davon (bzw. Spielfehler).

    Grundsätzlich kann ich das "Problem" zwar verstehen. Aber um es mal etwas zu relativieren:


    • Die App gibts noch nicht so lang (seit 1,5 Jahren oder so). Prinzipiell ist das Luxus. Mal davon abgesehen, dass man damit die Arbeit von Leuten, die wissen was sie tun (z.B. Mixing Engineers), kaputt macht.
    • Meiner Meinung nach ist das gar nicht notwendig. Ich habe bisher alle meiner Drumcovers (siehe Signatur) mit den komplett originalen Songs gemacht und im Mix nur mit etwas EQ und ggf. Limiting nachgeholfen, um meinen Drums mehr Platz zu verschaffen. Ich würde solche Covers auch niemals mit Playalongs machen (die meistens nicht mehr viel mit dem Original zu tun haben) und auch nicht mit durch Moises von Drums befreiten Originalen (zu viel Artefakte).
    • Ein wesentlicher Punkt ist meiner Meinung nach auch, dass es sogar besonders für "Nichtprofis" von Vorteil ist, auf die Originaldrums drauf zu spielen. Denn i.d.R. sind das ja sehr gute Performances, die - wenn nicht absolut tight auf Klick - auch ein gewisses Feeling transportieren, das man "spielerisch verstehen" möchte. Man hört so sofort, wenn man daneben liegt - ganz ohne Klick.


    Manchmal habe ich den Eindruck, dass technische Möglichkeiten nicht immer Gewinnbringend sind. Ich als "Produzent" bzw. zumindest jemand, der schon Aufnahmen gegen Geld für CD, Youtube, Streaming und Radio abgemischt hat, finde diese App grundsätzlich nicht so gut.

    naja der i5 vom Punkdrummer ist ja schon sehr betagt und auch grenzwertig leistungsschwach.

    Dahingehend bin ich wirklich gespannt. Bisher ist der Prozessor noch sehr geringfügig ausgelastet. 32 Samples mit nun mehreren VSTs und gleichzeitigem Recording kein Problem.

    Zum Aufnehmen braucht man auch für 16 und mehr Spuren nicht viel Rechenleistung. Wichtig ist, dass der Rechner stabil und zuverlässig läuft.

    Ansonsten hängt der CPU-Hunger dann maßgeblich von den genutzten Plugins ab (Oversampling ...). Und auch von der Mix-Struktur. Je mehr Plugins auf einem Kanal in Reihe geschaltet sind, desto langsamer ist bei mir z.B. das Full-Speed Offline Rendering (trotz Octacore mit 16 Threads).


    Danke für die Tipps, aber es hat sich ja mittlerweile alles geklärt :)

    Ach so - das hatte ich überlesen, sorry.

    Kommt auf die Samplingfrequenz drauf an oder?

    Beispiel 1: 256Samples/44100Hz = 5,8ms Latenz

    Beispiel 2: 256Samples/88200Hz = 2,9ms Latenz


    Da kommen aber noch Latenzen hinzu. Woher genau, keine Ahnung. Es war aber deutlich spürbar und für's Drum Monitoring nicht nutzbar.

    Ja, die Werte sind in der Praxis immer höher. Mit einem internen Interface (PCI) sind die Latenzen übrigens niedriger als über USB (externes Interface).


    Gerechtfertigte Frage! Ich habe ca. ein Jahr mit Direct Monitoring getrommelt und das war auch schon nett. Aber einen schönen Raum auf's Set und ein paar EQ-Eingriffe machen das Ganze jetzt doch nochmal deutlich spaßiger.

    Verstehe.

    Ich empfinde Monitoring mit In-Ears schon als eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Natursound am Drumset (mit Gehörschutz ...) und freu mich im Nachhinein lieber ein zweites Mal, wenn's mit Effekten abgemischt noch mal deutlich besser klingt. 8)

    Mit einem älteren Intel Quadcore komme ich problemlos auf 64 Samples.

    Das Problem scheint tiefer zu liegen.

    Ich würde erstmal im BIOS Energiesparfunktionen der CPU deaktivieren, so weit möglich. Und Sachen wie W-LAN am besten auch direkt im BIOS deaktivieren. Den Onboard-Sound brauchst du auch nicht ;)


    Wie hoch ist die Latenz denn mit 256 Samples?


    Unabhängig von alle dem würde ich die Idee aber grundsätzlich verwerfen. Warum reichen die Rohsignale im Monitoring nicht aus? :/

    Nick74

    Alles gut. Ich hab umgekehrt von E-Drums keine Ahnung ;)


    Ansonsten sehe ich schon einen Sinn in E-Drums und ich schließe nicht aus, dass ich mir auch noch eins besorge, wenn ich mal das nötige Kleingeld dafür übrig habe.


    Im Allgemeinen sehe ich folgende Vorteile in E-Drums:

    • Man kann leise üben
    • Man kann einfach und unkompliziert brauchbare Drumsounds auf Aufnahmen und Bühnen bringen
    • Man hat Soundtechnische Möglichkeiten, die man mit A-Drums nicht hat. Z.B. einen sehr sauberen "triggered" Sound oder experimentelle Sounds.

    Drummer wie z.B. Neil Peart oder Danny Carey hatten ja schon sehr erfolgreich elektronische Sounds mit Akustikdrums kombiniert. Also direkt im Drumset und jeweils Banddienlich.

    Ganz realistisch wäre auch, wenn die Toms mit der Bassdrum mitbrummeln und Bassdrum und Toms den Snare-Teppich zum Rascheln bringen. Da stellt sich mir aber auch die Frage: Will man das überhaupt?

    Das hat man doch in den meisten Drum Samplern und in SD3 hat man auch Tom-von-Bassdrum-Gebrummel.

    Entweder du hast den Kern meiner Aussage ignoriert oder nicht verstanden.


    [...hier wurde etwas entfernt, man kann es im Backup im Trash nachlesen - Gruß mc.mod]

    Ich verstehe aber nicht, warum man mit Elektronik unbedingt etwas imitieren will.

    Eben. Im Video finde ich z.B. das Sustain des 3. Toms zu lang. Das mag zwar realistisch sein für eine offene und nicht all zu exakte Stimmung, aber ist das erstrebenswert?

    Ganz realistisch wäre auch, wenn die Toms mit der Bassdrum mitbrummeln und Bassdrum und Toms den Snare-Teppich zum Rascheln bringen. Da stellt sich mir aber auch die Frage: Will man das überhaupt?

    Mischt man im großen Stil mikrofonierte Akustikdrums auf moderne Weise, sieht man i.d.R. zu z.B. den Bleed auf den Tom-Mikros zu zügeln - wenn nicht gespielt.


    Mir stellt sich beim Thema Realismus dann auch noch die Frage: Worauf bezieht sich das? Akustikdrums klingen aus Drummersicht anders als aus Zuhörersicht. Mit der üblichen Mikrofonierung in einem Rohmix dann schon mal ganz anders und modern abgemischt dann noch mal ganz anders (übrigens "besser", als ein nicht mikrofoniertes Schlagzeug jemals klingen kann).


    Dass ein guter Drums-Sound so mit das Aufwändigste und Komplizierteste ist, dürfte ja bekannt sein. Das ist nun mal so.

    Ja, ich denke so geht's den meisten hier...wenn die auch nicht so professionell unterwegs sind wie du. Wenn nicht alle 10-20 Sekunden ein Blitz einschlägt oder der Song gewechselt wird, schalten 99% weiter... wenn mich dagegen in den ersten 10 Takten ein Drummer begeistert, schaue ich es mir in der Regel auch fertig an.

    Ja, auf Youtube geht's nicht immer um die beste Performance. Sondern auch darum, wie man sich verkauft. Und eben "Glück". Zur richtigen Zeit am richtigen Ort mit den richtigen Leuten und so.


    Aber bei zwei meiner Videos hat's der Youtube-Algorithmus gut mit mir gemeint. :)
    Mein erstes Video von 2012 (blink-182 Cover) hat mittlerweile 70.000 Klicks und mein Rosanna-Cover knapp 8.000. Ich gebe mir auch aus dem Grund immer viel Mühe. Man weiß ja nie ;)

    An die Qualität - auch was Bild und Ton betrifft - von manchen Drummern komme ich aber nicht mehr ran. Und für mich ist das auch immer noch eher Mittel zum Zweck (Referenzen) und Spaß an der Freude (man kann es halt so machen, wie es einem gefällt).