Danke für alle Antworten 
Spreche da kurz mal die Art der Gratung an.Kleine Toms bis etwa 12" mit Spitzer Gratung.Größen darüber mit runder.Rund weiger Obertöne,dafür mehr Bauch.Auch die Spitze Gratung kann noch etwas abgestuft werden.Spitz mit und ohne Gegenschliff.War auch mal Thema in einem Thread über ein Drumset.Da wurde auch die Wahl der Holzart variiert.
Ja, die Gratung macht natürlich schon was aus. Mir geht es da aber gar nicht so sehr um die Obertöne. Die kann man übrigens auch mit "Brillanz" gleichsetzen. Wer Obertöne dämpft, dämpft also auch gleichzeitig die Brillanz.
Mir geht es bei den Wattebällchen und der ungefederten Aufstellung beim Floortom wirklich nur um das Sustain.
Mai-Carsten
Ich habe bisher auch nur nach Gehör und Gefühl gestimmt und hab auf Intervall-Stimmen von Toms gesch...en. War aber auch gar nicht so wichtig bei 10+16" Toms.
Auf eine "korrekte" Stimmung habe ich aber schon immer geachtet und bin schon lange ein Gegner von viel Dämpfung und auch kein Freund von diversen Masshoff'schen "Stimmtricks". Z.B. das Snare-Reso anknallen bis zum Anschlag oder das Snare-Schlagfell inkl. Spannreifen komplett verziehen ...
Ich komme bestens ohne Stimmhilfe zurecht. Aber eben nur bis zu den "absoluten" Tönen. Ich hab ja kein absolutes Gehör 
Trommeln auf bestimmte Töne zu stimmen schaff ich also auch nur mit Hilfsmitteln, wie eben z.B. der App.
Wie du schon selbst gemerkt hast, hält die gemessene Stimmung der Felle bei beherzter Spielweise nicht lange an - obwohl noch keine signifikante Verstimmung/Verschlechterung zu hören ist. Das ist der ideale Nährboden für Zahlenfetischisten, die nun leicht in Versuchung geraten, sich mit Hilfe der ach so genauen Messmethode zu Tode zu stimmen. Genau deshalb bin ich kein Freund der Intervallstimmung und erfreue mich an der Tatsache, das ich eh nur mit zwei Toms spiele.
Erst, wenn meine Ohren nicht mehr zufrieden sind, beginne ich die oben beschriebene Stimmprozedur von vorne - nur dass ich jetzt schon weiß, welches Fell auf welche Frequenz zu bringen ist.
Meiner Meinung nach ist das kein wirkliches Argument gegen Intervallstimmung. Denn diese zielt ja auch vor allem darauf ab, dass die Toms untereinander bestimmte Abstände haben. Vorausgesetzt, man bespielt die Toms relativ gleichmäßig, sollten sie sich auch relativ gleichmäßig nach unten verstimmen und somit geschlossen betrachtet die Intervallstimmung noch in etwa beibehalten.
Ab 3 Toms aufwärts ist es bei gleichmäßigen Reihen (z.B. 10-12-14-16) wahrscheinlich schon gut, gleichmäßige Abstände mit dem selben Intervall zwischen den Toms zu haben. Werde ich aber noch genauer rausfinden 
Natürlich haben Trommeln einen Stimmbereich, indem sie am besten klingen. I.d.R. erstreckt sich dieser aber schon über mehrere Halbtöne. Mit hochwertigen Trommeln hat man da schon eine gewisse Flexibilität. Insofern kann man auch mit Intervallstimmung innerhalb der "Sweetspots" bleiben ... ziemlich sicher.
Das ist bei mir auch so, dass das 10er und das 16er Oktavabstand haben - bei mir ist allerding 12 und 14 dazwischen. Die Intervalle habe ich gerade nicht im Kopf. Dis bis E passt bei mir auch für mein Set für 10 u. 16.
Die Oktave zwischen dem 10er und dem 16er erscheint mir besonders mit 12 und 14 dazwischen sinnvoll. Mehr dazu weiter unten.
ja, es geht mit jedem Schlag minimal nach unten. Bei mir reicht es jedoch, das Schlagfell nach ein paar Stücken nachzustimmen - das Reso verstimmt sich bei meinen Trommeln nicht bis wenig. Im Studio/bei Aufnahmen kann es Sinn machen, das vor jedem Take zu machen oder wenigstens zu kontrollieren. Bei der Snare ist der Effekt bei mir nicht so stark wie bei den Toms.
Kommt immer drauf an ... ein konstanter Snaresound ist mir für das Album am wichtigsten. Vielleicht auch mal etwas tiefer und höher, je nach Song. Aber dann eben exakt ausdefiniert.
Das Snare Schlagfell stimme ich generell am häufigsten nach. Gefolgt von den Tomschlagfellen. Die Resos stimme ich auch viel seltener nach.
Hat bei mir auch nicht funktioniert - sie lagen immer am Rand. Eine coole Idee ist es übrigens, die Wattebälle an Nähfäden durch das Luftloch "abzuseilen" - dann kann man die Menge nach dem "Abwurf" noch variieren bzw. verringern.
Ich hatte sie mittels Neigen der Trommel dann auch mal testweise hauptsächlich in die Mitte gebracht. Aber sie sind immer wieder nach außen gewandert. Es ist also genau das Gegenteil davon passiert, was im Video erzählt wird.
Danke für den Tipp mit den Nähfäden ...
Das ist genau das, was viele bei der Anwendung eines Tunebots oder der entsprechenden Apps nicht verinnerlichen bzw. verstehen: Die absolute Tonhöhe der Trommel wird ohne Dämpfung eines der Felle gemessen und es gibt nur eine fundamentale Frequenz einer Trommel, egal ob Schlag- und Resonanzfell gleich oder unterschiedlich gestimmt werden. Die Überprüfung der Stimmung eines Fells in sich wird mit gedämpftem gegenüberliegendem Fell vorgenommen und ergibt Frequenzen, die einem der Obertöne des Fundamental Pitches des gerade zu stimmenden Fells entsprechen - hier kann man also die Stimmung in sich prüfen und auch messtechnisch eine unterschiedliche Stimmung von Resonanz- und Schlagfell bestimmen (was beim Anschlagen der Trommel ohne Dämpfung nicht geht, da kommt immer die gleiche Frequenz raus, egal ob ich oben oder unten anschlage).
Ich weiß. 
Aber gut, dass es noch mal gesagt wird. 
Bei den Intervallen der Trommeln zueinander ist das richtig. Wenn es um das Stimmungsverhältnis von Schlagfell und Reso geht, nicht.
Beim Stimmverhältnis von Schlagfell und Reso geht es auch um die Grundtöne. Wieso sollte es dabei nicht um die Grundtöne gehen? Beim Stimmverhältnis der beiden Felle gehts ja nicht um die Stimmung der einzelnen Felle, wofür man am Rand abklopft.
Auf exakte Intervalle könnte ich mich nicht festlegen. Je nach Gesamtstimmung und Trommelgrößen kann das variieren, allerdings weiß ich, welche Intervalle ich i.d.R. nicht hören möchte. Üblicherweise vermeide ich Sekunden, Tritoni und Septimen.
Im Grunde kann alles sein, was in unserer europäischen Musiktradition nicht als dissonant wahrgenommen wird.
Sehr guter Hinweis, danke! 
Ich werde in ca. einer Woche dann ein 14x12er Floortom da haben und die Toms mal auf große Terzen stimmen. Relativ tief insgesamt. Große Terzen erzeugen dann wirklich keinerlei Dissonanz: die kleine Sexte und die Oktave sind, wie die große Terz auch, konsonant.
Absolute Tonhöhen interessieren mich überhaupt nicht, da finde ich auch, dass man spürt, wo die Trommeln sich gut anfühlen.
Haben mich bisher auch nicht interessiert. Aber an gewissen Stellen stößt man damit an Grenzen. Wie eben z.B. einer exakten Reproduzierbarkeit der Snare-Stimmung.
Zwischen Schlag- und Resonanzfell liegt bei mir meist in etwa eine Terz, wobei ich das Reso meist höher stimme. Die "resonante" Stimmung, bei der beide Felle die gleiche Tonhöhe haben, funktioniert bei keinem meiner Sets zufriedenstellend. Vielleicht mag ich den Klang auch einfach nicht k.A.
Die "resonante" Stimmung funktioniert ja auch nur mit gleichen Schlag- und Resofellen richtig. Und das hab ich bisher nicht ernsthaft probiert ... meistens hat man sowieso mit zu langem Sustain zu kämpfen. "Nicht-Stimmer" dämpfen aus dem Grund ja auch oft so viel. 