Ich finde die Toms tatsöchlich sehr schön saftig und fett, klingt wirklich gut.
Danke! Dann hab ich mein Ziel da wirklich erreicht. ![]()
Ich bin ja dieses Jahr von Emperor coated + Amba clear auf Emperor clear + Diplomat clear gewechselt. Die Kombi klingt mit entsprechender Stimmung wirklich richtig fett. Das Gegenstück dazu wäre dann Coated mit weniger unterschiedlich dicken (also ähnlich dicken) Fellen und höher gestimmt ... mach ich sicher auch mal wieder.
Aber die Bassdrum passt, finde ich, nicht so gut dazu. Im Gegensatz zu den Toms finde ich sie zu hoch und zu trocken.
Das ist interessant. Die Trockenheit lässt sich einfach beheben. Ich glaube, ich weiß, was du mit "zu hoch" meinst:
Tatsächlich habe ich die Bassdrum moderat gestimmt - Schlagfell relativ locker und Reso relativ straff. Das Beta52a habe ich im Resoloch positioniert (eher ein Stück weiter drin als draußen), da dort am meisten Tiefbass bzw. Grundton betont wird. Die Bassdrum klingt mit Boxen und Kopfhörern, die unter 100Hz noch Betrieb machen, richtig fett mit viel "Eiern". Wohingegen sie z.B. auf meinem AKG K-240, der bekanntlich kaum Tiefbass wiedergibt (was ich übrigens gar nicht so schlimm bei dem finde), relativ plöckig und hoch klingt.
Ich habe mal die Passage mit der durchgehend mit 8eln gespielten Bassdrum durch einen Analyzer im Average Modus laufen lassen (Solo mit allen Effekten außer dem Hall):
Da wird ersichtlich, dass der Grundton bei ca. 65Hz (die Tuning-App wird da wohl ein bisschen was anderes anzeigen) ziemlich dominant ist. Aber kann die Box oder der Kopfhörer diesen Bereich nicht gut wiedergeben, bleibt nur das "Plöckige" zwischen 110 und 170Hz übrig.
Klar könnte ich hier jetzt mit EQ-Orgien anfangen, aber meine Philosophie ist beim EQing meiner Drums-Aufnahmen "einfach und schnörkellos, aber beherzt". Das ganze geht dann nur Richtung verschönernde Badewanne, eben ohne korrigierendes EQing. Dass man sich EQ-Korrekturen sparen kann zeichnet ja gute Aufnahmen aus. Zumal viel und steiles EQing im Bassbereich auch so eine Sache ist ...
Ich war sowieso noch nicht ganz mit der Bassdrum zufrieden und werde mal weiter experimentieren. Da ich ja seit kurzem 16 Kanäle habe werde ich wieder mal mit einem 2. Bassdrum-Mikro vor dem Reso experimentieren. Das Ziel wäre dabei dann, ein "gleichmäßigeres Fleisch" im Bassbereich zu erzeugen, um eine möglichst konstante Wiedergabe auf allen Boxen und Kopfhörern zu erreichen. Letzteres ist beim Abmischen von Aufnahmen übrigens sowieso eine der großen Herausforderungen, mal vom künstlerischen Aspekt abgesehen. ![]()
Anonsten - klasse gespielt.
Danke
Irgendjemand hat da schon einen Dislike da gelassen ... aber es muss ja nicht jedem gefallen. ![]()
