Beiträge von m_tree

    @ m_tree danke dir für deinen ausführlichen Infos.


    :thumbup:


    Ich kenne mich wirklich nicht in Sachen Becken aus. Mein Plan war es diese erstmal nur für den Proberaum zu nehmen und später mal in teurere zu investieren. Zum Proben mit der Band sollte die erstmal reichen.


    Guter Plan. Zum Proben reichen die definitiv.


    Bei diesem Set hätte ich direkt mehrere dabei aber die sind wahrscheinlich vom Klang auch nicht so toll. ?(


    https://www.musicstore.de/de_D…flex-Crash-Set/art-DRU825


    Urgh, nee ... davon würde ich lieber die Finger lassen.


    Das beste wäre wirklich, wenn du dir das 18er Crash aus der gleichen Serie besorgst, denk ich.

    Da geb ich dir Recht, deshalb schrieb ich auch nach Instrument und Musiker. Und es ist natürlich auch so dass das Schwächste Glied in der Kette den Sound verhunzt ;) Aber zumindest ich hab den Fehler gemacht von tollen Preamps und Mikros zu träumen (zu viel Gearslutz gelesen ;) )und mich zu wenig um den Raumsound zu kümmern, obwohl das mehr gebracht hätte. Da steckt halt nicht so ne Indunstrie dahinter ;)


    Den Klammerinhalt hab ich wohl irgendwie überflogen, sorry. Aber ich würde Instrument und Musiker auch noch mit "Audio Engineer" erweitern. Denn nicht nur das Instrument will ja gut bedient werden, sondern auch die Audiotechnik.
    Das mit dem "schwächsten Glied in der Kette" stimmt natürlich. Verschiedene Glieder verhalten sich da aber auch unterschiedlich. Ab einer gewissen Pre-Amp Preisklasse z.B. fallen die wirklich kaum mehr ins Gewicht. Da wiegt die Mikrofonauswahl, Mikrofonausrichtung, Befellung, Stimmung und jeder Schritt in der Nachbearbeitung für sich genommen mehr. Also zumindest, wenn es um "neutral" klingende Pre-Amps und Wandler aus aktuellen Interfaces geht. Also nicht die alten, "rotzenden" bzw. färbenden Klassiker, die man z.B. gerne noch für Gesangsaufnahmen mit bestimmten Mikros verwendet.


    Sehr interessant find ich, Drums auf Tonband aufzunehmen. Hab schon häufig davon gehört, dass Schlagzeug Aufnahmen auf Tonband richtig wuchtig und fett klingen würden. Zumal man sich hier und da potenziell auch etwas Nachbearbeitung aufgrund des leichten Kompressions- und Sättigungseffekts spart.


    Was Raummikros übrigens sehr gut steht ist eine beherzte Kompression (damit arbeitet man den Raum so richtig schön hervor - die harten Anschläge kommen ja schon von den anderen Spuren). Ganz im Gegensatz zu den restlichen Drums Spuren. Da gehe ich zumindest immer sachter mit Kompression vor. Nur noch parallel für bestimmte Trommelspuren, je nach dem was Performance und Song da an Unterstützung brauchen und ansonsten Kompression durch Sättigung und Masterbus Kompression.


    ja, ist vom Frequenzgang her glatter, ohne die Höhenanhebung, und fällt auch unten rum erst später ab.


    Ich weiß. Ich find die alten KM84i auch besser. Hatte schon mit den KM184 gearbeitet und die machen schon Spaß. Aber diese "sexy" Höhenbetonung und "Schlankheit" überträgt sich halt auch 1:1 in den Mix. Was letztendlich für die Qualität der Mikros spricht, aber ich mag da auch eher die Neutralität, Unaufdringlichkeit und Flexibilität neutral klingender Kleinmembran Kondensator Mikros.


    Ja, ich klette mir immer so Eigenbauplatten mit Löchern auf den Teppich, in die ich die Bassdrumfüße stelle. Dann kann nix rutschen, und ich hab festgestellt dass die Kick auch n bisschen mehr lowend hat, wenn nan das Pedal nicht festschraubt. (das Pedal hat auch Klett) Das schwankt dann aber bei der kurzen (14") Ludwig Kick mit den Vintage Füßchen n bisschen. Stört mich aber beim Spielen nicht. Ist jetzt auch nicht so, dass das n völlig anderer Sound wär, aber ich bild mir ein dass es ein klein wenig besser klingt ;)


    Die klingt auf jeden Fall ziemlich fett, insbesondere für die Abnahme mit dem MD421 als Hauptmikro.
    Nachdem ich lange Zeit eher bei 2 BD Mikros (In+Out) war, hab ich jetzt sehr gute Ergebnisse mit richtig viel Lowend allein durch die Mikrofonwahl und vor allem Positionierung mit nur einem Mikro gemacht. Gibt echt viele Möglichkeiten ...


    Dein Sound ist jedenfalls wirklich sehr fett und professionell, find ich. :thumbup:

    Mein Budget liegt aktuell bei ca, 80 €.


    Das wird bei 139€ NP schwierig. 2/3 des Neupreises sind bei gut erhaltenen Becken eigentlich immer Untergrenze. In dem Fall sind das 93€. 100€ halte ich bei dem Becken für realistisch.


    Zitat

    Meine Frage war eben auch, ob es gut ist ein Beckenset von einer Serie zu spielen? oder ist das eher zweitrangig?


    In deinem Fall halte ich das für die beste Lösung. Um sich Becken individuell zusammenzustellen braucht man schon ein bisschen Erfahrung mit Beckensounds und konkrete Vorstellungen. Erlaubt ist natürlich immer, was gefällt. Hi-Hat und Ride aus verschiedenen Serien (auch gegenüber den restlichen Becken) zu spielen ist teilweise Gang und Gäbe. Ich hatte auch schon Crashbecken aus unterschiedlichen Serien gespielt. Bin jetzt aber für meine neuen Aufnahmen wieder bei Crashbecken aus der gleichen Serie und auch gleicher Dicke, nur unterschiedlicher Größe.


    Du könntest es natürlich auch einfach mit dem hier z.B. probieren (79€):


    https://www.thomann.de/de/zultan_18_aja_crash.htm


    Kommt auch einfach drauf an, was du vor hast. Wenn du nur damit üben willst (keine Auftritte und Aufnahmen) spielt das keine besonders große Rolle und wäre die schnellste und unkomplizierteste Lösung, um irgendwann in einen neuen Beckensatz zu investieren.
    Gebrauchtkauf kann ich bei Becken übrigens wirklich empfehlen. Bei Trommeln und Hardware weniger. Aber den Zustand von Becken kann man anhand von Fotos sehr gut einschätzen.

    Ach so. Die ähneln dann wahrscheinlich den "Zultan Rockbeat" von Thomann. Fame hatte ich halt jetzt erstmal mit Millenium gleichgesetzt, daher ...


    Hatte jedenfalls schon nach einem 18er Crash aus der Serie bei eBay + Kleinanzeigen gesucht, aber nix gefunden.


    Ich sehe hier nur eine vernünftige Möglichkeit:


    Das 18er Crash aus der gleichen Serie "setzen" und sich in Geduld üben. Die Augen auf dem Gebrauchtmarkt offen halten, ggf. Gesuche starten und nebenher für 'nen etwaigen Neukauf sparen.


    Crashbecken aus der gleichen Serie haben schon was für sich, insbesondere wenn man sich seine Crashbecken nicht uneingeschränkt selbst vor Ort zusammenstellen kann.

    Klingt schon gut. :thumbup:



    Overheads: Neumann km84


    Sehr schick. Bewusst gegenüber den KM184 favorisiert oder aus anderen Gründen?


    Also meiner Meinung nach ist das alles relativ austauschbar, am Wichtigsten (nach Instrument und Musiker), und um ein vielfaches wichtiger als Mikros, Preamps und Wandler, ist der Raum. Diese Erkenntnis hat mich am meisten weiter gebracht.


    Zweifelsohne ist der Raum sehr wichtig und für eine wirklich amtliche Drums Aufnahme braucht man auch einen guten Raum, klar. Dennoch sehe ich das etwas anders: Am wichtigsten ist der Grundsound des Schlagzeugs. Die Mikrofonauswahl spielt auch in einem kleineren Raum sehr wohl eine Rolle. Nur kann man da halt eher auf Raum Mikros verzichten, weil es sich schlicht und einfach nicht lohnt. Und die Nachbearbeitung ist natürlich wichtig. Mangelt es an einem geeigneten Raum, kann man da auch im Mix etwas tricksen, um einen schönen hintergründigen Raumanteil zu simulieren (natürlich nicht mit Plate Reverb auf den Trommelspuren ...).


    Was mich allerdings wundert ist, dass deine Bassdrum beim Spielen so wackelt. Ist das gewollt?


    Aber echt cool. Bin ja nur neidisch ;)

    Ich empfehle natürlich Oktava MK-012. Hab die ja selber ...


    Das sind aus den 3 oben genannten übrigens die einzigen mit einem halbwegs neutralen Frequenzgang. Was gerade bei Kleinmembran Kondensatoren immer die beste Basis ist, m.E.
    Becken klingen sowieso schon gerne mal etwas harsch, je nach Auswahl und Overhead Aufstellung, darüber hinaus klingen günstige KMKs aber auch gerne mal harsch und eine zusätzliche Überzeichnung der Höhen (die letztendlich nur den mittelmäßigen Klang kaschieren soll) tut dann ihr übriges.


    Zitat von Beeble

    Die Oktavas sind nicht so fein auflösend und verwaschen die Transienten etwas.


    Das halte ich für Mumpitz, im Vergleich zu Mikrofonen aus der gleichen Preisklasse. Die Oktavas klingen einfach erdig und angenehm und sind "gutmütig" zu so ziemlich jeder Klangquelle. Überzeichnete Höhen haben nichts mit einer feineren Auflösung zu tun.


    Etwas Höhenglanz kriegt man nachher auch mit einem guten EQ hin.

    hab ein Live-Auftritt dazu genommen..


    Live haben die das meistens ein gutes Stück schneller gespielt.


    Zitat

    ..Beispiele aus dem Internet werden mit 88 BPM angegeben..


    Joa, und die Angabe kannste mal direkt knicken ;)


    Zitat

    Man müsste mal die Noten zur Hand nehmen,um zu sehen wo diese Tempiwechsel stattfinden..


    Also ich brauch keine Noten dafür. Siehe oben. ;)


    Zitat

    Korrektur an mich wenn ich da etwas falsch liege..beim einspielen eines neuen Stückes wie diesem,würde man da auch diese Schwankungen in kauf nehmen oder eher erst stumpf mit click einüben bis es sitzt..
    Bei den Coverstücken auf youtube werden diese Schwankungen mitgenommen..


    Je nach dem ... von Fall zu Fall. Du weißt worauf ich hinaus will ;)


    Zitat

    Wäre "So lonly" von Police auch ein Beispiel für Tempowechsel?Da geht es glaube ich um eine Verdopplung..bzw..die HiHat bleibt gleich wechselt nur von 16tel auf 8tel..


    Ja. In den langsameren Strophen 16tel, in den Refrains 8el. Hab den Song schon ein paar mal live gespielt.


    Mein Tipp an dich persönlich ist übrigens, dir eine Band zu suchen. Dann verschwinden ein paar Unklarheiten auch von ganz allein.

    Sinn und zweck von Musik ist,dass es Spaß macht mit den Sachen zu jonglieren..sich selbst zu finden..seine Gefühle ausdrücken..viele sehen in der Musik eine Art Sprache..


    Ja, es geht um Emotionen. Und die Sinnfrage finde ich bei Musik und Kunst allgemein auch gar nicht so wichtig. Den Sinn kennt man sowohl als Künstler als auch Konsument eigentlich automatisch, wenn man ihn "fühlt". ;)


    Mit was kann man sich solche Clicktracks bauen?


    Mit einer DAW. Mit REAPER sind zumindest "harte" Tempo- und auch Taktwechsel überhaupt kein Problem.



    Spontan fällt mir da "Killing in the Name of" von Rage agasint the Machine ein


    Sehr gutes Beispiel ^^


    Da müsste man mal ein Metronom nebenbei laufen lassen..gab es da nicht so ein Gerät oder App,mit dem man das messen kann?


    Ich nutze für den "Hausgebrauch" tatsächlich dieses schicke Tool hier: https://www.all8.com/tools/bpm.htm
    Funzt jedenfalls weitaus besser als die Tapfunktion der Tama RW und auch als die von REAPER, find ich.


    Zitat

    Hab das mal mit der Tap Fünktion von meinem Metronom gemacht..Hab mir erst nur das erste mal vor genommen..Würde da aber nicht von Schwankungen reden,sondern eher von Änderung..sind ja klar abgegrenzt,aber doch schon sehr krass..
    Sind aber echt interessante Sachen was der Drummer da spielt..sehe immer wieder,dass häufig mit Triolen gearbeitet wird..sehr schick..


    Jo. Mal aufgedröselt ...


    RATM - Killing In The Name - Tempi
    0:00 bis 0:17 - ca. 111 BPM
    0:17 bis 0:33 - ca. 124 BPM
    0:33 bis 0:40 - ca. 115 BPM
    0:40 bis 1:29 - ca. 81 BPM
    1:29 bis 1:39 - ca. 89 BPM
    1:39 bis 2:00 - ca. 93 BPM
    2:00 bis 2:22 - ca. 88 BPM
    ... und so weiter ;)


    Bei 1:29 kommt der Wechsel von "gerade" zu "triolisch", ab 2:22 gehts wieder gerade weiter. Interessant ist vor allem, dass die triolischen Parts nur "angeshuffelt" und nicht sofort als Shuffle erkennbar sind.
    Von dem Song mach ich demnächst auch noch ein Drum Cover.


    Zitat

    Wie übt man sowas als Band ein..läuft da ein programmierter Click mit?Irgendwann hat man das ja im Gefühl,aber bei mehreren wird es doch recht schwierig


    Gefühl. Die haben den Song sicher kein einziges Mal auf Klick gespielt. Wie sonst sind diese Schwankungen wohl entstanden? Die hatten sich nicht vor den Proben hingesetzt und eine Tempomap aufgeschrieben. ;)


    Wenn ich in Bands ein Tempo für den Klick definiere, analysiere ich auch einfach nur Probemitschnitte. Oftmals gehe ich dann etwas drunter oder drüber, je nach dem ob der Probemitschnitt leicht gehetzt oder schleppend klingt und so weiter.
    Es gibt sicher auch "Asse", die direkt beim Hören und Spielen eine BPM Zahl definieren können, die zuverlässig stimmt. Zu denen gehöre ich aber nicht ...


    Wie schon gesagt ist der Klick ein Hilfsmittel. Gerade Temposchwankungen auf einer finalen Aufnahme gemeinsam so rüberzubringen, dass sie einfach passen, erfordert ein sehr gutes Zusammenspiel und Gefühl für den Song. Mit anderen Worten: Ohne Klick Einspielen ist schwieriger, wenn das Ergebnis wirklich davon profitieren soll.


    Ich denke, beides zu können ist wichtig. Und bei der ganzen Makro- und Mikrotiming Diskussion würde ich mal voraussetzen, dass man spielerisches Unvermögen und mangelnde Motivation außen vor lässt. ;)

    Finde eher,dass das Halten der Makrotime das wichtige ist.Kommt die ins schwimmen,dann hört und fühlt es sich schlecht an


    Wenn Temposchwankungen musikalisch "sinnvoll" sind, kann es sich sogar gegenteilig verhalten. Es gibt auch einige fertig produzierte Songs mit Temposchwankungen. Und man kann sich auch Clicktracks mit Temposchwankungen bauen. Egal ob mit weichen oder harten Übergängen.


    Zitat

    Hingegen das Microtiming ist das was den Sinn der Musik ausmacht,


    Wie meinen? ?(


    Ein Metronom ist letztendlich nur ein Hilfsmittel. Das aber umso wichtiger wird, je mehr es an anderen Stellen mangelt. Wie hier z.B. an einem gut geprobten Zusammenspiel und einer sinnvollen Aufnahme.

    m_tree war schneller

    ich hoffe nicht wir reden vom 770M !?


    Nee, ich meinte die normalen "Pro" Varianten.


    Zitat

    Der taugt gut zum trommeln aber nicht zum Mischen.


    Trommeln scheint er ja mit In-Ears ;)


    Zitat

    Der 770Pro schon eher, aber auch nicht wirklich gut.


    Außer zum Schönfärben eines rohen, unbearbeiteten Monitorsignals halte ich den für alles ungeeignet. Egal ob zum Musikgenießen oder Analysieren (bzw. Nachbearbeiten). :P


    Mischen und Mastern geht mit offenen KHs am besten. :thumbup:
    Und oft sogar besser als in einer suboptimalen Abhörumgebung.


    Mit KH kann man ja nicht räumlich mischen


    Also wenn ich diese viel zu pauschale Aussage unterschreiben würde, dann höchstens für geschlossene KHs. Mit offenen KHs kann man gut "räumlich" mischen. Womit du wahrscheinlich das Hinzufügen von Delays und Reverb meinst?


    Zitat

    aber man hört zumindest raumunabhängig und wesentlich genauer als in einem schlechten Raum.


    Im Bassbereich oft sogar genauer als mit mittelmäßigen Bassreflex-Boxen in einem guten Raum.

    Mit ARC2 (mittlerweile gibt es auch schon ARC3) habe ich die Frequenzen im Raum einigermaßen korrigiert, denke ich.


    [...]


    Ich hatte auch schon Sonarworks Reference 4 mit meinem DT770 Pro am Start


    Weder noch. ;)


    Die Frequenzgänge von Monitoren und Kopfhörern im Nachhinein zurecht zu biegen halte ich für Blödsinn. Es geht auch noch um weit mehr als die Frequenzgänge. Die Impulstreue, der Nachhall (besonders extrem bei Raummoden) usw.
    Auch die besten und teuersten Boxen sind nicht linear.


    Auch bei den Kopfhörern: Ein geeignetes Paar für die Nachbearbeitung besorgen und kennen lernen. Kein Kopfhörer klingt linear. Man muss seine Werkzeuge immer gut kennen.


    Eins der Hauptprobleme bei den ausgeglichenen Frequenzgängen sind die EQs selbst. Egal ob minimal- oder linear-phase -> EQs färben immer den Sound.


    Daheim mische ich seit einigen Jahren schon mit einem AKG K-712. Der ist offen. Mit dem höre ich viel mehr Details raus als mit meinen aktiven JBL Abhören im Proberaum (und der Raum ist mit Bassabsorbern usw. akustisch bearbeitet). Wichtig ist eben einfach, den Kopfhörer gut zu kennen. Also z.B. zu wissen, wie er verschiedenstes Referenzmaterial klingen lässt.
    Offene KHs klingen natürlicher und sind besser für analytisches Hören geeignet als geschlossene (und m.E. auch viel angenehmer -> keine hermetische Abriegelung der Ohren). Letztere eignen sich dafür halt besonders für Monitoring Zwecke oder überall, wo man eine gute Außengeräuschdämpfung braucht.
    Der DT770 ist auch 'ne totale Badewanne ... ich halte nicht viel von dem. Kein Wunder, dass du den linearer machen willst. :D

    Die Fellfrage ähnlich der Beckenfrage eine nie endende Story.


    Jepp, weil das einfach Geschmackssache ist. Allerdings gibts neben geschmacklichen Aspekten auch einfach faktische Zusammenhänge. Und unabhängig von meiner negativen Konnotation gibts diese Fakten halt.


    Zitat von Lexikon75

    Auf der Snare [...] Da auch immer ein Augenmerk auf das Reso werfen. Anknallen bis der Tunebot Error anzeigt :rolleyes:


    Das Snare Reso anzuknallen bis der Arzt kommt als eine "No Brainer" Lösung hinzustellen ist so eine Sache. Das macht ja u.a. auch Udo Masshoff. Ich halte davon gar nichts und stimme übrigens ohne Tunebot. Erst kürzlich hatte ich wieder mal den Fall, dass ich im Rahmen meiner aktuellen Aufnahmen mit einer ungedämpften Snare unzufrieden mit dem kürzlich durch obligatorisches Nachstimmen erzeugten Snaresound war. Auch um den für diese Aufnahme tieferen Grundcharakter mit Grundton unter 200Hz zu stützen, stimmte ich das Resonanzfell runter. Natürlich sollte auch hier das Fell immer in Stimmung mit sich selbst sein, sonst wird man das Snarebed nicht richtig "nutzen". Jedenfalls kam ich so wieder zu meinem gewünschten Snare Sound - und das Schlagfell war, anders als das Reso (welches fast neu ist), bereits fast 2 Monate drauf. Relativ lang für meine Verhältnisse bei Snare Schlagfellen.


    Hier ein ganz nettes Video zum Thema Snare Reso (blind) "Anknallen" ...

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    Ich bin übrigens bei komplett gleicher Befellung, grundlegender Stimmung (Resos etwas höher, tiefer Grundcharakter), Dämpfung ja / nein und auch Mikrofonierung von Toms. Zumindest von 10 bis 16" funktioniert das nach meiner Erfahrung sehr gut.

    Zweilagig mit Dämpfring (EC-2) ist schon stark gedämpft. Hydraulic hingegen ist eigentlich nur noch "tot". Dass Evans als einziger Drumhead Hersteller Öl-gefüllte Felle anbietet, sagt m.E. auch was über die Verbreitung bzw. Nischenrolle dieser Felle aus.


    Der hauptsächliche Nachteil Öl-gefüllter Felle ist aber m.E., dass man mit denen nicht Stimmen lernen kann. Weil sie im Prinzip auch fast nicht gestimmt werden müssen. Und genau das macht es sie auch so beliebt bei Drummern, die nicht stimmen können. Sorry, dass ich das so sage, aber so sehe ich das.


    Das Resonanzfell spielt übrigens auch eine sehr große Rolle und man kann vor allem das Sustain über die Fellwahl und Stimmung des Resos stark beeinflussen. Ich bin auf den Toms kürzlich von Ambassador clear zu Diplomat clear als Resos gewechselt und nehme da einen riesigen Unterschied wahr. Obwohl die Diplomats dünner sind, ist das Sustain kürzer und der allgemeine "Mumpf", den Toms gerne durch Mitschwingen bei Bassdrum Anschlägen erzeugen, ist auch deutlich geringer ausgeprägt. Also noch mal: Die Resos spielen auch eine sehr große Rolle. ;)


    Ich würde keine der im Titel angesprochenen Felle nehmen, sondern zweilagig ohne Dämpfring. Und wenn es dann doch etwas "toter" sein soll, kann man zusätzliche Dämpfung drauf packen. Dafür gibts z.B. auch Gel Pads: https://www.thomann.de/de/skygel_gel_damper_pads_clear.htm
    Die nutze ich z.Z., wenn überhaupt, nur auf der Snare und dann auch nur ein halbes (!). Momentan aber überhaupt keine Dämpfung - bis auf ein kleines Kissen in der BD komplett ungedämpft. Funktioniert auch mikrofoniert prima.


    Die Stimmung machts ;)

    Schön blöd von ihm, es sich so mit dir zu verscherzen.


    Er hat es sich nicht total mit mir verscherzt. Meine letzte PM an ihn beinhaltete:

    Zitat von m_tree

    Viel Erfolg :thumbup:


    Noch ein gut gemeinter Rat: Ich würde mir Musiker vor Ort suchen, dann ordentlich Proben und dann ordentlich Aufnehmen. Ohne Flickenteppich im Nachhinein. Und dann ist die Wahrscheinlichkeit auch höher, dass alle das Projekt mit Herzblut tragen, ohne bezahlt werden zu wollen.


    Ich bin da nicht nachtragend. Aber ich würde das nur noch mitmachen, wenn er sich ein gutes Stück ändern würde und das ist bekanntlich sehr unwahrscheinlich ... Menschen ändern sich nicht einfach so, und wenn überhaupt nur, wenn sie wirklich aus eigener Überzeugung wollen.


    Zitat

    Ich hatte ihm ja gleich geschrieben, dass du sicher die beste Option für ihn wärst, und ich glaube ich habe nicht falsch gelegen wenn ich lese, was du in der kurzen Zeit schon alles in dem Song analysiert hast. Aber irgendwie wundert es mich auch nicht, ich hatte gleich einen zwiespältigen Eindruck. Profitum verlangen, aber bitte für lau. Mir hat er ja durch die Blume zu verstehen gegeben, dass ich lieber weiter an meinen holprigen Fills üben soll. Da wusste ich schon ein wenig wie der Hase laufen wird.


    Ja, da lässt sich ein Muster erkennen. Surfkoala war auch nicht so begeistert von seiner Art, gelinde gesagt.

    Ja, leider kommen Drums heute sehr oft komplett aus der Konserve. Manche Künstler treten dann aber immerhin mit einer richtigen Band auf.


    Gerade deswegen find ich's ja eigentlich löblich, dass hier noch Handarbeit gewünscht wird. Angesichts dessen aber wiederrum schade, dass man es halt nicht richtig angeht.


    In Songs bzw. Parts, in denen Drums enthalten sind, sind die Drums das Fundament. Und ein guter Drummer ist auch in der Lage dazu, dieses Fundament zu legen und die Band zusammenzuhalten.


    Man kann die Rhythmusgruppe im Studio natürlich auch "live" einspielen. Allerdings erhöht das den Schwierigkeitsgrad und den Anspruch, weil alle gemeinsam "den" Take abliefern müssen. Wirklich sinnvoll ist das also nur, wenn's lebendig und groovig sein soll und die Musiker das auch in einer Liveperformance rüberbringen können. Und sowieso nur machbar, wenn die Band vorher ordentlich geprobt hat.
    Und man kann auch ohne Klick einspielen. Das erhöht allerdings auch den Schwierigkeitsgrad, weil alle ein sehr gutes Gefühl für das Songtempo und auch Schwankungen haben müssen, damit es am Ende halt passt.


    Diese Nummer hier braucht weder eine Liveperformance noch "keinen" Klick. Will heißen, die könnte wunderbar mit Klick, Pilotspuren und Overdubbing produziert werden. Dafür werden vor der eigentlichen Aufnahme Pilotspuren oder auch Guidetracks erstellt. Ich habe das mit diversen Bands meistens so gemacht, dass ich schon den Klick vom Songprojekt in der DAW hatte und dabei Bass, Gitarren usw. aufgenommen wurden. Eine Gesangs Pilotspur kann auch noch drauf gesungen werden. Und dann läuft das der Reihe nach, einzeln im Overdub Verfahren, ab: Drums -> Bass -> weitere Rhythmus gebende Instrumente (Gitarren, Keyboards) -> Lead Instrumente -> Gesang (Lead, Backings ...)
    Joa. Zum Schluss sollte man mit dem Aufnahme- und ggf. auch Korrekturprozess komplett fertig sein. Erst dann gehts zum Mixdown, für den nur finale Rohspuren verwendet werden (es sei denn es wurde schon mit Effekten aufgenommen). In der Praxis hatte ich schon öfter auch Abweichungen von diesen Idealen erlebt, aber in Zukunft passiert mir das sicher nicht mehr so häufig.

    Dann hab ich die BD Spur gedoppelt und Bass und Attack separat bearbeitet. Dabei wohl etwas übertrieben bzw. zuviel Attack hinzugemischt.


    Spuren zu kopieren (Doppeln ist was anderes) und jeweils anders zu bearbeiten ist mit Vorsicht zu genießen. Das sollte man wirklich nur machen, wenn nötig. Um in die Frequenzverhältnisse einer Spur einzugreifen sollte das nicht nötig sein. Wenn man da mit normalem EQing an Grenzen stößt, taugen die Aufnahmen nix. Bearbeitet man kopierte Spuren stark mit dem EQ und nicht nur im Höhenbereich, sollte man sowieso linear-phasige EQs benutzen.


    Zitat

    Und man glaubt ja gar nicht wie schwierig es werden kann, die Lautstärkeverhältnisse richtig zu setzen.


    Jepp. Das unterschätzen viele. ;)