Beiträge von m_tree

    Also, es ist am Ende das Acer Aspire 5 mit der AMD Ryzen 5 3500U und Radeon 8 Grafik geworden (die aber glaube ich im Ryzen eingebaut ist, also keine dedizierte externe Grafikkarte).


    M.E. hast du dich richtig entschieden :thumbup:


    2 der 3 anderen Intel Varianten sind sowieso langsamer als der AMD, zumindest von der CPU Leistung her. Und wie viel CPU Leistung wirklich nötig ist wird häufig überschätzt. Reine Multitrack Aufnahmen kommen z.B. mit sehr wenig Rechenleistung aus - wichtig ist hier einfach, dass alles kompabitel und stabil läuft. Meiner Erfahrung nach macht sich die geballte Rechenpower von vielen hoch getakteten Rechenkernen vor allem beim Rendering, und hier auch nur beim "Fullspeed Offline Rendering", wirklich bemerkbar. Die Renderzeit von meinen Mischungen ist bei mir durch den Umstieg auf den Octa Core z.B. deutlich gesunken. Um ca. ein 4-faches gegenüber dem Intel Quad Core von 2008 - und das ist weniger dem geringfügig höheren (Turbo)-Takt geschuldet, sondern mehr einer besseren CPU Architektur. Auch bei CAD und Compiling macht sich das hauptsächlich beim finalen Rendering bemerkbar, so wie ich das bisher mitgekriegt habe. Wo es bei der Echtzeit Berechnung aber wirklich knapp werden kann, ist Videobearbeitung im größeren Stil. DAS braucht richtig CPU Power.


    Insofern bin ich da voll auf deiner Seite und mir sicher, dass das Notebook für dich ausreichend ist. Notebooks sind bei der Rechenleistung sowieso stark eingeschränkt, weil sie einfach wesentlich stromsparender und leichter zu kühlen sein müssen. Desktop CPUs sind i.d.R. viel leistungsfähiger. Also wenn es wirklich um viel Rechenleistung geht, sind Notebooks m.E. sowieso die falsche Wahl. Das ist eben der Preis für die Mobilität.


    Den einzigen Kritikpunkt an dem Notebook sehe ich beim RAM:


    Zitat

    Das Ding hat eine 1000 GB SSD (M.2 über PCIe) und 8 GB RAM, von denen sich die interne Grafik aber glaube ich 2 GB klaut.


    Ich habe mal nachgeschaut und da ist nur ein 8GB Riegel verbaut. Das hat zunächst mal den Nachteil, dass dadurch kein Dual Channel genutzt werden kann. Dual Channel ist wie ein Raid0 von zwei RAM Riegeln und bringt auch in der Praxis nahezu die doppelten Datenraten (das hat wiederrum nichts mit Double Data Rate, kurz DDR RAM, zu tun). Es müsste sehr sicher auch noch ein 2. und leicht zugänglicher RAM Steckplatz vorhanden sein.
    Der weitere Nachteil ist auch einfach, weil 8GB - die ja schon eigentlich nur noch 6 GB wegen der Grafik sind - mittlerweile wirklich wenig sind. Auch, wenn man die nicht so schnell ausreizt. Denn Windows 10 nutzt den RAM mit dem Cache intelligent und effektiv. Es kommt bei mir ab und zu vor, dass z.B. die restlichen freien 10 von meinen 16GB mit dem Cache gefüllt sind, wenn der Rechner schon länger läuft.


    Wichtig ist dabei natürlich, den exakt gleichen Speicherriegel zu verbauen. Nicht nur wegen Dual Channel & Co., sondern auch wegen der QVL. Es gibt immer eine Liste bestimmter Speicherriegel, die laut Motherboard Hersteller einwandfrei mit dem Board funktionieren.


    Also das würde ich noch machen ;)

    Noch ein Nachtrag:


    Ich habe mich mal genauer zu den beiden CPUs und Grafikkarten informiert. Zunächst mal hat die AMD CPU nichts mit der aktuellen Desktop Generation zu tun - das geht schon bei der Fertigung mit 12nm statt wie bei Matisse 7nm los. In direkten Vergleichen schneidet der Intel auch durchweg etwas besser ab.
    Dazu kommt, dass Acer beim AMD auf die integrierte CPU Grafik setzt, beim Intel jedoch nicht. Die Intel-Grafik ist zwar schwächer, aber die zusätzliche NVidia Karte im Intel Notebook besser als die integrierte AMD Grafik.


    Unterm Strich ist das Intel NB hier also etwas leistungsfähiger. Ich beziehe mich dabei allerdings auf die Version mit dem Intel Core i5-10210U. Die anderen beiden Intel CPUs sind eher langsamer als der AMD.


    Letztendlich sind das aber alles Peanuts und das AMD Notebook scheint laut Akkulaufzeit auch einen etwas geringeren Stromverbrauch - und damit im Optimalfall auch leiseren Betrieb - zu haben. Das wäre mir übrigens sehr wichtig: die Geräuschkulisse der Kühlung. Und ich würde das Windows ggf. neu aufsetzen, um häufig vorinstallierten Ballast über Bord zu werfen.


    M.E. ist's eigentlich wurst welchen du nimmst, aber ich würde AMD wie gesagt 'ne Chance geben. ;)

    Ich bin komplett aus dem Thema AMD vs. Intel raus, erst recht bei Notebooks. Kann mir jemand etwas zu den genannten CPUs sagen? Ein Notebbok mit dem i5 ist ca. 100,- teurer bei sonst gleicher Ausstattung. Das Notebook ersetzt ein altes Teil mit Pentium Dual Core - selbst auf dem liefen die notwendigen Anwendungen (Reaper, Samplitude Pro X3) ohne Probleme. Ich gehe daher mal davon aus, dass das auf einem neuen Notebook mit dem Ryzen 5 auch so sein sollte. Gibt es etwas, was ich übersehe? Etwas, das die 100,- Aufpreis zum Intel rechtfertigt?


    Intel ist nach wie vor etwas teurer bei ansonsten gleicher Leistung. Letztere ist natürlich relativ stark von der Anwendung abhängig. AMD ist z.Z. bei Multicore-lastigen Sachen besser und obendrein viel effizienter - d.h. weniger Energieumsatz bzw. Stromverbrauch und Abwärme bei gleicher Rechenleistung. Insbesondere mit der aktuellen CPU Generation (Ryzen 3000 bzw. Matisse) hat AMD ordentlich aufgeholt und bietet in Multicore Anwendungen definitiv das bessere Gesamtpaket zum kleineren Preis als Intel. Intel hat vor allem bei Spielen immer noch die Nase vorn.


    Ich hatte mir kürzlich einen neuen Hauptrechner, vor allem für die Audio-Nachbearbeitung, zusammen gebaut. Ist ein Ryzen 7 3700X. Der kleinste Octa-Core (mit SMT, also 16 Threads) mit 65W TDP. Letztere wird zwar wie bei Intel in der Praxis überschritten (selbst mit 100% CPU Last "gemessen"), aber der ist immer noch effizienter und günstiger als direkte Intel Konkurrenten, vor allem eben bei Multicore Anwendungen.
    Im Desktop Bereich kommt zusätzlich das Argument des bei AMD nach wie vor mit dem CPU-Die verlöteten Heatspreaders hinzu, was für eine wesentlich bessere bzw. Wärme-leitfähigere Verbindung sorgt als die bei Intel seit einigen Generationen mit Wärmeleitpaste verbundenen Heatspreader. Mit einem fetten CPU-Kühler kann ich den 3700X so fast unhörbar kühlen.
    Das aber nur am Rande, denn im mobilen Sektor verzichtet Intel komplett auf Heatspreader und AMD tut dies meines Wissens auch.


    Viele Jahre hatte ich wieder komplett auf Intel gesetzt, aber AMD ist aktuell wirklich Konkurrenz-fähig und ich würde AMD daher einfach mal ne Chance geben.


    Ist letztendlich auch einfach Geschmackssache ;)


    PS:
    Ne SSD im Notebook ist natürlich heutzutage essentiell und du solltest drauf achten, dass es eine M.2 SSD ist, die über PCI-E 4x (nicht S-ATA3) angebunden ist. Diese SSDs können bei sequentiellem Schreiben/Lesen mehrere Gigabyte pro Sekunde durchsetzen.

    Also zunächst mal finde ich den OH Sound gar nicht so schlimm. Diese "Boomy" Frequenz, von der du sprichst, liegt ungefähr bei 60Hz und ist der Bassdrum Grundton. Diese ist auf den Overheads hier sehr ausgeprägt. Das ist aber nicht per se schlecht, denn für gewöhnlich ist die Bassdrum auf Overheads viel zu dünn. In deinem Fall könntest du sogar auf das D112 verzichten und hättest dennoch einen ausgewogenen Sound.


    Warum ist das hier so?
    Zum einen kommt die Bassdrum mit dem Recorderman Verfahren, das du benutzt, besser durch. Eine A/B-ähnliche Aufstellung, die die Becken nicht überbetont, könnte also m.E. auch schon Abhilfe schaffen. Zum anderen betonen deine Mikrofone den Bassbereich ganz gut bzw. flachen dort nicht so ab wie viele Kleinmembraner, denke ich. A propos: Welche Mikros benutzt du denn überhaupt?


    Und letztendlich ist das natürlich vor allem dem kleinen Raum geschuldet, klar. Die Bässe "sammeln" sich in den Raumecken. Bassabsorber sollten also in die Ecken. Nimmt man nun als tiefste zu absorbierende Frequenz 50Hz, sollten die Bassabsorber mindestens eine Dicke von ca. 70cm haben. Damit beziehe ich mich auf die Faustregel, dass poröse Absorber mindestens so dick wie 1/10 der Wellenlänge sein müssen, ab der sie absorbieren. Die Übergänge sind hier natürlich fließend und hängen auch vom Material ab. Ich hab das ganze mit dicken Packen Steinwolle in den Ecken gelöst, die aber nur ca. 60cm dick sind. Die nehmen natürlich auch ein bisschen Platz weg. Für eine effektive Absorbtion sollten schon mindestens 2, besser 3 Ecken Raum-hoch bestückt werden.


    Es kann auch sein, dass der Grundton deiner Bassdrum genau eine Raummode trifft. Ich kann mich aber an eine Aussage vom "Trommelstimmer" nils hier aus dem Forum erinnern: er stimmt Bassdrums gerne auf den Raum und macht sich genau diesen Effekt zu Nutze, damit die Bassdrum mächtiger klingt.


    Absorber sorgen auch nur für einen kürzeren Nachhall.


    Davon abgesehen bin ich mir relativ sicher, dass du die Overheads schon bearbeitet hast. Was hast du denn gemacht? Rohdateien wären besser für eine Einschätzung. Low-Cuts würde ich übrigens nicht benutzen, um das Problem zu bekämpfen. Wenn dann schon breit und sachte mit einem Low-Shelf ausdünnen oder die störende Frequenz ganz gezielt (Sweepen) mit einem auch nicht zu schmalen Bell-Cut dämpfen. Low-Cuts sind wirklich nur dafür da um Rumpel unterhalb des Nutzsignals zu entfernen. In deinem Fall hier würde ich komplett drauf verzichten.
    Hinzu kommt, dass EQing besonders im Bassbereich auffällig klingt, rumsaut und lange nachschwingt. Das gilt auch für linear-phase EQs.


    Aber wie gesagt finde ich den OH Sound gar nicht so schlecht und ich würde darum bitten, mal die Rohfiles zu zeigen. Bzgl. Nachbearbeitung kann ich dann auch noch weitere Tipps geben. Wie gesagt ist es auch ne Idee mal eine andere Aufstellung zu testen. Und mal mit Laufzeit-Kompensation des BD Mikros zu experimentieren und ähnliches.
    Auf Bassabsorber würde ich in dem kleinen Raum eher verzichten. Wie ich schon sagte klingen Overheads oft relativ dünn, besonders die Bassdrum, aber auch die restlichen Trommeln. Daher jammerst du hier m.E. eigentlich auf hohem Niveau, da du ja keine weiteren Stützmikros willst. ^^

    Danke für die Mühe! :)


    Ich hab nur mal kurz den ADA8000, das Clarett "neutral" (ohne Preamp und Air) und das X32 miteinander verglichen. Und auch nur "Becken laut" und "Groove". Später evtl. mehr, aber der unvoreingenommene Ersteindruck ist bei sowas sowieso besonders wichtig.


    Und mir gefällt in dem Kontext das X32 irgendwie am besten. Mit dem ADA8000 hatte ich selber gearbeitet. Da hört man den Preis schon irgendwie noch. Was mir beim Clarett auffällt ist, dass es eben clean und sehr transparent klingt. Was zwar prinzipiell gute Klangeigenschaften sind, muss nicht zwangsläufig besser gefallen, schon gar nicht im musikalischen Kontext. Das ist auch der Grund dafür, dass alten, "rotzigen" Preamps und noch "rotzigeren" Tonband Aufnahmen immer noch so viel Prestige anhaftet. Was ich weniger für Voodoo halte als z.B., dass man teure Geräte im Blindflug generell als besser klingend einordnet.


    Das X32 gefällt mir hier wohl genau aus diesem Grund am besten: Es verschluckt ein paar Details und klingt etwas kompakter und weniger scharf als das Clarett, ohne dabei so schwammig und anstrengend wie der ADA8000 zu klingen.


    Den Zoom habe ich nicht verglichen, weil ich den nur mit den eingebauten Mikros benutzen würde (vom Notfall abgesehen) und die beiden "gefärbten" Clarett Versionen, weil sie halt gefärbt sind. Man hört da halt den Preamp und die Airfunktion (letztere gefällt mir übrigens nicht so).


    Nachdem die Anzahl der Anfänger die ich in 30 Jahren unterrichtet habe im 3 stelligen Bereich liegt, fasse ich das mal als Joke auf.
    Das wichtigste bleibt aber dass das trommeln Spaß macht, und wie man das hinkriegt bleibt zum Glück jedem selbst überlassen. Insofern wünsche ich viel Spaß. :)


    Ein Scherz war es nicht direkt. Eher eine flapsige Gegenargumentation zur Panikmache bzgl. Erlernen falscher Techniken. Sie wird doch sowieso so viel Unterricht nehmen, wie sie möglich machen kann. Was hilft da letztendlich? Mut machen. Denn Spaß soll es machen, insbesondere wenn es ein Hobby ist.

    Also ich möchte dann auch nochmal kurz meinen Entschluss zusammen fassen (der so eigentlich vorher schon vorhanden war^^)


    Ich werde versuchen hin und wieder Schlagzeugunterricht zu nehmen wenn es finanziell geht.


    Dass der Entschluss so eigentlich schon vorhanden war leuchtet mir ein :D


    Find ich absolut richtig so :thumbup:


    Denn wie hier bereits dargelegt wurde, geht es auch ohne Unterricht. Besser ist aber natürlich vor allem am Anfang und wenn man sonst keine Kontakte in die "Szene" hat, das ganze mit Unterricht zu ergänzen und ich denke, du machst es genau richtig. Auch wenn regelmäßiger Unterricht möglich wäre, muss das nicht unbedingt besser sein. Motivation und Spielfreude muss sowieso immer von einem selbst kommen.


    Zitat

    Den Rest werde ich wohl autodidaktisch machen müssen, der Lehrer kann mir ja dann den Kopf waschen was für einen scheiß ich mir da beigebracht habe :thumbup:


    Oder staunen, wie weit du in der Zeit gekommen bist, ohne dir Scheiß beigebracht zu haben. ;)


    Viel Erfolg :thumbup:

    Es gibt leider genug Leute die einem was beibringen wollen die den Namen Lehrer nicht verdient haben. Das solcher Unterricht quasi sinnlos ist ist wohl klar. Also vorher schlau machen mit wem man es zutun hat. Mit einem wirklich guten Lehrer geht es in guten geordneten Bahnen voran, das kann kaum anders sein. Für meinen Fall weiß ich dass ich ohne meine Lehrer gerade mal einen Bruchteil von meinem jetzigen Wissen hätte. Jeder der meint dass er ohne Unterricht ja schon verdammt gut wäre, der kann nicht wissen wie er jetzt spielen würde wenn er wirklich guten Unterricht gehabt hätte. Glauben tut man viel, Wissen eher wenig. Dennoch sind einige doch sehr von sich überzeugt, und ich vermute das ein guter Lehrer so manchem den Kopf spielend gerade rücken könnte, und die meisten Schüler danach anders denken. Vorausgesetzt man ist nicht zu selbstverliebt.


    Ein bisschen Selbstliebe gehört ja immer dazu. Obwohl das Beschriebene durchaus auf mich zutreffen könnte, war es bisher meistens so, dass ich viel Lob bekam. Das ging bis zu Bigbands, bei denen ich ausgeholfen hatte, ohne wie die anderen Drummer nach Noten zu spielen und einige staunten, dass das plötzlich alles so gut groovt. Ich war und bin allerdings nie zufrieden mit mir selbst.


    Zitat

    Nehmen wir mal an da sind zwei Schlagzeuger. Der eine spielt komplizierte Grooves und frickelige Fills, er hatte jedoch niemals guten Unterricht und ist nicht in der Lage ein Feel des Song zu produzieren oder reproduzieren. Der zweite Schlagzeuger kann nicht soviel, kann nicht soviel Ghostnotes usw. einbauen, aber er hat durch guten Unterricht gelernt mit Feel umzugehen, der Song "rollt" also.


    Ich bin ja immer noch der Meinung, dass "Feel" einem keiner beibringen kann. Mir wurde oft ein gutes, vor allem irgendwie "eigenes" Feel unterstellt (was übrigens nicht in den hier bekannten Covers rüberkommt). Demgegenüber hatte ich mitunter auch Schlagzeug Studenten gesehen, die m.E. überhaupt nicht gut gegroovt hatten. Und teilweise auch irgendwie keine richtige Leidenschaft dabei ...


    Eine gute Ausbildung allein reicht eben auch nicht. Denn letztendlich geht's um Musik.


    Zitat

    Für welchen Schlagzeuger würde ich mich entscheiden ? Den Zweiten. Pech gehabt Schlagzeuger Nummer 1, das wäre mit gutem Lehrer womöglich so nicht passiert. Das ist natürlich nur ein Beispiel von zig möglichen Konstellationen. Man selbst kann kaum "schlauer" sein als ein wirklicher Meister seines Fachs, und man kann sich selbst auch nicht wie ein Meister beurteilen.......auch wenn einige das glauben......aber auch das gehört eben zum Lernstoff dazu.


    Ich merke gerade schon, dass ich sowieso nicht drum rum komme noch mal wirklich guten Unterricht zu nehmen. Es wird aber wohl genau darauf hinaus laufen, was ich dabei schon mal im Hinterkopf hatte: Eine realistische, möglichst objektive Einschätzung vom Fachmann, wo ich wirklich stehe und wo meine Stärken und Schwächen liegen. Nicht viel mehr. Das ist eigentlich das, was mir am meisten fehlt.

    T120


    Ok, das ist dann aber dein spezieller, individueller Fall. Denn wie ich schon in #20 sagte: "Das ist sehr individuell. Und nicht mehr und nicht weniger wird die Quintessenz dieses Threads letztendlich aussagen."


    Man kann als Autodidakt sehr wohl wissen (nicht behaupten ;) ), dass man nicht zwingend einen Lehrer braucht. Nämlich dann, wenn man seine gewünschten Ziele in der gewünschten Zeit auch alleine erreicht. Natürlich braucht man dafür eine gute Selbstreflektion und Auffassungsgabe und allgemein Selbständigkeit im Denken und Handeln. Eben genau aus dem Grund, um nicht auf falsche Wege oder unnötig lange Umwege zu entgleisen. Aber machbar ist es.


    Mir hat das eine Jahr Unterricht als ich 8 war (und die Musikschule hatte in dieser Zeit ständig die Schlagzeuglehrer gewechselt) eher gezeigt, dass ich erst mal keinen Unterricht brauche. Als ich mit 15 nach 5 Jahren Spielpause wieder anfing war ich mit einem älteren, bereits relativ erfolgreichen Drummer aus der Gegend befreundet, der damals mein Vorbild war (in den ersten 2 Jahren ca.). Auch ein Autodidakt und Unterricht hatte ich nicht bei dem.


    Jetzt bin ich ein paar Schritte weiter und werde ein paar Unterrichtsstunden bei einem studierten Drummer nehmen. Allerdings nur mit dem Ziel, selbst Unterricht geben zu können. Für das, was ich sonst mache, brauche ich keinen Unterricht. Nach den ca. 20 Bandprojekten verschiedenster Art bisher kristallisiert sich jetzt eher raus, dass ich an anderen Dingen arbeiten muss, um an die Bands zu kommen, die mich wirklich reizen. Wozu auch erst mal gehört, den Kopf weiter klar zu kriegen.
    Ich weiß auch, wo meine spielerischen Schwächen liegen bzw. was ich noch verbessern und üben will. Das Problem liegt dabei nicht darin, dass ich nicht wüsste, wie ich das hinkriege, sondern an mangelnder Muße und zu viel Müll von anderen Leuten im Kopf.


    Ein etwas älterer Gitarrenlehrer, mit dem ich vor einiger Zeit mal gespielt hatte, hatte es auch so gemacht. Autodidakt, dann ein paar Unterrichtsstunden bei einem studierten Lehrer genommen um selbst Unterricht zu geben. Er lebt schon eine ganze Zeit lang davon, spielte aber zumindest damals sonst in keinen Bands. Für mich wäre das wiederrum nichts.


    Der Thread wird sich sowieso nur im Kreis drehen, denn - ich zitiere mich noch mal - "das ist sehr individuell". Wichtig ist dabei halt, der Threadstarterin realistische und wirklich hilfreiche Informationen zu geben.

    Hab deinen ersten Beitrag noch lesen können bevor du ihn geändert hast. Hab mich die ganz Zeit gefragt woher wir uns kennen ;)


    Sorry. Wende den Satz einfach auf mich an bzw. dreh's rum.


    Ich wollte deinen Beitrag im Sinne der Threadstarterin ein bisschen entkräften. Denn meiner bescheidenen Erfahrung nach ist dieser etwas irreführend für sie.

    Oha, ja nu bin ich erstmal "bedient" danke :wacko: ^^


    Nicht einschüchtern lassen! Die Länge eines Beitrags hat nichts zu sagen.


    Natürlich kommt das auch auf den Musikstil an. Aber ich kann dir versichern, dass du für deinen Musikstil auch bis hin zur Semi-Professionalität komplett ohne Noten auskommen kannst. So oder so würde ich Noten in deinem Fall nur ergänzend heran ziehen. Noten können auch das, worum es bei Musik letztendlich geht - nämlich Gefühl und Emotion - am Anfang schnell in die Ferne rücken und damit vom Wesentlichen ablenken. Das gleiche gilt übrigens auch für die 40 Rudiments.
    Wirklich wichtig ist, zu verstehen was man spielt, sich keine falschen Techniken anzueignen und nach und nach "eins" mit dem Drumset zu werden. Und Spaß am Spielen ist genau so wichtig wie Üben. Das eine schließt das andere übrigens nicht aus.


    In Bands spielen ist dagegen bei dem, was du vor hast, wirklich wichtig.

    Was die Double-Bass Geschichte betrifft kann man auch nichts pauschalisieren.


    Die einen (z.B. Jazzer) brauchen und wollen es gar nicht. Die anderen sehen es als additives Schmankerl, das auch nicht gleich zu Beginn erlernt werden "sollte". Und noch andere fangen sehr zeitig damit an, weil sie sich auf Metal Drumming und Blasten spezialisieren. Ich gehöre zur zweiten Gruppe.


    Die Antwort auf die Frage im Threadtitel lautet jedenfalls ganz klar: "Ja, definitiv!"
    Natürlich geht es mit Unterricht tendenziell besser, schneller und schnörkelloser. Aber dafür müssen nicht nur die finanziellen Mittel vorhanden sein, sondern auch die Chemie mit dem Lehrer stimmen und vor allem auch die eigene Motivation dazu passen. Wie schon gesagt war ich quasi "Unterricht-resistent" und meine Motivation dabei war, dass das mein eigenes Ding ist, wo mir keiner, wirklich keiner rein redet. Aus diesem trotzigen Alter bin ich mittlerweile raus, es sind aber noch weitere Entwicklungen nötig.
    Würde ich aus einer Musikerfamilie kommen, die mich zeitnah mit wirklich gutem Unterricht gefördert hätten, ohne mir erdrückenden, psychischen Ballast vor die Nase zu setzen, würde ich vielleicht schon längst davon leben. Das ist aber eben nicht der Fall und lässt sich nicht ändern.


    Und dass die Threadstarterin Schlagzeug spielen will, aber sich auf die Dauer keinen Unterricht leisten kann oder will, ist auch eine Tatsache.

    Autodidakten scheitern meist am Timing, und zwar im Großen (soundsoviel Zählzeiten pro Minute halten zu können) und im Feinen (was zwischen den Vierteln passiert).


    Tatsächlich? Wer hat dir das denn ins Ohr geflüstert? :D


    Ein gutes Timing hängt vor allem von Fähigkeit ab. Ab einem gewissen Niveau trägt das dann sogar zur Handschrift des Schlagzeugers bei.


    Das reine Autodidakten, die nie einen Lehrer hatten behaupten, dass man diesen nicht zwingend braucht, erschließt sich mir ehrlich gesagt nicht. Ich kann aus "Nichterfahrungen" auch keine Ratschläge erteilen, das ist zumindest meine Meinung.


    Umgedreht gilt das doch genau so: Du kannst als nicht-erfahrener Autodidakt auch nicht beurteilen, wie es ist ein Autodidakt zu sein.


    Letztendlich zählt nur das Ergebnis und wenn das die Leute, auch die Profis, vom Hocker haut, passt die Sache. Mir hat mal ein studierter Schlagzeuger bei einer Open Jam Session gesagt, dass das Studium auch einfach dazu verhilft die richtigen Leute kennen zu lernen.


    Durch meine spezielle Geschichte war ich bisher schon fast "Unterricht resistent". Aber mir wird auch immer wieder gesagt, ich solle doch Unterricht geben. Bevor ich das mache, werde ich aber noch mal Unterricht bei einem Drummer nehmen, dem ich definitiv mit Abstand nicht das Wasser reichen kann (irgend so ein dicker, teurer Fisch halt).


    Die Aussage mag stimmen, aber "professionell" ist so ein Gummibegriff, dass er wenig bis gar nichts aussagt. Auf einem professionellen Level ist jemand, der damit seinen Lebensunterhalt bestreiten kann, die Bandbreite reicht dabei von Ringo Starr bis zu Thomas Lang, und die beiden würde ich nur sehr ungern in einen Topf tun und umrühren.


    Ja, klar. Aber du weißt doch, wie ich das meine. Wenn ich meine Ziele erreicht habe werde ich das Wort wahrscheinlich sowieso nicht mehr benutzen. ^^



    Interessant. Obwohl ich ja fast gänzlich Autodidakt bin, habe ich nie einen Spiegel am Schlagzeug gebraucht und Videos habe ich aus anderen Gründen gemacht. Oder wurden gemacht, z.B. bei Gigs.


    Um das ganze etwas abzukürzen:
    Das ist sehr individuell. Und nicht mehr und nicht weniger wird die Quintessenz dieses Threads letztendlich aussagen. Die Entscheidung kann einem keiner abnehmen. Aber es ist zumindest gut zu wissen, dass man nicht alle 40 Rudiments beherrschen muss, um ein guter Schlagzeuger zu sein. :rolleyes:

    Talent, Motivation, Durchhaltevermögen (Ziele setzen und dran bleiben) usw. kann kein Lehrer ersetzen. Anders herum geht das hingegen schon (mehr oder weniger).


    Dann noch die Sache mit dem Alter: Je früher man anfängt, desto besser natürlich. Nicht nur, weil man so insgesamt mehr Zeit und später im selben Alter einen anderen Stand hat, sondern auch, weil das Gehirn in jüngeren Jahren viel lernfähiger ist.


    Ich bin auch 29 und hatte von 7-10 Jahren gespielt, davon 1 Jahr mit Unterricht. Dann mit 15 wieder angefangen, seitdem komplett auto-didaktisch. Ich bin auf einem professionellen Level, hat wohl irgendwas mit Talent zu tun. Ab und zu wurde ich gefragt, bei wem ich Unterricht hatte :D
    Werde auch schon noch mal Unterricht nehmen, aber vor allem mit dem Ziel, selbst (nebenberuflich) Unterricht zu zeben.


    Es geht beim Unterricht m.E. vor allem um folgendes: Die richtigen Lern-Impulse zur richtigen Zeit, Kontrolle und ggf. Korrektur, evtl. auch Motivation und einen groben Fahrplan über die Zeit.


    Wo ein Wille, da ein Weg. Auch ohne Lehrer.

    In dem Fall rate ich dir eher dazu einfach alle Trommeln zu triggern und halt noch zwei Overheads über die Becken zu stellen.


    Du wirst mit deinem Kenntnisstand und deinen Möglichkeiten kaum einen Monitoring Sound erreichen können, der wirklich "schön überzeichnet". Davon abgesehen, dass mir ein roher Monitor Sound, der nur mit Lautstärkeverhältnissen und Panning auskommt, nach wie vor ausreicht, habe ich so schon ein paar ganze Alben bzw. verschiedene Produktionen aufgenommen und eingespielt. D.h., nicht nur ich selbst war mit einem "Effekt-freien" Monitorsound zufrieden. Wichtiger ist da, wirklich genau aufs Leveling zu achten, damit das Feeling passt.


    Im Gegenteil nerven mich meine Tom Mikrofone auf dem Monitormix sogar tendenziell, seit ich wieder ein 3. Tom hängen hab. Es ist nämlich üblich, die Tomspuren bei der Nachbearbeitung in der Lautstärke zu automatisieren oder zu schneiden, d.h. quasi manuell zu gaten. Automatische Gates können bei dynamischer Spielweise auch schnell mal die Performance versauen.


    Mit meiner aktuellen "Proberaum Band" proben wir über Kopfhörer, eine der beiden Gitarren kommt dabei (nur zum Proben) komplett ohne Amp aus. Ich habe dabei nur noch ein bisschen Bassdrum und Snare auf meinem Monitormix, die Overheads sind komplett aus, weil auf dem Gesangsmikro schon viel Schlagzeug drauf ist, die Kopfhörer die Außengeräusche ja auch nur teilweise dämpfen und ich ja auch noch was von der restlichen Band hören muss.


    Also ich würd mir das FX-Monitoring aus dem Kopf schlagen. Nimm deinen Bassdrum Trigger, besorg dir 2 Overheads und trigger die restlichen Trommeln auch oder besorg halt nur noch ein Mikro für die Snare.


    Nanu, ich dachte immer ein schlaffes Fell macht mehr Attack? Mit Attack meine ich den Anschlagsklick, oder meinst Du was anderes? Da ich auch ein wenig mit meinem Bassdrumsound kämpfe, bin ich für alle Infos dankbar.


    Hatte mich missverständlich ausgedrückt. Mit Attack meinte ich in dem Fall hier nicht den Anschlagsklick, sondern die restlichen Klanganteile, die für "Biss" und Durchsetzungskraft des Trommelsounds sorgen. Je höher man die Trommel stimmt, desto besser setzt sie sich i.d.R. durch. Aus 2 Gründen: Es ist weniger Anschlagskraft nötig, um die Trommel zum Klingen zu bringen und die höhere Stimmung erhöht nicht nur den Grundton, der so besser hörbar wird (Fletcher Munson ...), sondern bringt auch mehr Obertöne ins Spiel usw.


    Der Attack des Anschlags selbst, also das Auftreffen des Sticks oder Beaters auf dem Fell, hat vor allem mit den Materialien und natürlich wiederrum der Härte des Anschlags zu tun. Die Fellspannung beeinflusst das nur gering. Man kann mich allerdings auch gerne berichtigen ;)


    Inwiefern kämpfst du denn mit deinem Bassdrum Sound bzw. wo liegt das Problem?


    EDIT
    Dennoch kann man ein sehr tief gestimmtes Schlagzeug entsprechend mikrofoniert natürlich auch sehr durchsetzungsfähig mischen. Nahmikrofonierung und Nachbearbeitung erweitern das Thema ja maßgeblich.

    Ich dachte an das Mikroset von Thomann o.ä. für 150 Euro, denke das reicht völlig aus.
    https://www.thomann.de/de/the_…c1500_drummikrofonset.htm


    Würde ich sein lassen. Stattdessen lieber ein vernünftiges Stereopaar und ein vernünftiges Bassdrum Mikrofon besorgt und bei Bedarf später aufgestockt. Stichwort "Recorderman" bzw. Glyn Jones. Wie Rampen schon sagte, wirst du am Anfang noch ganz andere Probleme haben, die du mit keiner Anschaffung lösen kannst, sondern im Gegenteil: Mehr Mikrofone verkomplizieren die Sache nämlich.
    Ich kenne das Mikrofon Set übrigens und zumindest die Overheads sind absolut unbrauchbar.


    Zitat

    Also die 5 Mikros in ein Audiointerface und zack per USB
    in den Rechner oder iPad und dort mit nem Softwaremischer bissel Höhen/Bässe/Mitten angepasst, vielleicht nen Kompressort oder sowas drauf und ab zum Kopfhörer damit
    und fertig. :D


    So kann man das heutzutage tatsächlich machen, allerdings tut man besser daran, das (über die Software regelbare) Latenz-freie DSP Monitoring des Interfaces zu nutzen. Viele Monitoring Kopfhörer färben nämlich sowieso schön, da reichen Lautstärkeverhältnisse und Panning für einen Homecording Monitor Mix völlig aus. Ansonsten sollte man sowieso Rohspuren aufnehmen, um bei der Nachbearbeitung volle Flexibilität zu haben (es sei denn man heißt so wie Weltklasse Produzent XY mit 100 Jahren Erfahrung, natürlich - schon klar :whistling: ).


    "Kompressor oder sowas drauf" bestätigt übrigens, dass du am Anfang ganz andere Probleme haben wirst. Wie Rampen schon sagte. ;)


    Was hast du denn überhaupt mit den Aufnahmen vor? Sollen das zunächst nur Arbeitsaufnahmen zum Gegenchecken für dich selbst werden?


    Ich wüsste jetzt jedenfalls nicht, was dagegen spricht ein geeignetes Interface an dem iPad zu betreiben. Das hat doch nen USB Anschluss, oder? Gibt ja Adapter zu USB-C.

    Und die so genannten "Arschlöcher" sind halt nur Idioten mit zu wenig Empathie im Hirn. Führt aber leider dazu, dass so viel Mist in der Welt passiert und wir nicht aufhören uns gegenseitig Schlechtes anzutun und den Planeten runter zu wirtschaften.


    Den Helden spielen und was dagegen unternehmen? M.E. zum Scheitern verurteilt.


    Mein Frust zum Sonntag. ;)

    Physik ist doch gar nicht so schwierig:


    • Schwerer Beater -> Mehr Punch
    • Langer Hebel -> Mehr Punch
    • straff gespanntes BD Fell, keine Dämpfung in der BD -> Hohe Lautstärke und viel Attack


    Ein anderes BD Fell wird nicht viel bringen. Nicht vergessen darf man bei der Punch Sache natürlich auch, dass man punchig spielen muss. Um ein Akustik Set zum Kllingen zu bringen braucht es da i.d.R. schon etwas mehr als bei einem E-Set. Ist also völlig normal. ;)