Klare und einfache Antwort von mir vorab: Nein. ![]()
Im Prinzip ist es doch wie mit allen Berufen:
Der Konsument wird merken, wenn es nicht schmeckt, nicht funktioniert, nicht gut aussieht, nicht gut klingt und so weiter. Obwohl der Konsument meistens keine Ahnung davon hat, wie das Ergebnis entsteht und wie viel Know How, Übung und Erfahrung dahinter stecken.
Bei Musik und Kunst ist das die unterbewusste Wahrnehmung des Ergebnisses vom Hörer. Es geht am Ende immer um Emotionen und ist die Summe vieler Details, die das Ergebnis ausmachen. Auch, ob ein Drummer groovt und welche Energie er am Drumset rüberbringt, ist das Ergebnis vieler Details.
Im Prinzip sind wir ja auch einfach nur Künstler und beschäftigen uns mit den Emotionen, die die Kunst "transportiert". Angefangen bei unseren eigenen.
Auch die Aufgabe von Tonleuten kann schnell mal unterschätzt werden. Egal ob live oder auf Platte gemixt und gemastert - der Tonmann kann die Band stilvoll und musikalisch passend in Szene setzen oder aber auch einfach verrecken lassen (letzteres auch, wenn sehr viel technisches Wissen vorhanden ist). Wenn der Mix als "Interface" zwischen Band und Hörer funktioniert oder eben nicht ...
All das kriegen die Hörer durchaus mit. Allerdings meistens erst, wenn was nicht passt. ![]()
Meiner Meinung nach sollte man im Ernstfall (z.B. auf der Bühne und bei Aufnahmen) tatsächlich "alles" geben. Das sieht natürlich individuell sehr verschieden aus.