Beiträge von m_tree

    Die absolute Like-Zahl eines Users zu verbergen bringt m.E. auch nicht viel. Denn unter den jeweiligen Beiträgen erscheint die Like-Anzahl ja durchaus.


    Ich find's nach wie vor Quatsch. In einem anderen Forum gibts sogar nicht nur Danke-Buttons, sondern auch noch irgendwelche "Kekse", deren absolute Anzahl auch immer bei jedem Beitrag angezeigt wird, und irgendwelche lustigen Ränge. Dann kann man das virtuelle Ego dann so richtig narzisstisch pflegen. Mir persönlich ist sowas zu blöde. Aber ich bin eh 'n Eigenbrödler ...

    Danke Button werde ich schon einbauen, ihr könnt gerne noch diskutieren ob es mehrere Optionen geben soll wie hilfreich o.ä., oder komplett andere "lustige" Reaktionsmöglichkeiten.


    Find ich schade! Das DF ist ja fast 20 Jahre ohne diesen Quatsch ausgekommen.


    Bitte nur einen Danke/Like-Button und nicht noch 6 andere "emotionale" Möglichkeiten wie auf Facebook.


    Das Argument von m-tree, dass dann Beiträge erstellt werden, um likes zu sammeln, find ich allerdings sehr befremdlich 8| Fänd ich dann auch schlimm, wenn es auf das hinauslaufen würde, aber ich bin ehrlich gesagt schockiert, dass es offenbar solche Leute gibt. Wär mir nicht im Traum eingefallen, dass das ein Argument dagegen sein könnte, weil mir sowas total fremd ist. Ich bin wohl so naiv und schließe immer von mir auf andere :huh:


    Klar gibts solche Leute. Aber die halte ich dabei gar nicht für das Problem. Denn wie ich ja schon meinte, ist das auch keine schwarz/weiße Sache und es kommt dann halt generell zusätzlich ins Spiel. Und natürlich wird sich das irgendwie auf das Verhalten hier auswirken ... wenn auch nur gering.


    Ich nehme mich da gar nicht aus. Vielleicht schreibe ich dann hilfreiche Beiträge noch hilfreicher und freundlicher ... aber m.E. ist sogar das nicht unbedingt gut. Denn man sollte doch helfen und freundlich sein ohne zusätzliche Anreize wie Danksagungen unter dem Beitrag. :whistling:

    So wie man einen vollen Eimer mit kacke tragen würde.


    :thumbup:


    Kannst du es denn nach wie vor nur über das Mikro hören oder auch direkt? Irgendwie musst du halt die Ursache ausfindig machen.
    Ich vermute da übrigens auch die Stimmung bzw. die Felle selbst.


    Hast du denn überhaupt noch Resonanzfelle aufgezogen? Und wenn nicht, was ist mit den Spannböckchen und Gewindehülsen der Resoseite?

    Kann ich schon nachvollziehen. Sicher wird ein Danke-Button hier kein Problem darstellen. Ich bin aber nach wie vor der Überzeugung, dass dieser sich auch nicht positiv auswirken wird (sondern eben eher im Gegenteil).


    Und wo ist denn das Problem, wenn hier mal ein paar "Zustimmung" Beiträge geschrieben werden? Ich kann mich auch nicht erinnern, dass ich mich hier von derlei Beiträgen genervt fühlen würde (es gibt gefühlt einfach kaum welche).
    Jeder drückt das auf seine Weise aus und ergänzt evtl. was, zumal etwas mehr Beiträge dem Forum hier sicher nicht schaden (andernorts wird wirklich gespammt und Shitstorms lassen Diskussionsfäden aus allen Nähten platzen ... hier eigentlich kaum).
    Im echten Leben gibts auch keinen Danke-Button, sondern nur Interaktion.


    Aber letztendlich ist's mir eigentlich Wurst.

    Danke für den Tipp.
    Ich unterhalte mich durchaus mit mir selbst.


    Also bist du studierter Psychologe?


    Die Aussage das jedem Menschen einfache Mechanismen innewohnen ist mir trotzdem zu pauschal.


    Ich kann gerne an anderer Stelle ausführlicher darüber schreiben. Aber das ist meines Erachtens durchaus eine Tatsache. Sich einzugestehen, dass man auch nur ein Mensch mit ganz normalen Bedürfnissen ist, fällt jedenfalls umso leichter, wenn man mit sich selbst im Reinen ist. Nur als Denkanstoß ...

    Als da wären? Außer den grundlegenden Vitalfunktionen und der Tatsache daß wir sterben, würde mir nicht viel oder gar nix einfallen.


    Na, das ist ja 'ne sehr positive Einstellung. :D


    Unterhalte dich mal mit studierten Psycholog*innen, dann wirst du feststellen, dass es da schon noch etwas mehr gibt.


    Mir fällt irgendwie auch immer wieder auf, dass manche Leute gern kritisieren, ohne Namen zu nennen. Ist dann wohl ungewohnt, dass einer wie sich dann selbst an den Pranger stellt.
    Ich verstehe auch, dass manche mich scheiße finden. Ist umgekehrt ja nicht anders. Aber man sollte sich bei sowas dann doch lieber 1x mehr den "Dunning Kruger Effekt" in Erinnerung holen und wissen, dass man eben nicht alles weiß.


    Aber hast schon recht. Das ist hier zu viel Offtopic. In diesem Sinne. :)

    Ich finde solche " like Buttons" gut.
    Und manch einer schreibt hier im Forum sicherlich Beiträge um Aufmerksamkeit zu generieren und sich darzustellen. Absolut in Ordnung.


    Jeder Mensch ist immer auch Selbstdarsteller - es kommt letztendlich nur drauf an, was man draus macht und wie (positiv oder negativ) sich das auf andere auswirkt.
    Es gibt wirklich ein paar ganz einfache Mechanismen, die jedem Menschen innewohnen.


    Dann aber so tun als wäre diese like Funktion eine Art Pranger und man würde nur nach diesen Beurteilungen schielen wenn man was postet, erschließt sich mir nicht.


    Mir erschließt sich nicht, warum das eine schwarz/weiße Angelegenheit sein soll. "Nur" nach diesen Beurteilungen schielt ganz sicher keiner. Aber es kommt dann halt zusätzlich ins Spiel und keiner ist in der Lage dazu, das gänzlich zu ignorieren. Manch einer aber sicherlich mehr, manch anderer weniger.

    Ich bin gegen (Like-)Buttons aller Art. Auch wenn die negativen raus gelassen werden. Kenne das von 2 anderen Foren und fand es aus verschiedenen Gründen eigentlich nur affig und nervig.


    Ist m.E. schon schlimm genug, dass man sich auf Facebook (und anderen sozialen Netzwerken) und Youtube solche "Schlachten" liefern kann.
    Es kommt dadurch nämlich schon beim Verfassen eine weitere, ur-menschliche Komponente hinzu: "Ich will Anerkennung bekommen!"
    Und oft werden dann Kommentare und Beiträge schon mit dem Ziel verfasst, eben diese Anerkennung in Form von gedrückten Buttons zu kriegen. Dabei ist man in einem Diskussionsforum, wo es um Inhalte und fachlichen Austausch - am besten weitgehend ohne "Kindergarten" - geht.
    Auf Youtube halte ich das noch für sinnvoll. Aber hier nicht.


    Das DF geht doch auch mit der Werbefreiheit immer noch einen ganz eigenen Weg und ich würde das auch beim Thema Buttons sehr begrüßen.


    Ansonsten bin ich eigentlich wunschlos glücklich. :)

    Klasse! :)


    Hab eigentlich nix auszusetzen. Außer vielleicht an den "Short Messages", aber die hab ich sowieso immer gemieden.


    Aber ich würde gerne neue Posts oben sehen und nicht immer auf die letzte Seite wandern müssen...


    Aber bitte nicht Standardmäßig, nur optional. Ich finde das nämlich so wie jetzt besser - und oft hat der erste Beitrag ja eine größere Bedeutung.


    Es gibt übrigens so einen grünen Pfeil (manchmal horizontal, manchmal vertikal) für jeden Thread in jedem Forum und jeder Threadliste - mit dem kann man direkt zum letzten Beitrag springen. Sehr praktisch. ;)

    Eine grundsätzliche Entspanntheit ist beim Spielen sowieso immer sehr wichtig. Ich bin eigentlich auch nicht so der Solo-Drummer. Allerdings habe ich bisher, alleine am Drumset, auch sehr viel frei gespielt, ohne Klick. Im Prinzip waren das immer Groove-basierte Soli, weil ich oft sehr viele Fills und vertracktete Sachen gespielt hatte, teilweise dann auch losgelöster vom Groove.
    Ohne Klick und ohne Aufnahme war dafür dann auch meistens eine gute Entspanntheit da. Wenn man eben weiß, dass es gerade nicht drauf ankommt. Tut es das aber, wird es schwieriger, vor allem auch mit Klick.


    Für mich gehts dabei jetzt darum, ein bisschen was von meiner Improvisationsfähigkeit und "Eigenheit" am Drumset zu zeigen, aber eben künstlerisch wirklich auf den Punkt und technisch sauber mit Klick und möglichst tight und exakt.
    Wahrscheinlich werde ich u.a. das finale Video bzw. die Performance auch noch für Bewerbungen nutzen.

    Vielen Dank! :)


    Ich verstehe deine Kritik voll und ganz. Den Double-Bass-Teil um 1:00 hatte ich so auch gar nicht geplant - dieser Take war nur insgesamt am rundesten (vom Feeling her) für das Testvideo.
    An anderen Kleinigkeiten feile ich auch noch ... und eben auch "weniger ist mehr" bzw. dem Spannungsbogen. Insgesamt geht's da bei der Improvisation bzw. dem Solo auch sehr ums Gefühl, die eigene Mitte und den Moment des Einspielens selbst. Und darüber hinaus geht's bei mir als Drummer sowieso immer eher um Groove und "Flow".


    Das Video ist, so wie ich mir das vorstelle, letztendlich doch eine größere Herausforderung, als ich dachte. Ist aber gut so. :rolleyes:

    Ich bin immer noch auf 'nem Triolen-Trip und hatte letzten Freitag diesbzgl. ein Video gemacht. Habe ich jetzt doch einfach mal als Testvideo rausgehauen - ist nicht fertig. Kann seit ein paar Tagen nicht viel machen, weil ich Probleme mit dem rechten Arm habe.


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    Das Video ist nicht gelistet (quasi 'exklusiv' hier) und der Titel sagt im Prinzip alles. Klick läuft auf 150 BPM. Bin halt mit der Performance nicht zufrieden, das ist relativ schludrig.
    Ist doch gar nicht so einfach, zumal ich die doppelte Fußmaschine mit einbeziehen will. Ich benutze da übrigens auch ein Hi-Hat Tambourin und man müsste das aufgrund eines Fuß-Patterns auf der Hi-Hat sogar eher als 10/4 zählen.


    Im Prinzip soll das aus 5 verschiedenen Parts (Rimclick, Snare, Cowbell, auf der Snare ausgespielte Triolen und auf der Bassdrum ausgespielte Triolen) und ein paar Fills mit Sextolen bestehen. Am Anfang sind zwei schnelle Bassdrum Doubles drin, die aber weder Fisch noch Fleisch sind - irgendwas zwischen 16teln und Sextolen. Die fliegen auch raus.
    Ein zusätzliches Mikro für die Cowbell stelle ich auch noch auf ... die krieg ich zwar mit einer ordentlichen Portion Kompression im Mix ausreichend laut, aber bei so Drums-only Sachen klingt weniger Kompression irgendwie besser.


    Vielleicht mag ja schon jemand Feedback da lassen. Mal sehen wann ich es fertig kriege. Danach kommt wieder ein Cover.


    ...


    Und weil ich hier schon gerade mal wieder was poste ... folgendes hatte ich letztes Jahr für meinen Mixing-Stammkunden eingespielt. Aus jetziger Sicht konnte ich meinen Drums-Sound seither noch mal deutlich verbessern, find ich. Hatte ja erst letztes Jahr wieder so richtig angefangen mit solchen Sachen an den Drums.


    https://youtu.be/GLU_n9zegUk


    https://youtu.be/VR0rNFpA7X0


    https://youtu.be/USCqnqWt24o

    Genau, wir hatten ein paar Metal-Leute im Blick, dann aber Angst gehabt, dass unsere Mucke zu sehr Metal "wird" ;) Sind am Ende bei jemandem gelandet, der (sehr) gute Reputationen in verschiedenen Genres hat, weil wir unsere Mucke auch ein bisschen diverser sehen.


    Das ist verständlich. Es gibt überall gute Leute und ich denke es kommt bei einem Produzenten vor allem drauf an, dass er nicht nur Techniker und Dienstleister, sondern eben auch Künstler ist und seinen Job in der Hinsicht ernst nimmt.


    Wie gesagt, ich wünsche Dir viel Erfolg. Der Sound bei "Alles wird Wut" gefällt mir sehr. Passt gut zum Song (der zum Ende hin schön loslegt).


    Vielen Dank! Das freut mich wirklich. :)
    Ich staunte oft selbst, was ich aus seinen Aufnahmen so rausholen konnte. Das Material zu diesem Song ist m.E. weit entfernt von wirklich guten Aufnahmen, ich musste da viel tricksen und die Instrumente klingen nicht wirklich "echt". Bei den Drums habe ich wie gesagt auch mit Samples von mir nachgeholfen und die Overheads musste ich für die Becken sehr akribisch in der Lautstärke automatisieren, damit das passt. Aber am Ende zählt natürlich nur das Ergebnis.
    Ich gehe gerne einen Mittelweg und versuche bei allem Anspruch auf Transparenz, technischer Sauberkeit und Musikalität den natürlichen Charakter der Aufnahmen zu erhalten.


    EDIT: Interessant, dass du viel Wert auf Mitten und hübsche Höhen legst. Ich finde, dass das eine echte Herausforderung ist. Das kann wirklich schnell aufdringlich werden.


    Jepp. Gerade bei Becken und Gitarren (Präsenzanteil von E-Gitarren, Höhen von Akustik-Gitarren) kommt es da natürlich auch auf die Aufnahmen an ... wenn die schon sehr "brizzeln", schneiden und nerven, wird das schwierig.
    Rein Mix-technisch ist dafür vor allem "Absenken" und nur mit gut klingenden EQs im Präsenz- und Höhenbereich anzuheben meine Geheimwaffe. Um Präsenz herauszuarbeiten kann man auch Absenken. Und ich senke z.B. auf Mittenlastigen Instrumenten gerne im Mittenbereich für Lead Vocals ab, wenn letztere die Priorität im Mix haben (typisch für Popsongs aller Art z.B.).
    "Brillianz" kann man übrigens mit Obertönen gleichsetzen und diese findet sich bei Instrumenten wie z.B. Bass, E-Gitarren und Klavier auch eher im Mittenbereich. Bei Drums eher im Höhenbereich.

    Auweeh,
    das würde eine sehr ausufernde Ausarbeitung des Themas werden.


    Deine Beiträge bringen mich echt regelmäßig zum Schmunzeln. Mir war schon bewusst, dass mein Beitrag etwas zu lang geworden ist - ich hatte es auch angemerkt ... aber du musst natürlich erstmal Kritisieren und dann völlig unreflektiert noch einen drauf setzen.


    Das sind letztendlich alles absolute Detailsachen, da sein Sound grundlegend solide ist. Ich behaupte auch nicht, dass ich es wesentlich besser hinkriege. Aber man kann sich ja trotzdem mal austauschen und Infos und Anregungen auf Nachfrage geben.


    Ob ich ein Mikro an einer Trommel nun auf die Mitte oder auf den Rand ausrichte und wie das den Sound beeinflusst ist übrigens wirklich keine Wissenschaft. So hatte ich das auch zu keinem Zeitpunkt dargestellt. Es gibt halt ein bisschen Theorie dahinter und ansonsten sollte jeder, der ernsthafte Aufnahmen machen will, einfach hören, wie was klingt. Mir gefällts mittig besser.


    Ich könnte hier jetzt auch mit reichlich Offtopic deinen Beitrag auseinander nehmen und mich dabei aufregen, aber ich mache das nur mal an einer Aussage exemplarisch fest:


    Die Aussage Pauschal auf eine Fellmitte zu zielen halte ich daher persönlich nicht als Zielführend.


    So eine Aussage hatte ich ja auch gar nicht gemacht. Sondern folgende:


    Zitat von mir:
    "Außerdem sind die Mikros m.E. nicht optimal ausgerichtet. Ich richte (dynamische Nieren-) Mikros immer auf die Schlagfellmitte aus."


    Wenn man sich so Videos von bekannteren Leuten aus der Szene ansieht bzw. Anhört, gehen auch da gerade die Toms imho, nicht selten etwas Unter.


    Klar, und deswegen sollte man das dann auch als Maßstab nehmen. Besonders, wenn man selbst nichts von sich zeigt, aber andere zurecht weist. ;)


    ...


    Sorry fürs Offtopic. Ich verabschiede mich hier erstmal wieder. Frohes Schaffen weiterhin. :thumbup:


    EDIT
    Anmerkung zu Beitrag #77:


    ich weiss nicht warum du dich schon wieder angegriffen fühlst, nur weil jemand anderer Meinung ist.


    Ich hab genauso wie du nur meine Meinung, hier gepostet und dargestellt aus meiner persönlichen Sicht.


    Ich meine du hast dem Fragesteller gegnüber, die begrifflichkeit Falsch direkt geäußert, ist das nicht auch eine Kritik bzw. Meinung, jemanden anderem Gegenüber.


    Du hast mich direkt kritisiert und angegriffen. Außerdem unterstellst du mir Sachen, die ich nie gesagt habe. Wo habe ich das Wort "falsch" direkt geäußert? Nirgendwo.


    Es ist immer wieder das selbe mit dir ...

    Das sehe ich ganz genauso. So jemanden zu finden ist aus diesem Grund halt auch gar nicht so leicht. Wir hatten zumindest bei der Suche nach einem Mischer einige in der Auswahl und haben uns am Ende nur wegen der positiven Erfahrungen von Freunden entscheiden können. Uns ist auch aufgefallen, dass es gar nicht so leicht ist, überhaupt jemanden zu finden, der infrage kommt.


    Ja ... das ist ein eigenartiges Business :rolleyes:


    Und es gibt natürlich auch hier Experten für Genres (z.B. Metal).
    Ich komm mit vielen Genres klar, bin aber auf handgemachte und mikrofonierte Musik mit echten Aufnahmen fokussiert. Verfolge z.Z. noch ein paar bestimmte Ansätze, die meine "Handschrift" auszeichnen und mit denen ich Genre-übergreifend gut fahre. Z.B. mag ich zum einen transparente und aufgeräumte Mischungen auch im Mittenbereich, zum anderen aber auch Natürlichkeit (besonders beim Gesang) und Präsenz (besonders bei Instrumenten), die schön und unaufdringlich klingen sollten. Hebt man z.B. mit billigen EQs überall Tonnenweise Präsenz an, benutzt extrem viel Exciter usw. wird der Mix zwar sehr hell und brilliant, aber auch total nervig und anstrengend klingen.
    Ich bin ein Freund von Mischungen, in dem kein einziges Element deutlich zugunsten eines anderen mit Priorität (z.B. Gesang) "leiden" muss. Also wenn alles seinen Platz hat. Das geht natürlich auch nur bis zu einem gewissen Punkt. Besonders bei sehr vollen Arrangements wie in der aktuellen Mix-Challenge wird das dann schon schwierig.
    Transparenz und Aufgeräumtheit im Mix, wodurch man mit Lautstärke-Automation den Mix dann auch sehr gut musikalisch gestalten kann, und ein guter Mittelweg beim "Verschönern" ohne zu Übertreiben und die Aufnahmen "kaputt" zu mischen, sind m.E. immer gute Grundbausteine dafür, dass der Song gut rüberkommt. Völlig unabhängig vom Genre.


    Die Sachen meines Stammkunden sind z.B. oft sehr experimentell (und brauchen auch ansonsten oft ein paar weitergehende "Korrekturen") und unterschiedlich. Beim letzten Auftrag hatte ich eine sehr hohe Transparenz erreicht (die Drums kamen übrigens auf einer Monospur und beim ersten Track noch einer zusätzlichen Effektspur): https://youtu.be/dX10avRn4cI
    Demgegenüber dann z.B. das hier - echte Drums-Aufnahmen, die ich mit Samples von meinem Drumset "aufgewertet" hatte und sehr "eigenwillige" Gitarren (von der Eigenwilligkeit ist im Mix nicht mehr ganz so viel zu hören): https://youtu.be/MFbMgdoQ5IQ


    Als ich den Mix/Mastering Auftrag für das Album der Berliner Band vor ein paar Jahren bekam, meinten die zu mir in etwa: "Bei den anderen vielfach teureren kommt im Gegensatz zu deinem Mix halt nix rüber ...".
    Aber jetzt fang ich schon an hier Werbung für die eigene Sache zu machen. :rolleyes:
    Das gehe ich nächstes Jahr richtig an und dann schau ich mal, wie sich das so alles entwickelt.




    Ist das so? Gerade Drummer sind da doch oft interessiert, da sie sich ohnehin schon durch das Monitoring mit dem Abnehmen und Mischen von vielen Signalen beschäftigen müssen. Wie ernsthaft ist natürlich individuell, aber ich z.B. will mich grade durchaus genauer damit befassen.


    So überschaubar glaube ich auch nicht. Aber viele machen da einfach gern ihr eigenes Ding, glaub ich - was ich gut verstehen kann. Und informieren sich anderswo darüber - nicht unbedingt hier, wo es eigentlich nur um Drums geht.


    Aber ich kann den Thread dann ja trotzdem mal umgestalten und vielleicht entwickelt sich was draus. Und wenn nicht, ist das ja auch gar kein Beinbruch :rolleyes:



    Beeble

    Ja, der Betreiber nimmt das wirklich sehr humorlos Ernst :D
    Ist dafür aber auch eine tragfähige Angelegenheit, denk ich.
    Die Songs sind ihm scheinbar noch nicht ganz ausgegangen. Ich hatte kürzlich sogar überlegt, was von meinem Stammkunden bereit zu stellen (er hatte zugesagt) ... aber mir ist das dann auch zu aufwändig. Man muss bei z.B. 50+ Mixen zwar nicht mehr zu jedem Mix Feedback abgeben (mindestens aber zu der gewählten Top10) ... aaaber man muss sich eben wirklich alle Mischungen genau anhören und entscheiden, wer weiter kommt. Es gibt ja generell auch immer eine Vorrunde (Top10) und die Finalrunde (Siegertreppchen) mit Nachbesserungen auf Wunsch des Clients. Und das macht halt einfach richtig Arbeit, wenn man es gut meint ...


    Verstehe ;)
    Den Songcontest gibts immer noch, aber der läuft wohl nicht so gut wie die Mix-Challenges. Interessiert mich persönlich jetzt auch nicht so.

    Ich hatte die normal auch auf die Schlagfellmitte ausgerichtet, aber dann hatte ich bei schnellen Fills keinen Attack mehr.


    Hmm. Im Normalfall schlägt man die Felle ja in der Mitte an, dort ist also die Quelle jeglichen Attacks. Zudem haben Richtmikrofone nicht nur eine Pegel-basierte Richtwirkung, sondern auch eine Frequenz-basierte. On-Axis hat man i.d.R. auch die meisten erweiterten Höhen. Beispiel Sennheiser E604 (die du glaub ich benutzt): SP_1204_v1.0_e_604_Product_Specification_EN.pdf (2. Seite unten links, 16kHz Linie)


    Attack bezeichnet ja auch die Transienten, also den Einschwingvorgang und diese bestehen oft aus einem hochfrequenten "Gemisch", das wenig bis nichts mit dem Grundton zu tun hat.


    Aber mal vom Attack abgesehen ist meine Erfahrung, dass man auf die Schlagfellmitte ausgerichtet einfach den vollsten Klang hat, besonders auch auf den Bassbereich bezogen. Zum Rand hin wirds dünner und Mittenbetonter und ich denke, das meintest du mit "Attack".


    Generell ist ein moderner und fetter Drumsound, besonders für Metal, aber gekennzeichnet von Bass- und Präsenzbetonung und wenig unteren Mitten. Das geht schon bei der Nahmikrofonierung der Trommeln los, mit der man diese "Badewanne" grundlegend formt.


    Im Mix kann man das weiter ausarbeiten -> ...


    "nach vorne mischen" ??


    Weiter oben hatte ich ja schon die Badewanne erwähnt. Grundsätzlich sind Frequenzbereiche auch für Tiefenstaffelung zuständig. Am markantesten ist dabei die 1kHz Marke, die hintergründig klingt. Obere Mitten und untere Höhen (= Präsenz) klingen "vorne". Siehe dazu die Blauertschen Bänder: Akustik_-_Richtungsbänder.svg


    Nun sind die bei Drums typischerweise betonten Frequenzbereiche nicht alle für "vorne" zuständig. Allerdings ist meine Erfahrung, dass man generell mit fast jeder "groben Badewanne" und insbesondere Kompression mit bestimmten Einstellungen etwas automatisch nach vorne holt, es quasi "präsenter" macht.
    Bei Kompression profitieren Drums typischerweise von schnellen Release-Zeiten (kommt aber immer drauf an). Bei der Attackzeit ist das nach meiner Erfahrung etwas komplizierter. Wenn ich Drums parallel komprimiere, mache ich das bspw. wirklich nur noch um die leisen Schläge lauter zu kriegen und die lauten möglichst unbeeinflusst zu lassen - nicht um den "Attack" mit langen Attack-Zeiten zu betonen.


    Mir ist natürlich klar, dass Mixing auch einfach sehr viel mit Geschmack zu tun hat. Trotzdem gebe ich einen kurzen Einblick in meine aktuelle Herangehensweise bei Drums:
    - ich achte auf die Phasenlage besonders bzgl. der Snare
    - ich lasse Lowcuts mittlerweile komplett weg und betone auf den Einzelspuren ggf. nur etwas Präsenz
    - Kompression nur parallel (Bassdrum fast immer, Snare manchmal nur das Teppich Mikro für präsentere Ghostnotes) und auf der Summe
    - EQing hauptsächlich auf der Summe mit einem passiven EQ, kein "korrigierendes" oder "chirurgisches" EQing, sondern nur grobe Pinselstriche ... geht allerdings nur wenn die Aufnahmen das nicht mehr nötig haben (meine eigenen Drums-Aufnahmen hab ich nach längerer Optimierungsarbeit jetzt so weit ^^ )
    - leichte Sättigung durch Emulationen analoger Kompressoren und EQs, stärkere Sättigung und Kompression durch Soft-Clipping und Tape-Emulation


    Der große Vorteil von der typischen "Badewanne" bei Drums ist übrigens auch, dass sie sich so meistens auch am besten in einen Bandmix einfügen. Denn, mal von Bass und Drums abgesehen, sind so ziemlich alle Instrumente und Gesang absolut Mitten-lastig und die Mitten sind auch im Allgemeinen eigentlich der wichtigste Frequenzbereich.
    Transparenz kann man vor allem mit EQing (aber auch Kompression) schaffen.


    Ich hätte den Blast Beat bisschen deutlicher zu hören. Einfach Lauter drehen wollte ich nicht, Hall von Bass und Snare entfernen brachte schon viel (braucht man auch beim Blast nicht)...evtl gibts es noch so tricks und den Mix so "klarer" zu machen.?!


    Du hast beim Blastbeat halt naturgemäß etwas weniger Punch bzw. Lautstärke ... daher müsstest du schon im Mix tricksen, wenn dir das da nicht reicht. Ein bisschen Kompression kann das schon automatisch etwas lauter machen, ansonsten bleibt nur Lautstärke-Automation.
    Ein paar Kniffe für einen klareren Mix hab ich weiter oben schon geschrieben. Was den Hall betrifft: Drums profitieren ja i.d.R. sehr von echten Räumen, die groß und gut klingen. Das ist natürlich absoluter Luxus ... aber Raumspuren profitieren generell von einer starken Kompression mit kurzen Attackzeiten, um den Raumanteil dort weiter zu betonen. Ich arbeite bei Drums generell mit zwei Räumen (beide als Send Effekte) ... Plate-Reverb generell nur für Trommelspuren. Wenn keine (brauchbaren) Raumspuren vorhanden sind, füge ich noch einen virtuellen Raum hinzu, den ich dann auch komprimiere. Den "füttere" ich allerdings ganz anders als den Plate Hall. Kannst ja selbst ein bisschen rumprobieren, wenn's dich interessiert ;)


    Uff, ist das viel jetzt geworden 8|
    Aber vielleicht hilfts ja etwas weiter ;)


    EDIT
    Übersprechen auf den nah aufgestellten Mikrofonen ist natürlich noch so ein Punkt ... besonders bei Toms. Die halte ich diesbzgl. mittlerweile mit Lautstärke-Automation im Zaum. Die Bassdrum gate ich mehr oder weniger, auch um der Parallelkompression entgegen zu wirken. Führt aber mit geschickten Einstellungen dann trotzdem dazu, dass leisere Anschläge z.B. von Doublestrokes etwas lauter sind, ohne dass der "Rumpel" zwischen den Schlägen lauter wird.

    Werde ich bei Gelegenheit Mal vorbeischauen. Zurzeit mixe ich ab und an an unserem Albummaterial. Da habe ich dann auch den Vergleich zum fertig gemixten Material. Aber auf diese Art und Weise (also Vergleich mit verschiedenen anderen) kann man sicher auch einiges lernen. Nur fehlt mir leider irgendwie die Zeit mich da richtig soll mit zu befassen, bzw. merke ich, wie verhältnismäßig günstig man professionelle Mixe/Masters bekommt. Und an die werde ich eh nicht mehr rankommen :D Nicht mit meinem Gehör. Dir aber viel Erfolg weiterhin! Fand deine Samples bisher immer echt gut.


    Danke :)


    Hmm ja. "Professionell" heißt ja prinzipiell immer nur erstmal, dass es dabei auch um Geld geht. Aber rein auf die Qualität bezogen ist "professionell" besonders im künstlerischen Bereich schon ein ziemlich dehnbarer Begriff. Z.B. machen ein teures Studio und eine Ausbildung in dem Bereich noch keinen guten Mix. So wie ich die Sache sehe, gehts dabei nämlich letztendlich vor allem um folgendes:


    Emotion. Der Song muss rüber kommen. Der Mischer sollte in der Lage dazu sein, den Song gefühlsmäßig zu verstehen und ihn optimal in Szene zu setzen. "Werkzeuge", Fachwissen und Übung / Erfahrung sind nur die Grundlagen.
    Der Mix ist jedenfalls definitiv ein künstlerischer Schritt einer Produktion und man kann da auch noch weitaus mehr als im Mastering machen.


    stimmt da bin ich ja auch schon seit Jahren Mitglied. Aber wir kamen mit dem Betreiber nicht ganz so klar ;)
    Und bei Eigenproduktionen wurde ich auch schon mal disqualifiziert..zu Recht aber ;)
    Trotzdem ne nette Sache, zumal es immer kleine Preise gibt und das ganze von der Teilnehmerzahl schön übersichtlich ist.


    Ich glaube du hattest mich vor einiger Zeit überhaupt erst auf die Seite aufmerksam gemacht. ;)
    Hatte mich aber erst vor ein paar Wochen dort angemeldet.


    Wer ist "wir"?
    Und was ist mit "Eigenproduktionen" gemeint?


    Ja, ist definitiv 'ne nette Sache. Die Preise interessieren mich gar nicht so, eher die gesamte Sache an sich. Die Regeln sind zwar insgesamt ziemlich streng, aber m.E. schon sinnvoll. Das ganze entspricht so wirklich am ehesten einem "real life" Szenario, wo der Kunde eben König ist. Zumal auch wirklich nur gemischt und nicht gemastert werden soll. Für mich kein Thema - wenn ich selbst mastere, mache ich das schon seit Jahren separat in einem zweiten Projekt und ansonsten gebe ich meine Mischungen auch gerne zum Mastern ab.


    Die Teilnehmerzahl ist mittlerweile meistens gar nicht mehr so übersichtlich. Bei der vorletzten Challenge hatte ich auch mitgemacht (bin in die top10 gekommen und zum Siegertreppchen hat wohl nur wegen kleineren Sachen nicht viel gefehlt) und da wurden über 90 Mischungen eingereicht. Davon wurden aber erstmal über 30 disqualifiziert, weil eben viele Leute die Regeln nicht lesen oder nicht beachten.


    ...


    Ich könnte den Thread bei Bedarf übrigens auch noch weiter umgestalten. Sodass hier eher über Mixdown von Aufnahmen im Allgemeinen diskutiert und gefragt werden kann ... auch wenn es "nur" um das Abmischen von Schlagzeug Aufnahmen gehen sollte. Und so weiter.
    Bin ja nicht der einzige hier, der sich damit beschäftigt. ;)

    Habe eben das Startposting geändert und hole den Thread mal aus der Versenkung. Mein ursprünglicher Gedanke dabei war hier wohl etwas fehl am Platz.


    Wie ich im Startposting schon meinte, gibts eine deutsche Website (allerdings komplett auf Englisch) mit monatlich stattfindenden Mix-Challenges, die m.E. vergleichsweise wirklich vernünftig und professionell aufgezogen sind.
    Natürlich gehts dabei immer um komplette Produktionen bzw. Band-Mischungen. Vielleicht will das ja hier auch jemand nutzen, in Anbetracht der aktuellen Situation durch Corona. ;)


    https://mix-challenge.com/


    Ich nehme an der aktuellen Challenge teil. Der Song ist von einer Band aus Spanien. War kein einfacher Mix, weil das Arrangement m.E. schon ein bisschen überladen ist. Ich habe den Fokus ganz klar auf die Lead Vocals gesetzt, allerdings ohne sie deutlich lauter als den Rest zu mischen. Genaueres kann man meiner Dokumenation entnehmen:


    https://mix-challenge.com/foru…?f=8&t=396&start=10#p9408


    Also ... vielleicht hat ja hier auch jemand Lust da mitzumachen. Kommentare und Kritik zu meinem Mix sind natürlich auch willkommen. Oder einfach allgemeine Diskussionen, Fragen usw. rund ums Thema.
    Ich beschäftige mich jetzt seit 8 Jahren (zeitweise sehr intensiv) damit und werde das auch semi-professionell weiter betreiben. Läuft nur noch nicht so ganz.