Beiträge von m_tree

    Nur zur Info:


    Ich bin auch raus. Mein oben verlinkter Take ist ja nur ein Entwurf und ich hatte angeboten, einen finalen Take auf von mir Timing-korrigierte Bass- und Gitarrenspuren einzuspielen. Allerdings nicht für lau. Daraufhin wollte er meinen 2. Entwurf (s.o.) haben -> Zitat: "würde ich diesen verwenden für weitere Bearbeitungen und besonders um weitere Instrumente hinzuzufügen."
    Aber dieser Entwurf ist meinerseits halt nicht final, außerdem gebe ich wenn überhaupt nur Rohspuren raus (ein vernünftiger Mixdown muss immer aus Rohspuren gemacht werden, die Einzelspuren müssen immer individuell aufeinander abgestimmt werden).


    Nun bin ich auch ein bisschen sauer (da bin ich nicht der einzige) ... daher poste ich noch ein paar Auszüge:


    Zitat von DjFeedback

    Daher denke ich ein guter Drummer wird das auch ohne Cuts schaffen und als Referenz für weitere Arbeiten leisten können.


    Zitat von m_tree

    Wenn ich den Song auf Klick einspielen könnte, dann geht das. Ich habe schon so einige Songs auf Klick mit sehr wackeligen Pilotspuren eingespielt. Das ist kein Problem für mich. Allerdings kann ich keinen Klick wegen den undefinierbaren Temposchwankungen nutzen. Das Thema hatten wir doch schon ;)


    Ich habe in meinem 2. Take schon die meisten Wackler von Bass und Gitarren in meinem Spiel ausgeglichen. Aber das kann man drehen und wenden wie man will: Ein Profi wird solche Wackler nicht auch noch in seine eigene Performance übernehmen, also muss so oder so geschnitten werden.


    ...

    Zitat von DjFeedback

    Interessant ist hier doch, dass du es einfach nicht hingekriegt hast einen Take abzuliefern der keine Fragen mehr offen lässt. Und nun ist die Grundlage schuld, [...]


    -> Wohlgemerkt wollte er meinen Entwurf verwenden.

    Zitat von m_tree

    Die Voraussetzungen spielen da schon eine tragende Rolle.
    [...]
    Du gehst falsch an die Sache heran, das hatten dir hier nun schon einige Leute gesagt. Dass der ursprüngliche Drummer ohne Klick keine vernünftige Performance abgeliefert hat, dann aber trotzdem darauf aufbauend fleißig Bass und Gitarren aufgenommen wurden und du jetzt keinen Drummer findest, der das ausbügeln will ... das verleitet DICH dazu, den Drummern die Schuld zu geben, die das nicht ausbügeln wollen.


    EDIT
    Bevor ich meinte, ich will bezahlt werden (und ich wollte wirklich nicht viel), hatte er noch gemeint:


    Zitat von DjFeedback

    Was immer du am Song noch schneiden, bearbeiten willst, es steht dir frei. Das hat ja nichts mit dem Song, dem Ablauf selbst zutun und geht zudem auch über das hinaus, was ich beitragen kann.


    Mit anderen Worten will er Profi-Arbeit, die er aber nicht bezahlen will. Und hier liegt der springende Punkt: Wenn ich keine halb verpfuschte Aufnahme retten müsste, würde mir das auch mehr Spaß machen und ich wäre eher dazu geneigt, einfach zu schenken. So machts mir aber weniger Spaß und es ist halt vor allem Arbeit.
    Ich hätte auch einen finalen Take auf die ungeschnittenen Spuren eingespielt, wenn er mir entgegen gekommen wäre (halber Preis z.B.). Aber es kam nix.


    Eine Zusammenarbeit muss immer auf einem Geben und Nehmen beruhen, sodass jeder in seinem eigenen Interesse was davon hat. Das kann durchaus auch gänzlich ohne finanzielle Interessen sein - sowas kann man aber nicht erzwingen.

    Alles richtig gemacht und gut gespielt :thumbup:


    Den Sound finde ich auch gut und die Drums sind m.E. auch nicht zu vordergründig. Es ist ja ein Drum Cover und da sollten die Drums sogar vordergründiger als in einem normalen Bandmix sein.


    Das einzige, was mich stört, ist die Unausgewogenheit der Bassdrum zum restlichen Set. Genauer gesagt, dass die Bassdrum sehr viel Präsenz bzw. Kick im Vergleich zum restlichen Set hat. Ich nehme an, dass du auf dem D112 obere Mitten oder Höhen geboostet hast. Da würde ich etwas zurückschrauben, ggf. auch in einem etwas höheren Frequenzbereich und breiter anheben. Und dafür auf der Snare noch etwas mehr Höhen reinschrauben. Die Lautstärkeverhältnisse dann ggf. noch angleichen. Aber da gehts wirklich nur um Nuancen ;)

    Ich finde das gerade sehr interessant. Nachdem ich vorletzte Woche ja nichts machen konnte, hat er mich letzte Woche per PM um eine Version von mir gebeten. Zunächst bekam ich dann auch eine Absage, weil Surfkoala gut vorgelegt hatte (ich wusste zu dem Zeitpunkt nicht, wessen Performance er da vorzieht). Dann war ich selbst etwas angenervt, weil ich ganz übersehen hatte, dass schon Einzelspuren mit Gesang (auf mein Anraten) hochgeladen wurden, aber nicht mehr verfügbar waren. Also bat ich darum, diese mir noch mal zukommen zu lassen. So konnte ich erst ein richtiges Gefühl für den Song entwickeln und mir mein Monitoring so einstellen, wie ich es brauche, ohne das Playback mit EQ Orgien umzukrempeln.


    Und so wie es nun aussieht, will er das von mir einspielen lassen. Ganz für lau wollte ich es eigentlich nicht machen, aber aus verschiedenen Gründen mach ich das jetzt trotzdem ...


    Ich persönlich bin sowohl Drums- als auch Produktionsmäßig vertraut mit solchen "Basteleien", die irgendwie zu Ende produziert werden, auch wenn es wehtut. Die Temposchwankungen finde ich hier gar nicht mal so schlimm bzw. passen m.E. sogar irgendwie zum Song. Das Zusammenspiel werde ich aber hier und da evtl. etwas korrigieren (im Vor- und im Nachhinein). Der ursprüngliche Einzähler vom Basistrack ist übrigens auch in einem ganz anderen Tempo als der Anfang des Songs und mir sowieso zu kurz. Dafür hatte ich mir schon von Anfang an einen eigenen Einzähler gemacht.


    Hier meine 2. Version - einmal mit Behelfs Gesangsspur (seiner eigenen Aussage nach mit schlechtem Timing) und einmal als Instrumental Mix. Auf Basis der Stems.


    m_tree Drums 2 - mit Behelfs Gesangsspur


    m_tree Drums 2 - Instrumental Mix


    Das ist natürlich auch nur ein Entwurf bzw. meine 2. "Bewerbung". Ich bin aber überzeugt davon, dass der Song mit den vorhandenen Spuren noch zu retten ist. Mit ein bisschen Fleißarbeit und geschickt gesetzten Schnitten (was kein Quantisieren ist).

    Bist du denn selbst an dem Projekt beteiligt?


    Ich bin auch kein Fan von Quantisieren und ein guter Musiker wird auch nicht auf die Idee kommen, seine eigene (gut ausgefeilte und geübte) Performance zu zerstören. Allerdings wird das von Seiten der Produktion eben immer häufiger gemacht, auch wenn die Performance 1a ist.
    Ich hatte das eigentlich nur eingeworfen, um herauszufinden, wie das letztendlich gehandhabt wird. Meine Motivation verschwindet nämlich weitgehend, wenn ich weiß, dass meine Performance nachher sowieso tot quantisiert wird.


    Das was heute mit Samples möglich ist, lässt den Unterschied gering ausfallen, solange der Drummer selbst eine musikalisch gute Arbeit liefert.


    Dass der Drummer selbst eine gute Arbeit liefert hat mit dem Drums Sound, den man am Ende zurecht mixt, nur bedingt etwas zu tun. Bzw. ist auch einfach Grundvoraussetzung.
    Der Unterschied fällt gering aus, wenn man akustische Drums wiederrum mit Samples "tötet". Ansonsten ist da schon durchaus noch ein Unterschied vorhanden. Ich benutz auch Samples, allerdings eigene "echte" Samples von meinem Set. Und auch nur hier und da unterstützend.


    Zitat

    Es soll einfach dem Song entsprechen und später ein professionell klingender Song daraus werden. Gerne in einem fetten Poprocksound, der sich durchsetzt.


    Ganz so einfach ist es eben nicht. Professionell klingend beginnt gleich am Anfang, und der fette Poprocksound auch. Und eigentlich sollten die Drums eben auch die Basis (und ggf. sogar Klick-Ersatz) für die finale Performance der restlichen Elemente sein, nicht anders rum.

    Ich meinte auch gar nicht, dass man die Drums selber quantisiert. ;)
    Mache ich auch nicht (lieber üb ich das Ding einmal mehr, bevor ich einspiele). Auch bei Fremdmaterial zum Mischen vermeide ich das weitgehend. M.E. zerstört der Perfektionswahnsinn, den die technischen Möglichkeiten mitbringen, heutzutage des öfteren das letzte bisschen Natürlich- und Menschlichkeit.


    Aber natürlich wird die ganze Sache auch umständlicher, wenn man nicht quantisiert. Klar kann man die Drums im Nachhinein drauf spielen und auf die (bereits quantisierten?) Gitarren quantisieren. Ursprünglich bilden nicht quantisierte, tight eingespielte Drums allerdings das Grundgerüst für alles weitere. Ggf. auch gemeinsam mit dem Bass und Rhythmusgitarre o.ä. eingespielt.


    Na ja egal ... evtl. setz ich mich übermächste Woche auch mal dran. Frohes Schaffen wünsch ich. :)

    Ich finde den Song ganz nett. Übernächste Woche könnte ich mal drüber spielen. Mit echten Drums, die ich gerade komplett (!) frisch befelle und "amtlich" aufnehme. Bei Bedarf könnte ich auch den ganzen Song abmischen oder einen Vergleichsmix einreichen.


    Dabei stellt sich m.E. noch die Grundsatzfrage, ob echte Drums oder E-Drums. Bei echten Drums ist es schwieriger, einen "Konkurrenzfähigen" Sound zu produzieren. Ich bin jedoch der Meinung, dass man, wenn man E-Drums einspielt und diese dann noch quantisiert (geh ich mal von aus ...), auch einfach gleich Drums programmieren kann. :rolleyes:


    Mir fällt auf, dass der Basistrack nicht mehr viel mit dem Track auf Youtube gemeinsam hat. Auch ansonsten inspiriert mich der Basistrack nicht besonders. Hilfreich sind hier Stems - kein kompletter Mix - um sich den Monitormix nach Gusto erstellen zu können (der Bass ist mir bspw. zum Einspielen zu leise und das Solo zu laut) und auch ein paar (provisorische) Vocals. Insbesondere, weil der Song nicht gemeinsam geprobt werden kann, ist genug Input durch die Guide Tracks wichtig. Denn es ist was anderes, ob man mehr oder weniger nur auf Klick einspielt, wenn man vorher schon das passende Feeling und einen Plan für den Song drauf hat oder sich halt durch die Spuren inspirieren lassen muss.

    Seit Youtube bzw. Google sich mit der GEMA geeinigt hat, ist das Hochladen von urheberrechtlich geschützter Musik auf Youtube kein Problem mehr. Und als es noch ein Problem war, wurden die Videos dann auch nur gesperrt. Abmahnanwälte hatten sich schon immer andere Kandidaten vorgeknüpft.


    Vorausgesetzt natürlich, dass man die Videos nicht monetarisiert, d.h. kein Geld damit verdient.
    Es gibt Millionen von Videos auf YT, die das beweisen. Teilweise haben die auch Millionen von Klicks.


    Und die Drums Spur aus einem fertigen Mix heraus zu "schneiden" geht nach wie vor nicht. Auch ganz unabhängig vom Dateiformat. Es gibt natürlich ein paar verschiedene Lösungsansätze, die sind allerdings alle Kompromissbehaftet und lassen die Drums zum einen nicht komplett verschwinden, zum anderen hinterlassen sie aber auch ziemlich kaputte Mischungen.


    Eine Jazz-Nummer möchte man doch sicher nicht 1:1 nachspielen sondern lieber dazu spielen, eventuell ein paar Takte solieren, etc.
    Da würde mich die vorhandene Schlagzeugspur schon sehr stören.


    Man kann das vorhandene Schlagzeug mit EQ und evtl. Limiting etwas zähmen. Kommt natürlich drauf an wie der Track gemischt wurde. Ganz weg kriegt man es aber nicht.


    Es gibt von ein paar bekannteren Songs Playalongs. Die haben dann aber nichts mehr mit der originalen Aufnahme zu tun.


    Wenn die eigene Performance sich nicht total von der Originalen unterscheidet, sehe ich da kein Problem. Die meisten Covers, die man im Netz so findet, beinhalten den originalen Track. Meine eigenen auch und ich mach das auch weiterhin so.

    Fuck! :S


    Rush war meine erste Lieblingsband schon als Kind und "Tom Sawyer" hatte ich vor ein paar Jahren mal gecovert (Video ist noch online).


    Peart war nicht nur ein großer Drummer, sondern auch ein großer Texter. Er hat so ziemlich alle Rush Texte geschrieben.


    Mit 67 ist doch viel zu früh ...


    RIP

    Ja ich meinte nicht direkt nach Gefühl spielen sondern eher das spielen was man denkt was da passen könnte auch wenn es nicht dem originalen anspricht.


    So sollte es aber nicht sein. Der Optimalfall ist, dass man nicht nur weiß, was im Original gespielt wird, sondern das auch selbst so spielen kann und dann evtl. bewusst etwas ändert. Das zeichnet übrigens auch die Qualität einer Coverband aus.


    Daher solltest du schon wissen, was gespielt wird. Einfach spielen was man denkt kann man am besten, wenn man eigene Musik macht. ^^


    Zitat

    Aktuell versuche ich "Volbeat-For Evigt" zu analysieren. Ich habe mir auch schon einige Drum Cover Videos angesehen. Würde gerne sehr lernen/ trainieren Lieder zu erkennen was wo gespielt wird und das dann nach spielen.


    Der Song ist Drums-mäßig nicht besonders schwierig und für den Anfang ganz gut geeignet. Hauptsächlich ist das ein Standard 4/4 mit der Bassdrum auf der 1, der Snare auf der 3 und durchgespielten 4teln auf Hi-Hat oder Ride. In jedem 2. Takt kommt ein zusätzlicher Bassdrum Schlag auf die 4.

    Viele Tipps wurden schon gegeben. Ich kann nur noch mal unterstreichen, dass das vielleicht der richtige Aufhänger für dich ist, kreativ zu werden und deine eigene Note ins Spiel zu bringen. ;)


    Am interessantesten fand ich das immer bei Open Jam Sessions. Besonders, wenn man über längere Zeit am Set sitzt und mehrere spontane Kombos bedient.

    Wie sieht es eigentlich generell aus? Spielt ihr nach Noten oder meist nach Gefühl?


    Gefühl. Das sollte auch vorhanden sein, wenn man vom Blatt spielt. Letzteres verlangen die meisten modernen und populären Musikstile aber nicht.


    Ich bin sogar der Meinung, dass es besser ist, das Raushören zu trainieren statt sich Noten zu besorgen. Denn man sollte auch beim Spielen sich selbst "zuhören" können, bzw. ist das m.E. sogar zwingend notwendig.


    Um welche Songs gehts denn konkret? Manchmal findet man "Drums only" Tracks im Internet, wo die originalen Schlagzeugspuren vom Rest isoliert sind. Das hat mir jetzt schon bei 2 Drum Covers geholfen, Details rauszuhören (namentlich "Rush - Tom Sawyer" und "Toto - Rosanna").


    Trust your ears ;)

    Für diese Mikrofonierung in dem kleinen Raum finde ich das völlig in Ordnung. Hab mal einen kleinen Mix aus den 3 Rohspuren erstellt:


    https://www.dropbox.com/s/zsf6…an%20Boomy%20Mix.mp3?dl=0


    Keine Low-Cuts, keine Gates, kein zusätzlicher Hall, keine Spezialsachen (Transienten Tools, Dynamische EQs, Multiband Kompression ...). Nur korrigierte Phasenlage, etwas EQing, Kompression und Sättigung. Kann sich meiner Meinung nach hören lassen und klingt auch nach dem leicht schön färbenden Mix noch ausgewogen. Daumen hoch :thumbup:
    Die Overheads klingen jetzt auch weniger "boomy" als davor, das lag wohl wirklich an der Bassdrum Stimmung, die eine Raummode "getriggert" hat.


    Kommt natürlich drauf an was du damit vor hast. Mit den Mikrofon Positionen zu experimentieren ist noch ne Idee, dazu hatte ich oben ein paar Anregungen geschrieben. Und ansonsten kann ich dir gerne noch sagen, was ich im Mix gemacht hab.

    Eine Anmerkung zur Messung mit REW:


    Diese sollte man mit einem Messmikro machen, außerdem ist ein externes SPL Meter hilfreich. Allerdings kann ich aus Erfahrung sagen, dass sich das mit gebräuchlichen Abhörboxen nur bedingt dazu eignet, einen Raum auszumessen. Denn man misst damit vor allem eben die Boxen bzw. die gesamte Abhörumgebung aus. Insbesondere Bassreflex Boxen haben selbst einen (zu) langen Nachhall mit eigenen "Moden" im Bassbereich, was eine Wand-nahe Aufstellung noch verstärkt. Ich war selbst enttäuscht, weil ich den für mich beim Schlagzeugspielen deutlich spürbaren Effekt meiner Bassabsorber (vergleichende Raumaufnahmen hatte ich nicht gemacht) mal ausmessen wollte. Aber meine Bassreflex Monitore hatten mir da einen Strich durch die Rechnung gemacht. Evtl. mach ich aber noch einen 2. Anlauf mit anderer Herangehensweise (nur Schlagzeug Raumaufnahmen, Abhörbox in der Mitte vom Raum u.ä.).


    Was die Stimmung betrifft, kommt ein "Boomy" Sound eigentlich nur dann zu Stande, wenn man nicht dämpft (und nicht vorgedämpfte Felle nutzt) und die beiden Felle gleich stimmt, was ein langes Sustain zur Folge hat. Wenn ein höher gestimmtes Reso und Dämpfung in der BD da keine Abhilfe schafft, hat man kaum mehr Möglichkeiten. Den Bassdrum Sound selbst kann man übrigens besser über das Bassdrum Mikro als über die Overheads beurteilen ;)

    Also ich habe in zwei Ecken bereits Bassabsorber. Die beiden anderen Ecken habe ich verkleidet mit Steinwolle dahinter, da hier die KG-Rohre runterkommen.


    Wie Beeble schon sagte, kommt es da sehr auf die Dicke des Materials an. Eine 10cm dicke Steinwolle Platte absorbiert z.B. erst ab ca. 350Hz aufwärts.


    Zitat

    Blöderweise habe ich auch noch die Decke abgehängt, da ich damals dachte, das wäre toll für die Becken ;( Würde ich jetzt auch anders machen.


    So blöd ist das gar nicht, denn die Decke ist eigentlich ein gut geeigneter Ort für Breitbandabsorber, gerade in Aufnahmeräumen (Wände dann eher für Diffusoren). Und auch hier kommt es natürlich auf die Dicke an. Echte Breitbandabsorber sollten schon 15cm dick sein. Bei 3-4cm beginnt eine wirksame Absorption z.B. erst in den oberen Mitten, deckt dadurch nur den Höhenbereich ab und macht den Raum dumpf. Ein weiterer Vorteil von Absorbern an der Decke ist übrigens gerade bei Drums, dass die Overheads Off-Axis weniger Reflexionen von der Decke abbekommen. ;)


    Zitat

    Für die Recorderman Methode verwende ich die t.bone SC450.
    In den aufgenommenen Spuren habe ich lediglich 60 % Panning und auf den Master einen Limiter gesetzt. Sonst nix.


    Ich kann nur noch mal sagen, dass das dafür eigentlich ganz gut klingt. Wenn du magst, kann ich mir mal die Rohspuren (inkl. Bassdrum) anschauen, ein bisschen nachbearbeiten und dir sagen, was ich gemacht habe.


    Den Raum würde ich so lassen. Entsprechend wirksame Bassabsorber nehmen eben auch Platz weg und wie schon gesagt ist Nachhall nicht per se schlecht. Gerade in Aufnahmeräumen ist das unproblematisch, wenn es nicht um die Gesangsaufnahmen geht, und gerade bei Drums z.B. erwünscht. Große Räume klingen auch nur durch den Nachhall so groß und lassen damit auch das Drumset groß klingen. In der Regie ist das was anderes, hier kann man sich aber auch noch mit guten Kopfhörern behelfen.


    Allerdings würde ich vor allem mal mit den Mikrofonpositionen experimentieren. Sowohl bei OHs als auch Bassdrum. Ich würde bei den OHs mal eine A/B ähnliche Aufstellung der beiden Mikros ausprobieren:


    • 50cm Basis ansetzen, diese ggf. etwas vergrößern
    • parallel zueinander
    • senkrecht nach unten zeigend
    • möglichst gleicher oder sogar größerer Abstand zu den Becken als zu den Trommeln -> Aufstellung eher über dir selbst als über den Becken
    • ist die Snare zu weit außen, das der Snare nähere Mikro einfach ein Stück höher hängen und das entferntere tiefer


    Nur als Anregung. Das sind Nierenmikrofone, die nach meiner derzeitigen Überlegung weniger Bass aufnehmen, wenn sie auf den Boden statt z.B. auf Raumecken zeigen. Oder eben wie im Falle von Recorderman relativ tief hängend in Richtung Bassdrum zeigen.
    Die Bassdrum lässt sich natürlich am besten mit einem Loch im Reso mikrofonieren. Ich würde das Mikro nicht näher am Schlag- als am Resofell positionieren. Je weiter man es Richtung Resoloch bewegt, desto Tiefbass-lastiger wirds. Direkt auf Höhe des Resolochs kann's aber auch schnell zu stark wummern.