Beiträge von m_tree

    Naja, man spielt ja auch unterschiedliche Techniken, Sitzt unterschiedlich Am Set, Winkelungen der Beine, Füsse etc. + Unterschiedlichste Einstellungen der Maschine
    Da würds schwierig selbst die unterschiedlichsten Eindrücke auf einen persönlich einordnen oder einschätzen zu können.


    Da hast du natürlich recht. Die Einstellungsmöglichkeiten sind bei den 5000ern übrigens relativ begrenzt. Ich komme aber mit der Standardeinstellung und moderater Federeinstellung gut zurecht. Hatte mit den zahlreicheren Einstellungsmöglichkeiten der Iron Cobra schon viel experimentiert und bin immer wieder zur Standardeinstellung zurückgekehrt.


    Da ich primär Heel-Up spiele könnte ich meinen Erfahrungsbericht dann zumindest darauf und auf die Standardeinstellung beziehen. Klar gibts immer noch viele persönliche Differenzen, aber für einen groben Eindruck wirds sicher reichen. ;)


    Zitat

    So sehr gravierend vermute ich wirds bei der Turbo und Accelerator nicht sein. Ist etwas exzentrisch aber so extreme "Nocken" , am Kettenblatt wie man sie mit unter auch manchmal auch sieht, sind da ja nicht.


    Denk ich auch. Ich hatte vor über 10 Jahren mal eine gebrauchte Iron Cobra Flexi-Glide gespielt. Dann hatte ich mir die Power-Glide neu angeschafft und die Cams relativ bald durch die Rolling-Glide Cams ersetzt. Find ich insofern interessant, weil ich mit der Flexi-Glide besser als mit der Power-Glide zurecht gekommen bin, obwohl die Cams der ersteren ja im Prinzip fast ohne Rundung direkt "abknicken".


    Power-Glide


    Flexi-Glide

    evtl. ne 900er nehmen da ist die Cam verstellber zumindest bei irgend einem modell


    Du meinst die 9000er? Selbst wenn ich mir die leisten könnte / wollte, würde ich die 5000er nehmen. Hab mich ausgiebig informiert. ;)


    Danke ansonsten. Ich will an der Fußmaschine dann eigentlich nix rumbasteln. Hatte an meiner jetzigen Iron Cobra schon die Cams eigenhändig getauscht. Die 5002er soll dann mindestens 10 Jahre in allen Situationen gut durchhalten, daher auch der Neukauf.


    Ich hab die AD4 übrigens vorhin bestellt. Bin gespannt. Hab ja den Vergleich zur runden (Turbo) Cam mit der 3000er und werde dann hier berichten. :)


    Man findet im Netz ja wirklich kaum aussagekräftige Berichte über die jeweiligen Spielgefühle ...

    Isopropanol ist gut geeignet, denk ich.


    Kann mich danyvet allerdings nur anschließen. Bin auch kein Corona-Verharmloser, aber halte das für völlig überzogen. Dann lieber gleich mit Maske gespielt, damit keine Tröpfchen aufs Set fliegen.


    Das Corona-Virus überträgt sich direkt über die Atemwege und nicht über Gegenstände. Ich sag nur Bargeld :whistling:

    Zwar hatte ich vor 2 Jahren schon einen ähnlichen Thread zu den DW Pedalen erstellt, aber ich hol mal diesen hier hoch. Denn ich stehe jetzt unmittelbar vor der Entscheidung, ob ich mir die AD4 oder die TD4 zulege. Beide Versionen direkt im Laden an einer Bassdrum anzuspielen ist momentan schlecht realisierbar für mich (wenn man in Betracht zieht, dass das nur in wenigen Läden überhaupt geht).


    Ich bin ja schon im Besitz einer 3000er (Single) und die hat das Turbo Kettenblatt. Würde gerne mal die Accelerator ausprobieren und mir schon relativ sicher sein, dass ich die dann auch behalte, bevor ich sie bestelle.


    Sieht so aus ...


    Bin bei meiner Recherche u.a. über diese Aussage hier gestolpert:

    ein weit verbreiteter Irrglaube...es stimmt, dass der Beater auf dem letzen Stück des weges beschleunigt wird, genau auf dem stück ist er aber bei der rückholbewegung träge und langsam...man erhält also etwas mehr wumms auf kosten von präzision...schneller spielen wird man damit mitnichten


    Das wiederrum halte ich auch für nicht ganz korrekt. Denn die Cam beeinflusst ja nur das "Hebel-Verhältnis" zwischen Pedal und Welle (Beater). Letztere bleibt aber unabhängig von der Cam gleichermaßen an die Feder gekoppelt. D.h., bei der Accelerator hat man am "Ende" der Cam sowohl eine größere Drehung der Welle bzw. Bewegung des Beaters als auch eine stärkere Streckung der Feder bei gleichem Pedalweg. Also kann es nicht stimmen, dass der Beater bei der Rückholbewegung "träger" und "langsamer" ist ... Pedal und Welle sind schlichtweg anders "übersetzt" und man büßt die "Beschleunigung" vor allem mit geringerer Präzision ein.


    Wohlwissend, dass mir hier keiner die Entscheidung abnehmen kann und ich natürlich vor dem Kauf antesten sollte, wollte ich vor allem noch mal den Einfluss der Cam diskutieren. ;)

    Ein niedriger Betonkeller z.B. Generell alle Räume, die im Mulmbereich zwischen 200 und 700 Hz viel Nachhall haben. Räume mit vielen Glasflächen und wenig Inventar.
    Größere Räume mit vielen unregelmäßigen Holzflächen und etwas Bedämpfung durch Möbel oder gezielt eingebrachte Absorber gefallen mir am Set dagegen meistens gut. Dort klingen die Trommeln jede für sich fett und rund.


    Ich denke auch, dass es die Mischung macht. Ab einer gewissen Größe (z.B. richtig große Hallen) ist der Nachhall wahrscheinlich auch nicht mehr wirklich "brauchbar", wegen weniger intensiven Reflektionen durch Abnahme der Schallintensität auf die Entfernung und evtl. auch des langen Pre-Delays.


    Problematisch sind generell kleine, niedrige und rechteckige Räume. Ein paar Glasflächen sind wohl kein Problem, wenn die restlichen Faktoren passen. Der Haupt-Aufnahmeraum von "Le Studio" in Kanada z.B. hat an einer Wand Raum-hohe Fenster und die wurden bei Aufnahmen auch nicht zugedeckt.


    Wirklich gut klingende Räume für Drums (wie man sie in großen Studios vorfindet) sind m.E. Luxus und das i-Tüpfelchen auf ein gut klingendes und gespieltes Schlagzeug. Trotzdem schön, dass Meinungen verschieden sind. ^^

    Der beste Drummer wird in einem akustisch schlechten Raum auch nicht gut klingen, deshalb ganz klar der Raum.


    Was ist denn ein akustisch "schlechter" Raum?


    Gut geeignete Räume für Schlagzeug sind groß, hoch und wenig gedämpft. Die haben also auch einen entsprechend langen Nachhall, der das Schlagzeug größer und wuchtiger klingen lässt. Das verzeiht eher mal Spielfehler. Aber ein akustisch unspektakulärer Raum ohne nennenswerten Nachhall verzeiht keine Spielfehler und "kaschiert" nichts.


    Daher ist meine These eher:
    Ein guter Drummer wird auch in einem akustisch unspektakulären Raum gut klingen. Die spielerischen Probleme eines schlechten Drummers kommen dagegen in so einem Raum erst richtig zum Vorschein.


    Ich spiele auch gern in großen und halligen Räumen. Natürlicher Nachhall macht eben gerade am Schlagzeug einfach Spaß. 8)
    Aber Üben, Proben und brauchbare (nicht optimale) Aufnahmen machen kann man in fast jedem Raum.


    Insgesamt vergleicht man da sehr schnell Äpfel mit Birnen und zu viele Faktoren spielen eine Rolle. Deshalb sind solche Rankings eigentlich immer ziemlich müßig...


    Volle Zustimmung. ^^

    Es ging um den Einfluss auf den Sound, nicht um die Performance.


    Im Startposting steht an 2. Stelle nach dem Raum und noch vor der Stimmung der Drummer. Was für mich im Prinzip gleichbedeutend mit der Performance ist.


    Zitat

    Nach meiner Erfahrung spielt der Raum eine übergroße Rolle für den akustischen Sound eines Sets. Es ging nicht um nahmikrofonierte Sets, sondern um den akustischen Sound.


    Jepp, sollte auch nur ein Hinweis sein. Natürlich spielt der Raum eine große Rolle ... aber letztendlich reflektiert der Raum nur den Direktschall vom Schlagzeug. Insofern würde ich den Raum nicht über den Schlagzeugsound selbst stellen. Aber das sagte ich ja schon.


    Zitat

    Abgesehen davon spielt der Raumklang auch bei Mikrofonierung eine wesentliche Rolle. Aber es steht Dir ja frei, eine andere Wichtung vorzunehmen.


    Bei Mikrofonierung im Freifeld definitiv, ja. Bei Nahmikrofonierung direkt am Schlagfell weniger bis fast gar nicht. Oder direkt "in" der Trommel wie bei der Bassdrum. Diese "Wichtung" existiert definitiv frei von meinem persönlichen Geschmack.


    Aber ich zieh mich mal zurück ...

    Den Raum noch über den Klangerzeuger und dessen Bediener zu stellen finde ich wirklich etwas fragwürdig. Auch wenn man von Mikrofonierung absieht. Der Raum ist "nur" für den Nachhall verantwortlich.


    Nimmt man ein Szenario ohne abgeschlossenen Raum und mit ordentlich verstärkter Nahmikrofonierung ist ein natürlicher Raumanteil quasi nicht existent. Wie ich schon sagte:

    Man nehme ein großes Open-Air Konzert. Live wird bei Drums sowieso primär auf nah aufgestellte Mikros gesetzt (u.U. sogar die Overheads durch einzelne Becken-Mikros ersetzt). Man kann sich zusammenreimen, dass ein natürlicher Raumanteil hier keine Rolle mehr spielt. ;)


    Die Trommelaufhängung würde ich bei mir irgendwo bei der Kesselkonstruktion einordnen ... auf jeden Fall über den Spannböckchen. :D

    Ich würde das mehrfach unterteilen und zunächst mal eine Mikrofonierung generell ausschließen - also keine Aufnahme und auch keine Verstärkung:

    • Drummer / Performance

    • Drumset (mit allem, was dazu gehört)

    • Raum


    Den 2. Punkt würde ich wiederrum aufteilen in:

    • Stimmung^2 (darf auch gerne höher potenziert werden, weil das so verdammt wichtig ist :) )
    • Felle (und ggf. Dämpfung)
    • Kesselkonstruktion


    Beim letzten Punkt weiß ein Trommelbauer sicher am besten bescheid, hier kann ich nur sehr vage eine Reihenfolge festlegen ...

    • Maße der Trommel
    • Spannreifen
    • Gratung
    • Material (insbesondere Holz allgemein vs. Metall vs. Acryl)
    • Bauweise (inkl. Dicke des Kessels, ggf. Verstärkungsringe)
    • Spannböckchen


    Den Raum habe ich ja ganz oben schon hinten an gestellt, obwohl der natürlich auch sehr wichtig ist. Wird das Schlagzeug mikrofoniert, egal ob für eine Aufnahme oder FOH, wird's allerdings komplizierter: nah aufgestellte Mikrofone, besonders an Trommeln, nehmen verhältnismäßig kaum Raumanteil auf. Bei den Overheads kommt das auch auf verschiedene Faktoren an. Bei professionellen Studioaufnahmen in entsprechend großen und gut klingenden Räumen werden noch Raummikrofone aufgestellt, oft auch mehr als 2. Und hier ist der springende Punkt: Raum Mikrofone für die Drums lohnen sich nach meiner Erfahrung als Mischer von Band-Aufnahmen nur, wenn der Raum auch wirklich was hergibt und die Mikros gut aufgestellt wurden (was für mich impliziert, dass sie primär den Raumanteil und nicht den Direktschall vom Drumset aufnehmen). Ansonsten kann man eine entsprechende Größe und Wuchtigkeit eines guten Schlagzeug Raumes auch ganz gut simulieren ... ist nicht einfach und auch nur ein Kompromiss, aber immer noch besser als Raum Mikros eines kleinen, ggf. trockenen und schlecht klingenden Raumes zu benutzen.
    Aber das ist auch Geschmackssache ;)


    Noch ein Hinweis zur (Un-)Wichtigkeit des Raumes:
    Man nehme ein großes Open-Air Konzert. Live wird bei Drums sowieso primär auf nah aufgestellte Mikros gesetzt (u.U. sogar die Overheads durch einzelne Becken-Mikros ersetzt). Man kann sich zusammenreimen, dass ein natürlicher Raumanteil hier keine Rolle mehr spielt. ;)


    Also das kommt immer drauf an ...


    Eigentlich hast du dir die Antwort doch schon selbst gegeben. Dein Frust selbst ist m.E. das Hauptproblem. Und deine Herangehensweise. Denn wenn man immer wieder das selbe macht und dabei ein anderes Ergebnis erwartet, ist man auf dem Holzweg ... will man ein anderes Ergebnis haben, muss man die grundlegende Herangehensweise auch ändern.


    Für Dich als Hobby-Drummer sollte es doch primär um den Spaß an der Sache gehen. Und nicht darum, Leistung zu erbringen.


    Was ist denn eigentlich dein Ziel bei der Sache? Im stillen Kämmerlein auf so und so viel BPM Doublebass und Singlestrokes mit den Händen spielen können? Glaube ich nicht ;)


    Ich habe mal nen Video aufgenommen...


    https://www.youtube.com/watch?v=27FPs-Wsjgo&feature=youtu.be


    Eigentlich erschreckend wie stümperhaft das klingt. :S Aber ich glaube man sieht ganz gut wie schnell die linke Hand anfängt rumzueiern, komische Bewegungen macht und die Schläge nicht mehr richtig ausführt.


    Was definitiv schnell aufällt ist, dass deine linke Hand "grobmotorischer" unterwegs ist und nach ca. 10 Sekunden weitaus größere Bewegungen macht als deine rechte Hand. Die Bewegungen sollten aber gerade bei gleichmäßigen Singlestrokes auch gleichmäßig intensiv sein. Wenn du mit dem einen Stick doppelt so weit ausholst wie mit dem anderen, wird das nie zu einem gleichmäßigen Ergebnis führen. Ich würde das Video übrigens in erster Linie dafür nutzen, um dich selbst zu beurteilen. Dir bleibt sowieso nix anderes übrig, als die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Dein Lehrer kann dir ja offensichtlich nicht mehr weiterhelfen und hier wird auch viel erzählt, wenn der Tag lang ist ...


    Wie gesagt: Wenn man ein anderes Ergebnis möchte, muss man auch die grundlegende Herangehensweise ändern bzw. etwas anders machen.

    Wie schon gesagt wurde, kommt es auf die Dicke des Materials an. Je dicker, desto tiefer die Frequenzen, die es absorbiert.


    Die Faustregel lautet dabei, dass ab 1/10 der Wellenlänge eine wirksame Absorption beginnt. Wellenlänge = Schallgeschwindigkeit / Frequenz. Um >1kHz zu dämpfen, braucht man also mindestens 3,5cm dickes Material. Für 100Hz braucht man schon mindestens 35cm und für 50Hz 70cm. Die Übergänge sind natürlich fließend und der Absorptionskoeffizient ist auch vom Material abhängig.


    So genannte Breitbandabsorber sind das, was du brauchst. Die sind z.B. 15cm dick, dämpfen also theoretisch ab 230Hz aufwärts. Breitbandabsorber machen sich gut an Wänden und auch an der Decke.


    Um den Nachhall der Bässe zu dämpfen sind Bassabsorber in den Ecken nötig (Bässe "stauen" sich in den Raumecken). Ich hab das mit fetten Packen Steinwolle gelöst, ca. 60x60cm (BxT), in 2 Ecken fast Raum-hoch.


    Ich würde aber zusätzlich noch Diffusoren benutzen. Absorber dämpfen den Nachhall. Diffusoren machen den Nachhall "weicher" und lassen den Raum größer klingen.

    .....nur immer zu, da gibt`s sicherlich noch mehr interessierte Leute, und nicht jeder muss und sollte, auch immer nur der Gleichen (auch eigenen) Meinung sein.
    ich würds mir sogar ernsthaft auch sogar Durchlesen, aber nicht drum streiten.
    Ja, also wennst lust hast gerne - Nur zu, aber wie gesagt nicht wegen mir. Und vielleicht besser wo anders (anderer Thread), könnte ja u.U. ne länger Geschicht werden.


    Ach, so kompliziert ist das gar nicht ... aber schon mal sorry für OT.


    Neben spielerischer Exaktheit geht's m.E. vor allem um spielerische Ausdrucksstärke. Das ist nicht gleichbedeutend mit viel Punch und Lautstärke an den Drums - bei vielen Stilen geht es aber damit einher. Viele bekannte Rock- und Metaldrummer hauen z.B. richtig rein. Mehr als Drummer anderer Stilrichtungen. Und das hört man dann auch auf den Aufnahmen. Mit der Nachbearbeitung der Aufnahmen hat das nicht viel zu tun ... die muss der Performance dienlich sein, nicht anders rum. Und die Performance wiederrum der Musik.


    Es geht mir nicht darum, generell und mit viel Kraft drauf zu dreschen. Sondern eben um spielerische Ausdrucksstärke. Und die ist an einem akustischen und wenig gedämpften Schlagzeug, mit Sticks gespielt, eben u.U. auch einfach laut. Ein Schlagzeug klingt lauter und leiser gespielt auch einfach sehr unterschiedlich. Die reine Dynamik - also laut vs. leise - hat hier also auch noch einen anderen Hintergrund (wie bei anderen Instrumenten auch): Leise gespielt klingts halt auch "sachter" und zurückhaltender ... wenn das (an bestimmten Stellen) zur Musik passt, ok. Aber es passt eben nicht immer.
    Bei der Dynamik kommt generell auch hinzu, dass es da nicht nur darum geht, wie leise man spielen kann. Sondern auch darum, wie laut man kann. Wer nur leise oder nur laut kann, ist in seiner Dynamik folglich eingeschränkt. Ich kann's mir gerade nicht verkneifen und bringe noch mal mein "Rosanna" Cover als Beispiel. Die "sachten" Parts vor den Refrains (der erste kommt zwischen 0:50 und 1:05) hatte ich - wie im Original - deutlich zurückhaltender gespielt: https://youtu.be/tf4VYH41P1Y


    Ich hab gerade auch noch mal die Spuren zum Video rausgesucht und einen Screenshot des angesprochenen Parts angehängt.

    Jetzt kommt jedoch der allerwichtigste und entscheidene punkt! Ich finde ein akustisches Drumset ist leider definitiv zu laut für die Mietwohnung bzw. meinem Homestudio. Das konnte ich ziemlich gut feststellen, als der Verkäufer mit dem Set spielte. Bei mir war es etwas leiser weil ich versucht hatte möglichst "leise" zu spielen, trotzdem ist das schätzungsweise noch zu laut.


    [...]


    Meine Idee wäre jetzt (vorsicht: Nur Idee) mir eine Snare zu kaufen, damit ich schon mal wenigstens echte Intros einspielen kann, statt diese zu programmieren und eine Hihat für den Realismus und dann alles seperat einspielen und aufnehmen und im schlimmsten Fall dann mit dem Quantisieren nachhelfen. Das wäre für mich so der einzige Mittelweg oder ich würde mir ein Schlagzeug kaufen aber nie den vollen Umfang nutzen können (dazu gehört lautes spielen dazu). Auch wenn es heute das erste mal war mit dem Schlagzeug, ich habe direkt Lust dran gefunden.


    Irgendwie ist das doch ein Widerspruch in sich, oder? Eine Snare ist bei entsprechend hoher und "bissiger" Stimmung auch so mit das Lauteste am Schlagzeug.


    Du meintest ja schon per PM, dass du auch Bass und Gitarre schon quantisierst und dein Spaßfaktor vor allem darin liegt, dass du inkl. Mixdown und Summenbearbeitung alles selber machst. Das kann ich schon verstehen. Aber ich persönlich steige an diesem Punkt jetzt aus. Denn mehr als meine Dienste anbieten kann ich nicht. Die weitere Diskussion hier finde ich jetzt etwas fragwürdig, nachdem dir sowieso klar ist, dass ein akustisches und "normal" gespieltes Drumset bei dir im Homestudio zu laut ist. Auch bei Reggae klingen total gestreichelte Drums nicht so toll ... beim Drums-Recording lautet die Devise eher, ordentlich reinzuhauen, damit's nach 'nem Schlagzeug klingt. Ist ja kein Streichelzeug. :D


    Wünsche aber noch mal viel Spaß und Erfolg, egal wie du weiter machst :thumbup:

    Finds auch cool, dass du dir extra wegen deiner Aufnahmen ein Schlagzeug zulegen und das spielen erlernen willst. Aber wäre es da nicht einfacher, sich einfach einen Schlagzeuger zu suchen? Ich meine, vielleicht bist du ja ein Naturtalent, aber normalerweise vergehen da schon viele Monate (Jahre), bis man mal wirklich so sauber spielt, dass man das auch für eine Produktion brauchen kann. Ich kann’s nach 2,5 Jahren nicht, aber vielleicht ginge es mit quantisieren usw...


    Da ist was dran :rolleyes:


    Antares
    Hast eine private Nachricht von mir. :)

    Ich frage mich nur gerade, wie die Original-Reggae Drummer in den 70ern das mit dem Sound hinbekommen haben - die hatten ja nix (schon gar kein Geld für teures Equipment)?
    Auch heute haben die Strassenbands auf Jamaica (etc) nicht im Entferntesten das Equipment, was uns, als Musikpolizei, als ordentlich erscheint - und trotzdem packt einen die Musik immer wieder.
    Das gleiche gilt übrigens auch für Bluesmusiker, Punks, Rock'n Roller, Swinger, usw. Es kommt da wirklich nicht auf die Qualität des Instrumentariums an, sondern auf die Spielfreude und den Spass beim Musikmachen.
    Aber vllt. auch nur meine Meinung.


    Ja, klar ... das sind nur Werkzeuge und es kommt vor allem darauf an, wie man sie bedient. Sehe ich auch so.


    Ich hab eigentlich nur mal mein Wissen über das Thema kurz preisgegeben. ;)
    Hab mich mit den Themen Drums-Sound und Audio-Produktion ja schon aus einem professionelleren Blickwinkel beschäftigt.


    Ein guter Sound ohne die nötige musikalische Grundlage ist nix wert. Auf der anderen Seite kann wirklich geil gespielte Mucke von einem guten Sound sehr profitieren. Und letztendlich gehts da aus Mischer-Sicht auch vor allem darum, dass die Musik gut rüberkommt und emotional "kickt", wie ich es gern formuliere. ^^


    Leider nur sehr eingeschränkt ... die Felle sind zu mindestens 2/3 am Sound beteiligt. Der Rest teilt sich auf in die Kesselmaße, Gratungen, die Spannreifen (Geflanscht vs. Guss), Kesselhardware (Spannböckchen) und natürlich auch das Kesselmaterial. Die größten Unterschiede gibts da zwischen Holz und Metall. Gibt ja auch noch Acryl Sets ... das Kesselmaterial ist gerade bei verschiedenen Holzarten und Kombinationen oft sehr überbewertet und durch die Herstellerwerbung gehyped. Wichtig ist alles in allem eine möglichst exakte Verarbeitung der Trommel ... z.B. möglichst gleichmäßig rund und die Gratungen möglichst plan.


    Weiter gehts dann mit der Stimmung. Die erwähnten Dinge können alle tip top sein ... wenn die Stimmung schwächelt oder sonstwie geschludert wird, ist das alles nix mehr wert.
    Und hier wird auch deutlich, dass man aus der selben Trommel mit verschiedenen Fellen und verschiedenen Stimmungen die unterschiedlichsten Klänge rausholen kann. Die Spielweise mal ganz außen vor gelassen.


    Und zu guter letzt die Tontechnik: Die Mikrofone und auch deren Aufstellung färben den Klang weiter. Dazu kommt noch, wie man das ganze dann abmischt.


    Kurzum: Welches Set von welchem Hersteller du dir besorgst ist ziemlich egal. Es geht da eher um die grundlegende Qualität und die "technischen Eckdaten" wie Kesselmaße, Spannreifen, Art der Gratungen ... alles andere ist nur noch Geschmackssache und hat nicht mehr viel mit dem letztendlichen Klang zu tun.


    Auf dem angesprochenen Pearl Set sind übrigens Remo UT Felle. Das ist die Billigserie des Fell-Herstellers ... weil die Felle so maßgeblich am Klang beteiligt sind ist es dann auch empfehlenswert, ordentliche Felle aufzuziehen. Kostenpunkt bei dem Drumset insgesamt ca. 250€.

    Okay Danke für die Empfehlung.
    Ich habe noch eine grundlegende Frage zur Lautstärke eines akustischen Drumsets. Spielt ihr alle eigentlich eure Drums zuhause oder habt ihr einen geeigneten Proberaum ? Falls zuhause, was sagen eure Nachbarn ? :D


    Wie erwähnt soll das Drumset in mein Homestudio platziert werden und so ein richtiges Drumset ist sicherlich nicht leise, oder? Wahrscheinlich kommt es aber auch drauf an welche Richtung man spielt. Heavy Metal ist sicherlich von Natur aus lauter von der Dynamik her als Reggae :whistling:


    Ein akustisches Schlagzeug, welches mit normalen Sticks (also nicht Hot-Rods oder Besen) gespielt wird, ist definitiv laut. Wie laut, bestimmt natürlich noch die Spielweise und auch, wie stark man seine Trommeln dämpft. Ich bediene viele Stile, haue gerne rein und dämpfe meine Trommeln kaum mehr. Und ich spiele seit weit über 10 Jahren auch nur noch mit Gehörschutz.
    Seit einer ähnlich langen Zeit spiele ich auch nur noch in Proberäumen bzw. "Home"-Studios oder auf Bühnen. Daheim nur in meinen Anfangszeiten als Kind und Teenager.


    Man kann das schwer verallgemeinern. Es kommt natürlich zum einen auf die Grundlautstärke an, die du entwickelst. Und zum anderen auf deine Wohnsituation. Wenn ich hier in meiner Mietwohnung ein paar mal tagsüber normal Drums spielen würde, wäre ich wohl recht schnell draußen :D


    Kommt halt immer drauf an ...

    Weißt du was mich beim programmieren der Drums am meisten gestört hat ? Der monotone Klang der Snare und vorallem das emulieren von realistischen Hihats ist wahnsinnig schwierig. Erst deswegen bin ich auf die Idee gekommen ein Schlagzeug zu kaufen.


    Kann ich gut verstehen. Echte Drums, die auch noch ohne Tricks (Quantisieren, Samples) umgesetzt werden, sind einfach geil. Wenn auch nicht einfach, wenn's wirklich gut werden soll ...


    Ich denke, dass du dir vor allem erstmal klar machen musst, dass das auch ein Stück Weg sein wird. Ein Stück Weg im Sinne von Weiterentwicklung von dir selbst und auch finanziellen Mitteln, die du zur Verfügung hast. Bei 900€ für den Anfang würde ich es eher so angehen, neue Felle und Mikrofone erstmal weg zu lassen. Man sollte wirklich nie unterschätzen, was Übung und Erfahrung bei der ganzen Sache ausmachen. Neue (bessere) Felle zahlen sich z.B. erst richtig aus, wenn du schon weißt wie du stimmst und ggf. auch die Fellauswahl dementsprechend triffst.


    Zumindest was den Neukauf von Becken betrifft, habe ich eine konkrete Empfehlung:


    https://www.thomann.de/de/zultan_rock_beat_beckensatz.htm


    ... oder ...


    https://www.thomann.de/de/zult…_beat_profi_cymbalset.htm


    Oder einzeln kaufen, wenn du wirklich nur 'ne Hi-Hat und ein Crash brauchst.


    Beim Rest müsste ich selber erstmal länger recherchieren. Mir fällt aber gerade ein, dass ich diese Fußmaschine hier fast neuwertig abzugeben hätte :)


    https://www.thomann.de/de/dw_3000_bass_drum_pedal.htm


    Bei der Hardware (Fuß- und Hi-Hat Maschine, Stative) sollte man auch nicht sparen.