Beiträge von m_tree

    Verstehe ich das richtig, dass es hier um die Aufstellung des Schlagzeugs im Verhältnis zum Raum / Bühne / Publikum geht?


    Bei halbwegs symmetrischen Gegebenheiten - rechteckiger Raum mit rechteckiger Bühne und mittiger Positionierung des Schlagzeugs - richte ich meine Bassdrum gerne ein bisschen nach rechts aus. Allerdings nicht ganz so viel, dass ich gerade nach vorne schaue. So 'ne Mischung halt.


    Ein klassischer Schlagzeug Aufbau ist an sich ja schon nicht besonders ergonomisch und sehr unsymmetrisch. Bei einem Rechtshänder Aufbau ist der Aufbau sehr "rechts-lastig". Die Bassdrum ist dann mit darüber hängenden Toms im Prinzip der Mittelpunkt des Sets. Aber auf den Drummer bezogen ist eigentlich die Snare der Mittelpunkt des Sets.

    Bei exzentrischen Cams verkürzt sich der Kraftarm je näher der Schlegel zum Fell bewegt wird.
    Wenn man den Einfluss der Feder außer acht lässt müsste doch der benötigte Kraftaufwand am Pedal, beim gleichmäßgen Abwärtsweg, größer werden da der Schlegel gegen Ende der Drehbewegung beschleunigt wird.


    Interessanter Punkt. :)


    Kraft = Masse * Beschleunigung


    Wird der Beater durch exzentrische Cams generell stärker beschleunigt, ist der Kraftaufwand damit also wirklich größer. Aber die Frage ist, ob das tatsächlich der Fall ist. Man kann auch davon ausgehen, dass man mit einer exzentrischen Cam anders spielt und den Beater genau so stark beschleunigt wie mit einer konzentrischen.
    Natürlich ist das sehr theoretisch und in der Praxis verhält sich das alles dynamisch und komplex. Dennoch bleibt der Kraftaufwand theoretisch gleich, wenn man eine gleiche Beschleunigung des Beaters - also einen kürzeren und auch langsameren Pedalweg - voraus setzt.


    Um das theoretisch zu betrachten und besser zu verstehen, muss man irgendwo eine Konstante festlegen. Klar kann man auch sagen, dass die Geschwindigkeit, mit der das Pedal bewegt wird, gleich bleibt. Dann hat man durch die andere Übersetzung bei exzentrischen Cams tatsächlich einen größeren Kraftaufwand - und aber auch eine höhere Geschwindigkeit (bzw. Wucht), mit der der Beater auf dem Fell auftrifft.


    An unserem Set in der Gemeinde steht eine exzentrische Fuma von Müllenium. Ich komme mit dem Teil nicht zurecht. Meine Fumas Tama camco und Sonor Balance sind symmetrisch. Damit kann ich leiser und einfühlsamer spielen. Das ist mein subjektiver Eindruck.


    Das deckt sich auch mit der Theorie. Und mir gehts ähnlich. Komme mit konzentrischen (und runden) Cams besser zurecht. Es wird ja auch öfters behauptet, man könne mit exzentrischen Cams schneller und/oder kräftiger spielen. Dem stehe ich aber skeptisch gegenüber. Denn am Ende gehts vor allem darum, wie man das Pedal selber bedient und mit symmetrischen hat man einfach eine konstante "Übersetzung" von Pedal zu Welle. Also prinzipiell mehr Kontrolle. Wobei das sicher auch Gewöhnungssache ist.


    Millenium ist aber auch so 'ne Sache. Mit der 5002 Accelerator bin ich z.B. minimal besser zurecht gekommen und hab mich wohler gefühlt als mit der 3000er (rundes und konzentrisches Kettenblatt). Das lag aber sicher vor allem an der sonstigen Konstruktion der Fußmaschinen. Bald besorge ich mir eine 5000er Turbo (konzentrisch).

    Tot sollten die Trommel nicht klingen aber etwas weniger Nachhall wäre nicht schlecht. Müsste da ein bisschen rumexperementieren. Dass der Raum aber jetzt etwas mehr Nachhall durch die Drums hat stört mich schon ein bisschen vorallem wenn ich andere Instrumente aufnehme. Wie hast du das bei dir geregelt ?


    Im Proberaum nehme ich nur auf. Abmischen mach ich daheim. Und in dem Raum sind Gesangsaufnahmen aktuell das einzige, was kritisch bzgl. des Raumes ist (mal vom Schlagzeug abgesehen). Die mach ich allerdings in der anderen Raumhälfte mit Absorbern. Obwohl wir das letzte mal einen halben Meter Abstand zum Mikrofon genommen hatten (ich mag natürlich klingenden Gesang - ohne zu viel Bassboost durch Nahbesprechung), war das überhaupt kein Problem mit dem Schlagzeug.
    Bass- und E-Gitarrenaufnahmen sind sowieso unkritisch bzgl. des Raumes. Stichwort Nahmikrofonierung bzw. auch Direct-Out vom Amp beim Bass.


    Zitat

    Ich hatte erst anfang des Jahres meinen "Raum" akutisch optimieren lassen mit Akustik Modulen von GIK Acoustics (Mineralwolle). Sprich es befinden sich bereits Bassabsorber in den Ecken sowie Breitband-Absorber an den Seitenwänden und an der Decke. Hatte den Raum sogar von einem Profi messen lassen mit Messmikrofon etc.. War zwar nicht ganz güstig aber mir war es wichtig einen akustisch optimierten Raum für Aufnahmen und Mixing zu haben. Jetzt durch die Drums und dem dadurch entstehenden "Nachhall" stimmt natürlich mit der Akustik nicht mehr alles wie vorher. Es ist zwar nicht extrem aber auf dem Gebiet bin ich doch schon recht pingelig.


    Na das ist doch 'ne gute Sache. Wie groß ist denn dein Raum?


    Die einfachste Lösung wäre, z.B. eine große und dicke Decke über das Drumset zu legen, wenn du es nicht nutzt. Und den Snareteppich bei Nichtbenutzung natürlich auch immer runter machen (schont auch den Teppich).


    Ein guter Aufnahmeraum - mal von Gesangskabinen abgesehen - hat übrigens prinzipiell andere akustische Eigenschaften als ein guter Raum zum Amischen. Aus verschiedenen Gründen mische ich daheim primär mit einem geeigneten, offenen Kopfhörer (AKG K-712). Einige "Profis" belächeln mich dafür wahrscheinlich ... aber ich hab damit schon Tonmeister in Mixing-Wettbewerben abgezogen. Letztendlich ist das alles 'ne Sache von Know-How und Übung. Und davon, dass man die eigenen Werkzeuge gut kennt.

    Da muss nichts korrigiert werden. Wie kommst du drauf?


    Aber dass es diesbzgl. immer noch Verständnisprobleme gibt, demonstriert gut, dass der Thread hier wohl notwendig ist. :D


    Exzentrische Cams sind im Normalfall so gebaut, dass sich der Pedalweg am "Ende" der Bewegung - also in Nähe des Beater-Auftreffpunkts auf dem Fell - im Verhältnis zur Drehung der Welle / Bewegung des Beaters verkürzt. Zunächst hat man in diesem Bereich also nur eine geringere Präzision. Der Kraftaufwand bleibt (auf Welle, Beater und Feder bezogen) der selbe, nur der Pedalweg verkürzt sich.


    Natürlich verringert sich der Kraftaufwand bei exzentrischen Cams geringfügig, weil das Pedal weniger bewegt werden muss. Aber das dürfte sehr marginal sein. Daher schrieb ich ja extra noch in Klammern dazu "auf Welle, Beater und Feder bezogen".


    Der Auslöser fürs Erstellen dieses Threads war übrigens, dass mich jemand im verlinkten Thread "korrigiert" hatte, weil exzentrische Cams ja nicht rund wären. Sondern eben exzentrisch. Aber dass ich mitnichten korrigiert werden musste, habe ich ja jetzt klargestellt. ;)


    Schönes Wochenende. :)

    Moin
    Ist ja (eigentlich) schon alles gesagt, aaaaber . . . .
    ein kleines Dankeschön an m tree sollte schon drin sein, . . . da haste ;)


    Danke :)
    War eine sehr spontane Aktion.


    Zitat

    Bei den Pöarl Elis gibt's übrigens ein kleines Tütchen mit sogenannten "CAMs" zum Fußpudel dazu, da kann man sich langsem an das eiernde Kettenrad ran arbeiten :thumbup:


    Ja, das ist schon von Vorteil. Hatte die Eliminator mal vor ca. 10 Jahren ausprobiert. War aber nicht ganz so mein Fall.


    Mal von der Cam abgesehen wirkt sich die sonstige Konstruktion der Fußmaschine natürlich auch aufs Spielgefühl aus.

    Oliver hat schon viel Wichtiges gesagt.


    Was genau ist denn ein Meshfell ? Ist das sowas hier ? https://www.thomann.de/de/remo…lent_stroke_mesh_head.htm


    "Sauberste" Variante klingt gut, genauso möchte ich es machen. Also verständnishalber > Reso Fell weg und ein "Mesh Fell" (ist mit Mesh Head das gleiche gemeint?) drauf und möglichst hoch stimmen schätze ich mal, damit der Ton nicht so lang ist.


    Ja ... aber bevor du Geld für Meshfelle ausgibst, würde ich es erstmal ausprobieren. Wie Oliver schon sagte. Concert-Toms sind schon recht speziell.


    Die "Stimmung" eines Meshfells als Resonanzfell ist natürlich vollkommen wurscht ...


    Zitat

    Habe die Toms mal ausgemessen sind 35,31,25cm.


    1 Zoll = 2,54cm. Das sind also 10, 12 und 14" Toms.


    Zitat

    Das klingt viel nach Bastelei mit dem Ausschneiden und schön sieht es bestimmt auch nicht aus. Ich möchte es dann doch lieber so machen wie Marius beschrieben hatte mit dem tauschen des Resonanzfell über zum "Mesh-Fell" sofern diese positiv zum gewünschten Sound mitsteuern . Insgesamt empfinde ich den Sound der Toms momentan zu "lang". Hätte sie lieber kurz und knackig aber wahrscheinlich sind sie auch nur schlecht gestimmt.


    Genau das ist es. Die Stimmung machts. Und ordentliche und nicht zu verschlissene Felle. Du kannst das Sustain mit der Fellauswahl, der Stimmung und ggf. etwas Dämpfung beeinflussen.


    Ein bisschen Sustain und Obertöne gehören aber auch zu einem lebendigen und "brillianten" Klang einer Trommel dazu. Der springende Punkt dabei ist halt, wie das Sustain klingt. Ein gut klingendes Sustain kriegt man auch nur mit einer guten Stimmung hin.


    Zitat

    Videos zum stimmen habe ich mir schon unzählige auf Youtube angeschaut und versucht es genauso zu machen, stichwort über Kreuz stimmen etc. Trotzdem höre ich bei meiner eigenen Snare nicht ob alle ecken gleichgestimmt sind und da ist eine Stimmhilfe wie der Tunebot oder Drumtune Pro genau das richtige.


    "Über Kreuz Stimmen" ist auch nur die halbe Wahrheit. Vor allem beim Aufziehen und Zentrieren ist es schon gut, gegenüberliegende Spannschrauben mit 2 Stimmschlüsseln gleichzeitig anzuziehen. Aber beim eigentlichen Stimmen braucht man nur einen Stimmschlüssel. Denn mit der anderen Hand muss man den Fellrand anschlagen. Ich benutze seit letztem Jahr sowas hier zum Stimmen:


    https://www.thomann.de/de/thomann_tambourin_schlaegel.htm


    Der Vorteil ist, dass man weniger Attack bzw. Anschlaggeräusch als mit einem normalen Stick hat und die Töne besser raushören kann.


    Zitat

    Danke für den Hinweis das habe ich schon rausgefunden :D


    Es gibt - bei gut und mit Berücksichtigung des Snarebeds gestimmtem Resofell - einen "Sweetspot" bei der Teppich Spannung. Also auch hier geht es um das Maß. Zu lasch oder zu fest klingt beides nicht gut.


    Zitat

    Generell noch etwas zur Bassdrum und den Toms:
    Was mich an der Bassdrum und den Toms etwas stört ist, dass dadurch in meinem akustisch optimierten Raum etwas neuer Schall entsteht. Das kann man auch deutlich merken wenn man in die Bassdrum reinspricht oder in den Toms. Kann man das irgendwie beheben ? Hatte da an Steinwollte gedacht und diese abgepackt in die Bassdrum Trommel zu stopfen. Kann man das so unbedenklich machen oder ist sowas eher untypisch? Bei den Toms wird sich das vermutlich legen, wenn das Resonanzfell erstmal weg ist.


    So ist das halt mit einem echten Instrument. ;)


    Klar kannst du die Trommeln mit reichlich Dämmmaterial "töten". Aber dann klingen sie halt auch entsprechend. Nämlich "tot". ;)


    Wie und womit hast du deinen Raum denn akustisch optimiert?

    Kürzlich hatte ich mich wieder mal mit diesem Thema beschäftigt und dadurch selbst ein paar Dinge besser verstanden. Nachzulesen in diesem Thread: DW 5000 Basspedal Familie AD4/TD4/ADH.


    Dort wurde deutlich, dass das Thema mitunter auch unter versierteren Drummern noch etwas missverstanden ist. Ich hatte kürzlich für ein paar Tage die DW 5002 AD4 da, welche ein exzentrisches Abrollsystem hat. Außerdem habe ich eine DW 3000 mit konzentrischem Kettenblatt, eine Iron Cobra Rolling-Glide (konzentrisch / rund) und Iron Cobra Power-Glide Cams (nicht rund). Von allen Kettenblättern habe ich Fotos angehängt ;)


    Am besten kann man das m.E. mit den DW Kettenblättern vergleichen, weil auf diese nämlich die Begriffe "konzentrisch" und "exzentrisch" am besten zutreffen. Die Hersteller bauen da ja schon unterschiedliche Systeme. Wie man sieht, ist die Power-Glide Cam tatsächlich nicht rund, obwohl die Rundungen sogar konzentrisch zur Welle zu sein scheinen.


    Der springende Punkt, um den es zuletzt im verlinkten Thread ging, ist:
    Exzentrische Kettenblätter können auch rund sein. Der Mittelpunkt des Kettenblatts ist dann - wie bei der DW Accelerator - versetzt zur Welle. Die mathematische Definition ist:

    Zitat von Exzentrisch

    [mit dem eigenen Zentrum] außerhalb des Kreiszentrums bzw. Drehpunktes liegend


    Ich lasse einfach mal die Fotos im Anhang für sich sprechen. :)


    Wie sich ein exzentrisches Abrollsystem auswirkt:
    Das Abrollsystem beeinflusst nur die Verbindung von Pedal und Welle. Der Beater bleibt bei ansonsten identischer Bauweise der Fußmaschine gleich an die Feder gekoppelt. Exzentrische Cams sind im Normalfall so gebaut, dass sich der Pedalweg am "Ende" der Bewegung - also in Nähe des Beater-Auftreffpunkts auf dem Fell - im Verhältnis zur Drehung der Welle / Bewegung des Beaters verkürzt. Zunächst hat man in diesem Bereich also nur eine geringere Präzision.


    Ich möchte an dieser Stelle keine Wertung zu konzentrisch vs. exzentrisch abgeben. Jeder muss für sich selbst rausfinden, womit er am besten klarkommt und demnach entscheiden. Runde und konzentrische Abrollsysteme sind allerdings am weitesten verbreitet und "klassisch".

    Hmm ok, dann hab ich mich wohl geirrt. Felle mit dem "Wheatherking" Logo mit dem Kreis habe ich auch noch da ... hätte ich eigentlich gleich drauf kommen können, dass das das alte Logo ist.


    Dennoch scheine ich mit dem 12er hier ein älteres Fell erwischt zu haben. Dass es minimal dumpfer klingt, kann ja auch einfach nur meiner subjektiven Beurteilung entspringen. Aber ich habe mein Set mikrofoniert und nehme auf - und hatte vorher einen gleichen Satz Emperor Clear aufgezogen.


    Irgendwann werden die alten Fellbestände sowieso komplett verkauft sein ... ^^

    Hmm, ich habe noch einige mehr oder weniger ältere Remo Felle rumliegen, die ich z.T. auch noch eindeutig zuordnen konnte. Bei älteren Fellen scheinen die Schriftzüge alle so wie bei dem hier fotografierten 12" auszusehen, bei neueren so wie bei den anderen beiden. Für mich sieht das nicht nur nach "verwischt" aus, sondern dass die alten eindeutig "fetter" gedruckt sind - insbesondere das "Made in USA".

    :thumbup:


    Genau das Bild hatte ich ja auch schon gepostet. Und da ich den Vergleich ja nun auch in "Echt" hatte, kann ich definitiv sagen, dass die Cam der Accelerator auch rund ist. Die sitzt aber halt - wie ich schon schrieb - mit Offset auf der Welle. Also "exzentrisch", nicht konzentrisch.


    Die Accelerator Cam unterscheidet sich damit allerdings von anderen exzentrischen Cams. Die Power Glide Cam der Iron Cobra hat bspw. einen "Knick" und einen "nicht runden" Bereich - das Bild hatte ich auch schon gepostet: https://images.static-thomann.…b/375813/13249101_800.jpg


    EDIT
    Hier übrigens noch etwas zur Bedeutung von exzentrisch: [mit dem eigenen Zentrum] außerhalb des Kreiszentrums bzw. Drehpunktes liegend


    Exzentrisch bedeutet also nicht "nicht rund". ;)

    Noch 'ne kurze Rückmeldung von mir zu dem 12er Emperor Clear, das in Folie statt im Karton gekommen ist:


    Man erkennt am Schriftzug auf dem Fell deutliche Unterschiede. Außerdem klang es, frisch aufgezogen, minimal dumpfer als die anderen beiden Felle. Es spricht also alles dafür, dass ich hier tatsächlich ein über 5 Jahre altes Fell erwischt hatte. Ist jetzt auch nicht weiter tragisch und das sind sowieso nur Nuancen.


    Aber Felle werden durch lange Lagerung definitiv nicht besser. :rolleyes:


    Hatte am 13.9. während des Zentrierens noch Fotos der Logos gemacht - siehe Anhang.

    Habe die AD4 seit Freitag da und mir Zeit genommen, um in Ruhe zu vergleichen. Und es ist wirklich erstaunlich, wie Tagesform-abhängige und zu subjektive Eindrücke "verzerren" können - bezogen auf frühere Vergleiche von mir. Dieses mal habe ich mich aber nicht beirren lassen.


    Bis die 5002 AD4 angekommen ist, hatte ich 1-2 Wochen mit der 3000er Single gespielt und zuerst mit der verglichen. Die Feder der 5000er war lustigerweise genau so eingestellt wie bei meiner 3000er (ist möglicherweise auch noch die Werkseinstellung), also musste ich nur noch den Beater genau so ausrichten. Allerdings war festzustellen, dass das Pedal der 5000er bei gleicher Beaterposition tiefer als das der 3000er hing. Zu diesem Zweck hatte ich bei der 3000er gestern noch die Kette auf der Cam verschoben (das ging einfacher als ich dachte).
    Heute habe ich dann auch noch mal intensiv mit meiner Iron Cobra verglichen. Weil ich meinen linken Fuß nur selten für die Bassdrum nutze, habe ich auch nur das Masterpedal der AD4 probiert. Mir war ja nicht klar, ob ich sie vielleicht zurück schicke.


    Um möglichst genau zu vergleichen, habe ich heute noch verschiedene Bassdrum-lastige Sachen mit zügigen Double-Strokes auf Klick gespielt und die Fußmaschinen direkt gewechselt - also mit möglichst kurzer Unterbrechung.
    Die Iron Cobra und die 5002 AD4 spielen sich beide besser als die klapprige 3000er, find ich. Das sind natürlich alles nur Nuancen, aber ich wollte es genau wissen. Und es verwundert angesichts der Preisunterschiede auch nicht.
    Letztendlich habe ich aber festgestellt, dass ich mich mit der Iron Cobra einfach wohler fühle. Das liegt, von meiner langjährigen Gewöhnung abgesehen, möglicherweise auch an der runden Cam. Ich schätze, dass ich mit runden Cams einfach am besten klarkomme. Wobei die Cam der 5000 Accelerator eigentlich auch rund ist, aber mit Offset auf der Welle sitzt.


    Nach längerem Überlegen schick ich die 5002 AD4 zurück. Die 3000er werde ich wieder verkaufen. Möglicherweise war ich vorletztes Jahr von der 3000er so angetan, weil ich einfach mal wieder ein anderes Spielgefühl hatte.
    Daher besorge ich mir eine 5000 TD4 (Single), die ich definitiv behalten werde. Das sehe ich für mich jetzt in mehreren Hinsichten als 'ne sinnvolle Sache. Und bestimmte Genres, die ich bediene, brauchen auch einfach gar keinen Doppelhuf. :rolleyes:


    Schwere Geburt, alles in allem ... letztendlich heißt die Antwort sowieso auf fast alle Probleme bei sowas einfach nur Üben, Üben, Üben. ^^

    Mein nächster Schritt wäre es bei allen Toms das Resonanzfell zu entfernen um einen möglichst nahegelegenen "Concert Toms" Sound zu bekommen. Laut "odd-meter1701" reicht es ja schon wenn man das Resonanzfell der Toms entfernt.


    Die sauberste Variante sind da bei normalen Toms tatsächlich Meshfelle (Luft-durchlässig) als Resos.


    Zitat

    Mir ist aufgefallen sobald ich etwas auf den Toms spiele, raschelt die Snare ein wenig mit bzw. man hört den Snareteppich rascheln. Ist sowas normal oder sollte die Snare normalerweise mucksmäuschenstill sein wenn sie nicht im Einsatz ist?


    In gewissem Rahmen ist das normal. Man kann es mit ein paar Kniffen etwas im Zaum halten. Aber ich persönlich halte nichts von der totalen "Resonanzfreiheit". Die geht nämlich ab einem gewissen Punkt auf Kosten des Eigenklangs der Trommeln.
    Die Snare ist in jeglicher Hinsicht etwas komplexer als andere Trommeln. Angefangen beim Snarebed der Resonanzfell Seite, der Stimmung des Resos und der Teppich-Spannung.


    Man sollte ein Schlagzeug letztendlich als ein einziges Instrument betrachten und dazu gehört halt auch, dass sich die Elemente gegenseitig beeinflussen. Trete ich einmal ordentlich in meine Bassdrum (bzw. Fußmaschine), schwingen alle anderen Trommeln ein kleines bisschen mit. Sogar mein Ride Becken schwingt bei Snare Schlägen ein bisschen mit.
    Simon Phillips hat das in einem Interview auch mal gut eklärt.


    Zitat

    Hinzufügen muss ich, dass ich momentan das Drumset "noch" auf Laminat stehen habe, hat das irgendwelche Auswirkungen auf den Sound ?. Ein Teppich soll aber noch folgen. Reicht eigentlich einer aus dem Baumarkt? Oder muss es ein "spezieller" Drum Teppich sein ? In Relation zum Drumset sind die nämlich nicht gerade günstig.


    Muss kein spezieller Teppich sein. Es geht beim Teppich vor allem darum, dass alles einen festen Stand hat und du die Spikes von Bassdrum, Hi-Hat Maschine und ggf. Fußmaschine nutzen kannst. Ich hatte es in ungünstigen Situationen ohne mein eigenes Set schon erlebt, dass Bassdrum und Hi-Hat Maschine nach und nach von mir weg "gekrochen" sind. Das ist richtig sch... :whistling:


    Zitat

    Was das Stimmen betrifft kann ich sagen, dass ich es bis jetzt nicht sonderlich schwer finde aber den "richtigen" Sound zu finden ist wahrscheinlich auch eine Kunst für sich. Kann man Stimmgeräte für eine exakte Stimmung empfehlen oder taugt sowas nichts?


    Prinzipiell geht das alles mit Gehör. Du solltest dich darüber informieren, worauf es grundsätzlich ankommt und dann auch einfach Üben. Ein Schlagzeug zu Stimmen lernt man nicht von heute auf morgen.

    @m-tree
    ebony sind lediglich durchgefärbt, nich lackiert.
    glaub ich... stimmts ,die_happy??? ?(


    Rossi Roßberg hatte mal in einem Interview gesagt, dass die lackiert und dadurch schwerer sind. Finde das Interview (Video) aber gerade nicht mehr.


    Der Kesseldurchmesser entscheidet natürlich darüber, wie tief eine Trommel "kann". Alles andere ist Sache der Stimmung. Felle haben zwar einen großen Einfluss auf den Klang, aber nicht darauf, wie tief oder hoch man sie letztendlich stimmt.


    Übrigens - John Bonhams Set mit 14-16-18er Toms wurde laut Aussage seines Drum Techs relativ hoch gestimmt: https://youtu.be/_mrNjz_U0ZM?t=133

    Mal von der Optik abgesehen klingen die "Ebony" schon etwas anders - weil lackiert und dadurch etwas schwerer. ;)


    Weil noch mal Diplomat als Tom-Resos angesprochen wurde:
    Die Beschaffenheit des Resonanzfells wirkt sich anders als beim Schlagfell aus. Ich bin dieses Jahr erst von "Ambassador Clear" auf "Diplomat Clear" als Tom-Resos umgestiegen und der Unterschied ist deutlich hörbar. Durch die geringere Fellmasse sprechen die Resos schneller an und klingen auch schneller aus - sind also weniger träge als schwerere Resos. Das Schlagfell bekommt dadurch mehr klangliches Gewicht und das Sustain wird sogar kürzer. Außerdem hatte ich festgestellt, dass besonders über der Bassdrum hängende Toms mit Diplomat weniger mit "brummeln" als mit Ambassador.


    Die Dicke und Vordämpfung der Schlagfelle wirkt sich natürlich nicht nur auf die Obertöne, sondern auch auf das Sustain aus. Aber ich hatte ja schon deutlich gemacht, dass man das Sustain auch ohne Dämpfung verkürzen kann.


    Doppellagige Felle haben mehr Attack (Stockanschlag). Coatings mindern den Attack und dämpfen insgesamt etwas. Bei Tomschlagfellen hatte ich außerdem festgestellt, dass Coatings mittenlastiger klingen (besonders untere Mitten). Für richtig fette Metal-Toms sind klare und doppellagige Felle also am besten geeignet.

    Remo Weatherking Pinstripe (Öl)


    Die sind aber nicht mit Öl gefüllt. ;)
    Das sind meines Wissens nur die Evans Hydraulic.


    Zitat

    Reso: Embassador Beides ca. 17 Jahre alt.(Hatte 10 Jahre Pause)


    Da ist ein Fellwechsel definitiv angebracht ...


    Zitat

    Als Metallica Fan brauche ich die Toms so wie z.B. Justice Album, tief & knackig. Welche Felle würdet ihr empfehlen. Ich hatte die Remo CS Powerstroke 4 Coated bestellt aber nach test von einem Fell war ich enttäuscht. Sound war heller als meine. auch war die Beschichtung nach wenigen Schlägen nicht mehr existent. Damit meine ich die Aufrauung, nicht die Farbe.


    Ob eine Trommel tief klingt, hängt vor allem von der Stimmung ab. Davon abgesehen haben die Felle natürlich einen großen Einfluss auf den Klang, je nach Stärke und Vordämpfung der Felle vor allem was die Obertöne betrifft. Ich schätze mal, das meinst du eher mit "hell". Andererseits klingen Trommeln mit zu viel Dämpfung auch schnell tot ... ein tiefer, fetter und satter Sound muss also nicht automatisch stark gedämpft sein.


    Zitat

    Bassdrum habe ich so viel Dämmmatrial, daß das Fell wahrscheinlich egal ist...


    Dann nimm's mal raus und dämpfe nur so viel, wie nötig. Eine Bassdrum kommt mit vorgedämpften Fellen prinzipiell auch ohne "Innenleben" aus ... Dämpfung im Inneren ist vor allem wegen des "Basketballeffekts" bei Mikrofonierung im Inneren (Loch im Resonanzfell) wichtig.


    Mein Tipp für Toms an dich im Speziellen:

    • Komplett klare Felle
    • Schlagfelle doppellagig (z.B. Emperor oder Pinstripe)
    • Resonanzfelle einlagig und dünn (z.B. Diplomat)


    Ansonsten ist wichtig:

    • Neue Felle sorgfältig aufziehen und Zentrieren
    • für deinen angestrebten Sound die Schlagfelle sehr tief stimmen
    • die Resonanzfelle generell ein Stück höher stimmen (für ein kurzes Sustain)
    • auf zusätzliche Dämpfung bei den Toms möglichst verzichten


    Zu einzelnen Punkten kann ich gerne auch noch ausführlicher schreiben.


    Ein guter Trommelsound ist die Kombination aus Fellauswahl und Stimmung. Die Stimmung ist sehr wichtig. Neben ein bisschen Know-How ist Stimmen vor allem auch Übungssache. Ich stimme immer noch nur nach Gehör.

    https://www.ebay-kleinanzeigen…-yamaha/1509010512-74-993


    Das Drumset hole ich in einer Stunde ab, hab mich schon mit dem Verkäufer verabredet.


    Für den Preis ist das solide und du hast sogar noch Geld für frische Felle übrig. :D
    Wie man sieht, sind noch die Werksfelle von 2006 drauf ... Remo UT (Billigserie) mit Yamaha-Logo. Zum Üben für den Anfang aber auch egal. Das Slave-Pedal der Fußmaschine kannst du erstmal weglassen ... oder eigentlich auch generell, wenn's beim Reggae bleibt. ;)


    Zitat

    Marius


    Sicherlich wird es am Anfang nicht leicht werden aber wenn ich mir einmal was im Kopf gesetzt habe, wird es schwierig sich von diesem Gedanken wieder zu trennen. Ich bin optimistisch.


    Viel Erfolg :thumbup:


    Kannst dann ja mal was hören lassen. ;)

    So ein Angebot in die engere Auswahl zu nehmen sagt ja auch schon was aus ...


    Aber gerade am Anfang kann man auf fast jedem Schlagzeug üben ... spätestens bis sich persönliche Vorlieben und Ansprüche entwickeln. Insofern ... eigentlich egal. ^^

    Wie findet ihr es ?
    Das ist ja mal ein geiles Schlagzeug. Also mehr Reggae geht nicht. Leider aber etwas weit weg.


    https://www.ebay-kleinanzeigen…yamaha/1516294496-74-9188


    und noch dieses hier. Könnte es heute abholen. Bei diesen Becken müsste ich auch sicherlich keine neuen Becken kaufen oder?


    Das ist in Anbetracht der bisherigen Diskussion und den ganzen Ratschlägen hier ein schlechter Witz. Das Angebot ist in meinen Augen Schrott und dass der Verkäufer nicht viel Ahnung von Schlagzeugen hat, sieht man schon auf dem Foto.


    Bis du sowohl spielerisch als auch klanglich eine Verbesserung zu deinen programmierten Drums kriegst, hast du viel Arbeit vor dir. Wobei fraglich sein wird, wie du das realisieren willst, wenn ein akustisches Schlagzeug bei dir im Homestudio sowieso zu laut ist (bisschen Üben muss ja auch sein ...). Ein Kritikpunkt daran war ja von dir, dass die Snare immer gleich klingt. Lustigerweise ist das innerhalb eines Songs aber auch bei akustischen Drums sogar gewünscht. Auch bei Nicht-Metal Produktionen wird da sogar des öfteren mit Samples (von einem echten Drumset) nachgeholfen. Der Backbeat sollte auch beim Naturschlagzeug möglichst konstant gespielt sein (Auftreffpunkt des Sticks, Stärke des Anschlags), wenn das der Song erfordert (was meistens der Fall ist).


    Ich kann dir nur noch mal empfehlen, dir akustische Drums von einem (Semi-)Profi zu holen. Jahrzehnte lange Übung und Erfahrung im Spielen, Begleiten von Bands, Stimmen, Einspielen und Aufnehmen ist der eigentliche Wert einer solchen Dienstleistung.