Beiträge von m_tree

    Wenn es mit einem anderen Pedal besser geht werde ich mir halt ein neues zulegen.


    Tatsächlich ist mein Empfinden, dass bestimmte Sachen mit bestimmten Pedalen besser oder schlechter gehen. Ich hatte die normale Pearl Eliminator vor ca. 10 Jahren mal bei mir am Set angetestet und wusste relativ schnell: ist nicht so mein Ding.


    Klar, grundlegend sollte man mit jedem funktionstüchtigen und "moderat" eingestellten Pedal zurecht kommen, egal mit welchen Schuhen. Es gibt aber einen Punkt, ab dem es ins Detail geht und da hat halt jeder Drummer so seine Vorlieben. Ich wechsel nach über 10 Jahren Iron Cobra jetzt zur DW 5000 ... das Spielgefühl gefällt mir einfach minimal besser und besagte Doublestrokes (auch mit Heel-Up bei mir) gehen entspannter. Zumindest ist das mein subjektiver Eindruck :rolleyes:


    (Tutorial-)Videos von anderen Drummern sind auch so 'ne Sache. Du stößt ja offensichtlich an Grenzen und wenn du nicht mehr weiter weißt, müsste man direkt sehen, was du da machst. Es kann auch sein, dass deine Fußmaschine sehr abnormal eingestellt ist (z.B. kaum Beater-Auslenkung / Hebel) oder du sonst etwas falsch machst. Das kann hier keiner wissen. ;)
    Eine Option wäre aber tatsächlich, wenn du dich selbst bzw. deinen Fuß mal filmst.


    Die Pedal-Oberfläche ist nach meiner Erfahrung auch zweitrangig. Klar gehts hier ab einem gewissen Punkt auch um persönliche Präferenzen, aber grundlegend sollte man alles mit jeder Pedal-Oberfläche spielen können. Egal ob mit Schuhen oder Socken / Barfuß.


    Die Snare ist aus Aluminium. Aber geht natürlich auch.


    Ansonsten halt viel Millenium. Ist nicht generell schlecht (habe da noch ein paar Trommeltaschen und Mikro Stative), aber bei bestimmten Sachen bin ich da skeptisch.


    Bei der Bassdrum kannst du aber mindestens noch einen Satz vernünftiger Felle dazu rechnen. Kostenpunkt für Reso + Schlagfell ca. 100€.


    Zitat

    Das geht schon in Ordnung. Mein Raum ist bereits akustisch optimiert für das Recording und Mixing.


    Ein für Mixing optimierter Raum ist meistens weniger geeignet für gute Schlagzeug Aufnahmen. Wirklich gut klingende Schlagzeug Räume sind möglichst groß, hoch und wenig gedämpft ... aber das ist Luxus.
    Ich habe daher gelernt, im Mix zu tricksen (und auch bei Fremdmaterial teilweise weniger gut klingende Raumspuren weggelassen). Darum gehts auch nicht in erster Linie. Ein guter Instrumenten Sound und eine gute Performance sind die halbe Miete, der Rest teilt sich schon fast gänzlich in Mikrofonierung (Aufstellung inbegriffen) und Mixdown. Auf nah aufgestellten Mikros bspw. an Trommeln ist der Raumanteil sowieso vernachlässigbar.


    Worauf ich noch mal hinaus will: Schlagzeug Aufnahmen bis hin zum Mix sind wirklich 'ne komplexere Baustelle als z.B. Bass- oder Keyboard Aufnahmen.


    Einspruch Euer Ehren!


    [...]


    Auch das, was ich bisher von Zultan gehört habe, braucht sich nicht verstecken.


    Zultan ist halt die Thomann Hausmarke von türkischen Schmieden, wie Fame Masters vom Musicstore. Er hatte ja Sabian und Zildjian angesprochen und beide Hersteller bieten in niedrigeren Preissegmenten m:E. kaum vernünftige Becken an. Darauf wollte ich hinaus.


    Aber was noch gar nicht bedacht wurde:


    Für Drums Aufnahmen braucht man auch geeignete Mikros. Mindestens ein Bassdrum Mikro wird nicht vorhanden sein, nehme ich an. Weiter gehts mit geeigneten Stativen usw. ... ein "Rumdum Sorglos Paket" für 900€ ist da schon knapp bemessen, wenn es was Vernünftiges sein soll.

    - hallig hoher Snaresound, Stahl Snare? (vielleicht 14x6,5)


    Eine Stahlsnare würde ich für deine Zwecke auch empfehlen. Der Vorteil ist auch, dass Stahlsnares bei gleicher Qualität meistens deutlich günstiger als Holz (und auch Messing ...) Snares sind. Geflanschte Stahlspannreifen reichen auch (Gussreifen sind teurer). Und 14x5,5" - das ist ein Allround Maß, das immer geht.


    Zitat

    - dumpfe Bassdrum (22x14 bis 22x18)


    Ob dumpf oder nicht hat mit der Bassdrum selbst nicht viel zu tun. Viel mehr mit der Befellung, Stimmung, Dämpfung, der Beschaffenheit des Beaters und vor allem auch der Mikrofonierung.
    Davon abgesehen ist 22x18" hier auch das Allround Maß und funktioniert fast immer. 22x16" würde ich auch noch in Betracht ziehen.


    Der Vorteil von den Allround Maßen ist auch die größere Verfügbarkeit generell.


    Zitat

    - 14" Hihat (Sabian oder Zildjian ? oder noch was anderes?)


    Wirklich gut klingende Becken sind teuer und ich empfehle hier auch Gebrauchtkauf. Aber ein Geheimtipp bei Neukauf sind türkische Becken, die es z.B. auch beim Musicstore (bei dir in der Gegend) gibt: https://www.musicstore.de/de_D…Finish/art-DRU0020685-000


    Ich ziehe echt den Hut vor deiner Idee, dass du als Gitarrist, Bassist und Keyboarder noch echte Drums selbst einspielen willst. Hierzu möchte ich nur noch anmerken, dass Drums in der tontechnischen Umsetzung so mit die Königsdisziplin sind. Da spielen sehr viele Dinge wie Stimmung, Raum, Mikrofonierung und Mixdown mit ein. Nicht zu vergessen die Performance.

    Also nach meinem Verständnis gehts hier nicht um das Tempo eines Stückes. Sondern darum, wie man es zählt und notiert. Das Tempo ändert sich ja nicht, wenn ich den selben Rhythmus mit dem selben Tempo einmal als Normaltime und einmal als Halftime zähle.


    Einen 6/8 kann man auch als 2/4 mit 8el Triolen auslegen :rolleyes:

    Moin, schau mal in Post 51.


    Danke :)
    Also seit mindestens 5 Jahren ... :S


    Ich meine, die Kartons gibt es schon einige Jahre. Nur die 14er Amba Coated gibt es auch in "Bulk-Verpackung" in Großpaketen für Händler - also ein großer Karton mit 100 Fellen je in Folie. Was für eins bei Dir war denn noch in Folie?


    Ein 12er Emperor Clear. Das 16er Emperor Clear ist am Rand an einer Stelle auch eingedellt ... könnte aber auch vom Transport im Karton zusammen mit schwereren Sachen kommen. Also wenn Felle bestellen, dann am besten nur Felle und nix anderes. :rolleyes:


    Aber ich schau erstmal wie es dann klingt.

    Sorry für den DP ... aber weil ich kürzlich Remo Felle bestellt hatte, eine kurze Frage:


    Seit wann verpackt Remo die Felle eigentlich in Kartons statt in Folie? Eins der 5 Felle ist nämlich in Folie verpackt und ich rechne schon damit, dass es auch klanglich nicht mehr so "frisch" ist ... :S

    Je stärker man darin ist, desto freier kann man spielen! Sowohl allein als auch – vor allem – mit anderen Leuten zusammen. Je stärker der innere Puls, desto mehr kann man
    am Instrument spielerisch ausbrechen, ohne sich zu verlieren.


    Genau so ist es :thumbup:


    Bisher war ich ja fast ausschließlich der autodidaktische Praktiker am Drumset. Das ändere ich gerade ... aber die zitierte Aussage trifft exakt das, was ich beim Spielen "gefühlt" hatte. Und der innere Puls kann auch nur aus dem Gefühl heraus kommen.

    Ich kenne aufgeplatzte Coatings auf der Snare auch nur bei Remo. Passiert auch bei "CS Black Dot Coated", die ich seit einiger Zeit spiele. Allerdings nicht schon nach wenigen Stunden Spielzeit. Das dauert schon immer ein Weilchen. Wenn das Coating aufgeht, ist das Fell für meine Ansprüche sowieso "durch". Wie lang ich es dann weiter spiele kommt drauf an, ob ich nur Übe / Probe oder Aufnahmen mache und Gigs spiele.
    Allerdings kann ich mich erinnern, dass manche Felle durchaus aus der Reihe gefallen sind. D.h. die Dauer, ob und wann das Coating aufgeplatzt ist, hat mitunter stark variiert.


    Vor ein paar Jahren hatte ich eine ganz Zeit lang "Evans Power Center Reverse Dot" gespielt. Das Coating hielt wirklich jedes mal sehr lange ... auch wenn das Fell nach dem Tausch durch ein neues in der Mitte schon leicht eingedellt war, war das Coating noch intakt. Diese Felle hatten eher den Nachteil, dass der Dot auf der Unterseite mit der Zeit bröckelte und die "Splitter" dann innen auf dem Resonanzfell liegen geblieben sind.


    Ich setze meine Prioritäten z.Z. anders und wechsel sowieso relativ häufig meine Felle. Daher auch meine Empfehlung "nicht weiter drüber nachdenken und ein anderes Fell aufziehen".

    Ich würde da - wie schon gesagt - kein größeres Drama draus machen und mal ein Fell eines anderen Herstellers aufziehen. Vielleicht auch mal was anderes als einlagig coated. Z.B. mit Dot auf der Unterseite.


    Und die "dezentrale Abnutzung" deines Snarefells sieht man auf deinem letzten Bild wirklich noch mal ganz eindeutig. :D
    Aber scheint ja über die Zeit etwas besser geworden zu sein. ;)

    :thumbup:


    Wenn man es wirklich als Halftime Shuffle (mit dem Backbeat auf die 3) zählt, sind es sogar 164-176 BPM. Also Schwankungen bis zu 12BPM. Ich zähle den intuitiv aber eben eher mit 82-88 BPM - also mit Normaltime und 16tel Triolen.


    Und das Ding bei der Sache ist ja, dass Toto üblicherweise auch live eingespielt hat. Also bis auf Vocals und Soli gemeinsam. Und dann groovt es auch richtig. Aber da gehört halt auch echt 'ne ordentliche Portion Skill dazu. Ich hab bisher nur mit Overdubs aufgenommen (zumindest bei ernsthaften Aufnahmen). :whistling:


    Es gibt auch aktuellere Beispiele, die ohne Klick eingespielt wurden. Einige Red Hot Chili Peppers Songs z.B. schwanken auch relativ deutlich.


    Puuhh, da hab ich ja wieder mal was losgetreten. So von wegen Threads kapern und so :D

    und jeder, der nicht mit Klick spielt, ist m.o.w. ein Stümper. Also so kommt das bei mir an, wenn ich diverse Forenbeiträge lese.


    Uff - ganz übersehen ... definitiv ist "auf Klick spielen können" eine sehr wichtige Sache. Das hat trotzdem immer noch nicht viel mit Timing zu tun. Als Beispiel nehme ich noch mal den "Rosanna" Halftime Shuffle, mit dem ich mich ja recht intensiv beschäftigt hatte. Setzt man das Tempo mit 82-88 BPM fest - in diesem Bereich schwankt der Song nämlich :P - spielt man also 16tel Triolen. D.h., auf einen Klick kommen 6 Triolen. Jetzt wird klar: das, was zwischen dem Klick passiert, ist mindestens genau so wichtig wie z.B. stabile Backbeats. Wie man das spielt, ist das Microtiming. Und die spielerische Qualität dieses Microtimings, inklusive Groove Gefühl, hat absolut Null komma Null mit dem Klick zu tun. Das selbe gilt für das Zusammenspiel einer Band.


    Ich habe "Rosanna" gerade noch mal dahingehend analysiert. Auffallend ist, dass der Track schneller beginnt als er endet. Das Tempo schwankt um bis zu 6 BPM über den gesamten Track. Die haben das definitiv ohne Klick eingespielt und Jeff Porcaro war einer der meist beschäftigten Studio Drummer überhaupt zu seiner Zeit. Also das ist alles über jeden Zweifel erhaben ...

    Das überrascht mich jetzt sehr 8o Ich hab dich bisher immer für so einen überpeniblen, perfektionistischen „sauber“-Musiker gehalten :D


    :D


    Das eine schließt das andere ja nicht aus. Ich bin definitiv penibel und perfektionistisch. Allerdings halte ich z.B. absolut nichts von Quantisieren von Aufnahmen. Handgemachte Musik "lebt".


    Auch ist mir aufgefallen das wohl die meisten Instrumentalisten ohne Metronom üben, Schlagzeuger eingeschlossen.
    Das merkt man dann leider auch.


    Sicher? Ich habe fast nur ohne Metronom geübt und mache das immer noch sehr gern. Andererseits habe ich kein Problem damit auf Klick zu spielen. Und wie gut oder schlecht mein Timing ist, sieht man ja auf Youtube.


    Bei der ganzen Pro / Kontra Klick Geschichte möchte ich noch einwerfen:


    Der Klick ist prinzipiell nur fürs Tempo zuständig. Nicht für Tightness. Ein gutes und tightes Zusammenspiel sollte ohne Klick funktionieren. Wenn das nicht geht, zeigt das eher spielerische Schwächen auf.


    Bis zur Jahrtausendwende wurden meines Wissens sehr viele Alben ohne Klick aufgenommen. Auch sehr viele bekannte Alben. Toto, die ja alle Studiomusiker und bekannt für ihr spielerisches Können und ihre spielerische Exaktheit sind, haben ihre Alben in der Zeit meines Wissens alle ohne Klick produziert. Ich hatte ja vor ein paar Monaten mein "Rosanna" Cover fertiggestellt und kann definitiv sagen, dass der ohne Klick eingespielt wurde. Oder die Herren hatten sich einen ziemlich lustigen Klicktrack mit entsprechenden Schwankungen programmiert :whistling:


    Meine bisherigen Band Aufnahmen sind alle nur mit Klick entstanden. Allerdings möchte ich auch mal ohne Klick produzieren ... geht aber natürlich nicht mit jeder Band, wenn die Produktion durch Verzicht auf den Klick besser und nicht schlechter werden soll.


    Bei einem Into ohne Drums heißt es dann wohl entweder alle einen Click oder keiner.


    Sprichst du denn aus Erfahrung? Ich habe Live schon als einziger den Klick gehabt und wir hatten ein paar Songs mit Intro ohne Drums. Das geht alles. "Wie" hatte ich sogar schon gesagt. :D

    Bei Intros ohne Schlagzeug muss der Schlagzeuger nicht einzählen, wenn er keinen Klick (als einziger) hat. Und wenn er als einziger den Klick hat, reicht Einzählen nicht. Da muss schon mindestens noch die Hi-Hat durchgetappt werden, an die sich der / die das Intro spielenden Musiker halten.


    Und nein, es halten sich nicht automatisch alle anderen Musiker an den Schlagzeuger, wenn er spielt. Ein gutes und tightes Zusammenspiel ist keine einseitige Angelegenheit.


    Ein guter Drummer ist ein Teamplayer, der sehr auf die anderen achtet. Er hält die Band rhythmisch zusammen.

    Du bist der Schlagzeuger => Du machst das Tempo.


    Ich hatte innerhalb von 10 Jahren in ca. 20 Bandprojekten mitgewirkt. Verschiedenster Art. Aushilfen mit eingerechnet.


    Und wie ich ja schon beschrieb, hatte ich auch schon das Szenario (mit eigener Mucke), dass ich über den Klick das Tempo gemacht hatte.


    Aber für alle anderen Szenarien, kann ich nur sagen, dass deine Pauschalaussage so einfach nicht stimmt. Zum Teil sicher, ja. Aber das einfachste Gegenbeispiel ist, wenn ohne Klick Songanfänge ohne Drums von fähigen Musikern gespielt werden.

    OT:
    Letzte Woche sah ich in der Brotfabrik Berlin den Film "Somebody Up There Likes Me" über Ronnie Wood. Bei der Frage an Charlie Watts, "richten sich den die Musiker nach dir?" kam nach längerem Überlegen von Watts ein enttäuschtes "O je"
    OT Ende.
    8| :D
    -


    Ist ja gar nicht so OT ...


    Wenn der Drummer oder die Rhythmusgruppe die Schnittstelle für die anderen zum Klick, also zum (konstanten) Tempo, ist / sind, heißt das ja nur, dass die Aufgaben entsprechend verteilt sind. Nicht, dass sich alles nach dem Drummer oder sonstwem richtet. Im Gegenteil können die anderen froh sein, wenn einer diese Aufgabe übernimmt. Der Drummer stellt sowieso das rhythmische Grundgerüst. Und erspart somit den anderen den Klick.


    Ich finde man sollte sich eher fragen, ob man den Klick wirklich braucht. Eine gut eingespielte und wirklich gute Band kann sogar Alben ohne Klick einspielen ... und zwar so, dass das Album dadurch sogar besser klingt. Kleine Temposchwankungen können durchaus sehr musikalisch sein - wenn sie denn wirklich zum "Drama" des Songs passen. Das ist m.E. 'ne höhere Kunst als einfach auf Klick zu spielen.

    Monitoring und Klick geht auch ohne großen technischen Aufwand, habe jahrelang das Beltpack von Fischer Amps genutzt, dort hast du 2 XLR Eingänge, in einen quasi das Monitorsignale in dem anderen die Rhythm Watch, als Kopfhörerverstärker habe ich hier ein kleines Behringer Pult benutzt. Man hat allerdings keinen Zugriff auf seinen Monitorsound, das muss der FoH machen.


    Danke für die Info. :)


    Spielt man allerdings noch Songs mit Tempo (und ggf. Takt-)Wechsel, braucht man einen programmierten Klicktrack mit exakt festgesetztem Einstieg.
    Oder hat einen anderweitig erhöhten Aufwand, wenn man sich seinen Monitormix hinten am Set selbst zurecht mischen will ...


    Click im Ohr nur für mich und sonst traditionelles monitoring stelle ich mir schwierig vor.


    Ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, dass das geht. Aber unabhängig davon, ob das wirklich eine Option für dich ist: So kannst du es definitiv mal bei einer Probe probieren. Also Klick auf deine In-Ears und ab gehts. ;)


    Zitat

    Mir geht es leider so wie mc. man: wenn nur ich den Click habe, bin ich gefühlt die ganze Zeit damit beschäftigt die anderen wieder einzufangen.


    Das kann mehrere Gründe haben ... der einfachste ist natürlich, dass du tatsächlich ein etwas zu langsames Tempo eingestellt hast. Aber auch der unwahrscheinlichste ^^
    Wahrscheinlicher ist, dass ihr live einfach oft schneller spielt. Das passiert übrigens vielen und ist erst ab einem gewissen Punkt unprofessionell (wenn ihr wirklich zu schnell spielt). Denn wenn es zu schnell wird, kann die Wirkung der Songs verloren gehen ... von spielerischer und Gesangs-technischer Exaktheit ganz abgesehen.
    Die Frage wäre natürlich auch, ob ihr Covers oder eigene Songs spielt. Das Tempo von Covers lässt sich ja leicht bestimmen. Mit der Rhythm Watch geht das m.E. aber nicht so gut - ich nutze dafür dieses Tool: https://www.all8.com/tools/bpm.htm
    Bei eigenen Songs habe ich zur BPM-genauen Bestimmung des optimalen Tempos eine eigene Methode. Kann ich bei Interesse erläutern.
    Bei Covers hättet ihr immer noch die Möglichkeit, ein paar BPM (je nach Song) drauf zu hauen, wenn ihr euer bisheriges Live Feeling beibehalten wollt. Wahrscheinlich ist es aber sogar ganz gut, wenn ihr euch mal ein bisschen bremst ... Stichwort Wirkung der Songs und so. ;)


    Wie auch immer: Es wird klar, dass die Wahl des Tempos entscheidend ist und nicht leichtfertig getroffen werden sollte.


    Was aber unabhängig davon noch ins Spiel kommt: Genau so wie du dich an den Klick und deine neue Aufgabe gewöhnen musst, muss sich der Rest der Band auch umgewöhnen. Nämlich, dass du jetzt das Tempo vorgibst und dass sie dich nicht mehr "wegziehen" können. D.h. also: Auch, wenn nur du den Klick hast, musst nicht nur du dich umgewöhnen.

    Ich hatte live bei einer Band als einziger den Klick auf dem Ohr. Den hab ich mir damals von einer Tama Rhythm Watch auf meine 20€ In-Ears gelegt. Die In-Ears waren ansonsten nur Gehörschutz ohne Monitoring.


    Wir hatten aber nur die eigenen Songs ohne Tempowechsel mit Klick gespielt ... bei ein paar Nummern war das aus verschiedenen Gründen schon sinnvoll. Jetzt würde ich da aber auch anders rangehen. Auch eher mehr Proben und auf den Klick verzichten.


    Worauf ich hinaus will: Wenn nur du den Klick hast, reicht das eigentlich - nach meiner Erfahrung. Allerdings stößt man schnell an Grenzen, wenn man Songs mit Tempowechseln hat oder wenn man auf den In-Ears nicht nur Klick, sondern auch Monitoring haben möchte. Dafür bedarf es dann eines größeren technischen Aufwands.


    So ähnlich gehe ich mittlerweile sogar bei Band Aufnahmen vor: Egal ob mit Overdubs oder nicht - wenn der Drummer der jenige ist, der den Klick "primär" oder "hauptsächlich" hat, reicht das i.d.R. ... mal von Drum-less Parts abgesehen ist der Drummer für die anderen der Klick. Ganz einfach. ;)
    Zumal der Klick wirklich nur für das Halten eines konstanten Tempos zuständig ist und ich habe hier und da auch mal ganz leichte Zieher, die aber menschlich und ohne Klick sogar lebendig und gut klingen. Die Betonung liegt hier auf "ganz leicht".

    Ich würde den Stick während eines Wechsels auch einfach nicht umdrehen. Bei langsamen Halftime Nummern ist Umdrehen sicher kein Problem, aber im Normalfall schon.


    Bevorzugt man also den Sound des Stickschafts auf dem Spannreifen, dann dreht man ihn halt am Anfang der Nummer um. Ich bevorzuge generell, unabhängig vom Song, meine gewohnte Stickhaltung mit entsprechend filigranerer Artikulation bei Ghostnotes und generell das selbe Stickgefühl mit beiden Händen ...


    Anders formuliert: Man muss Prioritäten setzen und ich spiele meine Rimclicks generell mit dem spitzen Stickende, drehe den Stick dafür also nicht. Außer bisher in absoluten Ausnahmefällen und für (Rimclick-)Samples :rolleyes:

    Aber das neue mit dem coatingverlust sollte eigentlich nicht tot klingen nach inzwischen 5 Stunden Probe...


    "Neu" wird es aber definitiv nicht mehr klingen. Das Schlagfell der Hauptsnare ist bei üblicher Stimmung und punchiger Spielweise nach Sticks leider wirklich das Verschleißteil Nr. 1 am Drumset ...


    Und ungedämpft hört man bei der Snare wirklich jeden Furz durch ...


    Was mir aber noch auffällt, ist die "dezentrale" Abnutzung deines Fells. Da solltest du unabhängig von dem Thema hier noch mal an der Set Aufstellung, Sitzposition und ggf. Spielweise / Stickhaltung arbeiten. ;)



    Ansonsten würde ich da kein größeres Drama draus machen und einfach mal ein anderes Fell aufziehen. Egal von welchem Hersteller. Ambassador sind sowieso nicht besonders langlebig und für dein Genre nicht unbedingt prädestiniert. Gerade auch, weil du das noch zusätzlich dämpfst ... ich würd die Dämpfung komplett entfernen. Die "tötet" nämlich auch. ;)