Beiträge von m_tree

    Danke für alle Antworten :)


    Spreche da kurz mal die Art der Gratung an.Kleine Toms bis etwa 12" mit Spitzer Gratung.Größen darüber mit runder.Rund weiger Obertöne,dafür mehr Bauch.Auch die Spitze Gratung kann noch etwas abgestuft werden.Spitz mit und ohne Gegenschliff.War auch mal Thema in einem Thread über ein Drumset.Da wurde auch die Wahl der Holzart variiert.


    Ja, die Gratung macht natürlich schon was aus. Mir geht es da aber gar nicht so sehr um die Obertöne. Die kann man übrigens auch mit "Brillanz" gleichsetzen. Wer Obertöne dämpft, dämpft also auch gleichzeitig die Brillanz.
    Mir geht es bei den Wattebällchen und der ungefederten Aufstellung beim Floortom wirklich nur um das Sustain.


    Mai-Carsten
    Ich habe bisher auch nur nach Gehör und Gefühl gestimmt und hab auf Intervall-Stimmen von Toms gesch...en. War aber auch gar nicht so wichtig bei 10+16" Toms.
    Auf eine "korrekte" Stimmung habe ich aber schon immer geachtet und bin schon lange ein Gegner von viel Dämpfung und auch kein Freund von diversen Masshoff'schen "Stimmtricks". Z.B. das Snare-Reso anknallen bis zum Anschlag oder das Snare-Schlagfell inkl. Spannreifen komplett verziehen ...


    Ich komme bestens ohne Stimmhilfe zurecht. Aber eben nur bis zu den "absoluten" Tönen. Ich hab ja kein absolutes Gehör ;)
    Trommeln auf bestimmte Töne zu stimmen schaff ich also auch nur mit Hilfsmitteln, wie eben z.B. der App.


    Wie du schon selbst gemerkt hast, hält die gemessene Stimmung der Felle bei beherzter Spielweise nicht lange an - obwohl noch keine signifikante Verstimmung/Verschlechterung zu hören ist. Das ist der ideale Nährboden für Zahlenfetischisten, die nun leicht in Versuchung geraten, sich mit Hilfe der ach so genauen Messmethode zu Tode zu stimmen. Genau deshalb bin ich kein Freund der Intervallstimmung und erfreue mich an der Tatsache, das ich eh nur mit zwei Toms spiele. ^^
    Erst, wenn meine Ohren nicht mehr zufrieden sind, beginne ich die oben beschriebene Stimmprozedur von vorne - nur dass ich jetzt schon weiß, welches Fell auf welche Frequenz zu bringen ist.


    Meiner Meinung nach ist das kein wirkliches Argument gegen Intervallstimmung. Denn diese zielt ja auch vor allem darauf ab, dass die Toms untereinander bestimmte Abstände haben. Vorausgesetzt, man bespielt die Toms relativ gleichmäßig, sollten sie sich auch relativ gleichmäßig nach unten verstimmen und somit geschlossen betrachtet die Intervallstimmung noch in etwa beibehalten.
    Ab 3 Toms aufwärts ist es bei gleichmäßigen Reihen (z.B. 10-12-14-16) wahrscheinlich schon gut, gleichmäßige Abstände mit dem selben Intervall zwischen den Toms zu haben. Werde ich aber noch genauer rausfinden ;)


    Natürlich haben Trommeln einen Stimmbereich, indem sie am besten klingen. I.d.R. erstreckt sich dieser aber schon über mehrere Halbtöne. Mit hochwertigen Trommeln hat man da schon eine gewisse Flexibilität. Insofern kann man auch mit Intervallstimmung innerhalb der "Sweetspots" bleiben ... ziemlich sicher.


    Das ist bei mir auch so, dass das 10er und das 16er Oktavabstand haben - bei mir ist allerding 12 und 14 dazwischen. Die Intervalle habe ich gerade nicht im Kopf. Dis bis E passt bei mir auch für mein Set für 10 u. 16.


    Die Oktave zwischen dem 10er und dem 16er erscheint mir besonders mit 12 und 14 dazwischen sinnvoll. Mehr dazu weiter unten.


    ja, es geht mit jedem Schlag minimal nach unten. Bei mir reicht es jedoch, das Schlagfell nach ein paar Stücken nachzustimmen - das Reso verstimmt sich bei meinen Trommeln nicht bis wenig. Im Studio/bei Aufnahmen kann es Sinn machen, das vor jedem Take zu machen oder wenigstens zu kontrollieren. Bei der Snare ist der Effekt bei mir nicht so stark wie bei den Toms.


    Kommt immer drauf an ... ein konstanter Snaresound ist mir für das Album am wichtigsten. Vielleicht auch mal etwas tiefer und höher, je nach Song. Aber dann eben exakt ausdefiniert.
    Das Snare Schlagfell stimme ich generell am häufigsten nach. Gefolgt von den Tomschlagfellen. Die Resos stimme ich auch viel seltener nach.


    Hat bei mir auch nicht funktioniert - sie lagen immer am Rand. Eine coole Idee ist es übrigens, die Wattebälle an Nähfäden durch das Luftloch "abzuseilen" - dann kann man die Menge nach dem "Abwurf" noch variieren bzw. verringern.


    Ich hatte sie mittels Neigen der Trommel dann auch mal testweise hauptsächlich in die Mitte gebracht. Aber sie sind immer wieder nach außen gewandert. Es ist also genau das Gegenteil davon passiert, was im Video erzählt wird.
    Danke für den Tipp mit den Nähfäden ...


    Das ist genau das, was viele bei der Anwendung eines Tunebots oder der entsprechenden Apps nicht verinnerlichen bzw. verstehen: Die absolute Tonhöhe der Trommel wird ohne Dämpfung eines der Felle gemessen und es gibt nur eine fundamentale Frequenz einer Trommel, egal ob Schlag- und Resonanzfell gleich oder unterschiedlich gestimmt werden. Die Überprüfung der Stimmung eines Fells in sich wird mit gedämpftem gegenüberliegendem Fell vorgenommen und ergibt Frequenzen, die einem der Obertöne des Fundamental Pitches des gerade zu stimmenden Fells entsprechen - hier kann man also die Stimmung in sich prüfen und auch messtechnisch eine unterschiedliche Stimmung von Resonanz- und Schlagfell bestimmen (was beim Anschlagen der Trommel ohne Dämpfung nicht geht, da kommt immer die gleiche Frequenz raus, egal ob ich oben oder unten anschlage).


    Ich weiß. ;)
    Aber gut, dass es noch mal gesagt wird. ^^


    Bei den Intervallen der Trommeln zueinander ist das richtig. Wenn es um das Stimmungsverhältnis von Schlagfell und Reso geht, nicht.


    Beim Stimmverhältnis von Schlagfell und Reso geht es auch um die Grundtöne. Wieso sollte es dabei nicht um die Grundtöne gehen? Beim Stimmverhältnis der beiden Felle gehts ja nicht um die Stimmung der einzelnen Felle, wofür man am Rand abklopft.


    Auf exakte Intervalle könnte ich mich nicht festlegen. Je nach Gesamtstimmung und Trommelgrößen kann das variieren, allerdings weiß ich, welche Intervalle ich i.d.R. nicht hören möchte. Üblicherweise vermeide ich Sekunden, Tritoni und Septimen.
    Im Grunde kann alles sein, was in unserer europäischen Musiktradition nicht als dissonant wahrgenommen wird.


    Sehr guter Hinweis, danke! :)


    Ich werde in ca. einer Woche dann ein 14x12er Floortom da haben und die Toms mal auf große Terzen stimmen. Relativ tief insgesamt. Große Terzen erzeugen dann wirklich keinerlei Dissonanz: die kleine Sexte und die Oktave sind, wie die große Terz auch, konsonant.


    Absolute Tonhöhen interessieren mich überhaupt nicht, da finde ich auch, dass man spürt, wo die Trommeln sich gut anfühlen.


    Haben mich bisher auch nicht interessiert. Aber an gewissen Stellen stößt man damit an Grenzen. Wie eben z.B. einer exakten Reproduzierbarkeit der Snare-Stimmung.



    Zwischen Schlag- und Resonanzfell liegt bei mir meist in etwa eine Terz, wobei ich das Reso meist höher stimme. Die "resonante" Stimmung, bei der beide Felle die gleiche Tonhöhe haben, funktioniert bei keinem meiner Sets zufriedenstellend. Vielleicht mag ich den Klang auch einfach nicht k.A.


    Die "resonante" Stimmung funktioniert ja auch nur mit gleichen Schlag- und Resofellen richtig. Und das hab ich bisher nicht ernsthaft probiert ... meistens hat man sowieso mit zu langem Sustain zu kämpfen. "Nicht-Stimmer" dämpfen aus dem Grund ja auch oft so viel. :D

    Funktioniert das mit der Tuning App? Hab selbst den Tune-Bot am start


    Ja. Die App heißt "Drumtune Pro v2.0". Habe noch nicht den vollen Funktionsumfang ausprobiert, aber bisher funzte alles gut. Mich wundert nur etwas, dass mein Analyzer in der DAW (nach Aufnahmen) etwas höhere Grundtöne anzeigt als die App. Da muss ich wohl noch etwas nachforschen ...


    Zitat

    Welche Intervalle am sinnvollsten ist hängt möglicherweise auch davon ab wie viele Toms man hat.


    Denk ich auch. Während das bei 2 Toms ziemlich flexibel ist, wird es bei 3 und mehr vor allem dann kompliziert, wenn man keine durchgängige Reihe hat. Wie ich eben z.Z. ... bei 10-12-14-16 z.B. ist wohl naheliegend, das selbe Intervall zwischen allen Toms zu wählen. Egal, wie groß das dann nun ist.


    Zitat

    Deine Werte sind wahrscheinlich der Fundamental Pitch. [...]


    Kurz und knapp: Es geht dabei einzig und allein um die Grundtöne. Wie bei der Stimmung von allen anderen Instrumenten auch.


    Ich habe in dem Zuge jetzt überlegt, mir wieder ein 14er Tom zu besorgen (aber dieses mal eben kein 14er Racktom, sondern ein 14x12er Floortom). Mit einem 10er oder 12er Racktom ist das 16er schon ok, wobei es bei relativ tiefer Stimmung mit 16" Tiefe eben auch den entscheidenden Nachteil hat, dass man entweder reinknüppeln muss wie blöde oder es sich nicht so gut durchsetzt wie die kleineren Toms. Klar spielt das mit Nahmikrofonierung nicht mehr so eine große Rolle und da gehts auch nur um Nuancen, aber das Drumset sollte ja in Natura schon rund klingen.
    Jetzt mit dem 10er und dem 12er fügt es sich eben noch schlechter ein. Ich hatte Jahrelang immer nur 2 Toms gespielt. In meiner Teenager-Zeit auch oft mit nur einem Floortom geübt bzw. üben müssen ... nun will ich da aber mal zur Abwechslung aufstocken. Und bis zum Zweitset dauerts noch ein bisschen. :whistling:


    Wenn ich 10-12-14 (das 16er lasse ich wohl erstmal raus) habe, würde ich auf große Terzen setzen. Wahrscheinlich mit D3 - A#2 - F#2 (und D2).


    Für 10-12-16 wären ja z.B. auch eine große Terz (vier Halbtonschritte) und eine kleine Sexte (acht Halbtonschritte) geeignet. Vom 10er zum 16er wäre das dann auch wieder eine Oktave, genau wie bei dem Szenario mit den großen Terzen bei 10-12-14-16.

    Hallo :)


    Nachdem ich bisher ja ausschließlich nach Gehör gestimmt hatte - was mir im übrigen absolut nicht geschadet hat (mehr dazu weiter unten) - habe ich heute mal eine Drumtuning-App ausprobiert. Der Ursprungsgedanke war dabei, für ein ganzes Album einen möglichst konstanten Snaresound zu erreichen - die Snare mit Hilfe der Drumtuning-App also vor Takes immer auf die exakt selbe Tonhöhe zu stimmen. Ich spiel gerade ein Album bei mir im Proberaum ein ...


    Angeregt durch diesen Thread und insbesondere Nils' Beitrag dachte ich mir aber auch so: warum nicht einfach mal meine Toms nach Intervallen stimmen? 8)


    Tatsächlich hat das Stimmen nach Intervallen mit der Drumtuning-App wunderbar geklappt. Vor allem habe ich dabei aber auch festgestellt, dass ich die App wirklich nur für die absoluten Tonhöhen der Trommeln brauche. Die Felle in Stimmung mit sich selbst bringen kann ich nach Gehör erstaunlich gut (ich war selbst überrascht). Der entsprechende Modus der App hat in einem nachträglichen kurzen Test bei meinem 12er Tom z.B. keine Abweichungen ergeben (die kleinste Abweichung wären in der App 0,5Hz gewesen). Die Stimmung des Fells selbst habe ich nach Gehör also exakt hingekriegt.
    Dieses mal habe ich es auch noch mal ganz genau genommen und das gegenüberliegende Fell beim Feintuning jeweils abgedämpft. Die absolute Tonhöhe muss man aber immer mit beiden Fellen ermitteln, vor allem wenn man diese unterschiedlich hoch stimmt (ich stimme meine Resos generell etwas höher).


    Festgestellt habe ich auch, dass die Tonhöhen meiner Toms mit der vorherigen Stimmung etwas näher beieinander lagen. Und das bringt mich zu meiner Frage:


    Welche Intervalle sind bei welchen Tomgrößen sinnvoll? Nils hat im verlinkten Thread erwähnt, dass man 10/13/16 sehr gut zu Quinten stimmen kann. Nun spiele ich z.Z. allerdings 10/12/16 und habe die vorhin wie folgt gestimmt:

    • 10" - D#3 (155,6 Hz)
    • 12" - A#2 (116,5 Hz)
    • 16" - D#2 (77,8Hz)


    Das 10er und 16er haben so also den Abstand einer Oktave, das 10er und 12er den einer Quarte und das 12er und 16er den einer Quinte. Diese Intervalle hatte ich mir im Vorhinein nach etwas Recherche für meine Toms überlegt. So gefällt mir das im Gesamtkontext auch schon besser als vorher.
    Nun würde mich aber interessieren, ob es hier vielleicht noch bessere Ansätze gibt. Die von Nils erwähnten Quinten würden für das 10er und 16er ja einen Abstand von 14 Halbtonschritten ergeben. Das erscheint mir übrigens schon ziemlich viel.


    Und ich habe auch festgestellt, wie schnell sich Trommeln durch kräftiges Bespielen nach unten verstimmen. Das ist echt krass, m.E. ...


    Übrigens:
    Ich habe heute auch den "Hack" mit den Wattebällchen im Floortom ausprobiert. Siehe dazu https://youtu.be/L8um1r5-YEc ...
    Allerdings landen die Wattebällchen auch bei gerader Aufstellung des Floortoms (hab beim Justieren extra gemessen) nicht - wie im Video gesagt wird - nach einer gewissen Zeit immer in der Mitte, sondern bleiben am Rand. Das führt vornehmlich zu einer Dämpfung der Obertöne, weniger des Grundtons. Ist aber trotzdem 'ne coole Sache :)
    Gestern hatte ich die gefederten Beine meines Floortoms dann auch endlich durch ungefederte ausgetauscht. Gerade tiefe Floortoms haben ja oft das Problem mit sehr langem Sustain und da ist eine gefederte Aufstellung nicht gerade hilfreich. Ein anderer "Hack" zum Verkürzen des Sustains ist ja z.B., das Tom mit Gewichten zu bestücken.
    Warum der ganze Aufwand? Besonders auf Toms taugt mir eine direkte Dämpfung der Felle einfach überhaupt nicht. Auch bei Bassdrum und Snare nutze ich Dämpfung nur sehr wohl dosiert ...

    Hi
    Hast du dich bewusst für die Position des linken Crash-Becken entschieden? Ich kenne dein Stil zu spielen aus deinen Videos ein wenig,da passte die vorherige Position perfekt dazu..
    Wie ist es jetzt für dich?


    Ja, klar habe ich mich bewusst für diese Position entschieden. ;)


    Als ich noch 10+16" Toms gespielt hatte, hing das linke Crashbecken auch weiter links als auf dem Foto in Beitrag #911. Hatte vor ca. einem Jahr ja dann das 12er mal wieder mit hingehangen. Ich hatte dann den Galgen des Stativs nicht benutzt, weil das mit der Tom-Mikrofonierung dann nicht gut hingehauen hätte ... oder irgend sowas war's. Jedenfalls war die relativ mittige Position des linken Crashbeckens absolut nicht optimal. Daher ja jetzt auch die Änderung ;)
    Kürzlich hatte ich mir dann mal ein 4. Beckenstativ, wieder ein 10er Splash und 'nen kürzeren HiHat-Stab besorgt. Meine Idee war zuerst sogar, das linke Crash noch weiter nach links außen zu hängen. So hängt es jetzt aber erstmal ganz gut, geht aber so auch schon nur mit dem kürzeren HH-Stab. Und so kann ich es auch noch mit rechts anspielen, wenn nötig.
    Ich werde zwar kein Open-Handed Spieler mehr und die Idee mit der Kabel-HH-Maschine hab ich auch wieder verworfen, aber will meinen Setaufbau auch weiterhin immer ergonomischer gestalten. Das rechte Crash (mit China) hatte ich in dem Zuge ja jetzt auch weiter nach links gestellt. Vor allem will ich den Platz links neben der HiHat auf lange Sicht mit nutzen. Side-Snare, evtl. ein 2. Standtom, Cowbells, Crashbecken, what ever ...


    Grundlegend - so für den "Standard"-Gig zwischendurch - komm ich mit 2 Toms und 2 Crashbecken (ohne Splash und China) bestens zurecht. Da muss das Slave-Pedal der Dofuma dann als "Effektgerät" herhalten :D
    Aber ein größeres Set ist mittlerweile schon reizvoll für mich. Und auch öfters mal was umbauen, je nach Bedarf ... und wenn's passt auch mal ein Zweitset ... da ist vieles bei mir auf der Strecke geblieben in den letzten Jahren.


    Hab für die passende Position meiner vorderen Crash-Becken lange gebraucht,bis sie richtig hingen..besonders beim linken war es mir wichtig,nahezu den gleichen Abstand zur linken wie zur rechten Hand zu haben..daher ist mein Splash doch manchmal sehr beengt anzuspielen,zwischen den beiden "Großen"..sehe es sehr oft bei anderen,dass die Haupt-Crash-Becken relativ weit rechts oder links hängen..als ich dein Set zum erstmal gesehen habe,fühlte ich mich fast wie zuhause,zumal wir von der Spielhaltung und Stil sehr viele Gemeinsamkeiten haben..möchte an dieser Stelle aber auch gleich betonen,dass du um einiges besser spielst als ich,wenn nicht sogar noch mehr :D


    Danke ;)
    Also ich würde das nach meiner derzeitigen Philosophie vor allem auf Ergonomie trimmen. Das geht ja im Prinzip schon damit los, wie viel Klimbim links und rechts von der Snare steht. Meistens steht ja fast alles rechts von der Snare - bei einem Rechtshänder-Aufbau - und da ist mangelnde Ergonomie mit Überkreuz-Spielen quasi "gesetzt".

    Ein 3/4 Takt ginge auch mit der dort typischen Gewichtung der Betonung.Ist etwas anders als beim 6/8 Takt.


    Na ja ... angenommen du nimmst einen typischen 6/8 mit der Bassdrum auf der 1 und der Snare auf der 4, dazu durchgespielte 8el auf der Hi-Hat. "Hold The Line" von Toto ist dafür das Paradebeispiel. Das ist sinnvoller als ein 2/4 oder 4/4 mit Triolen gezählt als ein 3/4. Denn die Snare käme beim 3/4 in dem Fall auf die "2 und".

    Ich hatte Superstition wie gesagt schon ein paar Mal live gespielt und kann nur noch mal sagen, dass der Groove triolisch ist. Natürlich kommen auch 8el vor, denn mit Normaltime (Snare auf 2+4) beinhaltet der Groove 16tel Triolen. Das sind 3 Schläge pro 8el. Der Groove lebt eben auch davon, dass nicht jede Triole ausgespielt wird. Das Clavinet ist auch triolisch gespielt - ist auch deutlich hörbar. Das Fill-In am Anfang auf der Snare ist auch triolisch. Allerdings wird halt nur eine der 16tel Triolen auch wirklich ausgespielt - das ist der letzte Snare-Schlag vor der 1 (Bassdrum).


    Die einschlägigen Notationen, die man zu diesem Drum-Groove findet, bestätigen das.


    Dass Stevie Wonder die Drums selbst eingespielt hat wusste ich zwar, aber dass er die mit Overdubs zusammengebaut hat, ist mir neu.

    Marius :!: Vielen Dank, sehr starker Beitrag :thumbup:


    Gern ;)


    Das Resonanzfell bei den Toms zu entfernen hat sich bei mir in den letzten Tagen so eingeprägt, weil ich ja ursprünglich "Concert Toms" wollte und jemand (oder mehrere) hier im Thread erwähnten, dass man das Resonanzfell entfernen müsste. Überhaupt auf die Idee zu kommen Concert Toms zu spielen lag an meinem bedürfnis alten Roots Reggae spielen zu wollen. Damals in den 70s spielte Carlton Barrett (der One Drop Master :D ) ja auch Concert Toms. So kam eins zu anderen und der Gedanke, dass Resonanzfell zu entfernen.


    Wie zu erwarten war, hat der Youtube Kanal "Sounds Like A Drum" das Thema auch schon behandelt:


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    Der Kanal ist sowieso empfehlenswert.


    Da bekommt man auch einen Eindruck, was das für einen klanglichen Unterschied macht. Und er erwähnt z.B. auch, dass Concert-Toms üblicherweise "im Kessel" mikrofoniert wurden. Also so ähnlich wie Bassdrums mit dem heutzutage schon fast standardmäßigen Loch im Resonanzfell, um das Mikrofon mehr oder weniger weit in die Bassdrum zu stellen.
    Das bietet auch den ganz klaren Vorteil von weniger Übersprechen vom restlichen Schlagzeug. Innen mikrofonierte Concert-Toms dürften zumindest kaum Übersprechen von Becken haben.


    Es kann schon sein, dass Toms im frühen Reggae (70er) oft ohne Resonanzfell gespielt wurden. Man sieht das auch bei Bob Marley bzw. den Wailers hier und da auf Fotos.
    Letztendlich ist's aber Geschmackssache ... gerade heutzutage. Erlaubt ist, was gefällt. Wobei es natürlich Tendenzen gibt, die mit verschiedenen Genres verbunden sind. Metal-Drums sind z.B. in allen Bereichen was anderes als Jazz-Drums.


    Die größte Herausforderung ist für mich momentan das Zentrieren und stimmen. Ein neues Fell habe ich ja bereits an der Snare aufgezogen dieses hier >> https://www.thomann.de/de/remo_ambaco14.htm würdest du dieses hier für die Toms empfehlen ? ist doppellagig und mit Coating https://www.thomann.de/de/evans_14_uv2_coated_tom_snare.htm Das braucht wahrscheinlich noch einige Zeit, bis ich auf diesem Gebiet richtig Fit bin.


    Ein Ambassador Coated ist quasi das Standard Fell auf Snares. Welche Felle du aufziehst ist am Ende auch reine Geschmackssache. Ich bin z.B. dieses Jahr von Tom-Schlagfellen mit Coating zu klaren Schlagfellen gewechselt. Und zu dünneren Resonanzfellen.


    Zitat

    Momentan habe ich 4 Mic Kanäle aber habe mir bereits ein neues Interface bestellt mit 8 Kanälen, damit sollte ich schon mal in der Lage sein ein Schlagzeug vernünftig abnehmen zu können :thumbup: Natürlich fehlen mir noch ein paar Overhead-Mics und für die Toms wollte ich jeweils ein Mikrofon habe und da ist das mb85 beta ein sehr guter Einwand von dir. Vielen Dank. Kann ich das mb85 beta auch mit einer Rimklemme am Spannreifen befestigen? wäre mir aus Platzgründen lieber als auf einem Mikrofonstativ.


    Für die Overheads kann ich diese hier empfehlen: https://www.thomann.de/de/okta…201_mkii_matched_pair.htm
    Hab ich selbst und m.E. sind die in ihrer Preisklasse die beste Wahl. Klingen warm, erdig, gutmütig, ohne brizzelige und künstlich aufgeblasene Höhen wie bei vielen günstigeren Mikros.


    Das MB85 Beta lässt sich nur auf normalen Mikrofonstativen befestigen. Aber ich halte sowieso nicht viel von Rimklemmen. Damit kann man die Mikrofone m.E. nicht optimal ausrichten.


    Das Shure Sm 57 habe ich bereits ausprobiert, klingt aufjedenfall besser als das Messmikro welches ich benutzt hatte aber etwas zu schlank in den Mitten, genau wie du gesagt hast :thumbup: .


    Mit "schlank" meinte ich nicht die Mitten, sondern den gesamten Frequenzgang und den Nahbesprechungseffekt. ;)


    Meine konkrete Empfehlung ist jetzt:
    Besorg neue Schlagfelle für die Toms und die MB85 Beta (und ggf. Stative und Kabel). Vielleicht auch erstmal nur für 2 Toms, nicht für alle 3. Vom Zentrieren und Stimmen abgesehen stellst du die Mikros dann in den Kessel, wie oben beschrieben und beurteilst den Klang erneut. Wenn es nicht taugt, evtl. weiter an der Stimmung und Spielweise feilen oder eben doch mal mit Resonanzfellen probieren. ;)


    Allgemein ist noch zu erwähnen, dass Nahmikrofonierung mit dynamischen Mikros den Klang in vielerlei Hinsicht färbt. Am natürlichsten klingen Trommeln ein paar Meter weiter weg im Raum. Eben wie aus Zuhörer-Perspektive. Auch Overheads bilden das Drumset nicht absolut natürlich ab. Weil der Zuhörer i.d.R. nicht über dem Set schwebt ...

    Ja, die Toms klingen nicht so gut. Bevor ich genauer auf Lösungsansätze eingehe, mal eine Frage: Warum willst du die Toms überhaupt ohne Resonanzfell spielen? Bzw. wie kommst du drauf?


    Ansonsten kommt da bei den Toms einiges zusammen ... angefangen bei den 14 Jahre alten Werksfellen der Remo Billigserie (UT), der schlechten Stimmung, über das Gaffa bis hin zur Spielweise und Mikrofonierung.


    Mein Rat:
    Informiere dich erstmal richtig über Felle-Aufziehen / Zentrieren und Stimmen. Dann besorge neue Felle für die Toms und wähle diese mit Bedacht aus. Am besten schon leicht vorgedämpfte Felle (doppellagig, mit Coating ...), dann kannst du mit einer guten Stimmung auch problemlos auf zusätzliche Dämpfung verzichten.
    Bei Bedarf kann ich auch noch näher aufs Zentrieren und Stimmen eingehen.


    Wie viele Kanäle hast du denn an deinem Interface zur Verfügung?
    Ein Drumset nur mit Einzelmikrofonierung, ohne Overheads, aufzunehmen, ist gewagt. Könnte für deine Zwecke aber funktionieren, wenn du keine anderen Becken außer die Hi-Hat spielst. Je mehr Einzelmikrofone, desto komplizierter wird allerdings auch der Mix. Vor allem zahlreiche Tom-Mikrofone bringen für gewöhnlich viel "Bleed" in den Mix. Und zwar nicht nur Übersprechen (Becken ...), sondern auch das typische "Brummeln" der Toms, wenn sie bei Bassdrum Anschlägen mitschwingen. Die sauberste Lösung ist dafür m.E. Lautstärke-Automation mit 10-20dB. Kannst du ja mal vormerken ;)


    Wenn du deinen Tom-Sound checken willst, bevor du neue Mikrofone anschaffst, nimm am besten das SM57. Das kommt gebräuchlichen Tom-Mikros von deiner Mikrofonauswahl am nächsten. Ansonsten habe ich einen Geheimtipp für Toms: https://www.thomann.de/de/the_tbone_mb85_beta.htm
    Davon habe ich z.Z. 3 an 3 Toms am Drumset. Ich hatte auch schon mit wesentlich teureren (speziellen Tom-)Mikros aufgenommen und auch Spuren mit den richtig teuren Tom-Mikro-Klassikern wie dem Sennheiser MD421 abgemischt ... aber mir reichen die t.bones für den Job an den Toms momentan voll und ganz aus. Der Tom-Sound selbst ist wirklich das A und O (erst dieses Jahr wieder eindrucksvoll durch einen Umstieg auf andere Felle festgestellt). Ich mach damit auch "ernsthafte" Aufnahmen und habe schon so meine Ansprüche ...
    Das verlinkte t.bone klingt m.E. übrigens besser als ein SM57 an Toms. Letzteres klingt mir ein bisschen zu "schlank" an Toms, an der Snare hingegen gefällts mir.


    Die anderen 3 Mikros an Bassdrum, Snare und Hi-Hat sind gut geeignet. :thumbup:


    Noch ein Hinweis:
    Auf dem oberen Snare-Mikrofon ist für gewöhnlich auch schon recht viel Hi-Hat drauf. Insbesondere mit der fast schon obligatorischen Höhen-Anhebung im Mix. Bei mir führt das - ohne meine Snare zu gaten - dazu, dass die Hi-Hat mit Stereo-Overheads kein einzelnes Mikrofon braucht.

    Eine Ergänzung zu meinem Vorschlag mit 12+16":
    Erweitern könntest du das dann mit einem 14" Standtom. Du meintest ja, du bist generell der "1Up2Down" Typ.


    Toms einzeln kaufen bzw. vor allem ein Set mit wenig oder "unpassenden" Toms kaufen mit dem Vorhaben, später zu ergänzen, ist wirklich so 'ne Sache. Spreche da auch aus Erfahrung. Mir mangelt es z.Z. an einem 14er Standtom. Längere Geschichte.


    Also lieber gleich ein Set mit 4 Toms - üblicherweise 10/12/14/16 - in der passenden Konfiguration gekauft. Ob die großen Toms stehen oder auch hängen sollen, ist ja auch so 'ne Sache.

    Kurz und knapp: Nichts. :D


    John Bonham hatte in den 70ern schon mit 14/16/18" Toms gespielt. Das 14er dabei hängend, die anderen beiden stehend. Dave Grohl hatte es ihm in den 90ern nachgemacht und 14/16" Toms gespielt, glaub ich. Dabei ebenfalls das 14er hängend.
    Das sind natürlich riesige Konfigurationen, die zumindest bei Bonham auch mit einer 26" Bassdrum kombiniert wurden.


    Die Standardreihe geht von 8" bis 18" in 2er Schritten. Nach deiner Beschreibung würde ich da am ehesten auf 12+16" Toms setzen.
    Ich hatte ein paar Jahre über sogar 10+16" Toms gespiet. Mittlerweile ist mir das zu Kontrast-reich. Aber geht auch ...

    Ich hab bisher schon 2 Stück vom Pearl S-830, mit dem ich eigentlich sehr zufrieden bin, aber einen brauch ich daheim, den anderen im anderen Proberaum. Ich wollte mich um einen gebrauchten umschauen, aber da is nur Schrott am Markt (zumindest bei willhaben, was in Ö weiter verbreitet ist als ebay). Mein 3. Snareständer soll also zumindest dem S-830 ebenbürtig sein, oder besser, muss aber nicht das Oberprofisuperdupergerät um 200€ sein ;)


    Da lässt sich auch mit Neukauf ganz sicher was Geeigntes bis 100€ finden.


    Zitat

    Zuerst dachte ich, so ein Modell mit einem Omni-Ball könnte doch recht nett sein, weil sich der stufenlos in alle Richtungen neigen lässt. Aber bei den Rezensionen schreiben viele, dass das gar nicht so toll ist, weil einem die Snare da recht leicht voll wegkippt, wenn man sie nicht festhält beim verstellen. Und wenn ich da an meine Birne oder die Sledgehammer denke, dann ist das mit 1 Hand gar nicht so einfach, die zu halten, wenn sie auf einer Kugel balanciert. Es müsste also wenn dann eine Kugel sein, die nicht gleich total lose ist, wenn man die Schraube nur leicht aufdreht. Oder eben ohne Kugel. Da würde ich um eure Erfahrungswerte bitten.


    Den Mapex Snareständer mit Omniball hatte ich damals vor 8 Jahren auch hier im Thread erwähnt (gibts nicht mehr). Benutze den immer noch als Haupt-Snareständer. Und zum Omniball kann ich überhaupt nichts Negatives berichten. Im Gegenteil: Eine noch feinere, einfachere und schnellere Einstellung in eben wirklich alle Richtungen (also nicht nur auf einer Achse) geht nicht. Auch mit einem stufenlos einstellbaren Gelenk muss man für eine Drehung (Neigung in eine etwas andere Richtung) des Korbes eine der Schrauben lösen, die für die Höhen-Einstellumg zuständig sind. Das ist dann so richtig frickelig mit der Snare auf dem Stativ ...
    Hinzu kommt, dass der Korb ohne Omniball fix mit der Neigungs-Achse verbunden ist. Also auch hier ist eine Feineinstellung nur bis zu einem gewissen Punkt möglich.


    Wichtig ist halt einfach, die Snare auch beim Lockern und Festziehen der Schraube des Omniballs mit der anderen Hand festzuhalten. Ich habe die Hand dabei einfach immer flach auf die Mitte des Schlagfells gelegt. Klar ist das System nur bis zu einem gewissen Grad Idioten-sicher ... aber ich glaub das gilt für viele Sachen, nicht nur am Schlagzeug. ;)


    Für einen stabilen Stand ist nicht nur ein stabiles Stativ wichtig. Auch die Aufstellung: Es geht um den Schwerpunkt. Gebräuchliche Stative sind immer 3-beinig. Eines der Beine sollte immer in Richtung des Schwerpunkts ausgerichtet sein, sofern dieser nicht exakt in der Mitte liegt.


    ...


    Egal, ob mit Omniball oder nicht: ich würde auch zu einem besonders tief einstellbaren Exemplar raten. Mit einem gebräuchlichen Korb und kleineren Snares (z.B. 12") wächst die Mindesthöhe auch wieder an.


    Beispiele:


    https://www.thomann.de/de/tama_hs80low_snare_stand.htm (tiefe Version)


    https://www.thomann.de/de/pearl_s_930d_snare_drum_stand.htm (tiefe Version)


    https://www.thomann.de/de/mapex_s800_snare_stand_chrome.htm (zwar keine besonders tiefe Ausführung, aber der kann auch relativ tief eingestellt werden, denk ich)



    EDIT
    Hatte die normale Version des Pearl-Ständers verlinkt ... die tiefe Version hat ein "D" am Ende.

    Finde es auch gut :thumbup:


    Den DT Song kannte ich gar nicht. Nach etwas Recherche fand ich raus, dass der von '97 ist und hab mal reingehört. Und mir gefällt deine Trommelei sogar besser als die von Portnoy. Irgendwie grooviger und sauberer gespielt.


    Wie danyvet schon sagte - Youtube-Videos Einbetten geht mit

    Code
    [media][/media]


    Aber das geht nicht mit dem "Teilen" Link ("youtu.be"), den du gepostet hast. Sondern nur mit dem normalen Link, der in der Browser Adresszeile angezeigt wird: https://www.youtube.com/watch?v=RUkguIi_xy8&


    Das ist aus meiner bescheidenen Anfängerwarte sowieso überdrüber und mindestens auf Vollprofiniveau ^^ schaut supersmooth aus!


    Meines Wissens ist der Herr auch Vollprofi. ;)

    Das ist ein Sammelthread für meinen Kram. 8)

    Von meinen Band-Aktivitäten als Drummer sieht man hier (bisher) nicht viel. Ich poste einfach Sachen, die man schön auf Youtube zeigen kann.

    Danke fürs Reinschauen. :)


    Um den Startbeitrag nicht unnötig zu fluten verlinke ich hier nur noch auf meinen Youtube-Kanal. Aktuelle Videos poste ich immer gesondert in Beiträgen.


    Marius Baum Drums
    Drummer, based in Germany, born in 1990. Passionate audio engineer as well. Thumbnail font colors: orange = drum cover green = drum solo / creative blue =…
    www.youtube.com

    Ja, über 90° hat nicht mehr viel mit der Praxis zu tun. Allerdings ist es halt schon wichtig, eindeutig zu definieren, wo die Bewegung des Sinus im Falle des Feder-Auslegers denn nun beginnt. Und zwar ganz sicher nicht bei 0. Sondern bei 270° bzw. 2/3 Pi.


    Das ist so ähnlich wie mit dem Auslöser fürs Erstellen des Threads ... ich mach mir Gedanken, erzähle was und das ist dann natürlich falsch. Obwohl ich recht habe. Aber ums Recht haben gehts mir da ja im Nachgang nicht mal. Eher um die negative "Projektion" ...

    Sorry, aber du verrennst dich da etwas. Es beginnt bei 0. 1Pi ist bereits die halbe (konzentrische) Drehung. Mit Cosinus hat das nichts zu tun. Dann passt es ja auch wieder. Two hat das schon alles sehr schön beschrieben. :)


    Der Sinus, beginnend bei Null, ist schon die Steigung. Die eigentliche Kraft nimmt nach 90° Drehung aber nicht schon wieder ab, sondern immer noch weiter zu. Erst nach 180° (wenn der Ausleger den höchsten Punkt erreicht hätte), wird die Dehnung der Feder wieder kleiner. Natürlich nur theoretisch.


    Ich hatte da schon auch kurz drüber nachgedacht. ;)


    Edit
    Wenn man den Sinus für die Kraft nimmt, muss man die Ruheposition des Pedals auf 3/2 Pi festlegen. Ansonsten wird kein Schuh draus. Der Auslenker befindet sich in der Ruheposition ja in der untersten Position. Und das sind beim Sinus 270° bzw. 3/2 Pi.

    Natürlich spielt die Masse des Beaters eine grosse Rolle. Aber nicht für die Betrachtung der Kraftentwicklung in Abhängigkeit vom Pedalweg. Und danach wurde gefragt.
    Es kommt also darauf an was man betrachtet - die Masse geht ein, sobald man das Problem dynamisch betrachtet, also Geschwindigkeiten und damit Energien berücksichtigt. Dann wird das Problem aber auch komplizierter.


    Die Masse des Beaters spielt nach meinem Verständnis schon auch eine Rolle für die Kraftentwicklung in Abhängigkeit vom Pedalweg. Aber - wie du schon sagtest - natürlich nur dann, wenn man die Sache dynamisch betrachtet.


    Zur Veranschaulichung:
    Drücke ich das Pedal ein Stück runter und bleibe auf halbem Weg bis zum Fell stehen, brauche ich zum Dehnen der Feder trotzdem eine gewisse Kraft, obwohl sich nichts mehr bewegt. Will ich den Beater aber beschleunigen, kommt noch eine weitere Kraft ins Spiel.


    Fast. Bei 90° ist die Kraft am grössten, die Ableitung, also der Anstieg, ist aber 0. Bei 180°, natürlich eine hypothetische Situation, wäre die Kraft 0 (und das System instabil).


    Hmm. Also dass die Kraft durch den Ausleger Sinusförmig - und nicht linear - an der Feder ansteigt, ist natürlich richtig. Aber wenn man es genauer betrachtet, ist es eher der Cosinus - und zwar beginnend bei Pi (Ruheposition des Pedals).



    Das entspricht auch eher der von Buddy verlinkten Tama-Grafik. ;)


    Die 1. Ableitung ist ja die Steigung und die ist in dem Fall dann -Sinus (das Minus beachten). Was ich mit der Steigung verdeutlichen wollte ist, dass die Dehnung der Feder in der Nähe der Ruheposition des Pedals im Verhältnis zum Pedalweg nur sehr schwach ist.




    Das kann sein. Und bedeutet, dass bei konstanter Pedalgeschwindigkeit die Beatergeschwindigkeit zum Ende des Weges ansteigt. Das ist wohl das, was sich der Erfinder dabei gedacht hat.


    Jepp. Man kann mit exzentrischen Cams also theoretisch besser punchig spielen. Praktisch sieht das m.E. aber trotzdem noch ein bisschen anders aus. Betrachtet man auch die Fußmaschine als ein Werkzeug, möchte ich mit jedem Werkzeug die gleichen Ergebnisse erzeugen können. Anders formuliert: Ich möchte in einer bestimmten Performance sowohl mit einer konzentrischen als auch einer exzentrischen Cam das gleiche Ergebnis erreichen. Dabei stellt sich dann vor allem die Frage: Mit welcher Fußmaschine gelingt mir das am besten / einfachsten? Und da geht's natürlich sehr um persönliche Vorlieben.

    orinocco
    Die Komplexität des Vorgangs wird ja so langsam deutlich. Die Kraft teilt sich auf die Beschleunigung der Beatermasse und die Ausdehnung der Feder auf. Die Cam bestimmt zusätzlich, wie die Kraftübetragrung vom Pedal auf die Welle ist.


    Der springende Punkt ist aber - wie ich schon sagte - die am Pedal verrichtete Arbeit. Und die bleibt letztendlich gleich, egal welche Cam man benutzt. Vorausgesetzt natürlich, die restlichen Faktoren bleiben gleich und der Beater trifft mit dem selben Punch auf dem Fell auf.

    Die Kraft wird in erster Linie definiert durch die Ausdehnung der Feder. Diese Kraft ist linear, wird aber durch den Ausleger, der die Feder mit der Achse verbindet, in eine Kreisbewegung übersetzt. Diese Übersetzung ist immer konzentrisch, da es sich um einen einfachen Hebelarm handelt. In der Ruhelage zeigt der Hebelarm nach unten, die Feder ist nur leicht vorgedehnt, und die Geometrie des Pedals übersetzt diese Ruhelage in eine bestimmte Pedal- und Beaterstellung. Tritt man das Pedal bewegt der Ausleger das Federende auf einer Kreisbahn nach oben, dadurch wird die Feder gespannt und der Fuss muss die entsprechende Gegenkraft aufbringen. Diese Kraft steigt sinusförmig an.


    Danke für die Erklärung. Der Sinusförmige Anstieg aufgrund der Kreisbewegung des Feder-Auslenkers ist echt ein interessanter Punkt. :)


    Die Masse des Beaters spielt schon auch eine große Rolle. Aber angesichts der Feder ist F=m*a hier natürlich nicht ausreichend. Kommt halt drauf an, wie genau man das betrachtet.


    Wichtig waren mir bei der ganzen Sache vor allem folgende 2 Punkte: Exzentrische Cams können auch rund sein und die Cam beeinflusst erstmal nur die Verbindung von Pedal und Welle. Die Bewegung des Beaters bleibt unverändert an die Ausdehnung der Feder gekoppelt.


    Zitat

    Wie groß die Kraft ist, die der Fuß aufbringen muss um dieser Federkraft entgegenzuwirken hängt von der Form des Kettenblatts ab, da dieses den Hebelarm definiert, der das Pedal mit der Drehachse verbindet. Ein konzentrisches Blatt bedeutet, dass der Hebelarm konstant ist, dass heisst die Kraft ist tatsächlich sinusförmig - sprich, bei großen Winkeln bzw. bei weiter durchgetretenem Pedal steigt die Kraft, aber die Steigung ist geringer als linear, nämlich sinusförmig.


    Bei 90° Auslenkung des Auslegers ist der Anstieg der Kraft (1. Ableitung) am größten. Bei exakt 180°wäre der Anstieg gleich Null. In der Praxis kommen Auslenkungen über 90° aber kaum vor. Dann müsste der Beaterschaft in Ausgangsposition ja mindestens 90° zum Fell stehen.


    Zitat

    Bei einem exzentrischem Kettenblatt muss man als erstes definieren WIE es exzentrisch ist, nämlich ob die Achse ober- oder unterhalb des Mittelpunkts liegt. Wenn die Achse oberhalb des Mittelpunkts liegt, wie auf Bild 2 des Startposts, bedeutet das, dass der Hebelarm mit steigendem Winkel kleiner wird. Es muss also stärker gedrückt werden um die gleiche Kraft auf die Feder zu übertragen. Das exzentrische Kettenblatt kompensiert also die sinusförmige Charakteristik, die von dem anderen Ausleger eingebracht wird. Je nach Ausmaß der Exzentrizität kann insgesamt auch eine Überkompensation stattfinden, so dass tatsächlich mehr Kraft bei großen Winkeln aufgewendet werden muss.


    Ich update das 2. Bild noch mal um 180° gedreht - hatte das ja anders als die anderen Cams fotografiert. Und ich bin mir relativ sicher, dass alle exzentrischen Cams so gebaut sind, dass sich der Pedalweg in Nähe des Beater-Auftreffpunkts verkürzt.
    "Es muss stärker gedrückt werden, um die gleiche Kraft auf die Feder zu übertragen" -> ja, aber dafür muss das Pedal für die gleiche Auslenkung von Beater und Feder nicht so weit runtergedrückt werden.


    Letztendlich gehts auch gar nicht nur um die Kraft, die aufgewendet werden muss, sondern um die Arbeit, die am Pedal verrichtet wird:


    Arbeit = Kraft * Weg


    Zwar erhöht sich bei exzentrischen Cams am Ende der Bewegung die Kraft, die notwendig ist, aber dafür verkürzt sich der Pedalweg. Im Endeffekt macht die Cam also keinen Unterschied, wenn der Beater mit dem selben Punch auf das Fell trifft.


    EDIT
    Ich habe den Satz zum Kraftaufwand mal aus dem Startposting entfernt. Ein paar physikalische Grundlagen musste ich selber erstmal wieder auffrischen.