Hatte kürzlich bei einem Kollegen gesehen, dass er einen Backstein mit auf Tour nimmt, den er in die Bassdrum legt.
War das in den 70ern bei Led Zep?
Bonzo war dafür m. W. bekannt und es ging tatsächlich darum, die Wumme zu beschweren, aber wohl weniger aus Gründen der Soundtüftelei, sondern primär damit ihm der Eimer nicht dauernd wegrutscht.
Nee, erst vor kurzem. Warum der Kollege das macht ist mir zwar nicht bekannt, aber Simon Phillips hat den Eimer Sand definitiv aus klanglichen Gründen reingestellt. Wenn du willst, such ich das Interview raus.
Ich kenne das Problem mit wegrutschenden Bassdrums nur in Verbindung mit einem ungeeigneten Teppich, nicht richtig genutzten Spikes und/oder schlechter Ausrichtung der Beine. Bzw. anders gesagt - meine Bassdrum rutscht mir nicht weg, auch wenn nur ein kleines Kissen drin ist und keine Toms drauf lasten.
Dass Masse, auch wenn diese nur auf den Kessel wirkt (also kein Abkleben/Dämpfen der Felle), den Klang beeinflusst, kann man m.E. am besten mit Standtoms testen. Der Effekt ist wirklich deutlich und sofort hörbar.
Ca. 70% des Klangs kommt halt sowieso von den Fellen [...]
Mir stellt sich dabei eher die Frage, inwieweit es überhaupt sinnvoll oder erwünscht ist, dass der Kessel mitschwingt. Grundsätzlich geht's ja um die Felle und die Luftsäule in der Trommel.
Ich bin mir da nicht so sicher, vor allem mit den 70% nicht. Klar machen Felle viel aus, aber ich schätze nicht so viel. Und dass Kessel mitschwingen sollen bzw. (insbesondere deren hier diskutierte Dicke) den Klang beeinflussen (sollen), halte ich für gegeben. Im Hifi-Bereich werden Boxen m. W. so konzipiert, dass das Gehäuse(-material) den Klang möglichst wenig beeinflusst (meist recht starres Innenleben + Dämpfung), aber bei Instrumenten (auch Geigen, Celli etc.) ist der Kessel m. E. schon auch als bewusster Klangkörper gedacht.
Was die 70% betrifft, plappere ich da auch nur das nach, was Rossi Roßberg erzählt:
Ich würde mittlerweile sagen, dass circa 70 Prozent des Klangs vom Fell kommen und unterschiedliche Felle demzufolge maßgeblich den Sound verändern.
Was das Mitschwingen der Kessel betrifft bin ich mir generell nicht so sicher. Klar ist mir jedenfalls, dass das nicht schwarz/weiß ist und es auf das Maß ankommt. Sieht man ja daran, wie das Beschweren der Kessel den Klang beeinflusst. Ein ausgeprägter Grundton und schöne, reichhaltige Obertöne kommen ja in erster Linie vom Anschlagen und Interagieren der Felle miteinander. Versetzt man dabei die Trommel zusätzlich mit in Schwingung, führt das vor allem zu einem langen Nachklingen und "Resonieren" - sodass die Trommelschwingung wiederrum das System Felle/Luftsäule zum Schwingen anregt.
Zieht man dazu noch in Betracht, wie sich Gratungen, Kesselhardware (besonders Spannreifen) und Material auf den Klang auswirken, weiß man: das Thema ist hochkomplex. Ich maße mir gar nicht an, das wirklich zu verstehen. 
Wie hoch oder tief man eine Trommel stimmen kann gibt vor allem der Durchmesser vor, punkt.
Ich glaube zu wissen, was du meinst ("Wie hoch oder tief man eine Trommel stimmen kann, dass sie "gut" - was immer das sein mag - klingt, ..."), aber so formuliert stimmt das m. E. nicht. Man kann Trommeln unabhängig von ihrem Durchmesser stimmen, von labbrig bis festgeknallt. Ob einem der Klang dann gefällt, ist nat. was anderes. Ich kenne z. B. einen, dessen 16er meist höher klingen, als meine 10er. Wer´s mag ...
Ja klar kann man Trommeln sehr hoch oder sehr tief stimmen. Aber der Durchmesser gibt durchaus Grenzwerte und Sweetspots vor. Man kann eine 8" große Trommel einfach nicht so tief stimmen wie eine 22" und umgekehrt eine 22" auch nicht so hoch wie eine 8". Und selbst wenn doch, liegen die jeweiligen Stimmungen dann ganz weitab vom physikalisch vernünftigen und gut klingenden Spektrum.
Ich kann mich noch an eine Diskussion mit Nils (dem Trommelstimmer) hier im Forum erinnern, als es um Intervallstimmung von Toms ging. Jede Tomgröße hat da so ihren "typischen" Bereich, der Sinn ergibt.
Um die gleiche Lautstärke (Amplitude) zu erreichen, muss für tiefere Frequenzen mehr Energie aufgewendet werden.
Ich kann mich irren, aber auch da muss man m. E. zwischen wahrgenommener Lautstärke bzw. Lautheit und Amplitude bzw. Energie unterscheiden. Ist es nicht so, dass mit gleicher Energie erzeugte tiefe und hohe Töne gleiche Amplituden haben, aber vom Ohr unterschiedlich (je nach Frequenz lauter oder leiser) subjektiv wahrgenommen werden? Im Sprachbereich hört der Mensch am empfindlichsten (wen wundert´s). Hier reicht für eine Gitarre weniger Energie, als für einen Bass, um subjektiv im Klangbild gleich "laut" bzw. ausgewogen zu erscheinen. Meinst du das?
Die subjektive Wahrnehmung des menschlichen Gehörs meine ich auch. Hatte ich auch schon erwähnt:
Dazu kommt dann noch die frequenzabhängige Lautstärkewahrnehmung des menschlichen Gehörs: Kurve_gleicher_lautstärke.svg
Ansonsten ist mir aber gerade noch mal klar geworden, dass auch dieses Thema hochkomplex ist und obwohl ich in Bayern mal ein Jahr Physik LK hatte, steige ich da selbst gerade nicht ohne größeren Zeitaufwand durch: Schallenergie – Wikipedia
Rein physikalisch unterscheiden sich tiefe und hohe Frequenzen (mal auf die Hörschwelle des Menschen bezogen - also z.B. 0,1 vs 10 kHz) schon deutlich. Das sieht man schon an den unterschiedlichen Wellenlängen, die in Räumen und auch bei der Wiedergabe mit Lautsprechern völlig unterschiedliche Auswirkungen haben.
Ich bin mir aber relativ sicher, dass tiefe Frequenzen mehr Energie (egal ob kinetische oder elektrische Energie usw.) in der Erzeugung benötigen. Werde das mal weiter recherchieren.