Beiträge von m_tree

    Was ist denn bitte ein 90° Beaterwinkel? Waagerecht? Wie geht denn das mit handelsüblichen Unterschenkeln zusammen? Bleibt da nicht ständig der Beaterkopf am Hosenbein hängen?

    Oder versteh ich nur einfach die Hochleistungsmetaller und ihre Fußtechnik nicht?

    In der Regel steht der Beater-Schaft ja nicht senkrecht, wenn er aufs Fell auftrifft, sondern ist schon leicht zum Fell geneigt. Insofern würden "fast" 90° Auslenkung in Ruheposition nicht waagrecht sein.


    Ich versteh aber, was du meinst. Hängt halt auch immer von der Technik ab. Heel-Down Spieler können das wohl am wenigsten nachvollziehen.


    Schwierig wird es aber definitiv mit einem Doppelpedal und dem zweiten Beater, wenn dieser nur gelegentlich genutzt wird. Seit ich ab und zu eine DW 7000 nutze, nachdem ich meine 900er IC nun über 10 Jahre habe, ist mir der Slave-Beater kurz nach dem Wechsel aufs Hi-Hat Pedal ab und zu leicht vors Schienbein gekommen. Das war mir zu dem Zeitpunkt neu und hat dazu geführt, dass ich noch mal am Pedal geschraubt hab, damit das nicht mehr passiert.


    Von der Beater-Auslenkung mal abgesehen hängt vieles natürlich auch vom Durchmesser der Cam, der Federspannung und der Länge des Pedals ab.

    Ich experimentiere seit letztem Jahr auch mit zusätzlicher Masse an Standtoms und in Bassdrums. Der Klang wird dadurch halt fokussierter und kompakter, das Sustain i.d.R. etwas kürzer. Was man genau dafür nimmt ist eigentlich egal. In der Bassdrum spielt es wahrscheinlich noch eher eine Rolle wegen der üblichen Mikrofonierung im Kessel und der Reflektionen im Kesselinneren (der "Basketballeffekt" lässt grüßen).


    An Standtoms finde ich den Effekt übrigens deutlicher.

    Bei der Bassdrum hatte ich dann aus dem Grund sogar überlegt, das Hängetom und auch das Ride auf der Bassdrum zu montieren. So würde man ja zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und gleich Hardware einsparen.

    Mal von anderen Faktoren abgesehen haben auf der Bassdrum montierte Toms aber den Nachteil, dass sie noch mehr von der Bassdrum zum Schwingen angeregt werden als ohnehin schon. :/


    Simon hatte 2018 in Paderborn auch Farbdosen im Stageset, die wurden hinterher von mir raus genommen und unterschrieben. Im Seminarraumset waren keine eingesetzt. Beide Sets klangen für meine Ohren fulminant, egal ob mit oder ohne Dosen. Backsteine hatten wir in Paderborn bisher in keine Sets verbaut, seit dem ich dabei war.

    Wie kommts? Warst du sein Roadie?


    PS:

    Kann mal jemand den Titel ändern? Wir sind doch hier in einem Fachforum. :/

    Habe z.Z. drei weitere Videos in Planung, davon zwei mit eigenen Sachen. Der Coversong wird "Tom Sawyer" von Rush sein, den wollte ich ja noch mal machen. Hab auch noch ein paar andere Songs auf meiner Liste. Will aber einfach mal fragen:


    Gibts eventuell Anregungen für Coversongs?


    Nein, so klingt es angenehmer, HH vielleicht n Ticken zu präsent, aber ich höre das hier auch nur mit Handy und Kopfhörer. Live direkt vor Ort kann das schon wieder ganz anders wirken. Was mir allerdings jetzt beim Hören ohne Schauen sofort aufgefallen ist, dass mir der Fuß zu nervös klingt. Ich weiß, soll so sein und ist technisch alles sehr anspruchsvoll 👍 solche Sequenzen gekonnt eingebaut, finde ich immer gut, auf Dauer wäre es mir persönlich zu nervös.

    Die Lautstärke und Präsenz der Hi-Hat ist, besonders mikrofoniert, immer wieder eine interessante Sache. Nach meiner Wahrnehmung neigen die meisten Hi-Hats von Natur aus im Verhältnis dazu, sehr "präsent" im gesamten Drumset zu sein. Ich neige jedenfalls dazu, die Hi-Hat durch Mikrofonierung und Mixdown in der Präsenz bzw. Lautstärke etwas zu zähmen (auf der anderen Seite neige ich z.B. dazu, große Toms etwas mächtiger zu machen). Mein HH-Mikrofon habe ich hier nur in der zweiten Hälfte an, damit die getretene etwas besser durchkommt. Ansonsten muss man sich halt auch noch mit dem Übersprechen der Hi-Hat aufs obere Snare-Mikro arrangieren, wenn Ghostnotes eine wichtige Rolle spielen und man keine "Wand" zwischen Hi-Hat und Snare-Mikro aufbaut.


    Ich gehe zunehmend eigene Wege. Meine vor dem letzten Video noch mal geänderte Overhead-Aufstellung entspricht z.B. gar nicht mehr irgendwelchen Standards und sieht auch recht komisch aus. Klingt m.E. aber eben für meinen derzeitigen Aufbau rund. Das Bändchen-Mikro an der Hi-Hat hatte ich gestern auch noch mal umgestellt, nachdem ich noch mal Testaufnahmen gemacht hatte. Hab ich so noch nirgendwo gesehen, klingt m.E. aber halt unter Berücksichtigung einiger Aspekte (generelle Klangfarbe, "Schärfe", Dynamik und Übersprechen) gut.


    Offen und mit Schmackes gespielte Hi-Hats kommen meist über die Overheads schon ausreichend gut durch, sogar wenn man die Snare etwas gated und/oder Samples dazu mischt. Die Akustik-Drums meines Mix-Stammkunden supporte ich immer mit selbst (mit meinen Drums) gebastelten Samples und da wären sowohl ein Mikro an der Hi-Hat als auch eine natur-belassene (weil im Verhältnis ziemlich leise) Snare kontraproduktiv.


    Viel zu präsent ist mir die Hi-Hat z.B. auf dem "Travelling without moving" Album von Jamiroquai. Die Drums wurden da mit der "Glyn Johns"-Methode aufgenommen, d.h. nur zwei Overheads plus Bassdrum. Passt zwar zur Mucke, aber rein auf die Drums bezogen find ich das zu unausgewogen. Beispiel (im aktuellen Remastering mit entsprechendem Höhenboost ist das noch deutlicher): https://youtu.be/D-NvQ6VJYtE


    ...


    Was die "Nervosität" in meinem 5/4-Solo angeht, so hatte ich genau das im Sinn, ja. Viel reinpacken, wenig Wiederholungen. Sind ja keine typischen Drums zur Begleitung eines Songs.

    In meinen nächsten beiden Videos wird das wieder etwas anders aussehen. Da läuft die Bassdrum recht geradlinig durch.

    Ist für mich nicht nachvollziehbar. Youtube ist doch keine Plattform für Musikunterricht (mal von Lehrvideos abgesehen).


    Ich hatte das hier einmal gemacht wegen meines Rosanna-Covers. Und dann die Bastelversion gelöscht und durch die finale ersetzt. Ganz andere Baustelle.


    So ein großes Ego hab ich zum Glück nicht, dass ich mit praller Brust hier meine Versuche präsentiere.

    Die Negierung bringt es auf den Punkt. ;)


    Weitermachen.

    Eigentlich wollte ich nichts dazu sagen, aber ...


    Ich bitte euch wieder mal um konstruktive Kritik am Schlagzeugspiel meiner Wenigkeit! Gibts Fortschritte zu früheren Covers, etc.

    Schönen Montag Mittag,

    nachdem es anscheinend untergegangen ist - ich bitte euch um konstruktive Kritik meines letzten Covers, vielen Dank!


    Das ist das, was ich kritisiere. Denn vor allem du selbst solltest dein größter Kritiker sein. Du wirst nur auf dem Level spielen können, auf dem du dich selbst kritisieren kannst.


    Wie du hier vorgehst hat so'n bisschen den Charakter von "hier habe ich toller Hecht wieder mal was ausprobiert, das ich euch jetzt zum Fraß vorwerfe".


    Ansonsten rate ich dazu, sich nicht Lars Ulrich als Vorbild zu nehmen. Der ist sicher 'n ganz netter Kerl und spielt insgesamt eine wichtige Rolle in der Band. Aber spielerisch ... :/

    Hier muss ich widersprechen. Ich habe über Jahre das Slave-Pedal links der Hihat gehabt, das ging mit der normalen Welle an meiner DW 9002 ohne Probleme. Das habe ich so gemacht, wie du auch argumentierst, weil der linke Fuß die meiste Zeit auf der Hihat steht, und das Dreieck Hihat-Snare-Kick möglichst bequem sein soll. Tatsächlich hab ich das dann mal im Vorfeld zu einer Studio-Session geändert, um mehr Abstand zwischen Hihat und Snare-Mikrofon zu gewinnen. Ob das sinnvoll ist oder ob da ein paar CM überhaupt einen merklichen Unterschied erzeugen kannst du sicherlich besser beurteilen als ich?

    Hmm, vielleicht lässt sich die Welle der DW 9002 länger ausziehen als die der 900er Iron Cobras. :/


    Was den Abstand von Snare und Hi-Hat bzgl. des Übersprechens der Hi-Hat aufs obere Snare-Mic betrifft:

    Übersprechen ist dein Freund. ;) Bzw. greift wohl einfach der Spruch "you have to deal with it". Natürlich ergibt es Sinn, das schon bei der Aufnahme zu minimieren. Aber ob die Hi-Hat nun 5cm weiter von der Snare entfernt ist, ist dabei ziemlich nebensächlich. Besonders, wenn man sich vor Augen führt, welchen Preis das hat. Das geht ja alles auf Kosten der Ergonomie.

    Man kann das Snare-Mikrofon auch einfach anders aufstellen. Und zusehen, dass die Snare laut ist ... Stimmung und Spielweise. Und die Hi-Hat evtl. nicht ganz so laut.

    Und wenn Ghostnotes keine Rolle spielen, kann man auch noch mit Gates und ggf. Samples von der exakt selben Snare im selben Setting (die sauberste Lösung) nachhelfen.


    Manche stellen ja auch noch eine kleine "Wand" zwischen Snare und Hi-Hat auf, um das Übersprechen zu minimieren. Oder Trommeln und Becken werden ganz und gar getrennt voneinander eingespielt ... der Wahnsinn kennt keine Grenzen. :/

    Miss_Mieze

    Ich hatte das mit meiner Iron Cobra auch mal probiert. Mit einer 14" Snare. Bin auch recht klein gewachsen - da gehts eben genau wegen der Armlänge um die Position der Hi-Hat beim "normalen" Überkreuzspiel.

    Hatte das dann aber direkt abgehakt, weil eine normale Welle nicht nur zu kurz ist, sondern eben auch dem Hi-Hat Pedal im Weg ist. Also meiner Meinung nach braucht man dafür 'ne spezielle Welle.


    Ich hab das auch so rum stehen, weil es bei mir "richtig rum" nicht passt.

    Meines Erachtens ist es für gelegentliches DoubleBass-Spiel mit Heel-Up kein Problem, wenn das Slave Pedal ein bisschen unter der Snare ist.

    Vielen Dank erstmal für das geniale Feedback! :)


    Hätte am Ende noch ein längeres, dichtes Lick erwartet, dass als "Höhepunkt" das Solo abschließt.

    Hmm ja, da hätte ich mir noch was überlegen können. Andererseits ist es aber vielleicht auch mal erfrischend, nicht so den Erwartungen und Hörgewohnheiten zu entsprechen.



    trommla

    Ich verstehe, was du meinst und dieser Kritikpunkt kam auch an anderer Stelle mal zur Ansprache. Werde es im Hinterkopf behalten. Mir war und ist erstmal wichtiger, insgesamt authentisch zu sein ... oder zu werden und zu bleiben. ;)

    Selbstfindung und Selbstausdruck ... denke, das wird schon insgesamt noch positiver.



    Meine Ohren und Augen als einfacher Hörer sagen, die Dynamik (Lautstärken der einzelnen Teile im Verhältnis zueinander) sind noch ausbaufähig, groovt dadurch irgendwie noch nicht so richtig

    Interessanter Punkt. Das Schlagzeug ist im Video natürlich auch ein bisschen komprimiert, in mehreren kleinen Schritten. Dieses Mal habe ich die Snare parallel auch noch stärker als sonst komprimiert (bzw. auch die obere, nicht nur die untere Spur) um die Ghostnotes hier noch weiter rauszuarbeiten. Aber auch, um tatsächlich den Hi-Hat Bleed auf der oberen Spur lauter zu machen. Mein Hi-Hat Mikro vergrößerte durch die Aufstellung irgendwie noch die Dynamik, auf der oberen Snarespur kommen dagegen auch die leisen Hi-Hat Anschläge gut durch.


    Lange Rede, kurzer Sinn - ich habe mal einen Rohmix angehängt (Effekte und parallele Tracks ausgeschaltet, nur Phasenbeziehungen, Panning und Lautstärken):

    5-4th with triplets - 29.12.21 - rough.mp3


    Findest du die Verlaufsdynamik hier immer noch zu gering?

    Moin moin,


    ist noch nicht das angekündigte Solo mit Bandbegleitung. Nur eine Idee, die ich jetzt mal ausgearbeitet habe. Meine Performance ist mir eigentlich noch zu wackelig, aber ich hau's trotzdem einfach mal raus:


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    Wenn du das Slave-Pedal links außen neben die Hi-Hat Maschine stellst (ist auf den Bildern zu erkennen), kann das ja auch nichts werden ...

    Dafür sind die normalen Wellen einfach nicht gebaut. Also einfach die Hi-Hat nach links außen und gut ist.


    Wenn ich mich richtig erinnere bist du ja recht groß gewachsen. Da sollte es nun echt kein Problem sein, wenn die Hi-Hat etwas weiter außen steht. Zumal du ja sowieso eher rockigere Sachen spielst.


    Prioritäten setzen kann hier auch sinnvoll sein. Bleibt dein linker Fuß bspw. zu über 90% der Zeit (im Durchschnitt) auf dem Hi-Hat Pedal, dann optimiere deinen Aufbau für das Verhältnis von Snare, Hocker, Hi-Hat und Bassdrum. Das Slave-Pedal der Dofuma ordnet sich dann unter. Fertig. ;)

    ibins

    Mal in meine Hörzone geguckt? Fast alle meiner Covers wurden ohne Klick eingespielt und haben z.T. deutliche Schwankungen. Davon abgesehen hab ich schon "ein bisschen" Banderfahrung in den verschiedensten Bereichen und bin auch kein genereller Verfechter eines Klicks oder konstanten Tempos.


    Allerdings trifft deine zitierte Aussage auf heutigen Musikdurchschnitt durchaus zu. Des weiteren schrieb ich ja bereits in meinem ersten Beitrag zu diesem Thema:


    Es gibt auch einige Alben aus vergangenen Tagen, die komplett ohne Klick eingespielt wurden. Ist im Prinzip sogar die größere Herausforderung, weil Schwankungen so wirklich musikalisch passend sein müssen.


    Das hier halte ich allerdings für nur teilweise zutreffend:

    In den 60ern, 70ern, auch noch 80ern wurde Musik in aller Regel ohne Klick gespielt/aufgenommen. Dann wurden die Aufnahmemöglichkeiten besser und die Ton-Ings wollten aus fünf verschiedenen Takes den perfekten Song zusammen schneiden. Dafür musste das Tempo identisch sein > also kam der Klick.


    Das war also zunächst mal ein technischer Grund, kein musikalischer.

    Das war ein möglicher Grund, der aber nicht generell gegeben sein musste. Es gibt ein bekanntes Beispiel dafür - das Nevermind Album von Nirvana. Grundsätzlich ohne Klick eingespielt, aber Butch Vig riet Dave Grohl bei einem bestimmten Song zum Klick, weil er immer schneller wurde und das halt nicht gut zum Song passte.


    Einseitige Darstellungen halte ich hier für völlig fehl am Platz. Ein Klick ist ein Hilfsmittel. Auch zum Üben. Die größere Herausforderung ist immer, das Tempo bewusst und eigenständig zu führen und zu ändern - und das halt auch noch musikalisch passend.


    Ich hatte die beinahe gleichen Shows live schon ohne und mit Klick gespielt und kann nur sagen, dass das Thema keineswegs schwarz/weiß ist. Es spielen sehr viele Faktoren mit ein, ob das nun sinnvoll ist oder nicht. Zumindest, wenn man auf dem Teppich bleibt und sich vor Augen führt, dass wir bald das Jahr 2022 schreiben. Nicht 1972. ;)

    Hehe, die bösen DrummerInnen :D

    In der nächsten Probe werde ich wohl tatsächlich mal mit Klick spielen... dann zieh ich das knallhart mal durch. Nix mit anpassen und einen nach dem Eiern abholen... ich bin gespannt, ich befürchte, es wird ein interessanter Nachmittag :D

    Dazu noch ein Tipp:

    Wenn (Arbeits-)Aufnahmen vorhanden sind, höre die durch und ermittel schon mal die Tempi. Die werden sicher etwas schwanken. Da ist eine weitere Analyse gefragt. Setz das Tempo an, das sich am passendsten für dich anfühlt. Sollte die Aufnahme aus deiner Sicht zu langsam oder zu schnell gespielt sein, dann auch mit einem Vorschlag fürs Tempo.


    Je mehr du dich damit im Vorhinein beschäftigen kannst, desto souveräner bist du dann bei der Probe. Wenn die Kollegen eh schon keinen Bock auf Klick haben, haben sie sicher noch weniger Bock drauf, erstmal das passende Tempo zu ermitteln.

    Mit einem Mikrofon außen am Schlagfell der Bassdrum habe ich nur eine Erfahrung gemacht, allerdings mit einem Audix D6. War eine Notlösung. Und ich kann davon nur abraten.

    Das D6 ist bekanntermaßen sehr badewannig und bringt grundsätzlich genug Attack bzw. obere Mitten und Höhen. Das führt außen am Schlagfell aber dazu, dass man kaum eine Chance hat den Anschlag der Bassdrum vom Übersprechen des restlichen Sets rauszuarbeiten. Besonders der Snare-Teppich ist problematisch.

    Nimmt man nun ein neutraler klingendes KMK-Mikro, wird sich das Problem dadurch auch nicht lösen. Denn irgendwo will man den Attack ja auch rausarbeiten.


    Das E902 ist auch sehr badewannig. Hier ist der Nahbesprechungseffekt (1m Abstand) zwar nicht eingezeichnet, aber man sieht deutlich worum es geht:


    Meiner Meinung nach ist die Lösung ganz einfach: Nimm einen (gut klingenden) EQ und hebe breit bei z.B. 5kHz an. Da kann man auch schon mal 5-10dB reindrehen, das tut auf einer rund klingenden BD-Spur erstmal nicht weh (anders sieht das z.B. bei Becken aus). Der Bassbereich ist da problematischer. Zusätzlich kommt eine Tiefmitten-Absenkung gut - ich mach die mittlerweile aber auf dem Drumbus und lasse die Einzelspuren weitgehend frei von EQ (abgesehen von ein paar gezielten Präsenzanhebungen).


    Natürlich ist der Grundsound der Bassdrum als aller erstes entscheidend. Dazu zählt auch die Beschaffenheit des Beaters und des Schlagfells bzw. eines etwaigen Patches. Viel Kick kriegt man z.B. mit Holz-Beatern und natürlich einem klaren Fell bzw. Patch (Falam Slam bzw. Kevlar vermumpfen den Attack eher). Desweiteren spielt das Innenleben und die Mikrofonaufstellung eine Rolle: zwischen Mikrofon und Schlagfell sollte kein Dämmmaterial sein. Und ein Nierenmikrofon wie das E902 bringt On-Axis nicht nur am meisten Pegel, sondern auch die ausgeprägtesten Höhen. Lass es also aufs Schlagfell zeigen.


    Es würde mich schon wundern, wenn du mit dem E902 nicht genug Attack kriegst. Der Klang der BD, die Position des Mikrofons (innen!) und das richtige EQing sollten definitiv Abhilfe schaffen. Eigentlich sogar so weit, dass man dann schon ein zweites Mikro für etwas mehr Bass vom Reso dazu stellen könnte - so wie ich das einschätze.

    Ich frage mich, warum die sich alle vor dem dämlich Klick in die Hose machen... klar, ists erst ungewohnt, aber nen Monster ists ja nun nicht.

    Die werden sich so oder so in die Hose machen, weil - wenn du als einzige den Klick hast - du dann der Klick für die gesamte Band bist. 8o


    Wie auch immer man vorgeht und welche Philosophie man verfolgt: Mit Klick in der Band zu arbeiten ist definitiv eine gute Übung. Auch wenn es nur bei Proben sein sollte - so kriegt man z.B. ein besseres Gefühl dafür, wie sich die Songs anfühlen, wenn mit konstantem Tempo auf so und so viel BPM gespielt werden.

    Und gezielte Tempowechsel sind eigentlich selten. Die meisten Songs funktionieren tatsächlich am besten mit einem konstanten Tempo. Einfach ausprobieren. ;)


    Hier ist vielleicht noch wichtig zu erwähnen, dass man im Bandkontext nicht an die eigenen Grenzen gehen sollte. Letzteres gehört in Übungssessions.

    Welche Übungssessions meinst du damit? Die eigenen Zuhause?

    Ja.

    Rhythmus kommt, abgesehen von den Drums, ja nicht nur von der Gitarre, sondern auch vom Bass. Der Bass ist eigentlich das Bindeglied zwischen dem reinen Rhythmus (in dem Fall die Drums) und den Melodie-lastigen Instrumenten. Gesang ist dann "ganz oben drauf".

    ja, so denn der Bassist nicht einfach nur achtel durchschrummt. Bei den Mädels zb. gibts einige songs, wo der Bass viel mehr Melodie spielt, und im Grunde so ziemlich gar keinen Rhythmus, da mach ich halt mein Ding und halt mich an sämtliche Betonungen, die ich in der Gitarre, im Keyboard oder im Gesang einfangen kann. Manchmal ist man halt der einzige in der Rhythmus-"Gruppe" ;)

    Ja ... es gibt Ausnahmen, die die Regel bestätigen. ;)


    Insofern hast du bei Eigenkompositionen alle Freiheiten, das zu machen, was du spielerisch beherrschst. Hört eh keiner drauf ;)

    Hier ist vielleicht noch wichtig zu erwähnen, dass man im Bandkontext nicht an die eigenen Grenzen gehen sollte. Letzteres gehört in Übungssessions.


    Ob und wie man einen Klick letztendlich im Bandkontext nutzt, kann doch jeder selbst entscheiden ... sie wird schon selbst rausfinden, wie weit sie kommt. ;)

    Ok dann mach ich das erstmal so weiter. Hab nur das Gefühl, dass ich dann überall am besten die BD auf 1, 2+, 3 und 4+ spieken müsste... aber gitarrenmässig ists auch immer sehr ähnlich, rhythmisch gesehen. Meistens spielt er 8tel durch.

    Rhythmus kommt, abgesehen von den Drums, ja nicht nur von der Gitarre, sondern auch vom Bass. Der Bass ist eigentlich das Bindeglied zwischen dem reinen Rhythmus (in dem Fall die Drums) und den Melodie-lastigen Instrumenten. Gesang ist dann "ganz oben drauf".


    Treibend oder nicht treibend hängt nicht nur von den BD-Figuren ab. Das Tempo, die Spielweise und auch, wie oft die Snare bzw. der Backbeat im Takt gespielt wird (Normaltime -> 2+4, Doubletime -> jede Viertel, Halftime -> 3), spielen eine Rolle.

    Zeig doch mal eine Aufnahme ;)


    Ja das hat der Bassist auch schon vorgeschlagen mit der HH, aber ich hab das Gefühl, dass es nicht überall rein passt. Also mittendrin passt es bisher überall, das wäre kein Problem, aber wir haben ein Song dabei, der ganz ruhig anfängt, da würde es einfach nur schei... klingen, wenn ich Stick on Stick oder die HH spiele.

    Ich mein, ich kann das Ding einzählen und wenn ich dann im 9. Takt (ja, das Teil ist krumm) erst anfange zu spielen, ist meine Eins ziemlich sicher ganz woanders, als deren Eins.

    In solchen Fällen passt eine mit dem Fuß getapte Hi-Hat gut oder ein sachte angeschlagenes Ride auf die Viertel -> leise und unaufdringlich.

    Wieso ist es krumm, wenn du im 9. Takt einsteigst? Deutet auf einen standardmäßigen Ablauf mit 8 Takten bis zum Einstieg weiterer Instrumente hin.


    Ansonsten -> es gibt keine Regeln. Kreativität ist gefragt. ;)