Beiträge von m_tree

    So auffallend eigensinnig find ich das Hi-Hat Pattern jetzt nicht. Der spielt das halt aus dem Gefühl heraus passend zum Song. Deutliche Betonungen nehme ich da nicht wahr. Nur sehr leichte.


    Mit Superstition wollte ich eigentlich nur verdeutlichen, dass es viele Songs mit einem relativ langsamen Puls gibt, wo aber zwischendrin relativ viel passiert. Relativ, wohlgemerkt. :D

    Langsam freunde ich mich mit dem Gedanken an ein Shellset zu kaufen und dazu hätte ich einige konkrete Fragen zur Hardware.


    Warum ein Shellset? Shellsets ohne Snare und Hardware sind i.d.R. gehobene Mittelklasse aufwärts. Bei Bassdrum und Toms muss es für den Anfang wirklich nichts Besonderes sein. Ich bin bei Bassdrum und Toms z.B. immer noch mit einem Mapex Pro-M unterwegs (wird nicht mehr gebaut) und das ist durch und durch Mittelklasse (hab ansonsten aber nur High-End Equipment). Es kommt da wirklich maßgeblich auf die Felle, Stimmung und die sonstigen Faktoren an.


    Zitat

    01. Woran erkenne ich gute Hardware? Reicht es wenn Yamaha drauf steht?


    I.d.R. daran, dass sie teuer ist :D
    Die meisten Hersteller bauen gute und brauchbare Hardware. Ich würde hier allerdings noch zwischen der Pedalerie (Bassdrum und Hi-Hat) und den reinen Stativen unterscheiden. Denn bei ersteren kommen auch noch Spielgefühl und Verschleiß durch Bespielen hinzu.


    Zitat

    02. Woran erkenne ich welche Hardware ich für welches Shellset brauche?


    Das ist völlig wurscht.


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    03. Gibt es universelle Hardware die man für jedes Shellset verwenden kann?


    Im Prinzip ist da jede Hardware universell. Mal von Tom-Halterungen z.B. abgesehen. Man kann auch verschiedene Hardware kombinieren. Ich nutze z.Z. Hardware von 3 verschiedenen Herstellern.


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    04. Macht es Sinn zusammen gewürfelte Shellsets zu kaufen? Z.B. Bassdrum von Pearl und Toms von Basix oder funktioniert sowas nicht?


    Gängige Praxis ist, mindestens Bassdrum und Toms im Set zu kaufen und zu nutzen. Die gehören irgendwie zusammen ... Snares werden oft beliebig dazu gestellt.


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    05. Wieviel muss man im Durchschnitt für gute Hardware bezahlen? "Trommla" hatte diese Hardware empfohlen https://www.thomann.de/de/tama_sm4s_hardware_set.htm


    Die Empfehlung trifft einen vernünftigen Kurs für dich, denk ich.


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    Bei den Becken kann ich mich nicht entscheiden weil meine ungeschulten Ohren noch nicht soweit sind um gute von schlechte Becken zu unterscheiden. Gibt's hier zwischen den beiden Hausmarken qualitative Unterschiede ? https://www.thomann.de/de/zult…_beat_profi_cymbalset.htm und https://www.musicstore.de/de_D…Finish/art-DRU0017540-000 ?
    "Oliver_Stein" hatte zwischenzeitlich auch noch diese Becken empfohlen https://www.thomann.de/de/masterwork_troy_beckensatz.htm Da die Becken sowieso getauscht werden möchte ich mir jetzt schon mal gedanken machen um die richtigen Becken. Beides sind ja türkische Becken, können die mit den türkischen Istanbul mithalten?
    Bei den HiHats kann ich nur sagen, dass ich gerne "helle" Hihats hätte die einen "chick" sound haben.


    Der Zultan Beckensatz unterscheidet sich preislich ja schon ein Stück von den anderen beiden Angeboten. Da ist nämlich noch ein 18er Crash dabei, bei den anderen beiden nicht. Falls du das nicht brauchst, kommst du mit Zultan günstiger: https://www.thomann.de/de/zultan_rock_beat_beckensatz.htm


    Die Zultan Rock-Beat klingen auf jeden Fall eher "hell". Die anderen beiden aber wahrscheinlich auch. All zu sehr werden die 3 Angebote sich klanglich nicht unterscheiden ... möglicherweise kommen die sogar aus der selben Schmiede und werden nur unter unterschiedlichen Markennamen verkauft. Kenne mich da aber nicht so aus.
    Türkische Becken in der Preisklasse sind m.E. auf jeden Fall das richtige für dich.

    Sorry wenn ich nochmal nerve, aber diese Version dachte ich eigentlich zu verlinken...
    https://www.youtube.com/watch?v=hU6j31nrLMs
    Lustigerweise spielt der Trommler bei der Nummer ja ebenfalls ein im Kontext "off-betontes" hihat pattern und einige vergleichbare snare-Akzente gibt es ebenfalls...Trotzdem ist der Puls ANDERS....Aber egal vermutlich. Slow rock ist snare 2 und 4...kennste einen,kenste alle....und mich interessiert es auch nicht weiter....


    Scheint dich ja trotzdem zu beschäftigen ...


    16tel wie in der Live-Version sind mir persönlich sehr geläufig. Und die sind da auf der Hi-Hat auch nur ganz sachte Offbeat-betont. Also ich zähle das ganz klar als Normaltime.


    Mal ein ganz anderes Beispiel mit einem m.E. sehr eindeutigen Puls (schon öfters live gespielt, auch mal mit 'ner Bigband):


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    Für mich ist das auch ganz klar Normaltime mit der Snare auf 2+4 und 16tel Triolen.

    Das Gehör und der Musikgeschmack des Drummers. Denn wenn ich nicht höre, wie ich klinge bzw nicht höre wenn ich Scheiße klinge, nutzt mir ja das beste Ausgangsmaterial nichts.
    Ein guter Drummer hört, wie er klingt und wenn er schlecht klingt, ändert er etwas, bis es stimmt (und er weiß auch, wie er es ändern kann, weil er das KnowHow hat und die Zusammenhänge versteht)


    Da gehe ich zwar mit ... aber Stichwort Geschmack: Ab einem gewissen Punkt gibts kein "Gut" oder "Schlecht" mehr. Nur noch Geschmack. So weit muss man aber erstmal kommen. Und es gibt ja auch noch Drumtechs, die dem Drummer nicht nur Arbeit abnehmen, sondern mitunter auch noch das letzte Quäntchen Know How auf den Sound drauf setzen.


    Mal von den Stick-Tips (insbesondere auf Becken) abgesehen, halte ich den Einfluss derer auf den Sound für nicht so groß. Es geht bei Sticks schon vor allem darum, womit man sich selbst wohl fühlt und was zur eigenen Spielweise passt. Der Sound ist bei der Stickwahl i.d.R. zweitrangig.


    Warum dann nur die Oberseiten?
    Die Unterseite fasst man doch am Rand auch an, wenn man das Becken abstoppt.
    :P


    Um das m.E. ziemlich blödsinnige Desinfizieren des Schlagzeugs in Grenzen zu halten :P


    Mit Maske und eigenen Sticks zu spielen reicht m.E. vollkommen aus.


    Es gibt auch noch das andere Extrem ... heute erst von einem Musikerkollegen über Facebook gesehen: "Die Bundesregierung will uns mit dem Tragen von Masken krank machen!" ... ouch ...

    Interessant :)


    Ich benutze z.Z. Rockwool Sonorock Steinwolle als Bassabsorber (musste extra noch mal gucken :D ) - näheres dazu weiß ich nicht. Müsste aber wohl laut Tabelle einen längenbezogenen Strömungswiderstand von 8000 Pa*s/m² haben. Basotect schwankt hier ja teilweise auch erheblich. HIER habe ich eine interessante Faustregel gefunden:


    Zitat von heimkino-praxis.de

    Bassabsorber (25–50 cm Stärke): Material mit ca. 6 kPa s/m² (längenbezogen)
    Mittel-Hochton-Absorber (3–7 cm Stärke): Material mit ca. 10–50 kPa s/m² (längenbezogen)


    Ich würde das aber etwas anders angehen: Bassabsorber mit mindestens 50x50cm (am besten Raum-hoch) und Breitbandabsorber mit mindestens 12cm (Absorption >300Hz) mit moderater Dichte (also nicht gerade 50.000 Pa*s/m²) ...


    Der (insb. erweiterte) Höhenbereich ist wirklich weitaus weniger problematisch, als oft angenommen. Warum kann ich gerne erklären. Es reicht also auch Material mit mittlerer Dichte, insbesondere wenn man sowieso noch Diffusoren installiert.


    Für Aufnahmeräume ist übrigens ein guter Ansatz, Breitbandabsorber an der Decke und Diffusoren an den Wänden anzubringen. Bassabsorber sowieso immer in den Ecken.

    Sorry für OT.


    Wieso das? Der entscheidende Einfluss kommt doch vom längenbezogenen Strömungswiderstand und der Dicke des Materials. Oder habe ich da etwas falsch verstanden?


    Es geht auch um die Struktur des Materials. Basotect z.B. hat ja einen sehr hohen Absorptionsgrad, eignet sich aber wiederrum weniger als Bassabsorber. Steinwolle schon eher, letztere ist aber weniger für hohe Frequenzen geeignet.


    Ich bin allerdings kein Akustiker und müsste selbst recherchieren, um das eindeutig belegen zu können. Sorry fürs Halbwissen.


    Edit ...
    Bei Steinwolle kommt noch hinzu, dass man das Zeug gut einpacken (und nur mit Schutzkleidung verarbeiten) sollte . Z.B. in Folie oder große Müllsäcke. Damit kommen hohe Frequenzen aber auch schlechter durch.

    Klickgeräusche können auch bei 1kHz, also im mittleren Mittenbereich, liegen. Vor allem aber auch im oberen Mittenbereich (2-5kHz), wo das menschliche Gehör am empfindlichsten ist:



    Davon abgesehen ist seine Wand (?) 4x4m groß ... ich interpretiere das eher so, dass der Raum 4x4m Grundfläche hat und wahrscheinlich auch nicht besonders hoch ist (z.B. <2,5m). In einem rechteckigen, 16m² großen und flachen Raum hat man immer die ähnlichen Akustik-Probleme und die beschränken sich nie nur auf den Höhenbereich.


    Den Fehler, viel zu dünnes Material zum Dämpfen zu benutzen, machen viele. Das Ende vom Lied ist, dass der Raum dadurch einfach dumpf klingt, aber die wirklich problematischen und viel Energie-reicheren Frequenzbereiche ungebändigt bleiben. Raummoden finden sich auch vor allem im Bassbereich und auch unteren Mittenbereich.


    Dickeres Material deckt ja auch die höheren Frequenzbereiche ab. Je nach Material natürlich. Steinwolle dürfte die ganz hohen Frequenzen nicht so gut dämpfen wie z.B. Basotect. Aber da gehts schon eher nur um den unwichtigen erweiterten Höhenbereich ab 10kHz.


    Hier noch ein Artikel zum Thema: https://www.bonedo.de/artikel/…r-mit-tipps-zum-kauf.html

    An einer staatlichen Schule wird es natürlich schwierig, Vorschriften in Frage zu stellen. Ein Schlagzeug wird ja i.d.R. ohne Hautkontakt bedient - eigene Sticks und Spielen mit Schuhen vorausgesetzt ... daher find ich das in dem Fall wirklich fragwürdig.


    Noch fragwürdiger finde ich aber, dass du ob der Vorschrift dich selbst drum kümmern musst, wie und mit was du desinfizierst.


    Daher noch mal mein Vorschlag: Isopropanol (einfach mal recherchieren)


    Dazu ein sauberes Geschirrtuch in Desinfektionsmittel getunkt und drüber gewischt. Oder das Zeug in eine Sprühflasche für Pflanzen gefüllt und danach mit dem Geschirrtuch trocken drüber gewischt. Und ich würde das generell auf die Becken-Oberseiten, die Schlagfelle und ggf. die zu dir gerichteten Kesselseiten beschränken.


    Aber ich würde noch den Vorschlag anbringen, mit Maske zu spielen und deutlich machen, dass du deine eigenen Sticks benutzt.

    :D Aber das stimmt doch nett, der Hebel wird doch Kleiner und nett Grösser


    Jepp ... hatte es ja auch schon erklärt ;)


    D.h., bei der Accelerator hat man am "Ende" der Cam sowohl eine größere Drehung der Welle bzw. Bewegung des Beaters als auch eine stärkere Streckung der Feder bei gleichem Pedalweg. [...] Pedal und Welle sind schlichtweg anders "übersetzt" und man büßt die "Beschleunigung" vor allem mit geringerer Präzision ein.

    Naja, man spielt ja auch unterschiedliche Techniken, Sitzt unterschiedlich Am Set, Winkelungen der Beine, Füsse etc. + Unterschiedlichste Einstellungen der Maschine
    Da würds schwierig selbst die unterschiedlichsten Eindrücke auf einen persönlich einordnen oder einschätzen zu können.


    Da hast du natürlich recht. Die Einstellungsmöglichkeiten sind bei den 5000ern übrigens relativ begrenzt. Ich komme aber mit der Standardeinstellung und moderater Federeinstellung gut zurecht. Hatte mit den zahlreicheren Einstellungsmöglichkeiten der Iron Cobra schon viel experimentiert und bin immer wieder zur Standardeinstellung zurückgekehrt.


    Da ich primär Heel-Up spiele könnte ich meinen Erfahrungsbericht dann zumindest darauf und auf die Standardeinstellung beziehen. Klar gibts immer noch viele persönliche Differenzen, aber für einen groben Eindruck wirds sicher reichen. ;)


    Zitat

    So sehr gravierend vermute ich wirds bei der Turbo und Accelerator nicht sein. Ist etwas exzentrisch aber so extreme "Nocken" , am Kettenblatt wie man sie mit unter auch manchmal auch sieht, sind da ja nicht.


    Denk ich auch. Ich hatte vor über 10 Jahren mal eine gebrauchte Iron Cobra Flexi-Glide gespielt. Dann hatte ich mir die Power-Glide neu angeschafft und die Cams relativ bald durch die Rolling-Glide Cams ersetzt. Find ich insofern interessant, weil ich mit der Flexi-Glide besser als mit der Power-Glide zurecht gekommen bin, obwohl die Cams der ersteren ja im Prinzip fast ohne Rundung direkt "abknicken".


    Power-Glide


    Flexi-Glide

    evtl. ne 900er nehmen da ist die Cam verstellber zumindest bei irgend einem modell


    Du meinst die 9000er? Selbst wenn ich mir die leisten könnte / wollte, würde ich die 5000er nehmen. Hab mich ausgiebig informiert. ;)


    Danke ansonsten. Ich will an der Fußmaschine dann eigentlich nix rumbasteln. Hatte an meiner jetzigen Iron Cobra schon die Cams eigenhändig getauscht. Die 5002er soll dann mindestens 10 Jahre in allen Situationen gut durchhalten, daher auch der Neukauf.


    Ich hab die AD4 übrigens vorhin bestellt. Bin gespannt. Hab ja den Vergleich zur runden (Turbo) Cam mit der 3000er und werde dann hier berichten. :)


    Man findet im Netz ja wirklich kaum aussagekräftige Berichte über die jeweiligen Spielgefühle ...

    Isopropanol ist gut geeignet, denk ich.


    Kann mich danyvet allerdings nur anschließen. Bin auch kein Corona-Verharmloser, aber halte das für völlig überzogen. Dann lieber gleich mit Maske gespielt, damit keine Tröpfchen aufs Set fliegen.


    Das Corona-Virus überträgt sich direkt über die Atemwege und nicht über Gegenstände. Ich sag nur Bargeld :whistling:

    Zwar hatte ich vor 2 Jahren schon einen ähnlichen Thread zu den DW Pedalen erstellt, aber ich hol mal diesen hier hoch. Denn ich stehe jetzt unmittelbar vor der Entscheidung, ob ich mir die AD4 oder die TD4 zulege. Beide Versionen direkt im Laden an einer Bassdrum anzuspielen ist momentan schlecht realisierbar für mich (wenn man in Betracht zieht, dass das nur in wenigen Läden überhaupt geht).


    Ich bin ja schon im Besitz einer 3000er (Single) und die hat das Turbo Kettenblatt. Würde gerne mal die Accelerator ausprobieren und mir schon relativ sicher sein, dass ich die dann auch behalte, bevor ich sie bestelle.


    Sieht so aus ...


    Bin bei meiner Recherche u.a. über diese Aussage hier gestolpert:

    ein weit verbreiteter Irrglaube...es stimmt, dass der Beater auf dem letzen Stück des weges beschleunigt wird, genau auf dem stück ist er aber bei der rückholbewegung träge und langsam...man erhält also etwas mehr wumms auf kosten von präzision...schneller spielen wird man damit mitnichten


    Das wiederrum halte ich auch für nicht ganz korrekt. Denn die Cam beeinflusst ja nur das "Hebel-Verhältnis" zwischen Pedal und Welle (Beater). Letztere bleibt aber unabhängig von der Cam gleichermaßen an die Feder gekoppelt. D.h., bei der Accelerator hat man am "Ende" der Cam sowohl eine größere Drehung der Welle bzw. Bewegung des Beaters als auch eine stärkere Streckung der Feder bei gleichem Pedalweg. Also kann es nicht stimmen, dass der Beater bei der Rückholbewegung "träger" und "langsamer" ist ... Pedal und Welle sind schlichtweg anders "übersetzt" und man büßt die "Beschleunigung" vor allem mit geringerer Präzision ein.


    Wohlwissend, dass mir hier keiner die Entscheidung abnehmen kann und ich natürlich vor dem Kauf antesten sollte, wollte ich vor allem noch mal den Einfluss der Cam diskutieren. ;)

    Ein niedriger Betonkeller z.B. Generell alle Räume, die im Mulmbereich zwischen 200 und 700 Hz viel Nachhall haben. Räume mit vielen Glasflächen und wenig Inventar.
    Größere Räume mit vielen unregelmäßigen Holzflächen und etwas Bedämpfung durch Möbel oder gezielt eingebrachte Absorber gefallen mir am Set dagegen meistens gut. Dort klingen die Trommeln jede für sich fett und rund.


    Ich denke auch, dass es die Mischung macht. Ab einer gewissen Größe (z.B. richtig große Hallen) ist der Nachhall wahrscheinlich auch nicht mehr wirklich "brauchbar", wegen weniger intensiven Reflektionen durch Abnahme der Schallintensität auf die Entfernung und evtl. auch des langen Pre-Delays.


    Problematisch sind generell kleine, niedrige und rechteckige Räume. Ein paar Glasflächen sind wohl kein Problem, wenn die restlichen Faktoren passen. Der Haupt-Aufnahmeraum von "Le Studio" in Kanada z.B. hat an einer Wand Raum-hohe Fenster und die wurden bei Aufnahmen auch nicht zugedeckt.


    Wirklich gut klingende Räume für Drums (wie man sie in großen Studios vorfindet) sind m.E. Luxus und das i-Tüpfelchen auf ein gut klingendes und gespieltes Schlagzeug. Trotzdem schön, dass Meinungen verschieden sind. ^^

    Der beste Drummer wird in einem akustisch schlechten Raum auch nicht gut klingen, deshalb ganz klar der Raum.


    Was ist denn ein akustisch "schlechter" Raum?


    Gut geeignete Räume für Schlagzeug sind groß, hoch und wenig gedämpft. Die haben also auch einen entsprechend langen Nachhall, der das Schlagzeug größer und wuchtiger klingen lässt. Das verzeiht eher mal Spielfehler. Aber ein akustisch unspektakulärer Raum ohne nennenswerten Nachhall verzeiht keine Spielfehler und "kaschiert" nichts.


    Daher ist meine These eher:
    Ein guter Drummer wird auch in einem akustisch unspektakulären Raum gut klingen. Die spielerischen Probleme eines schlechten Drummers kommen dagegen in so einem Raum erst richtig zum Vorschein.


    Ich spiele auch gern in großen und halligen Räumen. Natürlicher Nachhall macht eben gerade am Schlagzeug einfach Spaß. 8)
    Aber Üben, Proben und brauchbare (nicht optimale) Aufnahmen machen kann man in fast jedem Raum.


    Insgesamt vergleicht man da sehr schnell Äpfel mit Birnen und zu viele Faktoren spielen eine Rolle. Deshalb sind solche Rankings eigentlich immer ziemlich müßig...


    Volle Zustimmung. ^^

    Es ging um den Einfluss auf den Sound, nicht um die Performance.


    Im Startposting steht an 2. Stelle nach dem Raum und noch vor der Stimmung der Drummer. Was für mich im Prinzip gleichbedeutend mit der Performance ist.


    Zitat

    Nach meiner Erfahrung spielt der Raum eine übergroße Rolle für den akustischen Sound eines Sets. Es ging nicht um nahmikrofonierte Sets, sondern um den akustischen Sound.


    Jepp, sollte auch nur ein Hinweis sein. Natürlich spielt der Raum eine große Rolle ... aber letztendlich reflektiert der Raum nur den Direktschall vom Schlagzeug. Insofern würde ich den Raum nicht über den Schlagzeugsound selbst stellen. Aber das sagte ich ja schon.


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    Abgesehen davon spielt der Raumklang auch bei Mikrofonierung eine wesentliche Rolle. Aber es steht Dir ja frei, eine andere Wichtung vorzunehmen.


    Bei Mikrofonierung im Freifeld definitiv, ja. Bei Nahmikrofonierung direkt am Schlagfell weniger bis fast gar nicht. Oder direkt "in" der Trommel wie bei der Bassdrum. Diese "Wichtung" existiert definitiv frei von meinem persönlichen Geschmack.


    Aber ich zieh mich mal zurück ...

    Den Raum noch über den Klangerzeuger und dessen Bediener zu stellen finde ich wirklich etwas fragwürdig. Auch wenn man von Mikrofonierung absieht. Der Raum ist "nur" für den Nachhall verantwortlich.


    Nimmt man ein Szenario ohne abgeschlossenen Raum und mit ordentlich verstärkter Nahmikrofonierung ist ein natürlicher Raumanteil quasi nicht existent. Wie ich schon sagte:

    Man nehme ein großes Open-Air Konzert. Live wird bei Drums sowieso primär auf nah aufgestellte Mikros gesetzt (u.U. sogar die Overheads durch einzelne Becken-Mikros ersetzt). Man kann sich zusammenreimen, dass ein natürlicher Raumanteil hier keine Rolle mehr spielt. ;)


    Die Trommelaufhängung würde ich bei mir irgendwo bei der Kesselkonstruktion einordnen ... auf jeden Fall über den Spannböckchen. :D