Danke. Freut mich, wenn es brauchbar ist. Ich mache es auch nicht ganz uneigennützig, weil mir dadurch auch einiges noch etwas klarer wird und sich festigt.
Ich habe den Startpost mal aktualisiert. Vor allem habe ich einen weiteren Absatz zum "Resampling" hinzugefügt, habe aber auch die Aussage zur Hörverschlechterung im Höhenbereich korrigiert (sich selbst als Beispiel zu nehmen ist doch immer das einfachste
).
Rampen
D.h. also quasi, dass ein Verzerrer "echter" und "analoger" mit höheren Samplingraten klingt, weil so auch Frequenzen über 20kHz hörbare "Unterschwingungen" erzeugen können?
Ich hatte da vor einiger Zeit mal relativ viel rumprobiert und war auch ein bisschen dem "High Res" Wahnsinn verfallen, hatte damals aber schon die Zusammenhänge verstanden. Zum Beispiel hatte ich komplette Mixe in 88,2 statt 44,1kHz gerendert und blind verglichen. Mein Fazit war damals ungefähr: "Ok, ich kann wirklich einen Unterschied hören. Aber ich finde den 88,2kHz nicht besser, sondern nur anders. Außerdem wird ein beträchtlicher Anteil des Unterschieds dem Resampling geschuldet sein". 
Das Resampling hatte ich auf der höchsten Qualitätsstufe gemacht, und der damals schon aktualisierte Reaper SRC (siehe hier -> https://src.infinitewave.ca/) war schon ziemlich gut im allgemeinen Vergleich.
Benutzt man höhere Samplingraten während der Produktion außerhalb von Plugin-internem Oversampling, dann sollte man m.E. auf jeden Fall schon von vorn herein so aufnehmen und erst ganz zum Schluss runter sampeln. Und das wiederrum eben am besten auch über eine analoge Kette. So machen es die "Profis" jedenfalls.
Was ist denn hier* mit? Dir (m_tree) fiel doch auch ein markanter Unterschied auf...
* Es ist aber tatsächlich ein durchaus markanter Unterschied zwischen 44,1 kHz Aufnahmen und 48 kHz Aufnahmen zu hören. Das hat mir mal ein Kenner verklickert und es auch irgendwie mit den Rändern der Frequenz-Range erklärt (hab die Erklärung aber nicht mehr wirklich detailliert auf dem Schirm...). Ich habe daraufhin folgenden Test gemacht: Musik von Viny-Platte (u.a. "Death - Spiritual Healing") mit RME Fireface in Samplitude analog in 24 bit recordet, einmal mit 44,1 und einmal mit 48 kHz (in demnach zwei unteschiedlichen Projekten, die der Samplerate entsprechen). Dann habe ich mit einem weiteren Rechner und einem weiteren Fireface die beiden Projekte über Playback vom ersten Fireface nochmal analog aufgenommen, diesmal mit fixen 88,2 kHz (und 24 bit). Beim A-B-Vergleich (gecheckt über hochwertige Abhören) dieser letzten Aufnahmen fällt Folgendes auf: Vor allem die Höhen (z.B. der Sound der Becken und Hihat) der ursprünglichen 48 kHz-Aufnahme sind viel brillianter und ausdrucksstärker und geiler, und der Insgesamtklang ist bei 48 in meinen Ohren viel geiler; die 44,1-Aufnahme stinkt für mich regelrecht ab.
Die Beweis-Files sind noch online, also, wer sich überzeugen will, kann das tun.
Ich habe mir das gerade noch mal in der DAW angehört. Und ich höre immer noch Unterschiede. Allerdings sind die zum einen subtil und zum anderen empfinde ich die Unterschiede wieder nur als "anders", nicht besser oder schlechter.
Ich habe die Files zusätzlich "aligned", also quasi Sample-genau übereinander geschoben, um mal zu schauen, was bei einem Phasendreher übrig bleibt ... und zwar eine ganze Menge, im gesamten Spektrum. Das leuchtet mir insofern ein, weil du laut deiner Beschreibung zwei Aufnahmen gemacht hast. Und hier kommt die analoge Technik ins Spiel, die nie genau gleich klingt. Eine Schallplatte nutzt sich genau so ab wie Tonband und klingt durch mechanische und Witterungsbedingte Einflüsse eben immer mal etwas anders (Kenner wissen hier sicherlich besser bescheid, ich kenne mich mit Vinyl nicht so aus).
Wirklich vergleichen könnte man das m.E. nur, wenn man wirklich die exakt selbe Aufnahme unterschiedlich quantisiert. Und um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen: eigentlich auch nur, wenn man das Material anschließend auch exakt gleich abmischt und mastert. Denn das Hauptaugenmerk liegt bei der ganzen Geschichte hier ja auf der Produktionsschiene. Nicht auf dem Digitalisieren von analogen Tonträgern.
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Man darf dabei auch nicht vergessen, dass Placebo auch hier eine Rolle spielt und die Ohren sich sehr schnell täuschen können. Auch mit einem A/B Vergleich kann man sich selbst übers Ohr hauen. Nämlich dann, wenn man nicht blind vergleicht ...