Beiträge von m_tree

    Ich würde das mehrfach unterteilen und zunächst mal eine Mikrofonierung generell ausschließen - also keine Aufnahme und auch keine Verstärkung:

    • Drummer / Performance

    • Drumset (mit allem, was dazu gehört)

    • Raum


    Den 2. Punkt würde ich wiederrum aufteilen in:

    • Stimmung^2 (darf auch gerne höher potenziert werden, weil das so verdammt wichtig ist :) )
    • Felle (und ggf. Dämpfung)
    • Kesselkonstruktion


    Beim letzten Punkt weiß ein Trommelbauer sicher am besten bescheid, hier kann ich nur sehr vage eine Reihenfolge festlegen ...

    • Maße der Trommel
    • Spannreifen
    • Gratung
    • Material (insbesondere Holz allgemein vs. Metall vs. Acryl)
    • Bauweise (inkl. Dicke des Kessels, ggf. Verstärkungsringe)
    • Spannböckchen


    Den Raum habe ich ja ganz oben schon hinten an gestellt, obwohl der natürlich auch sehr wichtig ist. Wird das Schlagzeug mikrofoniert, egal ob für eine Aufnahme oder FOH, wird's allerdings komplizierter: nah aufgestellte Mikrofone, besonders an Trommeln, nehmen verhältnismäßig kaum Raumanteil auf. Bei den Overheads kommt das auch auf verschiedene Faktoren an. Bei professionellen Studioaufnahmen in entsprechend großen und gut klingenden Räumen werden noch Raummikrofone aufgestellt, oft auch mehr als 2. Und hier ist der springende Punkt: Raum Mikrofone für die Drums lohnen sich nach meiner Erfahrung als Mischer von Band-Aufnahmen nur, wenn der Raum auch wirklich was hergibt und die Mikros gut aufgestellt wurden (was für mich impliziert, dass sie primär den Raumanteil und nicht den Direktschall vom Drumset aufnehmen). Ansonsten kann man eine entsprechende Größe und Wuchtigkeit eines guten Schlagzeug Raumes auch ganz gut simulieren ... ist nicht einfach und auch nur ein Kompromiss, aber immer noch besser als Raum Mikros eines kleinen, ggf. trockenen und schlecht klingenden Raumes zu benutzen.
    Aber das ist auch Geschmackssache ;)


    Noch ein Hinweis zur (Un-)Wichtigkeit des Raumes:
    Man nehme ein großes Open-Air Konzert. Live wird bei Drums sowieso primär auf nah aufgestellte Mikros gesetzt (u.U. sogar die Overheads durch einzelne Becken-Mikros ersetzt). Man kann sich zusammenreimen, dass ein natürlicher Raumanteil hier keine Rolle mehr spielt. ;)


    Also das kommt immer drauf an ...


    Eigentlich hast du dir die Antwort doch schon selbst gegeben. Dein Frust selbst ist m.E. das Hauptproblem. Und deine Herangehensweise. Denn wenn man immer wieder das selbe macht und dabei ein anderes Ergebnis erwartet, ist man auf dem Holzweg ... will man ein anderes Ergebnis haben, muss man die grundlegende Herangehensweise auch ändern.


    Für Dich als Hobby-Drummer sollte es doch primär um den Spaß an der Sache gehen. Und nicht darum, Leistung zu erbringen.


    Was ist denn eigentlich dein Ziel bei der Sache? Im stillen Kämmerlein auf so und so viel BPM Doublebass und Singlestrokes mit den Händen spielen können? Glaube ich nicht ;)


    Ich habe mal nen Video aufgenommen...


    https://www.youtube.com/watch?v=27FPs-Wsjgo&feature=youtu.be


    Eigentlich erschreckend wie stümperhaft das klingt. :S Aber ich glaube man sieht ganz gut wie schnell die linke Hand anfängt rumzueiern, komische Bewegungen macht und die Schläge nicht mehr richtig ausführt.


    Was definitiv schnell aufällt ist, dass deine linke Hand "grobmotorischer" unterwegs ist und nach ca. 10 Sekunden weitaus größere Bewegungen macht als deine rechte Hand. Die Bewegungen sollten aber gerade bei gleichmäßigen Singlestrokes auch gleichmäßig intensiv sein. Wenn du mit dem einen Stick doppelt so weit ausholst wie mit dem anderen, wird das nie zu einem gleichmäßigen Ergebnis führen. Ich würde das Video übrigens in erster Linie dafür nutzen, um dich selbst zu beurteilen. Dir bleibt sowieso nix anderes übrig, als die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Dein Lehrer kann dir ja offensichtlich nicht mehr weiterhelfen und hier wird auch viel erzählt, wenn der Tag lang ist ...


    Wie gesagt: Wenn man ein anderes Ergebnis möchte, muss man auch die grundlegende Herangehensweise ändern bzw. etwas anders machen.

    Wie schon gesagt wurde, kommt es auf die Dicke des Materials an. Je dicker, desto tiefer die Frequenzen, die es absorbiert.


    Die Faustregel lautet dabei, dass ab 1/10 der Wellenlänge eine wirksame Absorption beginnt. Wellenlänge = Schallgeschwindigkeit / Frequenz. Um >1kHz zu dämpfen, braucht man also mindestens 3,5cm dickes Material. Für 100Hz braucht man schon mindestens 35cm und für 50Hz 70cm. Die Übergänge sind natürlich fließend und der Absorptionskoeffizient ist auch vom Material abhängig.


    So genannte Breitbandabsorber sind das, was du brauchst. Die sind z.B. 15cm dick, dämpfen also theoretisch ab 230Hz aufwärts. Breitbandabsorber machen sich gut an Wänden und auch an der Decke.


    Um den Nachhall der Bässe zu dämpfen sind Bassabsorber in den Ecken nötig (Bässe "stauen" sich in den Raumecken). Ich hab das mit fetten Packen Steinwolle gelöst, ca. 60x60cm (BxT), in 2 Ecken fast Raum-hoch.


    Ich würde aber zusätzlich noch Diffusoren benutzen. Absorber dämpfen den Nachhall. Diffusoren machen den Nachhall "weicher" und lassen den Raum größer klingen.

    .....nur immer zu, da gibt`s sicherlich noch mehr interessierte Leute, und nicht jeder muss und sollte, auch immer nur der Gleichen (auch eigenen) Meinung sein.
    ich würds mir sogar ernsthaft auch sogar Durchlesen, aber nicht drum streiten.
    Ja, also wennst lust hast gerne - Nur zu, aber wie gesagt nicht wegen mir. Und vielleicht besser wo anders (anderer Thread), könnte ja u.U. ne länger Geschicht werden.


    Ach, so kompliziert ist das gar nicht ... aber schon mal sorry für OT.


    Neben spielerischer Exaktheit geht's m.E. vor allem um spielerische Ausdrucksstärke. Das ist nicht gleichbedeutend mit viel Punch und Lautstärke an den Drums - bei vielen Stilen geht es aber damit einher. Viele bekannte Rock- und Metaldrummer hauen z.B. richtig rein. Mehr als Drummer anderer Stilrichtungen. Und das hört man dann auch auf den Aufnahmen. Mit der Nachbearbeitung der Aufnahmen hat das nicht viel zu tun ... die muss der Performance dienlich sein, nicht anders rum. Und die Performance wiederrum der Musik.


    Es geht mir nicht darum, generell und mit viel Kraft drauf zu dreschen. Sondern eben um spielerische Ausdrucksstärke. Und die ist an einem akustischen und wenig gedämpften Schlagzeug, mit Sticks gespielt, eben u.U. auch einfach laut. Ein Schlagzeug klingt lauter und leiser gespielt auch einfach sehr unterschiedlich. Die reine Dynamik - also laut vs. leise - hat hier also auch noch einen anderen Hintergrund (wie bei anderen Instrumenten auch): Leise gespielt klingts halt auch "sachter" und zurückhaltender ... wenn das (an bestimmten Stellen) zur Musik passt, ok. Aber es passt eben nicht immer.
    Bei der Dynamik kommt generell auch hinzu, dass es da nicht nur darum geht, wie leise man spielen kann. Sondern auch darum, wie laut man kann. Wer nur leise oder nur laut kann, ist in seiner Dynamik folglich eingeschränkt. Ich kann's mir gerade nicht verkneifen und bringe noch mal mein "Rosanna" Cover als Beispiel. Die "sachten" Parts vor den Refrains (der erste kommt zwischen 0:50 und 1:05) hatte ich - wie im Original - deutlich zurückhaltender gespielt: https://youtu.be/tf4VYH41P1Y


    Ich hab gerade auch noch mal die Spuren zum Video rausgesucht und einen Screenshot des angesprochenen Parts angehängt.

    Jetzt kommt jedoch der allerwichtigste und entscheidene punkt! Ich finde ein akustisches Drumset ist leider definitiv zu laut für die Mietwohnung bzw. meinem Homestudio. Das konnte ich ziemlich gut feststellen, als der Verkäufer mit dem Set spielte. Bei mir war es etwas leiser weil ich versucht hatte möglichst "leise" zu spielen, trotzdem ist das schätzungsweise noch zu laut.


    [...]


    Meine Idee wäre jetzt (vorsicht: Nur Idee) mir eine Snare zu kaufen, damit ich schon mal wenigstens echte Intros einspielen kann, statt diese zu programmieren und eine Hihat für den Realismus und dann alles seperat einspielen und aufnehmen und im schlimmsten Fall dann mit dem Quantisieren nachhelfen. Das wäre für mich so der einzige Mittelweg oder ich würde mir ein Schlagzeug kaufen aber nie den vollen Umfang nutzen können (dazu gehört lautes spielen dazu). Auch wenn es heute das erste mal war mit dem Schlagzeug, ich habe direkt Lust dran gefunden.


    Irgendwie ist das doch ein Widerspruch in sich, oder? Eine Snare ist bei entsprechend hoher und "bissiger" Stimmung auch so mit das Lauteste am Schlagzeug.


    Du meintest ja schon per PM, dass du auch Bass und Gitarre schon quantisierst und dein Spaßfaktor vor allem darin liegt, dass du inkl. Mixdown und Summenbearbeitung alles selber machst. Das kann ich schon verstehen. Aber ich persönlich steige an diesem Punkt jetzt aus. Denn mehr als meine Dienste anbieten kann ich nicht. Die weitere Diskussion hier finde ich jetzt etwas fragwürdig, nachdem dir sowieso klar ist, dass ein akustisches und "normal" gespieltes Drumset bei dir im Homestudio zu laut ist. Auch bei Reggae klingen total gestreichelte Drums nicht so toll ... beim Drums-Recording lautet die Devise eher, ordentlich reinzuhauen, damit's nach 'nem Schlagzeug klingt. Ist ja kein Streichelzeug. :D


    Wünsche aber noch mal viel Spaß und Erfolg, egal wie du weiter machst :thumbup:

    Finds auch cool, dass du dir extra wegen deiner Aufnahmen ein Schlagzeug zulegen und das spielen erlernen willst. Aber wäre es da nicht einfacher, sich einfach einen Schlagzeuger zu suchen? Ich meine, vielleicht bist du ja ein Naturtalent, aber normalerweise vergehen da schon viele Monate (Jahre), bis man mal wirklich so sauber spielt, dass man das auch für eine Produktion brauchen kann. Ich kann’s nach 2,5 Jahren nicht, aber vielleicht ginge es mit quantisieren usw...


    Da ist was dran :rolleyes:


    Antares
    Hast eine private Nachricht von mir. :)

    Ich frage mich nur gerade, wie die Original-Reggae Drummer in den 70ern das mit dem Sound hinbekommen haben - die hatten ja nix (schon gar kein Geld für teures Equipment)?
    Auch heute haben die Strassenbands auf Jamaica (etc) nicht im Entferntesten das Equipment, was uns, als Musikpolizei, als ordentlich erscheint - und trotzdem packt einen die Musik immer wieder.
    Das gleiche gilt übrigens auch für Bluesmusiker, Punks, Rock'n Roller, Swinger, usw. Es kommt da wirklich nicht auf die Qualität des Instrumentariums an, sondern auf die Spielfreude und den Spass beim Musikmachen.
    Aber vllt. auch nur meine Meinung.


    Ja, klar ... das sind nur Werkzeuge und es kommt vor allem darauf an, wie man sie bedient. Sehe ich auch so.


    Ich hab eigentlich nur mal mein Wissen über das Thema kurz preisgegeben. ;)
    Hab mich mit den Themen Drums-Sound und Audio-Produktion ja schon aus einem professionelleren Blickwinkel beschäftigt.


    Ein guter Sound ohne die nötige musikalische Grundlage ist nix wert. Auf der anderen Seite kann wirklich geil gespielte Mucke von einem guten Sound sehr profitieren. Und letztendlich gehts da aus Mischer-Sicht auch vor allem darum, dass die Musik gut rüberkommt und emotional "kickt", wie ich es gern formuliere. ^^


    Leider nur sehr eingeschränkt ... die Felle sind zu mindestens 2/3 am Sound beteiligt. Der Rest teilt sich auf in die Kesselmaße, Gratungen, die Spannreifen (Geflanscht vs. Guss), Kesselhardware (Spannböckchen) und natürlich auch das Kesselmaterial. Die größten Unterschiede gibts da zwischen Holz und Metall. Gibt ja auch noch Acryl Sets ... das Kesselmaterial ist gerade bei verschiedenen Holzarten und Kombinationen oft sehr überbewertet und durch die Herstellerwerbung gehyped. Wichtig ist alles in allem eine möglichst exakte Verarbeitung der Trommel ... z.B. möglichst gleichmäßig rund und die Gratungen möglichst plan.


    Weiter gehts dann mit der Stimmung. Die erwähnten Dinge können alle tip top sein ... wenn die Stimmung schwächelt oder sonstwie geschludert wird, ist das alles nix mehr wert.
    Und hier wird auch deutlich, dass man aus der selben Trommel mit verschiedenen Fellen und verschiedenen Stimmungen die unterschiedlichsten Klänge rausholen kann. Die Spielweise mal ganz außen vor gelassen.


    Und zu guter letzt die Tontechnik: Die Mikrofone und auch deren Aufstellung färben den Klang weiter. Dazu kommt noch, wie man das ganze dann abmischt.


    Kurzum: Welches Set von welchem Hersteller du dir besorgst ist ziemlich egal. Es geht da eher um die grundlegende Qualität und die "technischen Eckdaten" wie Kesselmaße, Spannreifen, Art der Gratungen ... alles andere ist nur noch Geschmackssache und hat nicht mehr viel mit dem letztendlichen Klang zu tun.


    Auf dem angesprochenen Pearl Set sind übrigens Remo UT Felle. Das ist die Billigserie des Fell-Herstellers ... weil die Felle so maßgeblich am Klang beteiligt sind ist es dann auch empfehlenswert, ordentliche Felle aufzuziehen. Kostenpunkt bei dem Drumset insgesamt ca. 250€.

    Okay Danke für die Empfehlung.
    Ich habe noch eine grundlegende Frage zur Lautstärke eines akustischen Drumsets. Spielt ihr alle eigentlich eure Drums zuhause oder habt ihr einen geeigneten Proberaum ? Falls zuhause, was sagen eure Nachbarn ? :D


    Wie erwähnt soll das Drumset in mein Homestudio platziert werden und so ein richtiges Drumset ist sicherlich nicht leise, oder? Wahrscheinlich kommt es aber auch drauf an welche Richtung man spielt. Heavy Metal ist sicherlich von Natur aus lauter von der Dynamik her als Reggae :whistling:


    Ein akustisches Schlagzeug, welches mit normalen Sticks (also nicht Hot-Rods oder Besen) gespielt wird, ist definitiv laut. Wie laut, bestimmt natürlich noch die Spielweise und auch, wie stark man seine Trommeln dämpft. Ich bediene viele Stile, haue gerne rein und dämpfe meine Trommeln kaum mehr. Und ich spiele seit weit über 10 Jahren auch nur noch mit Gehörschutz.
    Seit einer ähnlich langen Zeit spiele ich auch nur noch in Proberäumen bzw. "Home"-Studios oder auf Bühnen. Daheim nur in meinen Anfangszeiten als Kind und Teenager.


    Man kann das schwer verallgemeinern. Es kommt natürlich zum einen auf die Grundlautstärke an, die du entwickelst. Und zum anderen auf deine Wohnsituation. Wenn ich hier in meiner Mietwohnung ein paar mal tagsüber normal Drums spielen würde, wäre ich wohl recht schnell draußen :D


    Kommt halt immer drauf an ...

    Weißt du was mich beim programmieren der Drums am meisten gestört hat ? Der monotone Klang der Snare und vorallem das emulieren von realistischen Hihats ist wahnsinnig schwierig. Erst deswegen bin ich auf die Idee gekommen ein Schlagzeug zu kaufen.


    Kann ich gut verstehen. Echte Drums, die auch noch ohne Tricks (Quantisieren, Samples) umgesetzt werden, sind einfach geil. Wenn auch nicht einfach, wenn's wirklich gut werden soll ...


    Ich denke, dass du dir vor allem erstmal klar machen musst, dass das auch ein Stück Weg sein wird. Ein Stück Weg im Sinne von Weiterentwicklung von dir selbst und auch finanziellen Mitteln, die du zur Verfügung hast. Bei 900€ für den Anfang würde ich es eher so angehen, neue Felle und Mikrofone erstmal weg zu lassen. Man sollte wirklich nie unterschätzen, was Übung und Erfahrung bei der ganzen Sache ausmachen. Neue (bessere) Felle zahlen sich z.B. erst richtig aus, wenn du schon weißt wie du stimmst und ggf. auch die Fellauswahl dementsprechend triffst.


    Zumindest was den Neukauf von Becken betrifft, habe ich eine konkrete Empfehlung:


    https://www.thomann.de/de/zultan_rock_beat_beckensatz.htm


    ... oder ...


    https://www.thomann.de/de/zult…_beat_profi_cymbalset.htm


    Oder einzeln kaufen, wenn du wirklich nur 'ne Hi-Hat und ein Crash brauchst.


    Beim Rest müsste ich selber erstmal länger recherchieren. Mir fällt aber gerade ein, dass ich diese Fußmaschine hier fast neuwertig abzugeben hätte :)


    https://www.thomann.de/de/dw_3000_bass_drum_pedal.htm


    Bei der Hardware (Fuß- und Hi-Hat Maschine, Stative) sollte man auch nicht sparen.

    Wenn es mit einem anderen Pedal besser geht werde ich mir halt ein neues zulegen.


    Tatsächlich ist mein Empfinden, dass bestimmte Sachen mit bestimmten Pedalen besser oder schlechter gehen. Ich hatte die normale Pearl Eliminator vor ca. 10 Jahren mal bei mir am Set angetestet und wusste relativ schnell: ist nicht so mein Ding.


    Klar, grundlegend sollte man mit jedem funktionstüchtigen und "moderat" eingestellten Pedal zurecht kommen, egal mit welchen Schuhen. Es gibt aber einen Punkt, ab dem es ins Detail geht und da hat halt jeder Drummer so seine Vorlieben. Ich wechsel nach über 10 Jahren Iron Cobra jetzt zur DW 5000 ... das Spielgefühl gefällt mir einfach minimal besser und besagte Doublestrokes (auch mit Heel-Up bei mir) gehen entspannter. Zumindest ist das mein subjektiver Eindruck :rolleyes:


    (Tutorial-)Videos von anderen Drummern sind auch so 'ne Sache. Du stößt ja offensichtlich an Grenzen und wenn du nicht mehr weiter weißt, müsste man direkt sehen, was du da machst. Es kann auch sein, dass deine Fußmaschine sehr abnormal eingestellt ist (z.B. kaum Beater-Auslenkung / Hebel) oder du sonst etwas falsch machst. Das kann hier keiner wissen. ;)
    Eine Option wäre aber tatsächlich, wenn du dich selbst bzw. deinen Fuß mal filmst.


    Die Pedal-Oberfläche ist nach meiner Erfahrung auch zweitrangig. Klar gehts hier ab einem gewissen Punkt auch um persönliche Präferenzen, aber grundlegend sollte man alles mit jeder Pedal-Oberfläche spielen können. Egal ob mit Schuhen oder Socken / Barfuß.


    Die Snare ist aus Aluminium. Aber geht natürlich auch.


    Ansonsten halt viel Millenium. Ist nicht generell schlecht (habe da noch ein paar Trommeltaschen und Mikro Stative), aber bei bestimmten Sachen bin ich da skeptisch.


    Bei der Bassdrum kannst du aber mindestens noch einen Satz vernünftiger Felle dazu rechnen. Kostenpunkt für Reso + Schlagfell ca. 100€.


    Zitat

    Das geht schon in Ordnung. Mein Raum ist bereits akustisch optimiert für das Recording und Mixing.


    Ein für Mixing optimierter Raum ist meistens weniger geeignet für gute Schlagzeug Aufnahmen. Wirklich gut klingende Schlagzeug Räume sind möglichst groß, hoch und wenig gedämpft ... aber das ist Luxus.
    Ich habe daher gelernt, im Mix zu tricksen (und auch bei Fremdmaterial teilweise weniger gut klingende Raumspuren weggelassen). Darum gehts auch nicht in erster Linie. Ein guter Instrumenten Sound und eine gute Performance sind die halbe Miete, der Rest teilt sich schon fast gänzlich in Mikrofonierung (Aufstellung inbegriffen) und Mixdown. Auf nah aufgestellten Mikros bspw. an Trommeln ist der Raumanteil sowieso vernachlässigbar.


    Worauf ich noch mal hinaus will: Schlagzeug Aufnahmen bis hin zum Mix sind wirklich 'ne komplexere Baustelle als z.B. Bass- oder Keyboard Aufnahmen.


    Einspruch Euer Ehren!


    [...]


    Auch das, was ich bisher von Zultan gehört habe, braucht sich nicht verstecken.


    Zultan ist halt die Thomann Hausmarke von türkischen Schmieden, wie Fame Masters vom Musicstore. Er hatte ja Sabian und Zildjian angesprochen und beide Hersteller bieten in niedrigeren Preissegmenten m:E. kaum vernünftige Becken an. Darauf wollte ich hinaus.


    Aber was noch gar nicht bedacht wurde:


    Für Drums Aufnahmen braucht man auch geeignete Mikros. Mindestens ein Bassdrum Mikro wird nicht vorhanden sein, nehme ich an. Weiter gehts mit geeigneten Stativen usw. ... ein "Rumdum Sorglos Paket" für 900€ ist da schon knapp bemessen, wenn es was Vernünftiges sein soll.

    - hallig hoher Snaresound, Stahl Snare? (vielleicht 14x6,5)


    Eine Stahlsnare würde ich für deine Zwecke auch empfehlen. Der Vorteil ist auch, dass Stahlsnares bei gleicher Qualität meistens deutlich günstiger als Holz (und auch Messing ...) Snares sind. Geflanschte Stahlspannreifen reichen auch (Gussreifen sind teurer). Und 14x5,5" - das ist ein Allround Maß, das immer geht.


    Zitat

    - dumpfe Bassdrum (22x14 bis 22x18)


    Ob dumpf oder nicht hat mit der Bassdrum selbst nicht viel zu tun. Viel mehr mit der Befellung, Stimmung, Dämpfung, der Beschaffenheit des Beaters und vor allem auch der Mikrofonierung.
    Davon abgesehen ist 22x18" hier auch das Allround Maß und funktioniert fast immer. 22x16" würde ich auch noch in Betracht ziehen.


    Der Vorteil von den Allround Maßen ist auch die größere Verfügbarkeit generell.


    Zitat

    - 14" Hihat (Sabian oder Zildjian ? oder noch was anderes?)


    Wirklich gut klingende Becken sind teuer und ich empfehle hier auch Gebrauchtkauf. Aber ein Geheimtipp bei Neukauf sind türkische Becken, die es z.B. auch beim Musicstore (bei dir in der Gegend) gibt: https://www.musicstore.de/de_D…Finish/art-DRU0020685-000


    Ich ziehe echt den Hut vor deiner Idee, dass du als Gitarrist, Bassist und Keyboarder noch echte Drums selbst einspielen willst. Hierzu möchte ich nur noch anmerken, dass Drums in der tontechnischen Umsetzung so mit die Königsdisziplin sind. Da spielen sehr viele Dinge wie Stimmung, Raum, Mikrofonierung und Mixdown mit ein. Nicht zu vergessen die Performance.

    Also nach meinem Verständnis gehts hier nicht um das Tempo eines Stückes. Sondern darum, wie man es zählt und notiert. Das Tempo ändert sich ja nicht, wenn ich den selben Rhythmus mit dem selben Tempo einmal als Normaltime und einmal als Halftime zähle.


    Einen 6/8 kann man auch als 2/4 mit 8el Triolen auslegen :rolleyes:

    Moin, schau mal in Post 51.


    Danke :)
    Also seit mindestens 5 Jahren ... :S


    Ich meine, die Kartons gibt es schon einige Jahre. Nur die 14er Amba Coated gibt es auch in "Bulk-Verpackung" in Großpaketen für Händler - also ein großer Karton mit 100 Fellen je in Folie. Was für eins bei Dir war denn noch in Folie?


    Ein 12er Emperor Clear. Das 16er Emperor Clear ist am Rand an einer Stelle auch eingedellt ... könnte aber auch vom Transport im Karton zusammen mit schwereren Sachen kommen. Also wenn Felle bestellen, dann am besten nur Felle und nix anderes. :rolleyes:


    Aber ich schau erstmal wie es dann klingt.

    Sorry für den DP ... aber weil ich kürzlich Remo Felle bestellt hatte, eine kurze Frage:


    Seit wann verpackt Remo die Felle eigentlich in Kartons statt in Folie? Eins der 5 Felle ist nämlich in Folie verpackt und ich rechne schon damit, dass es auch klanglich nicht mehr so "frisch" ist ... :S

    Je stärker man darin ist, desto freier kann man spielen! Sowohl allein als auch – vor allem – mit anderen Leuten zusammen. Je stärker der innere Puls, desto mehr kann man
    am Instrument spielerisch ausbrechen, ohne sich zu verlieren.


    Genau so ist es :thumbup:


    Bisher war ich ja fast ausschließlich der autodidaktische Praktiker am Drumset. Das ändere ich gerade ... aber die zitierte Aussage trifft exakt das, was ich beim Spielen "gefühlt" hatte. Und der innere Puls kann auch nur aus dem Gefühl heraus kommen.