Beiträge von m_tree

    "theoretische Praxis"


    Gibts das denn überhaupt? Denn meines Wissens gibts nur Theorie und eben Praxis. Oder meintest du "praktische Theorie"? :D


    Nee, im Ernst:
    Was ich im von Lexikon75 erwähnten Thread gerade schon wieder feststelle, ist der Fokus auf Theorie. Mir ist das nicht so verständlich, weil ich 8el entspannt und über lange Zeit einhändig auf über 200 BPM spielen kann, aber eben immer noch nicht weiß, welche Technik ich dafür nun benutze. Das werde ich zwar noch genauer erörtern, aber es war bisher einfach nicht notwendig für mich, das zu wissen.


    Ich falle da sicher ein Stück weit aus der Reihe, aber gerade deswegen ist mein Statement dazu vielleicht auch interessant.


    Um's auf den Punkt zu bringen:
    Weniger reden, mehr machen (Üben).

    Auf dem Bild sieht man eine dieser "Bruchstellen". Die würde ich gerne mit "Stille", so dass jede einzelne Spur einem WAV entspricht, das ich dann weitergeben kann.


    Reaper hat dafür eine sehr effektive und einfache Funktion. :)


    Menüleiste -> "File" -> "Consolidate/Export Tracks"


    Du kannst dabei sogar die Effektketten aktiviert lassen und es werden trotzdem die Rohspuren konsolidiert. ;)


    Der Rest müsste selbsterklärend sein. Wenn nicht, stehe ich gern für weitere Infos zu Verfügung. :)

    Deine HiHat Technik war mir in deinen Videos sofort aufgefallen.Hat die einen Namen bzw. ein Link dazu wo man die sich anschauen oder nachlesen kann..
    In deinem Video bist du einfach zu schnell ;)


    Nope ... wie ich schon sagte:


    ... und ich kann immer noch nicht sagen, welche Technik das nun am ehesten ist. Es war mir schlichtweg egal. Hauptsache schnell, präzise und entspannt spielen können.


    Es ist dann wohl am ehesten die "Baum'sche Technik". Aber ich werde in Zukunft darüber noch mal mit Lehrern sprechen. Irgendwie wird das sicher mit einer oder mehreren Techniken verwandt sein.


    Letztendlich interessiert das dann auch keinen mehr. Viele Wege führen nach Rom. Wenn das Ergebnis passt und die Umsetzung komfortabel für einen selbst läuft, ist alles ok. Wie mit Traditional vs. Matched Grip ... am Ende interessiert keinen, wie was gespielt wird. Insbesondere den Hörer, der nur das fertige Produkt hört.


    Neben der Geschwindigkeit hatte ich ja noch "präzise und entspannt" erwähnt. Ich würde das ganze evtl. noch mit "ausdrucksstark" ergänzen. Muss nicht brechend laut gespielt sein, aber zu leise und zaghaft ist oft eben auch nicht passend.

    Technik
    Die zu verwendende Technik sollte die nach dem Fragesteller benannte MoM-Jovi-Technik sein. Die meisten Trommler finden schon selber raus, was für sie persönlich funktioniert. Jede Jeck is anners und jeder hat seinen eigenen Körper.


    Das kann ich nur unterschreiben. Es gibt natürlich grobe Tendenzen, aber im Detail entwickelt jeder seine eigene Technik.


    Ich hatte vor 8 Jahren mal dieses Cover mit einhändigen 16teln auf ca. 103 BPM (bzw. 8eln auf ca. 206 BPM) gemacht. Die Technik hatte ich mir selbst, ohne Lehrer und direkte Vorbilder, angeeignet. In den Kommentaren nannte sie einmal jemand "sloppy shit" ... das mag sicher auch irgendwie stimmen, aber ich kam damit prima zurecht. Mittlerweile ist es etwas weniger "sloppy" ... und ich kann immer noch nicht sagen, welche Technik das nun am ehesten ist. Es war mir schlichtweg egal. Hauptsache schnell, präzise und entspannt spielen können.


    https://youtu.be/iUrO52ngXSc


    Und es gibt da noch weitaus extremere Sachen. Alle Blaster bzw. Drummer, die schnellen Metal spielen, erreichen u.U. unglaubliche Geschwindigkeiten. Meistens aber auf Kosten des Punches.


    Letztendlich gibt es aber m.E. ein ganz einfaches Prinzip bei solchen Sachen:
    Wenn du alleine nicht an dein gewünschtes Ziel kommst, such dir einen Lehrer. Natürlich einen, der das locker beherrscht, was du können willst. ;)

    Ich kenne mich mit Aufnehmen und Mixen fast gar nicht aus, aber interessant zu lesen, was Du schreibst. :)
    Mir ging es mit den Gates auch ein Stück darum, dass der Mix und die Aufnahmetechnik großen Einfluss auf den Sound eines Albums nehmen können - ob jetzt durch EQs, Kompressor, Mikros, deren Positionen, Raum oder was auch immer. Im Studio sitzen ja nicht ohne Grund Experten, die für diesen Sound verantwortlich sind - vom Drummer noch ganz zu schweigen.


    Auf diese "Experten" ist meiner Erfahrung nach aber auch nicht immer Verlass. Eine Ausbildung in dem Bereich und das nötige Kleingeld für ein teures Studio machen noch keinen guten Produzenten. Da gehören schon noch ein paar andere Sachen dazu.


    Ich beschäftige mich nun seit 8 Jahren mit Musikproduktion mit Fokus auf dem Abmischen von Aufnahmen, habe Fachliteratur gelesen, mich ausgiebig informiert und vor allem leidenschaftlich viel geübt und auch ernsthaft für andere Leute produziert. Die Quintessenz ist m.E. bei der ganzen Sache: Es geht um Emotion. Musik ist Ausdruck von Gefühl und ein Produzent, egal ob er nun aufnimmt, arrangiert, abmischt oder mastert, muss einen Zugang dazu haben, wie er die Musik am besten rüberbringt.


    Schlagzeug-Aufnahmen inklusive Nachbearbeitung sind in diesem Bereich übrigens eine der Königsdisziplinen (wenn nicht sogar "die" Königsdisziplin). Generell kann man definitiv sagen, dass gute Aufnahmen der Schlüssel sind. Je "besser" die Aufnahmen, desto unkomplizierter wird die Nachbearbeitung. Sätze wie "we'll fix it later in the mix" zeugen eher von Stümperei als von großartigen Mixing-Skills :rolleyes:


    Besonders echte Schlagzeug-Aufnahmen profitieren sehr von ein bisschen verschönernder Nachbearbeitung, klar. Aber es geht da eigentlich hauptsächlich um EQing und ein paar Dynamik-Geschichten (nicht nur Kompression), wenn in einem guten Raum mit genug Raum-Mikrofonen aufgenommen wurde. Viele Leute überkomprimieren Drums. Ich komprimiere Drums im klassischen Sinne immer weniger und dafür immer gezielter. Es gibt bei der Sache nämlich zwei Aspekte, die sich im Prinzip "bekriegen": Zum einen möchte man oft (nicht immer ...) möglichst Druckvolle Drums. Zum anderen zeichnet sich ein guter Mix, der im Mastering keine Schwierigkeiten bereitet, aber auch dadurch aus, dass seine Wellenform nicht unbedingt wie eine Fischgräte aussieht - die Transienten der Drums also extrem über den restlichen Durchschnittspegel hinaus schießen. Ohne jetzt weiter ins Detail zu gehen: Druck entsteht immer schon bei der Aufnahme und meiner Erfahrung nach ist es immer das beste, mit diesem natürlichen Druck zu arbeiten und nicht zu viel an der natürlichen Dynamik zu manipulieren. Vorausgesetzt natürlich, die Drums wurden gut eingespielt.


    Was ich damit sagen will: Letztendlich wird da in der Nachbearbeitung oft gar nicht so viel verdreht, wie man denkt. Es sieht eher so aus, dass der teilweise "zu" perfekte Schlagzeug-Sound, den man aus vielen Produktionen so kennt, schon bei der Aufnahme losgeht: Die nahe Einzelmikrofonierung von Trommeln z.B. ... an diesem Punkt hört Natürlichkeit zwangsläufig auf. Ein Schlagzeug klingt aus einer gewissen Entfernung - üblicherweise ein paar Meter weiter weg im Raum aus Zuhörer-Perspektive - in Stereo am natürlichsten. Also mit maximal 2 Mikrofonen im Freifeld.
    Nimmt man das Drumset dann aber mit 10 oder mehr Mikrofonen auf und stellt diese, wie bei der Bassdrum, sogar "in" die Trommeln, ist Schluss mit der Natürlichkeit. Andererseits kann man mit einem guten Mix dann aber auch das Schlagzeug quasi "besser als in der Realität" künstlerisch in Szene setzen ^^


    Wenn man noch recht neu am Schlagzeug ist, hat man halt unter Umständen diesen Sound im Kopf und denkt, dass das eigene Equipment komisch klingt (Teppich raschelt mit, klingt nicht so direkt...). Mir ging's auf jeden Fall so! :)


    Glaub ich dir ;)

    Sehr interessanter Thread :thumbup:


    Bin auch schon länger am Überlegen, welche Bassdrum-Größe ich mir als nächstes anschaffe. Während ich bei 22" Durchmesser als "eierlegende Wollmilchsau" bleiben werde, werde ich dann wohl 16" Tiefe anpeilen. :)


    Und gerade die Bassdrum wird eigentlich sowieso in fast allen Situationen, in denen es wirklich drauf ankommt, mikrofoniert.

    bei 12 Böckchen hast Du sowieso schon 24 Löcher im Kessel - darüber beschwert sich nur keiner, weil es keine vernünftigte Alternative gibt. :D


    Nicht generell. Mapex macht z.B. nur eine Bohrung pro Böckchen. Und dazu kommt ja noch, dass die Bohrungen für die Böckchen wesentlich kleiner sind als die für die Halterohre, die in die Toms gesteckt werden. Da wird bestimmt genau so viel wie für die Böckchen insgesamt weggefräst, wahrscheinlich eher noch mehr ;)


    Bei den Soundvorstellungen gibt es jetzt aber große Unterschiede - manche wollen gar nicht so viel Sustain und dämpfen es wieder weg oder nutzen Gates beim Mischen.


    Ersetze "manche" durch "fast alle", dann passt's, glaube ich. ;)
    Auch die jenigen, die Stimmen können und nicht mit schief klingenden Sustains zu kämpfen haben, mögen selten die resonanteste Stimmung. Man sieht eher mehr vorgedämpfte Felle oder nicht vorgedämpfte Felle mit zusätzlicher Dämpfung als nicht vorgedämpfte Felle ohne zusätzliche Dämpfung (ganz davon abgesehen, dass man das maximale Sustain sowieso nur mit 2 gleichen und auch exakt gleich gestimmten Fellen hat) ... und große Floortoms z.B. kriegt man ohne ein bisschen Dämpfung - in welcher Form auch immer - oft schwer gebändigt.


    Mit Gates kann man das Sustain zwar verkürzen, aber das würde ich wirklich nur im Notfall anwenden. Oder ganz gezielt zur Klanggestaltung im Mix. Ich nutze den Effekt nur noch bei Bassdrums, wenn überhaupt. Toms kommen generell ohne Gates bei mir aus und die Snare meistens auch.


    Ansonsten bin ich aber ganz deiner Meinung, denn ...


    Etwas neues kaufen wäre bei mir erst der dritte Punkt, lange hin.


    Erstmal will ich lernen und dann ausprobieren. Dann verstehen wonach ich Ausschau halten sollte. Dann wahrscheinlich gebrauchte Sachen anschauen, diesmal mit viel Zeit und wenig Druck. Aber hauptsächlich die Zusammenhänge verstehen, schauen wie es in der Praxis klingt.


    Die Tomhalterungen sind da ziemlich sicher noch längere Zeit dein kleinstes Problem. Auch das edelste Schlagzeug klingt nach nix, wenn man es nicht gut befellt, stimmt und spielt. Umgekehrt kann man aber oft auch günstigen Trommeln tolle Klänge entlocken, wenn man frische Felle aufzieht, ordentlich stimmt und spielt. ;)

    Ich hab gestern schon mal einen Test mit einem 2. Bassdrum-Mikro vor dem Reso gemacht. Das kenne ich ja noch von früheren Aufnahmen von mir. Dafür stelle ich das primäre BD-Mikro dann wieder in die Bassdrum rein, aber die genaue Position muss ich dafür noch besser ausloten. Damit insgesamt ein Schuh draus wird ...


    Als nächstes mach ich dann wieder mal ein Covervideo - "By The Way" von RHCP. Und die nachfolgenden Drum-Videos hab ich auch schon geplant. :)

    Das passt im Grunde schon. Wenn du ganz langsam den Teppich von lose nach fest anziehst und dabei durchgehend die Snare schlägst, wirst du feststellen, dass der Klang sich stark verändert, unter anderem der Bauch/Ton. Damit kann man spielen.


    Genau so mache ich das. Und es gibt immer einen bestimmten eher moderaten Bereich, der mir am besten gefällt.


    Ich mache das auch oft so, aber es hängt vom Klangziel ab. Wenn man einen möglichst trockenen Klang will (wenig Obertöne) und dass es trotzdem richtig knallt, ist ein mittelweich gespanntes Reso mit einem hart gespannten Schlagfell der Weg zum Ziel (Ton am Schlagfell höher als am Reso=>flache Zone). Das kann auch gegen unerwünschtes Übersprechen von Toms auf die Snare helfen.


    Ich hatte gestern mal das Reso wesentlich straffer angezogen und musste das Schlagfell tatsächlich ein gutes Stück runter stimmen, damit die Tuning-App wieder die gleiche Tonhöhe wieder vorher angezeigt hat. Habe dann auch mal eine Testaufnahme gemacht. Aber ich muss sagen, dass mir das nicht so gefallen hat. Sowohl vom Sound als auch vom Spielgefühl (wobei ich die Priorität eigentlich immer auf den Sound setze). Ich erinnere mich, dass ich "früher" mein Snare-Reso auch straffer angezogen hatte und meistens nicht so ganz zufrieden war. Mit sehr straffem Reso hat die Snare in meinem gestrigen Test wieder so eine laute "ringige" Nachschwingung über dem Grundton erzeugt (die z.B. bei 300Hz liegt), die mir gar nicht gefällt. Ich kriege es mittlerweile hin, den Grundton meiner Snare klar und deutlich und den Mittenbereich darüber kontrollierter zu gestalten - also auch hier ohne jegliches EQing ein bisschen Richtung "Badewanne" zu gehen.


    Vielleicht verträgt sich die Stimmung mit dem straffen Reso aber auch einfach nicht mit dieser Snare ... oder ich hab was falsch gemacht.


    Mit der Stimmung im Video ist das Reso immer noch etwas straffer als das Schlagfell - das behalte ich auch bei der Snare generell bei. Ich hatte für das Album auch mit verschiedenen Stimmungen experimentiert und hatte die Stimmung im Video als Standard Stimmung gesetzt, für manche Songs bin ich dann nur übers Schlagfell einen Halbtonschritt tiefer oder höher gegangen.


    Ich optimiere jetzt erstmal weiter an der Mikrofonierung der Bassdrum.

    Die Tonhöhe finde ich gut so, aber es fehlt mir an Wumms, also etwas mehr Bauch und Druck. Dabei spielt natürlich auch die Mikrofonierung eine Rolle, aber wenn es meine Snare wäre, würde ich wahrscheinlich das Reso etwas straffer ziehen, das Schlagfell einen kleinen Tick runter und dann die Teppichspannung so anpassen, dass der Sound mehr Fleisch kriegt. Vielleicht reicht es sogar schon, nur die Teppichspannung zu optimieren.


    Das werde ich mal probieren. Ich spanne meinen Teppich immer moderat bzw. suche einen Sweetspot zwischen "sehr locker und raschelig" und "sehr fest und abgewürgt".


    Udo Masshoff predigt ja z.B., das Snare-Reso anzuknallen bis zum Anschlag. Wie stehst du denn dazu?


    Ich stimme meine immer auf den Raum, also auf eine Tonhöhe, die eine sog. Raummode trifft. So bleibt die Energie länger in der Luft und koppelt auch noch auf die Trommel zurück, sodass ein Resonanzkreis entsteht => FETT!


    Ich erinnere mich ;)
    Das probiere ich auch noch mal aus. Aber zu meinen aktuellen Gegebenheiten wird es nicht so gut passen: Der Raum an sich klingt nicht so gut, ich habe dicke Bassabsorber aus Steinwolle in 3 Ecken (2 davon Raum-hoch) und ich verzichte in diesem Raum auf Raummikrofone und mische die Overheads eher Höhen-lastig.


    Um die Bassdrum ging es eben auch schon in meinem Hörzonen-Thread. Ich werde erstmal die Mikrofonierung optimieren, da haben sich ein paar Probleme aufgetan. Ansonsten habe ich neben einem PS3 als Schlagfell ein Ambassador Ebony als Resonanzfell aufgezogen und ein kleines Kissen ans Reso rein gelegt. Das Ambassador will ich auf jeden Fall auch noch durch ein PS3 oder ähnliches Fell mit Dämpfring tauschen und noch mal die Dämpfung optimieren.


    Ich finde den Tomsound prima! Ich habe bei mir jetzt auch wieder Diplomats als Reso drauf (hatte ich früher schon über Jahre, habe dann irgenwann auf Amba gewechselt und vergessen, wie gut es mit den Diplos war). Für Mikrofone (Studio oder live) ist das eine prima Kombi.


    Danke. Ja, der Umstieg auf die Diplos war echt gut. Gegenüber Ambassador (oder vergleichbaren Fellen) als Resos haben die vor allem 2 (ziemlich praktische) Effekte: Zum einen wird das Sustain kürzer und kontrollierter und das Schlagfell bekommt mehr klangliches Gewicht. Zum anderen "brummeln" die Toms bei Bassdrum Anschlägen auch nicht so stark mit. Das ist wirklich erstaunlich. "Mikrofon-freundlich" triffts gut. :)


    War da auch eine DAW im Spiel?
    Gegebenenfalls wäre das Ergebnis ohne diese interessant.


    Klar. ;)
    Für alle, die es interessiert:


    >> Rohspuren <<


    Dort kann man auch gut hören, wie unaufdringlich das Sustain der Toms klingt. Und die sind wohlgemerkt nicht zusätzlich gedämpft - abgesehen von ein paar Wattebällchen im Inneren: Beim 10er 2, 12er 4, 14er 6 und 16er 8. Sehr subtil und eben ohne gedämpftes Schlagfell.


    Ich habe die Toms nicht gegated und nur ein bisschen in der Lautstärke automatisiert - in dem Part von 0:39 bis 0:59 sind allerdings alle 4 Tomspuren komplett "offen". Da sind also auch der gesamte Beckenbleed und alle Anteile der Toms (auch das Mitschwingen mit BD-Anschägen) zu hören ... und das klingt trotzdem wunderbar. ^^

    Ich finde die Toms tatsöchlich sehr schön saftig und fett, klingt wirklich gut.


    Danke! Dann hab ich mein Ziel da wirklich erreicht. :)
    Ich bin ja dieses Jahr von Emperor coated + Amba clear auf Emperor clear + Diplomat clear gewechselt. Die Kombi klingt mit entsprechender Stimmung wirklich richtig fett. Das Gegenstück dazu wäre dann Coated mit weniger unterschiedlich dicken (also ähnlich dicken) Fellen und höher gestimmt ... mach ich sicher auch mal wieder.


    Aber die Bassdrum passt, finde ich, nicht so gut dazu. Im Gegensatz zu den Toms finde ich sie zu hoch und zu trocken.


    Das ist interessant. Die Trockenheit lässt sich einfach beheben. Ich glaube, ich weiß, was du mit "zu hoch" meinst:


    Tatsächlich habe ich die Bassdrum moderat gestimmt - Schlagfell relativ locker und Reso relativ straff. Das Beta52a habe ich im Resoloch positioniert (eher ein Stück weiter drin als draußen), da dort am meisten Tiefbass bzw. Grundton betont wird. Die Bassdrum klingt mit Boxen und Kopfhörern, die unter 100Hz noch Betrieb machen, richtig fett mit viel "Eiern". Wohingegen sie z.B. auf meinem AKG K-240, der bekanntlich kaum Tiefbass wiedergibt (was ich übrigens gar nicht so schlimm bei dem finde), relativ plöckig und hoch klingt.
    Ich habe mal die Passage mit der durchgehend mit 8eln gespielten Bassdrum durch einen Analyzer im Average Modus laufen lassen (Solo mit allen Effekten außer dem Hall):


    Da wird ersichtlich, dass der Grundton bei ca. 65Hz (die Tuning-App wird da wohl ein bisschen was anderes anzeigen) ziemlich dominant ist. Aber kann die Box oder der Kopfhörer diesen Bereich nicht gut wiedergeben, bleibt nur das "Plöckige" zwischen 110 und 170Hz übrig.


    Klar könnte ich hier jetzt mit EQ-Orgien anfangen, aber meine Philosophie ist beim EQing meiner Drums-Aufnahmen "einfach und schnörkellos, aber beherzt". Das ganze geht dann nur Richtung verschönernde Badewanne, eben ohne korrigierendes EQing. Dass man sich EQ-Korrekturen sparen kann zeichnet ja gute Aufnahmen aus. Zumal viel und steiles EQing im Bassbereich auch so eine Sache ist ...


    Ich war sowieso noch nicht ganz mit der Bassdrum zufrieden und werde mal weiter experimentieren. Da ich ja seit kurzem 16 Kanäle habe werde ich wieder mal mit einem 2. Bassdrum-Mikro vor dem Reso experimentieren. Das Ziel wäre dabei dann, ein "gleichmäßigeres Fleisch" im Bassbereich zu erzeugen, um eine möglichst konstante Wiedergabe auf allen Boxen und Kopfhörern zu erreichen. Letzteres ist beim Abmischen von Aufnahmen übrigens sowieso eine der großen Herausforderungen, mal vom künstlerischen Aspekt abgesehen. ^^


    Anonsten - klasse gespielt.


    Danke 8)
    Irgendjemand hat da schon einen Dislike da gelassen ... aber es muss ja nicht jedem gefallen. :rolleyes:

    Danke, das freut mich. ^^
    Dann hab ich mein Ziel bei den Toms erreicht. Ich denke ich werde am Tomsound in absehbarer Zeit auch nichts mehr ändern.


    Hm ja, die Snare ... das leidige Thema. Da ist definitiv noch Luft nach oben. Aber ich glaube ja fast, da könnte auch einfach mal eine neue Snare Abhilfe schaffen :D
    Die Bassdrum ist übrigens auch noch nicht ganz da, wo ich sie haben will. Und generell ist ja noch Luft nach oben beim Raum und der Mikrofonierung.


    Hast du bei der Snare denn bestimmte Kritikpunkte? Das ist eine 14x5,5 Stahlsnare (Tama SLP), Remo CS Coated + Ambassador Snare-Reso, 20er Puresound Stahlteppich, mit 2 SM57 oben und unten aufgenommen ... und ich hab hier 1/4 von diesen transparanten und ovalen Skygel Pads drauf. Also eins in 4 Teile geschnitten. Sogar ein halbes war mir noch zu viel.

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    Ich verweise in diesem Zusammenhang einfach mal auf diesen Beitrag von mir: Toms nach Intervallen stimmen


    Es geht mir in dem Video hauptsächlich um die Toms. Habe seit kurzem eine durchgehende Reihe von 10 bis 16". Macht schon Spaß 8)

    Ich hab da mal was vorbereitet :D


    Zur Demonstration hab ich ein kleines Video gemacht. 6/8 mit (8el) Triolen auf 70 BPM, frei improvisiert und viel auf den Toms gespielt. ;)
    Bin wieder mal noch nicht ganz zufrieden mit meiner spielerischen Exaktheit, aber da hilft bekanntlich nur Üben.


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    Unabhängig davon bin ich sehr zufrieden mit dem klanglichen Ergebnis. Hab es so gemacht, wie Nils gesagt hat: Das 10er und 14er haben eine Quinte Abstand zueinander und das 12er und 16er auch. Hab die jeweils auch mal mit Flams gleichzeitig angespielt.
    Die Toms habe ich nicht (einzeln) komprimiert und nur ein bisschen Höhen angehoben. Das restliche EQing kommt über die Drums-Summe.


    Das ist ein Mapex Pro-M, das 14er Floortom ist allerdings ein Tama Superstar Classic. Die Konstruktion ist sehr ähnlich (Ahorn, flanged Hoops), nur die Gratung ist etwas anders. Es klingt schon ein bisschen anders, was allerdings auch an der frischeren Befellung liegen könnte. Zudem scheint es aus mir bisher unerfindlichen Gründen weniger Stimmstabil als die anderen Toms zu sein.
    Letztendlich fällt es im fertigen Ergebnis (Video) aber kaum mehr auf, und im Band-Kontext sicher sowieso nicht.


    Bin gespannt auf Feedback! :)


    Näheres zur Tuning-App schreibe ich später noch ...

    Mir ist eine Trommel mit freiem Ausklang lieber als eine durch die Aufhängung gedämpfte, denn Sustain kann man durch Stimmen immer in den Griff bekommen - nur andersherum geht es nicht gut.


    Natürlich geht es da vor allem um die Stimmung (und Fellauswahl ...), aber für das letzte Quäntchen war der Austausch der Floortom-Beine bei mir schon gut.


    Ich halte auch hier einen Mittelweg für am besten: Möglichst wenig Einfluss der Halterung auf den Kessel und das Kesselinnere ... hier wäre die Rohr-Aufhängung, bei der das Rohr in die Trommel hinein ragt, schon mal disqualifiziert.
    Andererseits halte ich sehr "frei" schwingende - oder einfach wackelige ;) - Systeme auch nicht für Gewinnbringend.


    Aber natürlich ist es für ein Kind zum Üben im Keller wiederrum auch egal. Wenn ich mich daran erinnere, mit was ich so zu meinen Anfangszeiten als Kind und dann noch mal als Teenager gespielt hatte :whistling:


    Hier noch ein Video, das den Zusammenhang vom Beschweren des Floortoms und kürzerem Sustain thematisiert (und übrigens auch bestätigt ;) :(


    https://youtu.be/nKsV501prgw


    Ich verzichte darauf aber und stell meine Floortoms halt einfach lieber ungefedert auf. Von der Stimmung usw. ganz abgesehen.
    Gavin Harrison sagte übrigens mal, dass man das Sustain zweier Floortoms auch etwas verkürzen kann, indem man sie aneinander stellt (mit Polsterung zwischen den Hoops).

    und das Halterohr wird einfach in die Tom reingeschoben. Als Beispiele mein Yamaha und mein Millenium-Set.


    Diese Art der Aufhängung ist veraltet und die würde ich definitiv meiden.


    Haben diese aufwändigeren Tom-Halterungen einen spürbaren Einfluss auf die Schwingung der Tom, also auf den Sound? Kann die Tom freier schwingen/klingen wenn die Halterung an den Böckchen / am Spannring erfolgt?


    Das mit dem "frei" schwingen ist so eine Sache ... ich erinnere mich an die gefederten Beine meines Mapex Pro-M Floortoms, die ich kürzlich durch ungefederte getauscht hatte. Je frei schwingender bzw. wohl eher einfach je wackeliger eine Trommel aufgehangen/gestellt ist, desto unkontrollierter wird auch der Klang und vor allem das Sustain. Es gibt vor allem bei Bassdrum und Floortoms sogar Methoden, den Kessel zu beschweren, um das Sustain zu verkürzen und den Klang insgesamt kontrollierter zu gestalten.


    Es geht bei der Tom-Aufhängung da m.E. eher darum, inwieweit der Kessel frei von Bohrungen und Innenleben bleibt. Die oben genannte Variante mit dem Halterohr im Tom hat gleich zwei Nachteile: Zum einen eine große Bohrung und zum anderen das Halterohr im Kessel. Es geht bei einer Trommel maßgeblich um die Luftsäule, die im Inneren (zwischen Schlagfell und Reso hin und her) schwingt.


    Aufhängungen am Spannreifen finde ich auch nicht so gut. Hatte ich mal an einem Tama Superstar. Zum einen wird die Last hier rein mechanisch nicht gut verteilt - nämlich auf die Spannschrauben nahe der Aufhängung. Zum anderen hat das einen Einfluss auf die Stimmstabilität und man entfernt bei einem Fellwechsel nicht nur den Spannreifen, sondern auch immer gleich die ganze Halterung.


    Am besten finde ich die Art, wie ich sie momentan bei meinem Mapex Pro-M habe. Die Aufhängung ist an zwei Spannböckchen verschraubt -> keine zusätzlichen Bohrungen. Und kommt auf einen Haltestab mit Memory-Klammer, der wiederrum an einem Omniball befestigt ist ...


    Danke ;)


    Die ganze Bude klingt jetzt richtig fett, hatte gestern schon mal 'nen Test gemacht. Vor allem auch die Toms. Und das, obwohl die tontechnische Umsetzung hier wirklich die absolute Budget-Lösung ist: t.bone MB85Beta an einem Behringer ADA8200. Aber ich bin sehr zufrieden. Die klingen m.E. besser als viele Tom-Aufnahmen mit u.a. Sennheiser MD421 an teuren Preamps und Wandlern, die ich teilweise zum Üben abgemischt hatte.


    Der Aufbau wird sich sowieso noch weiter verändern. Und für ein bestimmtes Covervideo werde ich die beiden Hängetoms z.B. entfernen und an deren Stelle zwei Cowbells hängen.
    Das HiHat-Tambourin nutze ich übrigens nur für Overdubs, direkt mit Sticks gespielt. Geht besser als mit einem Hand-Tambourin, m.E. :D

    Ein 14er Tom hat sich dazu gesellt. Kein Pro-M, sondern ein Tama Superstar Classic. Auch Ahorn und mit den (fast) gleichen Spannreifen. Klingt aber trotzdem etwas anders, wahrscheinlich wegen der etwas anderen Gratung. Bald gibts davon hier auch was zu hören.


    Die doppelte IC und das Klimbim auf dem Hocker stehen hier natürlich nur zur Dekoration da. Wenn ich das Slave-Pedal nicht brauche nehme ich vor allem für "steady Groove" Geschichten lieber die 5000er (TD4).


    4 Toms am eigenen Set sind übrigens eine Premiere bei mir. Macht schon Spaß 8)