Beiträge von m_tree

    Ja, jetzt wo du's sagst ... mir wäre es auch etwas spanisch vorgekommen, wenn es so einfach wäre. Dieser Satz bringt es wohl auf den Punkt:


    Vereinfacht gesagt, gibt der Phasengang die frequenzabhängige Phasenverschiebung zwischen Eingangs- und Ausgangssignal an.

    Das erinnert mich am Beispiel von einfachen Hoch- und Tiefpässen auch wieder schön daran, wie Eingriffe mit Equalizern den Klang färben (Phasenverschmieren und Nachschwingen). Und wie wichtig gute Aufnahmen und eine geeignete Mikrofonauswahl sind (besonders wenn es um Bässe geht) :)


    Hmmm... klingt für mich nach: Don't fix it if it ain't broken. :/

    Vielleicht sind die Berichte über Modifikationen durch Austausch des SSM2017 dann getrieben durch die reine Erwartungshaltung. In einem Bericht wurde davon geschrieben, dass der modifizierte PreQ im High End Bereich mitspielt - aufgrund der nahezu identischen Daten der beiden Bausteine dürfte es sich bei dieser Einschätzung wohl ziemlich sicher um reines Wunschdenken handeln.

    Da ich die Teile schon hier habe und auch nicht mehr zurück geben kann, werde ich einen der PreQs trotzdem umrüsten - und wenn es nur dazu ist, den Mythos zu widerlegen.

    Aus dem Rest was ich nicht durch ESD zerstöre kann mein Sohn vielleicht batteriegespeiste Preamps für dynamische Mikros zusammen löten.

    Ich denke, der tatsächliche Nutzen deiner Aktion liegt eher darin, dass es halt interessant ist und (Dir) Spaß macht.


    Interessant wäre m.E. dann auch tatsächlich noch ein praktischer Vergleich - und dafür kann man ja ruhig die ganzen sensiblen Ohren hier zu Rate ziehen. ;)

    Wenn man überhaupt Unterschiede hören kann :/

    Verstehen bzw. interpretieren kann ich die Kurven nur zum Teil - Frequenzgang und Phase ist klar, bei den THD+N Kurven ist mir nicht so ganz klar, was der Verlauf bedeutet...

    Die Phase ist doch einfach die 1. Ableitung bzw. Steigung des Frequenzgangs, oder?


    THD steht ja für Total Harmonic Distortion, N für Noise. Der Graph stellt deren addierte Schalldruckpegel (Y-Achse) in Abhängigkeit von der Frequenz (X-Achse) dar.


    Oder steckt noch mehr dahinter? :/

    Na dann werde ich mich mal genauer mit den angesprochenen Threads befassen.

    Ich hatte doch glatt angenommen, es ginge auf "einfache" Art und Weise...danke einstweilen!

    Man kommt mit drei bis vier Mikrofonen, wie bereits angesprochen, schon recht weit. Mehr ist für die ersten Gehversuche auch nicht sinnvoll. D.h.:


    1x Bassdrum (Beispiel: Shure Beta 52a)

    1x Snare (Beispiel: Shure SM57)

    2x Overhead (Beispiel: Oktava MK-012 Stereopaar)


    Geeignete Stichworte für die Suche nach Infos sind "Recorderman" bzw. "Glyn Johns" - das ist eine bestimmte Aufnahmetechnik für zwei Overhead-Mikrofone (Stereo), die sich vor allem auf die Overheads stützt. Grundsätzlich braucht man dafür nur noch ein Mikrofon für die Bassdrum.


    Damit ist man aber noch recht weit von dem modernen, fetten und "besser als die Realität" Drumsound, den man von einschlägigen Produktionen so kennt, entfernt.

    Neben einem grundsätzlich guten Sound (Stimmung!) und der Mikrofonierung ist es dann vor allem der Mixdown, mit dem man so einen Sound erreicht.


    Ich würde aber auf jeden Fall gleich in ein Interface mit 8 Mikrofoneingängen und zusätzlich möglicher Erweiterung über ADAT investieren. So kannst du dann nicht nur noch Mikrofone fürs Schlagzeug (Toms, Snare-Teppich, 2. Bassdrum-Mikro, Einzelmikrofone für Becken, Raummikrofone) hinzufügen, sondern ggf. auch gleichzeitig andere Instrumente aufnehmen. Probemitschnitte mit Bass, Gitarre und Gesang z.B. ...

    Mal von der Mikrofonie abgesehen sollte man sich darüber im Klaren sein, dass es dabei auch viel um Know How geht. Akustikdrums sind, was einen mit üblicher Mehrfachmikrofonierung erzeugten "modernen" Klang angeht, eine recht komplizierte Angelegenheit. Mehr als alle anderen Instrumente.


    Kommt natürlich auch auf den eigenen Anspruch an. Aber wenn man an der tontechnischen Umsetzung selbst keine Freude findet, wird man da auch nicht weit kommen. Dann lieber weiter das EAD10 genutzt und dafür mehr gespielt ...

    Sennheiser e604 an den Toms brauchst du dafür trotzdem nicht. Und es müssen im Proberaum auch keine teuren K&M Mikrofonstative sein. Die von Millenium halten auch.


    Was das Pult / Interface angeht verstehe ich deine Entscheidung aber voll und ganz. Mein Einwurf sollte auch nur zur Festigung der Entscheidung beitragen. ;)


    Ich nutze z.Z. ein Focusrite Scarlett 18i20 2nd Gen, erweitert mit einem Behringer ADA8200 auf 16 Kanäle und bin völlig zufrieden. Wichtig ist mir Latenz-freies Monitoring, Effekte brauch ich dabei nicht. Ist halt nix für live ...

    Geht es hier wirklich nur um Monitoring zum Proben oder auch um Mehrspuraufnahmen, die im Nachhinein nachbearbeitet werden sollen?


    Für den ersteren Fall würde ja ein kleiner und günstiger Analogmixer völlig ausreichen. Nachbearbeitung braucht man fürs Monitoring auch nicht unbedingt (ich komme sehr gut ohne aus).


    e604 an den Toms halte ich für dieses Szenario hier für völlig übertrieben. Ich mach meine Aufnahmen an den Toms z.Z. mit diesen Mikros hier - im Gebrauchtkauf unschlagbar günstig und klingen an Toms für meinen Geschmack runder als SM57: the t.bone MB85 Beta Mikrofon – Musikhaus Thomann

    Beispiel dazu von mir: Fat toms tuned in intervals - 6/8 with triplets - YouTube


    Und es würde für den Anfang auch erstmal ohne Mikros an den Toms gehen, bei entsprechender Overhead-Aufstellung. Z.B.:

    Bassdrum: AKG D112, Shure Beta 52a, Audix D6 (je nach Geschmack)

    Snare: Shure SM57, Audix i5 (je nach Geschmack)

    Overheads: Oktava MK-012 matched pair (Niere)


    Günstiger und fürs Monitoring völlig ausreichender Analogmixer: Behringer RX 1202 FX V2 Rackmixer – Musikhaus Thomann

    So wie ich das verstanden habe, sollten im Allgemeinen nicht die Anlötplättchen, sondern wirklich nur der Teppich auf dem Fell aufliegen. Außerdem sollten die Anlötplättchen nicht bis an die Gratungen gehen. D.h., der Teppich sollte nicht zu breit sein.


    Mit "abgewinkelt" meinte ich übrigens, dass die Enden der Anlötplättchen schräg im Vergleich zum Teppichteil geführt sind. Also nicht einfach nur versetzt, wie üblich.


    Bei meiner Tama PBR146 Starphonic Brass mit Standardteppich sieht das so aus:


    Nein ich meine das eines dieser Stoffbänder von den Tama Teppichen gerissen ist. WItzigerweise einfach während dem Spielen, auf einmal war die Snare "aus". :D

    Besonders auf Gigs ist das dann eine sehr gelungene Show-Einlage. Kommt auch gut bei den Kollegen an. Vor allem, wenn man keine Ersatz-Snare dabei hat und sich die Bühne an jenem Abend nicht mit anderen Bands teilt. ^^


    Ähnliches gilt natürlich auch für gerissene Felle und gerissene Fußmaschinenfedern. :P


    Welchen Unterschied macht es jetzt ob ich ein Band drunter herziehe oder Schnüre?

    Bei diesem Teppich bzw. diesen Anlötplättchen macht das schon einen Unterschied. Sieht man ja auf den Fotos. Mal von den sonstigen Unterschieden abgesehen.


    Niles

    Auf den Fotos sieht es so aus, dass die Anlötplättchen außen leicht abgewinkelt sind. Ist dem so? Wenn ja, würde ich tatsächlich einen anderen Teppich besorgen.

    Ich melde mich nochmal, sobald ich ein Band aufgetrieben habe.

    Vorschlag für eine vorübergehende Lösung: ein altes (nicht zu dickes) Fell in passende Streifen schneiden und zurecht biegen. Hat zwar ein paar Nachteile, aber hält nach meiner Erfahrung besser als die Gewebebänder. So eins ist mir schon mal gerissen. Obwohl ich meine Teppiche nur moderat spanne.

    Oliver_Stein

    Ich steige an der Stelle mal mit in die Fachsimpelei ein.


    Kenne den Rechner auch und wusste natürlich, wer EBS entwickelt hat (es waren wohl auch ein paar Tonstudenten beteiligt).


    Die Schwierigkeit, die ich bei den meisten Mikrofonsystemen sehe, ist eben genau der Punkt, dass der Achsenwinkel ungleich des Aufnahmebereichs ist.


    Warum ich bei Schlagzeug-Overheads (wie viele andere übrigens auch) lange Zeit eher bei AB war, hat vor allem den Grund, dass Schlagzeug-Overheads eigentlich keine klassische Anwendung für ein Stereo-Hauptmikrofonsystem sind. Es kommen da sehr viele Faktoren ins Spiel, unter anderen:


    - Welche Rolle sollen die Overheads übernehmen? (gutes Beispiel -> Olivers hier nicht zusätzlich mikrofonierte Toms)

    - Jedes Schlagzeug ist individuell aufgebaut -> wie kann ein möglichst ausgewogenes Klangbild erzeugt werden? Auch mit Stützmikrofonen ist eine gute Ausgangsbasis der Overheads wichtig. Hatte erst kürzlich (wieder) bei einer Mix-Challenge erlebt, dass ein bestimmtes Becken viel zu laut im Vergleich zum Rest war. Da half dann nur noch Lautstärke-Automation.

    - Welche Rolle spielen Stützmikrofone und wie wichtig ist die Monokompatibilität der Overheads wirklich? Bei vielen Stützmikros und mittig gepannten Snare- und Bassdrumspuren ist die Monokompatibilität der Overheads vernachlässigbar. Zumal man diese ja auch nicht zwingend 100% L/R pannen muss.


    Mein experimenteller AB-Aufbau zielte zum einen darauf ab, die Becken auf den Overheads nicht zu vordergründig und vor allem nicht zu scharf klingen zu lassen (Becken klingen am Rand weicher). Aber auch auf eine - auf die Laufzeitdifferenz bezogen - mittige Snare auf den Overheads.

    Dennoch fand ich EBS letztendlich besser. Das ist einfach ein vernünftiges Stereobild als Ausgangsbasis und klingt für mich runder - mit etwas mehr Raumanteil und damit auch nicht ganz so vordergründig. Natürlich ist die Snare dann nicht genau mittig, aber glücklicherweise von der Laufzeitdifferenz auf den OHs vernachlässigbar (ich aligne die so, wie sie sind). Eine nicht ganz mittige Snare auf den Overheads (Extreme also ausgeschlossen) führt auch dazu, dass die Snare mit Stützmikros etwas räumlicher / breiter ist.

    XY fand ich in jeglicher Hinsicht enttäuschend. Zugunsten der Monokompatibilität hat man einfach kaum Stereoanteile.


    Was man bei all den Sachen im Mix natürlich auch berücksichtigen muss, wenn man die Overheads z.B. an die Snare aligned: wie groß ist die Laufzeitdifferenz der Snare auf den Overheads? Denn es bringt wenig, ein von vorn herein gutes Stereobild der Overheads zu zerstören, indem man die Laufzeitdifferenz der Snare auf den OHs ausgleicht.


    Da man sich damit für die jeweilige Drumkit-Breite und Overhead-Höhe dann einfach sein eigenes System mit gewünschtem Aufnahmewinkel als Startpunkt ausrechnet, und von dort ausgehend finetunen kann, braucht man die Standardsysteme (wie ORTF, NOS, XY; AB, DIN, RAI etc) dann eigentlich kaum noch.

    Das halte ich für gewagt. Die Stereosysteme wurden von Experten entwickelt, die sich sicher etwas dabei gedacht hatten. Also wenn man nicht sowieso mit einem "spaced pair" bzw. groß-A/B arbeitet, hat es m.E. wenig Sinn, da großartige Experimente zu starten. Das schöne an EBS ist eben wirklich, dass nicht nur der Achsenwinkel sehr einfach messbare 90° sind, sondern Achsenwinkel = Aufnahmebereich und damit die Aufstellung sehr einfach wird. Die Aufstellung ließe sich dann sogar ganz einfach mit dem Pythagoras berechnen: angenommen zwei Crashbecken bilden die jeweils äußere Begrenzung des Drumsets und man will diese als Begrenzung nutzen (und Bassdrum/Snare sind als Einheit relativ mittig zwischen diesen Becken), reicht die Entfernung der Crashbecken zueinander, um die nötige Höhe des EBS-Mikrofonsystems zu berechnen.


    Zitat von streichelzeuger

    An dem Idealziel, also daß einem

    - weder alle Klangquellen des Kits an die äußeren Ränder der Stereobasis wandern

    - noch daß das Drumkit schmal und mittig im Stereofeld sitzt,

    ist man durch das Ausrechnen schon im ersten Wurf näher dran als nach stundenlangem Experimentieren mit willkürlichen oder auch altbewährten Stereo-Setups.

    Wieso? Der Rechner bietet keinen Bezug zu tatsächlichen Entfernungen. Bei EBS ist es z.B. ganz einfach: ist die Klangquelle 2m breit, muss das Mikrofonsystem einen Abstand von 1m zur Klangquelle haben. Das lässt sich mit dem Rechner aber nicht berechnen.

    Hab vorhin die Teppichmontage korrigiert, Fotos gemacht und bin die Stimmungen von Snare und Toms (10+14") noch mal komplett durchgegangen. Habe dann noch eine dritte Testaufnahme gemacht und die drei Aufnahmen jetzt auch mal verarbeitet und hochgeladen. Zum besseren Verständnis habe ich auch noch ein Bild der betreffenden Passagen des Tuning-Guides (Tunebot) angehängt - links Toms, rechts Snare.



    Teppich (siehe Fotos)

    • ist jetzt ziemlich exakt mittig
    • die Schnüre waren und sind ziemlich sicher richtig fixiert



    Stimmung - Snare

    Noch bevor ich den Tuning-Guide des Tunebots (den ich übrigens nicht besitze) kannte, hatte ich meine 14er Snares mittels der Tuning-App meistens auf G3 (196 Hz) gestimmt (ist eine schöne Ausgangsbasis, find ich). Mit der Empfehlung von 398Hz fürs Reso werde ich aber nach wie vor nicht warm (ist mir zu hoch). Ohne das jetzt weiter zu vertiefen - ich hatte ein bisschen hin und her gestimmt und letztendlich nur so lang geschraubt, bis ich wieder ein für mich zufriedenstellendes Ergebnis hatte. Der Grundton liegt auf allen Aufnahmen bei ca. G3.



    Stimmung - Toms

    14er -> G2

    10er -> D3


    Mit jeweils gegenüberliegend abgedämpftem Fell noch mal komplett durchgecheckt. Meine Basis war und ist hier "Low Resonance".

    Sehr auffällig war bei beiden Toms, dass die Empfehlung im Guide bei mir hier so gar nicht funktioniert hat. Das hatte ich bei meinem Studioaufenthalt vor ein paar Monaten mit den gleichen Fellen anders erlebt (soweit ich mich erinnere). Emperor clear auf der Schlagseite, Diplomat Clear auf der Resoseite. Ich vermute, dass der Guide hier nur für Kombinationen gleicher Felle bzw. gleicher Fellstärken greift. Fakt ist jedenfalls, dass ich entweder die Resos oder die Schlagfelle höher stimmen muss, um auf den entsprechenden Grundton zu kommen. Habe mich vorhin für letzteres entschieden. Denn zu große Tonhöhendifferenzen der beiden Felle führen bekanntermaßen ja auch dazu, dass diese nicht mehr richtig miteinander interagieren können.


    Für meine Testaufnahme danach habe ich das Gaffa komplett von beiden Toms runtergehauen und ich war überrascht: Kein Nachrascheln des Teppichs mehr durch Mitschwingen der Toms. Bestätigt hatte ich mir das noch mal, indem ich das Schlagfell des 10ers mit einer Hand abgedämpft hatte, während ich die Snare mit der anderen gespielt hatte (nicht auf den Aufnahmen zu hören).

    Die Kehrseite der Medaille ist allerdings auch, dass das 10er nun deutlich mehr zum Schwingen angeregt wird. Der Vergleich hinkt insofern zwar etwas, dass das Gaffa auf den Aufnahmen vom 27.10. noch auf dem 14er drauf war, aber es betrifft sowieso mehr das im Mixdown rechts verortete 10er Tom.

    Nils' Aussage mit "irgend einen Tod muss man sterben" bringt es also wirklich gut auf den Punkt.



    Testaufnahmen

    Ich habe die Aufnahmen absichtlich in meiner gewohnten Manier nachbearbeitet, allerdings lediglich was die Phasenbeziehungen, das Frequenzspektrum und die Dynamik betrifft (habe also keinen Hall hinzugefügt -> furztrocken). Denn die übliche Nachbearbeitung bringt normalerweise noch mehr Details zum Vorschein. Mit Nachbearbeitung ist das hier einfach näher an der Praxis, finde ich.

    Zu hören sind beide Snarespuren, Overheads und Bassdrum (In+Out) in passenden Lautstärkeverhältnissen und die Tomspuren auf dem Level, auf die ich sie leiser automatisiere, wenn nicht gespielt (-15dB). Stützmikros für Becken habe ich gemutet.



    Mir hat das Gespräch hier auf jeden Fall schon sehr weitergeholfen und mich motiviert, der Sache weiter nachzugehen. Beeindruckend find ich letztendlich immer wieder, wie komplex das alles ist. Mal sehen, wie ich mir in Zukunft praktische Ansätze zurecht lege, um grundsätzlich einen soliden Sound anzubieten.

    Hmm ja ok, 350 bis 400 Hz sollte schon hoch genug sein. Daran sollte es dann wohl nicht liegen. Obwohl: Da kann wenig manchmal schon viel helfen, ein versuch wäre es evtl. wert. Vielleicht sogar nur an den vier Schrauben direkt am Teppich.

    Definitiv. Ich werde die Stimmungen von Snare und 10er Tom noch mal durchgehen.


    Beim Snarereso verfolge ich übrigens auch die Vorgehensweise, das Fell in Stimmung mit sich selbst zu bringen bzw., dass an jeder Spannschraube die selbe Tonhöhe / Fellspannung vorliegt. Ich dachte mir bisher jedenfalls, dass ich so auch ganz automatisch im richtigen Maß ins Snarebed reinstimme. Wenn man da nicht reinstimmt geht die Funktion des Snarebeds ja flöten.


    Aber mit den angeknallten Resos gebe ich Dir recht, mache ich auch nicht so.

    Und wenn des Dich bei den Aufnahmen nicht stört, isses ja vielleicht auch wumpe. Denn die klingen ja wirklich gut!

    Bei meiner vorletzten Aufnahme hat's mich nicht gestört und es ist im Gesamtkontext auch kaum zu hören. Die Toms sind hier nicht abgeklebt (also alles am "resonieren") und abgesehen von etwas Sättigung / Distortion und Summenkompression des Gesamtmixes habe ich hier nur etwas Parallelkompression (separat) auf die Bassdrum und die untere Snarespur gegeben. Anders gesagt habe ich die leisen Anteile der Teppichspur im Mix lauter gemacht, um die Ghostnotes etwas durchsetzungsfähiger zu kriegen. Keine Gates auf der Snare, Toms in der Lautstärke automatisiert.


    Suicide Kid - Feel The Cure --- Drums by Marius Baum - YouTube


    Ich bin auch gerade schon wieder mit den nächsten Baustellen beschäftigt - Stichwort "schöne Höhen". Mir klingen die Becken hier trotz meiner gewohnten Mixdown-Manier nämlich gerade ein bisschen zu spitz. Aber das hat mehrere Gründe.

    Moin der Herr,

    sehe ich das richtig, dass die Schnüre der rechten Seite falsch am (Strainer?) montiert sind?

    Kann auch ein perspektivischer Fehleindruck meinerseits sein.

    Ich gehe davon aus, dass das richtig so ist. Denn die Anlötplättchen sollten ja eigentlich nicht direkt auf dem Fell aufliegen, oder? Man sieht auch, dass diese Anlötplättchen hier genau dafür gemacht zu sein scheinen, dass die Schnüre zwischen Anlötplättchen und Fell rausgeführt werden.


    Danke, das werde ich nachher genau so machen. Ich hatte den Teppich nicht aufgezogen. Bei meiner Toursnare (hab ich gerade keinen Zugriff drauf) müsste das schon besser aussehen, trotz Buttend ohne Justierung.


    Propeller

    Ich mach nachher mal ein paar Aufnahmen. Der Grundton meines Snareresos müsste derzeit irgendwo zischen 350 und 400Hz liegen - zumindest laut meiner Tuning-App.

    Meine Snareresos spanne ich eher moderat, ja. Mit total angeknalltem Reso gefallen mir der Grundsound und auch die Teppichansprache nicht mehr so.

    Danke für alle Antworten. :)


    Das Phänomen ist mir dieses Jahr in zwei verschiedenen Szenarien aufgefallen. Jeweils nur mit einem Hänge- und einem Standtom.


    • Live mit einem 12er Hängetom und meiner Toursnare (Tama SLP 14x5,5 Hammered Steel)
    • Im Proberaum mit einem 10er Hängetom und meiner neuen Snare (Tama Starphonic Brass 14x6)


    Ich achte auch darauf, den Teppich möglichst akkurat aufzuziehen. Genau wie bei Fellen und deren Stimmung.


    Wird der Teppich denn auch von anderen Resonanzen im Raum zum Rascheln angeregt?

    Wenn z.B. der Bassist bestimmte Töne spielt?

    Natürlich. Das ist ja ganz normal. Wenn das nicht der Fall wäre, würde mir die Teppichansprache nicht taugen. Das geht ja schon mit Toms und Bassdrum los. Klar raschelt der Teppich da mit - und darum gehts mir hier auch gar nicht.


    Mach doch mal ein gescheites Foto wie der Teppich montiert ist.

    Links angezogen, rechts locker:



    Ich sehe auch, dass der Teppich am Buttend einen etwas geringeren Abstand zur Gratung hat. Ich werde das mal korrigieren (ist noch der so aufgezogene Originalteppich - hab die Snare erst seit kurzem), aber beidseitig. Das Buttend ist hier auch justierbar und ich will mir mit einer einseitigen Korrektur nicht den ohnehin schon geringen Spielraum der Justierung verbauen.


    Steht deine Snare recht schräg? Dann solltest du den Strainer nur bei waagrechter Snare anspannen.

    Ein bisschen angeschrägt ist sie, moderat. Meinst du ernsthaft, ich soll die Snare jedes mal vom Ständer nehmen, um den Teppich anzuspannen? Vor allem auf Gigs kaum denkbar.


    Mit Verlaub - ich gehe nicht davon aus, dass das Problem hier von meiner Teppichmontage herrührt.


    Ich denke, dass das Problem sich hier eher so verhält, wie Nils es letztlich auf den Punkt gebracht hat:


    aber dann änder ich doch wieder das Sustain (Resonanz) oder den Attack.

    Ja, irgendeinen Tod muss man sterben.


    Bin jetzt auch schon wesentlich schlauer als vorher. Es ist letztlich sowieso ein absolutes Detail und wenn ich meine Vergleichsaufnahmen von gestern veröffentliche, gelte ich hier wohl endgültig als Korintenkacker (hatte vorhin keinen USB-Stick dabei). :D

    Bisher war ich auch so zufrieden und hatte es - wie ich auch bereits geschrieben hatte - als Teil des Klangs eines gesamten akustischen Schlagzeugs betrachtet. Es ist einfach so, dass sich die Elemente gegenseitig zum Schwingen anregen. Sogar Becken werden durch Trommelschläge zum Schwingen angeregt (und ja, ich montiere meine Becken mit beidseitigen Filzen ^^ ).

    Aber es gibt nun mal auch Tonmänner, die einen sehr sauberen "triggered" Drumssound bevorzugen (ein bisschen davon finde ich schon auch ganz ok ...) und dann auch mal die Snare gaten, wenn was zu sehr raschelt. Womit ich nicht mal ein Problem hätte, wenn meine Ghostnotes dadurch nicht flöten gehen würden.

    Interessanter Gedanke...

    Ist nicht nur ein Gedanke, sondern fakt. Und Nils hat ja bestätigt, dass es normal ist.


    Ich hatte es eingangs genau beschrieben: